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Medizin, Gesundheit und Prävention
28.02.2025
Tanja Sappok wird erste Professorin für Behindertenmedizin in Deutschland
Tanja Sappok wird erste Professorin für Behindertenmedizin in Deutschland und fördert inklusive Versorgung an der Universität Bielefeld und Krankenhaus Mara.
Tanja Sappok wird erste Professorin für Behindertenmedizin in Deutschland und fördert inklusive Versorgung an der Universität Bielefeld und Krankenhaus Mara.
Tanja Sappok hat die Position der ersten Professorin für Medizin für Menschen mit Behinderungen in Deutschland übernommen. Sie wird an der Universität Bielefeld und am Krankenhaus Mara in Bielefeld-Bethel tätig sein. Ihr Ziel ist es, Kollegen und den medizinischen Nachwuchs zu sensibilisieren, die medizinische Versorgung inklusiv zu gestalten. Das betont die Quelle, aerztezeitung.de, und hebt die Bedeutung dieser Pionierarbeit in der Verbesserung der Behandlung von Menschen mit Behinderungen hervor. Ein derartiger Ansatz kann nicht nur das Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse dieser Patientengruppe schärfen, sondern auch zu einer umfassenderen Umsetzung von inklusiven Praktiken in der medizinischen Versorgung führen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.02.2025
vdek fordert Reformen: Pflege und Krankenversicherung im Fokus
Der vdek drängt auf Reformen in der Pflege- und Krankenversicherung, um finanzielle Stabilität und Entlastungen für Angehörige zu fördern.
Der vdek drängt auf Reformen in der Pflege- und Krankenversicherung, um finanzielle Stabilität und Entlastungen für Angehörige zu fördern.
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) fordert die zukünftigen Koalitionspartner auf, die Kranken- und Pflegeversicherung zu einem zentralen Thema bei den anstehenden Verhandlungen zu machen. Ulrike Elsner, die Vorstandsvorsitzende des vdek, betont gegenüber der Ärzte Zeitung, dass die finanzielle Stabilität der sozialen Sicherungssysteme ein wesentlicher Faktor für wirtschaftlichen Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Der Verband schlägt ein Sieben-Punkte-Programm vor, das u.a. eine Reform der Notfallversorgung, die Steuerung des Zugangs über digital vernetzte Leitstellen und die Förderung der telemedizinischen Ersteinschätzung umfasst. Außerdem plädiert der vdek für eine Qualitätsoffensive in der Krankenhausversorgung und fordert faire Arzneimittelpreise sowie Bürokratieabbau in der Pflege. Wichtig sei es, sagt der vdek gegenüber der Ärzte Zeitung, Entlastungen für pflegende Angehörige zu schaffen und die elektronische Patientenakte stärker zu implementieren.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.02.2025
Berliner Feuerwehr führt neue Notfallkategorien ab 25. März ein
Die Berliner Feuerwehr führt ab 25. März neue Notfallkategorien ein, um in der Grippewelle effizienter auf Einsätze reagieren zu können.
Die Berliner Feuerwehr führt ab 25. März neue Notfallkategorien ein, um in der Grippewelle effizienter auf Einsätze reagieren zu können.
Der Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr steht aufgrund der derzeitigen Grippewelle unter erheblichem Druck. Deshalb werden ab Ende März neue Notfallkategorien eingeführt, um das Personal effizienter einsetzen zu können. Laut „Tagesspiegel“ und „Berliner Morgenpost“ sollen Patienten ab dem 25. März einer von fünf Notfallstufen zugeordnet werden. Diese Einstufung entscheidet darüber, ob ein Notarzt ausrücken muss oder ob der Einsatz von Notfall- oder Rettungssanitätern ausreicht. In akuten Fällen soll ein Notarzt innerhalb von zehn Minuten beim Patienten sein, während Rettungssanitäter zu weniger dringenden Fällen geschickt werden sollen. Das neue System basiert auf einer Analyse von rund drei Millionen Daten aus Rettungseinsätzen und Notfallambulanzen, mit dem Ziel, den Personaleinsatz besser an die jeweiligen Erfordernisse anzupassen. Die Belastung des Rettungsdienstes übersteigt inzwischen die des Pandemiejahres 2022, wie die Feuerwehr betont. (Quelle: aerztezeitung.de)
Kritik an geplanten Bürokratieabbau-Plänen für Pflegeheime in BW
Kritik an Plänen zum Bürokratieabbau in Pflegeheimen von BW: Seniorenrat warnt vor "sozialpolitischem Dammbruch" und kritisiert geplante „radikale Streichungen“.
Kritik an Plänen zum Bürokratieabbau in Pflegeheimen von BW: Seniorenrat warnt vor "sozialpolitischem Dammbruch" und kritisiert geplante „radikale Streichungen“.
Ein Projekt des baden-württembergischen Sozialministeriums zum Bürokratieabbau in Pflegeheimen erntet scharfe Kritik vom Landesseniorenrat. Der Verband spricht in einem Brief an Landtagsabgeordnete laut der Deutschen Presse-Agentur von „radikalen Streichungen“ und einem „sozialpolitischen Dammbruch“. Pläne der Landesregierung sehen vor, Regelkontrollen in Pflegeeinrichtungen zu reduzieren und die Bestellung von Heimbeiräten abzuschaffen. Auch ambulant betreute Pflege-WGs sollen nicht mehr der Heimaufsicht unterliegen. Das Sozialministerium betont, dass es sich um frühe Überlegungen handele und man im Dialog mit den Verbänden sei. Der Pflegeschutzbund BIVA kritisiert, Baden-Württemberg kapituliere vor der Aufgabe, den Pflegebedürftigen eine Stimme zu geben. Quellen berichten zunächst der SWR und die Ärzte Zeitung.
Kritik an elektronischer Patientenakte: Mehr Bürokratie statt Nutzen
Kritik an der ePA: Statt Effizienz bringt das aktuelle Konzept mehr Bürokratie. Hausarzt Stefan Streit und Experten fordern eine Neugestaltung.
Kritik an der ePA: Statt Effizienz bringt das aktuelle Konzept mehr Bürokratie. Hausarzt Stefan Streit und Experten fordern eine Neugestaltung.
Das aktuelle Konzept der elektronischen Patientenakte (ePA) stößt auf massive Kritik. Gastautor Stefan Streit, ein Hausarzt aus Köln, sieht die ePA als nicht mehr zu retten an. Statt einer Arbeitserleichterung verursacht sie einen Mehraufwand. Besonders besorgt zeigt sich Streit über die Datenökonomie, die hinter der Akte steckt. Diese Sicht teilt er in einem Gastbeitrag auf aerztezeitung.de. Experten aus der Gesundheitsbranche warnen, dass die derzeitige Umsetzung der ePA zu mehr Bürokratie und weniger Effizienz im medizinischen Alltag führt. Kritiker wie Streit fordern eine grundlegende Überarbeitung des Konzepts, um den tatsächlichen Nutzen für Ärzte und Patienten zu gewährleisten.
AOK Hessen: 1.200 Verdachtsfälle von Behandlungsfehlern untersucht
Die AOK Hessen prüfte 1.200 Behandlungsfehler, von denen 25% bestätigt wurden. Rückforderungen über 3,3 Millionen Euro sind die Folge.
Die AOK Hessen prüfte 1.200 Behandlungsfehler, von denen 25% bestätigt wurden. Rückforderungen über 3,3 Millionen Euro sind die Folge.
Die AOK Hessen bearbeitet aktuell 1.200 Fälle von mutmaßlichen ärztlichen Behandlungsfehlern, teilte die Krankenkasse am Mittwoch mit. Die durch den Medizinischen Dienst im Jahr 2024 bestätigte Fehlerquote lag bei 25 Prozent. Dadurch konnte die AOK über 3,3 Millionen Euro von den Verantwortlichen zurückfordern. Geprüft werden dabei nicht nur Behandlungsfehler in Krankenhäusern oder Arztpraxen, sondern auch Verdachtsfälle in der Pflege, bei Physiotherapeuten oder Hebammen. Zudem werden Produktfehler wie fehlerhafte Herzschrittmacher oder defekte Hüftprothesen untersucht. Dies berichtete die Ärzte Zeitung am 26. Februar 2025.
KI revolutioniert Medizin: Neue EU-Richtlinien fordern ärztliche Sorgfalt
Neue EU-Richtlinien fordern ärztliche Sorgfalt im Umgang mit KI, um das Patientenwohl zu wahren, und rufen zu einer gemeinsamen Finanzierung auf.
Neue EU-Richtlinien fordern ärztliche Sorgfalt im Umgang mit KI, um das Patientenwohl zu wahren, und rufen zu einer gemeinsamen Finanzierung auf.
Künstliche Intelligenz (KI) wird die medizinische Versorgung revolutionieren, ähnlich wie die Dampfmaschine die Industrie geprägt hat. Moderne Algorithmen ermöglichen es, Millionen von Befundbildern zu analysieren und Hinweise auf Tumoren zu geben, so ein Leitartikel auf aerztezeitung.de. EU-Richtlinien, implementiert seit August 2024, regeln die Verwendung von KI in der Medizin. Ärzte müssen sicherstellen, dass sie KI-Anwendungen rechtssicher nutzen dürfen, da die Technologien das Wohl der Patienten gefährden können. Die Finanzierung von KI-Systemen sollte nicht allein bei privaten Krankenversicherern liegen, sondern durch Initiativen wie den Innovationsfonds unterstützt werden. Berufsverbände und wissenschaftliche Gesellschaften sind aufgerufen, den Einsatz von KI aktiv mitzugestalten.
DAK-Chef fordert Krisengipfel zur Rettung der Pflegefinanzen
DAK-Chef fordert einen Krisengipfel zur Rettung der Pflegefinanzen, um dringend Maßnahmen für die prekäre Finanzlage der Kranken- und Pflegeversicherung zu ergreifen.
DAK-Chef fordert einen Krisengipfel zur Rettung der Pflegefinanzen, um dringend Maßnahmen für die prekäre Finanzlage der Kranken- und Pflegeversicherung zu ergreifen.
DAK-Chef Andreas Storm hat die kommende Bundesregierung aufgefordert, wegen der prekären Finanzsituation der Kranken- und Pflegeversicherung dringlich zu handeln, berichtet die Ärzte Zeitung. Storm betont, dass die neue Regierung umgehend einen Kassensturz vornehmen müsse, um die Dringlichkeit zu erkennen. Er fordert, dass innerhalb der nächsten zwei Monate ein Krisengipfel im Kanzleramt stattfindet, um die Finanzlage zu stabilisieren. Teilnahme sollen der Kanzler, der Gesundheitsminister sowie Kassenvertreter. Storm drängt darauf, mehr Steuergelder zur Verfügung zu stellen und etwa sechs Milliarden Euro an Corona-Ausgaben an die Pflegeversicherung zurückzuzahlen. Anderenfalls drohten bald weitere Beitragserhöhungen bei den Krankenkassen, was sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber belasten würde. Laut Storm ist die Lage ernst, da das Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung im Vorjahr bereits über sechs Milliarden Euro lag. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Insolvenz für Muldentalkliniken im Landkreis Leipzig angeordnet
Die Muldentalkliniken im Landkreis Leipzig haben Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, da es an nötigen finanziellen Zusicherungen mangelt.
Die Muldentalkliniken im Landkreis Leipzig haben Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, da es an nötigen finanziellen Zusicherungen mangelt.
Das Amtsgericht Leipzig hat die Insolvenz in Eigenverwaltung für die Muldentalkliniken im Landkreis Leipzig angeordnet, wie die Geschäftsführerin Julia Alexandra Schütte in einer Mitteilung an die Mitarbeiter berichtete. Nach einem intensiven Bemühen in den letzten zwei Jahren, eine solche Insolvenz abzuwenden, kam es aufgrund von Verzögerungen in den Verhandlungen mit der Sana Kliniken AG zu keinen rechtzeitigen Abschlüssen, welche die notwendigen finanziellen Zusicherungen enthalten hätten. Schütte betonte, dass ohne weitere Darlehen oder verbindliche Zusagen des aktuellen Gesellschafters die finanzielle Sicherstellung der Kliniken für das kommende Jahr nicht mehr gewährleistet sei. - Quelle: Ärzte Zeitung
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
26.02.2025
Sana-Klinikum gewinnt Fachkräftepreis für innovatives RIAP-Projekt
Das Sana-Klinikum erhält den Deutschen Fachkräftepreis 2025 für sein RIAP-Projekt zur direkten Rekrutierung ausländischer Pflegekräfte.
Das Sana-Klinikum erhält den Deutschen Fachkräftepreis 2025 für sein RIAP-Projekt zur direkten Rekrutierung ausländischer Pflegekräfte.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat bekannt gegeben, dass das Sana-Klinikum mit seinem RIAP-Projekt den Deutschen Fachkräftepreis 2025 in der Kategorie Fachkräftezuwanderung gewonnen hat. Dieses Projekt ermöglicht es dem Klinikum, ausländische Pflegekräfte ohne die Hilfe von Vermittlungsagenturen zu rekrutieren und zu integrieren, um den bestehenden Fachkräftemangel zu adressieren. Diese Initiative zeigt einen innovativen Ansatz zur Gewinnung neuer Fachkräfte und trägt zur Stärkung der Gesundheitsversorgung bei. Die Preisverleihung würdigt besondere Erfolge im Bereich der Fachkräftezuwanderung und fördert den internationalen Austausch, um den aktuellen Herausforderungen des Arbeitsmarktes entgegenzuwirken. (Quelle: BMAS)
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