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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.03.2025
Studie: Qualität wichtiger als Erreichbarkeit in der Krankenhauswahl
Patient:innen priorisieren Qualität über Erreichbarkeit bei der Krankenhauswahl, zeigt eine BARMER-Studie, was wichtige Impulse für die Krankenhausreform gibt.
Patient:innen priorisieren Qualität über Erreichbarkeit bei der Krankenhauswahl, zeigt eine BARMER-Studie, was wichtige Impulse für die Krankenhausreform gibt.
Das wissenschaftliche Institut der Krankenkasse BARMER hat in einer Studie untersucht, welche Präferenzen Patientinnen und Patienten in der Krankenhausversorgung haben. Die Ergebnisse zeigen, dass vielen Befragten die Qualität der medizinischen Versorgung wichtiger ist als die Erreichbarkeit der Einrichtungen. Für eine gute Versorgung wären sie bereit, auch längere Wege in Kauf zu nehmen. Dies verdeutlicht einen wesentlichen Aspekt der aktuellen Diskussionen zur Krankenhausreform, bei der die Balance zwischen Qualität und Zugänglichkeit im Mittelpunkt steht. (Quelle: aerztezeitung.de)
Versorgungslücke für ältere Patienten mit seltenen Erkrankungen beklagt
Versorgungslücke: Ältere Patienten mit seltenen Erkrankungen kämpfen in Deutschland um adäquate medizinische und soziale Unterstützung.
Versorgungslücke: Ältere Patienten mit seltenen Erkrankungen kämpfen in Deutschland um adäquate medizinische und soziale Unterstützung.
Ältere Patienten mit Seltenen Erkrankungen stehen in Deutschland vor großen Herausforderungen im medizinischen und sozialen Versorgungssystem, berichtet die Ärzte Zeitung. Die Bundesvorsitzende der Selbsthilfegruppe für Entzündliche Neuropathien und Guillain-Barré-Syndrom, Gabi Faust, hebt hervor, dass die Betroffenen oft selbst ihre Krankheitsmanagement und Ansprüche im Sozialleistungssystem übernehmen müssen. Professor Martin Mücke vom Uniklinikum Aachen bestätigt die Versorgungslücke und mangelhafte Studienlage. Telemedizin und KI könnten zwar eine Verbesserung bieten, jedoch bleibt die Expertise für ältere Menschen unzureichend, oftmals werden sie noch von Kinderärzten betreut. Dr. Andreas Meusch von der Techniker Krankenkasse und der Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer betonen die Notwendigkeit einer besseren Finanzierung und die Einbindung geeigneter Themen in politische Agenden. Langfristig könnte ein medizinischer Schwerpunkt für "Seltene Erkrankungen" in die Facharztweiterbildung eingeführt werden.
AOK-Bericht 2024: Durchschnittlich 23,9 Krankheitstage pro Versicherter
AOK-Bericht 2024: Versicherte fehlen im Schnitt 23,9 Tage krankheitsbedingt, Präventionsstrategien für lange Ausfallzeiten werden betont.
AOK-Bericht 2024: Versicherte fehlen im Schnitt 23,9 Tage krankheitsbedingt, Präventionsstrategien für lange Ausfallzeiten werden betont.
Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) berichtet, dass AOK-Versicherte im Jahr 2024 im Durchschnitt 23,9 Tage aufgrund von Krankheit arbeitsunfähig waren. Die Auswertungen zeigen, dass 40 Prozent dieser Krankmeldungen länger als sechs Wochen andauerten, was einen erheblichen Einfluss auf die betrieblichen Ausfallzeiten hat. WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder betonte die Notwendigkeit, Präventionsmaßnahmen auf Erkrankungen mit langen Ausfallzeiten zu fokussieren. Zu den häufigsten Ursachen für Fehltage gehörten Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Störungen. Schröder wies zudem darauf hin, dass Maßnahmen aus der COVID-19-Pandemie, wie Masken und Lüften, weiterhin helfen können, insbesondere bei Atemwegserkrankungen den Krankenstand zu senken. Insgesamt verzeichneten Berufe mit körperlicher Belastung und soziale Tätigkeiten, wie die Altenpflege, höhere Fehlzeiten. Die vollständige Erhebung des WIdO zeigt, dass die betrieblichen Gesundheitsstrategien auf spezifische Berufsanforderungen zugeschnitten werden sollten. (Quelle: aok.de)
Neue Demenz-Leitlinie: Musik- und Verhaltenstherapie empfohlen
Neue Leitlinie: Musik- und Verhaltenstherapie soll die Versorgung von Demenzpatienten verbessern, ergänzt durch den Einsatz von Tau-PET bei Diagnosen.
Neue Leitlinie: Musik- und Verhaltenstherapie soll die Versorgung von Demenzpatienten verbessern, ergänzt durch den Einsatz von Tau-PET bei Diagnosen.
Neuigkeiten bei der Demenz-Leitlinie berichten von einer Aktualisierung der Empfehlungen, wie die Ärztezeitung meldet. Unter den bedeutendsten Änderungen wird jetzt auch eine Musiktherapie empfohlen. Bei unklaren diagnostischen Befunden soll zudem ein Tau-PET durchgeführt werden. Weiterhin wird vorgeschlagen, dass Depressive, die unter leichten kognitiven Störungen leiden, eine Verhaltenstherapie erhalten. Diese Anpassungen der Leitlinie zielen darauf ab, die Versorgung von Demenzpatienten zu verbessern und auf spezifische Bedürfnisse einzugehen. Dies berichtet die ärztezeitung.de in ihrem aktuellen Beitrag.
Experten betonen interdisziplinäre Ansätze für Schmerzversorgung Demenzkranker
Interdisziplinäre Ansätze verbessern die Schmerzversorgung bei Demenz: Experten fordern neue Schmerzzentren und bessere Vernetzung für optimale Betreuung.
Interdisziplinäre Ansätze verbessern die Schmerzversorgung bei Demenz: Experten fordern neue Schmerzzentren und bessere Vernetzung für optimale Betreuung.
Menschen mit kognitiven Einschränkungen stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn es um die Vermittlung ihrer Schmerzen geht, da sie oft nicht in der Lage sind, diese verbal zu äußern. Auf dem Schmerz- und Palliativtag wurden von drei Experten wichtige Aspekte zur Versorgung dieser Patienten diskutiert. Diese Fachleute gaben praxisnahe Tipps, die darauf abzielen, den besonderen Bedürfnissen dieser Patientengruppe gerecht zu werden und eine gezielte Diagnostik zu ermöglichen. Durch den strategischen Neuausrichtungsprozess der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) soll die schmerzmedizinische Versorgung durch neue Schmerzzentren und eine verstärkte Vernetzung relevanter Berufsgruppen optimiert werden. Dabei spielt die interdisziplinäre Zusammenarbeit eine zentrale Rolle, um die Versorgung dieser vulnerablen Gruppe zu verbessern und ein optimales Behandlungserlebnis zu gewährleisten. (Quelle: aerztezeitung.de)
Fehlzeiten steigen: Laut AOK-Studie 2024 sind Präventionsmaßnahmen dringend nötig, da lange Krankheitsausfälle erheblich zur Gesamtbilanz beitragen.
Fehlzeiten steigen: Laut AOK-Studie 2024 sind Präventionsmaßnahmen dringend nötig, da lange Krankheitsausfälle erheblich zur Gesamtbilanz beitragen.
Im Jahr 2024 waren AOK-Versicherte durchschnittlich 23,9 Tage krankheitsbedingt nicht am Arbeitsplatz, wie eine WIdO-Analyse zeigt. Muskel-Skelett-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Verletzungen, psychische und Verhaltensstörungen sowie Herz-Kreislauf- und Verdauungserkrankungen bestimmten die Ausfallzeiten. Rund 60,8 Prozent der Arbeitsunfälle entfielen auf diese Krankheitsgruppen. Bemerkenswert ist, dass 39,9 Prozent der gesamten Fehlzeiten von nur 3,3 Prozent der Krankschreibungen herrührten, die länger als sechs Wochen dauerten. Betriebliche Gesundheitsförderung, inklusive Präventionsmaßnahmen für langwierige Erkrankungen, sei daher entscheidend, betont WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder. Besonders hohe Fehlzeiten wiesen gewerbliche Berufe auf, während akademische Berufe im Vergleich geringere Ausfallszeiten hatten. Diese Entwicklungen verdeutlichen den Bedarf an spezifischen Gesundheitsförderungsmaßnahmen für unterschiedliche Berufsgruppen, berichtet die Ärzte Zeitung.
GKV-Defizit 2024: Experten fordern Reformen zur Finanzierungssicherung
Experten fordern Reformen zur GKV-Finanzierung, um ein Defizit von über sechs Milliarden Euro 2024 zu bewältigen und die Zukunft der Krankenversicherung zu sichern.
Experten fordern Reformen zur GKV-Finanzierung, um ein Defizit von über sechs Milliarden Euro 2024 zu bewältigen und die Zukunft der Krankenversicherung zu sichern.
Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen, nachdem sie im Jahr 2024 ein Defizit von mehr als sechs Milliarden Euro verzeichnet hat. Die Ausgabendynamik setzt sich fort, was Fachexperten dazu veranlasst hat, nach Reformperspektiven zu suchen. Die Ärzte Zeitung hat in diesem Zusammenhang fünf renommierte Gesundheitsökonomen befragt, um mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.
Corona-Spätfolgen: Risiken fürs Herz, Gehirn und Nieren bestehen fort
Auch nach fünf Jahren Pandemie bleiben Coronaspätfolgen ein Risiko, vor allem für Herz, Gehirn und Nieren, warnt "Der Spiegel". Forschung bleibt unverzichtbar.
Auch nach fünf Jahren Pandemie bleiben Coronaspätfolgen ein Risiko, vor allem für Herz, Gehirn und Nieren, warnt "Der Spiegel". Forschung bleibt unverzichtbar.
Fünf Jahre nach dem Beginn der Coronapandemie hat das Virus Sars-CoV-2 einen Großteil seines Schreckens verloren. Laut einem Bericht von "Der Spiegel" bleiben jedoch die Risiken für Spätschäden bestehen. Besonders betroffen könnten das Herz, das Gehirn und die Nieren sein, selbst wenn die akuten Krankheitsverläufe mittlerweile überwiegend milder erscheinen. Gesundheitsexperten warnen daher weiterhin vor den Langzeitfolgen einer Infektion, auch wenn die unmittelbaren Bedrohungen des Virus nachgelassen haben. Die Forschung arbeitet intensiv daran, diese Spätfolgen besser zu verstehen und zu bekämpfen.
Apothekerpräsident fordert optimierte ePA vor Regelbetrieb - Datenschutz im Fokus
Apothekerpräsident Thomas Preis mahnt vor Regelbetrieb der ePA zu mehr Datenschutz und optimierter Funktionalität, um Behandlungssicherheit zu gewährleisten.
Apothekerpräsident Thomas Preis mahnt vor Regelbetrieb der ePA zu mehr Datenschutz und optimierter Funktionalität, um Behandlungssicherheit zu gewährleisten.
Apotheker-Präsident Thomas Preis fordert, bevor die elektronische Patientenakte (ePA) den Regelbetrieb aufnimmt, eine reibungslosere Funktionalität und besseren Datenschutz. Der Testbetrieb zeigt, dass Apotheker mit der Medikationsliste in der ePA noch nicht vollends zufrieden sind. Die elektronische Patientenakte wird als ein wichtiges Werkzeug zur Digitalisierung im Gesundheitswesen angesehen und soll langfristig die Behandlungssicherheit und -effizienz verbessern. Doch Preis hebt hervor, dass vor allem in puncto Datenschutz noch erhebliche Verbesserungen notwendig sind, bevor ein reibungsloser Betrieb ermöglicht werden kann. Der Apotheker-Präsident äußert zudem die Hoffnung, dass in Bezug auf die Bedienbarkeit und Funktionalität baldige Fortschritte erzielt werden. (Quelle: Ärztezeitung.de)
Arbeitsgruppe zur Pflegepolitik: Laumann und Pähle leiten Verhandlungen
Laumann und Pähle leiten Verhandlungen zur Pflegepolitik für den neuen schwarz-roten Koalitionsvertrag. Start ist am 13. März, Abschluss im April geplant.
Laumann und Pähle leiten Verhandlungen zur Pflegepolitik für den neuen schwarz-roten Koalitionsvertrag. Start ist am 13. März, Abschluss im April geplant.
Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und Katja Pähle, die Chefin der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, leiten die Arbeitsgruppe, welche den gesundheits- und pflegepolitischen Teil des Koalitionsvertrags der neuen schwarz-roten Regierung erstellen soll. Die Gruppe besteht aus 16 Mitgliedern, von denen sechs der CDU, drei der CSU und sieben der SPD angehören. Unter den CDU-Vertretern sind die Gesundheitsministerin von Schleswig-Holstein, Kerstin von der Decken, sowie Hendrik Streeck, der Bonner Virologe und CDU-Neuling im Bundestag. Die CSU wird unter anderem durch Dr. Stephan Pilsinger und Emmi Zeulner vertreten. Auf SPD-Seite leitet Pähle die Delegation, unterstützt von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und weiteren prominenten Politikern aus Bund und Ländern. Die Verhandlungen beginnen am 13. März, und der Plan sieht eine Vertragsunterzeichnung in der Woche vom 14. bis 18. April vor, berichtet die Ärzte Zeitung.
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