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Medizin, Gesundheit und Prävention
19.02.2026
Grippewelle überschritten: Impfquoten bei Risikogruppen weiterhin niedrig
Grippewelle überschritten, Impfquoten bei Risikogruppen kritisch niedrig – Experten raten zur Impfung, besonders bei über 60-Jährigen und chronisch Kranken.
Grippewelle überschritten, Impfquoten bei Risikogruppen kritisch niedrig – Experten raten zur Impfung, besonders bei über 60-Jährigen und chronisch Kranken.
Die Grippewelle in Deutschland hält zwar an, scheint jedoch ihren Höhepunkt bereits überschritten zu haben. Dies berichtet die "Ärzte Zeitung" und liefert einen Überblick über die aktuelle Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen. Die BARMER gibt zu bedenken, dass die Impfquote besonders bei über 60-Jährigen noch immer weit hinter den internationalen Zielen zurückbleibt. Auch für chronisch kranke Menschen unter 60 Jahren besteht laut Experten ein erhöhtes Risiko durch Grippeinfektionen. Eine Fachkommission der STIKO empfiehlt daher, die Grippeimpfung auch bei gesunden Kindern ab 6 Monaten vorzunehmen, um die Krankheitslast zu reduzieren. In Rheinland-Pfalz hat die Kassenärztliche Vereinigung nun außerdem die wirtschaftliche Vorbestellung von Grippeimpfstoff ohne Regressrisiko ermöglicht, was in Vorbereitung auf den kommenden Winter von Bedeutung sein könnte.
Deutschland: Influenza-Impfquoten bleiben hinter internationalen Zielen zurück
Die Influenza-Impfquoten in Deutschland sind alarmierend niedrig: Besonders Hochrisikogruppen wie Herzpatienten werden oft nicht erreicht, so der Arzneimittelreport 2023.
Die Influenza-Impfquoten in Deutschland sind alarmierend niedrig: Besonders Hochrisikogruppen wie Herzpatienten werden oft nicht erreicht, so der Arzneimittelreport 2023.
Schlechte Nachrichten zum Thema Impfen: Die Influenza-Impfquoten in Deutschland bleiben deutlich hinter internationalen Zielen zurück. Besonders gefährdete Gruppen wie Herzpatienten werden nicht ausreichend erreicht. Laut dem neuen Arzneimittelreport der Krankenkasse BARMER wurden im Jahr 2023 sechs von zehn Menschen über 60 Jahren nicht gegen Grippe geimpft. Bewohner Baden-Württembergs weisen mit 29,7 Prozent die niedrigste Impfquote des Landes auf. Dabei zeigt die Studie, dass mehr als die Hälfte der besonders gefährdeten Patienten in stationärer Pflege oder nach einem Herzinfarkt nicht geimpft wurden. Die Einführung der Möglichkeit zur Grippeimpfung in Apotheken zeigt bisher keinen signifikanten Effekt auf die Impfquote, so BARMER-Vorstandschef Professor Christopher Straub. Professor Daniel Grandt von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin betont, dass Hausärzte eine besondere Verantwortung tragen, die unzureichenden Impfquoten zu verbessern. (Quelle: aerztezeitung.de)
Kritik an elektronischer Patientenakte: Hausärzte und Verbraucher fordern Nachbesserungen
Hausärzte und Verbraucher kritisieren die elektronische Patientenakte und fordern Verbesserungen bei Funktionen und Nutzungskomfort.
Hausärzte und Verbraucher kritisieren die elektronische Patientenakte und fordern Verbesserungen bei Funktionen und Nutzungskomfort.
Die elektronische Patientenakte (ePA), die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als zentrales digitals Instrument der Gesundheitsversorgung eingeführt wurde, stößt auf Kritik. Hausärzte und Verbrauchervertreter äußern sich ernüchtert über den bisherigen Verlauf und fordern dringende Verbesserungen. Dr. Markus Beier vom Hausärzteverband kritisierte den komplizierten Registrierungsprozess in der Berliner Morgenpost und sagte, viele Patienten hätten die ePA nicht einmal angeschaut. Ramona Pop vom Verbraucherzentrale Bundesverband bemerkte, dass die ePA bislang hinter den Erwartungen zurückbleibe. Eine vzbv-Umfrage zeigte, dass 71 Prozent der Befragten die ePA nicht aktiv nutzen. Pop forderte eine einheitliche App, um die zersplitterte Landschaft zu vereinfachen. Die Verbraucherzentrale sieht in der mangelnden Nutzung vor allem fehlende Funktionen und komplizierte Freischaltungsprozesse als Hindernisse. Die Krankenkassen sollen zur besseren Information und Beratung verpflichtet sein. (Quelle: Ärztezeitung)
Chikungunya-Risiko in Europa: Virus breitet sich auch bei Kälte aus
Das Chikungunya-Virus breitet sich in Europa trotz niedriger Temperaturen aus, was neue Gesundheitsrisiken für Länder wie Deutschland birgt.
Das Chikungunya-Virus breitet sich in Europa trotz niedriger Temperaturen aus, was neue Gesundheitsrisiken für Länder wie Deutschland birgt.
Die Verbreitung des Chikungunya-Virus durch Asiatische Tigermücken könnte in Europa problematischer werden als bisher angenommen, berichtete die Ärzte Zeitung. Neueste Analysen eines britischen Forschungsteams zeigen, dass das Virus sich auch bei niedrigeren Temperaturen ausbreiten kann als zuvor angenommen. Eine Übertragung ist in einem Temperaturbereich von 14 °C bis 32 °C möglich, was eine Verbreitung vor allem im Juli und August in weiten Teilen Europas wahrscheinlicher macht. Neben den südeuropäischen Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien, die bereits Ausbrüche verzeichneten, könnte auch Deutschland künftig stärker betroffen sein. Die Wissenschaftler warnen, dass die globale Erwärmung die Verbreitung weiterer von Mücken übertragener Viruserkrankungen in Europa, wie z.B. Dengue, begünstigen könnte (J R Soc Interface 2026).
Mehr Pflegepersonal, aber Versorgung bleibt kritisch: Kritik an System
Trotz mehr Pflegepersonal bleibt die Patientensituation in deutschen Kliniken kritisch – Kritik an ineffizientem Ressourceneinsatz und unzureichender Kontrolle.
Trotz mehr Pflegepersonal bleibt die Patientensituation in deutschen Kliniken kritisch – Kritik an ineffizientem Ressourceneinsatz und unzureichender Kontrolle.
In deutschen Kliniken nimmt die Anzahl der Pflegekräfte zu, jedoch bleibt die Versorgung der Patienten unzureichend. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird das Pflegebudget zunehmend für die Einstellung von Pflegekräften genutzt, obwohl immer weniger Patienten betreut werden. Das Pflegebudget, das seit 2020 unabhängig von Fallpauschalen direkt mit den Krankenkassen abgerechnet wird, führte nicht zu einer verbesserten Betreuungssituation. Stattdessen wird von einem Missbrauch des Systems gesprochen. Diese Situation belastet zusätzlich andere Branchen, die zunehmend unter Fachkräftemangel leiden. Die Kritik richtet sich insbesondere an die unzureichende Überprüfung durch die Krankenkassen, die eine Verschwendung von Ressourcen begünstigt. Quelle: FAZ.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
17.02.2026
Einwanderung von Pflegefachkräften zentral für deutsche Altenheime
Die Einwanderung von Pflegefachkräften ist für deutsche Altenheime unverzichtbar und sichert die Betreuung in Zeiten des demografischen Wandels.
Die Einwanderung von Pflegefachkräften ist für deutsche Altenheime unverzichtbar und sichert die Betreuung in Zeiten des demografischen Wandels.
Für die deutsche Gesellschaft erweist sich die Einwanderung von Fachkräften für die Gesundheits- und Pflegeberufe als wesentliche Unterstützung. Der notwendige Zuwachs an Beschäftigten wird seit drei Jahren maßgeblich durch die Fachkräfteeinwanderung gedeckt. In vielen Alten- und Pflegeheimen sind Dienstpläne ohne die vielen Pflegehelfer, die während der Flüchtlingskrise 2015 kamen, kaum mehr zu bewältigen. Fachkräfte aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder der Türkei bringen mit ihrem Respekt vor Älteren wertvolle kulturelle Ansätze mit. Der demografische Wandel verschärft sich weiter: Die Zahl der einheimischen Pflegekräfte sinkt, während die Pflegebedürftigen zunehmen. Bundesländer wie Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg haben Agenturen zur Anwerbung von Fachkräften gegründet. Ein standardisiertes Anerkennungsverfahren könnte die Integration beschleunigen. Die Qualität dieser Prozesse variiert stark, was die Einwanderung hochqualifizierter Kräfte verzögert. Verbesserungen, insbesondere in der Digitalisierung der Verfahren, sind notwendig. Quelle: F.A.Z.
Die geplante Pflegereform könnte laut PKV die Generationenlast drastisch erhöhen und milliardenschwere Kosten für junge Menschen bis 2040 verursachen.
Die geplante Pflegereform könnte laut PKV die Generationenlast drastisch erhöhen und milliardenschwere Kosten für junge Menschen bis 2040 verursachen.
Mit Blick auf die geplante Pflegereform befürchtet der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) milliardenschwere Folgekosten für jüngere Generationen. Der Anlass sind Überlegungen von Bund und Ländern zur Begrenzung der Eigenanteile im Pflegeheim. Im Abschlussbericht der Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ werden zwei Optionen benannt: ein Pflegedeckel von monatlich 1.000 Euro oder 1.200 Euro und die regelhafte Dynamisierung von Leistungen der sozialen Pflegeversicherung. Laut dem PKV-Verband könnten beide Varianten zu erheblichen Kosten führen. Selbst die günstigste Reformvariante könnte bis 2040 eine zusätzliche Generationenlast von fast 102 Milliarden Euro verursachen. Bei einem Pflegedeckel von 1.000 Euro im Monat könnten die Kosten bis 2040 auf 137,6 Milliarden Euro steigen. Dr. Florian Reuther, PKV-Verbandsdirektor, warnt vor einem neuen Generationenkonflikt, ähnlich dem Rentenpaket. Leistungsausweitungen würden die Beitragszahler massiv überfordern, was den Wirtschaftsstandort schädigt und das Ungleichgewicht zwischen den Generationen verschärft. Die Quelle dieser Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Renten- und Pflegeversicherung vor 300-Milliarden-Euro-Mehrbelastung
Der PKV warnt: Reformpläne könnten Renten- und Pflegeversicherung bis 2040 um 300 Mrd. Euro belasten und einen Generationenkonflikt auslösen.
Der PKV warnt: Reformpläne könnten Renten- und Pflegeversicherung bis 2040 um 300 Mrd. Euro belasten und einen Generationenkonflikt auslösen.
In der gesetzlichen Renten- und Pflegeversicherung drohen bis zum Jahr 2040 zusätzliche Ausgaben von rund 300 Milliarden Euro, wie der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) mitteilt. Diese Summe müssten künftige Generationen aufbringen, wenn die derzeitigen Reformpläne Realität werden. „Mit der Pflegereform könnte der Regierungskoalition nach dem Rentenpaket der nächste Generationenkonflikt ins Haus stehen“, warnt Florian Reuther, PKV-Verbandsdirektor. Laut Reuther würden Arbeitnehmer und Arbeitgeber damit massiv überfordert, was dem Standort Deutschland schaden könnte. Zugleich plant Gesundheitsministerin Nina Warken, Patienten im Rahmen einer Gesundheits- und Pflegereform durch ein Hausarztmodell zu belohnen, während der Pflegegrad 1 einer Reform unterzogen werden soll. Die kostenlose Mitversicherung wird dabei in Frage gestellt. Quelle: FAZ.
Gründliche Reinigung bei chronischen Wunden statt Antiseptika nötig
Gründliche Reinigung statt Antiseptika: Bei chronischen Wunden fördert mechanische Säuberung die Heilung, nutzlose Antibiotika sollten vermieden werden.
Gründliche Reinigung statt Antiseptika: Bei chronischen Wunden fördert mechanische Säuberung die Heilung, nutzlose Antibiotika sollten vermieden werden.
Chronische Wunden erfordern beim Verbandswechsel eine gründliche mechanische oder chirurgische Reinigung sowie eine ausgiebige Spülung, wie die aerztezeitung.de berichtet. Der Einsatz von Antiseptika oder lokalen Antibiotika erweist sich dagegen als nutzlos. Diese rigorose Säuberung ist entscheidend, um die Wundheilung zu unterstützen und Komplikationen zu vermeiden.
Gründliche Wundreinigung stärkt Heilungschancen bei chronischen Wunden
Gründliche Wundreinigung bei chronischen Wunden ist entscheidend für die Heilung, Antiseptika und lokale Antibiotika sind dabei wirkungslos, wie aerztezeitung.de berichtet.
Gründliche Wundreinigung bei chronischen Wunden ist entscheidend für die Heilung, Antiseptika und lokale Antibiotika sind dabei wirkungslos, wie aerztezeitung.de berichtet.
Chronische Wunden erfordern beim Verbandswechsel eine gründliche mechanische oder chirurgische Reinigung, gefolgt von einer ausgiebigen Spülung. Der Einsatz von Antiseptika oder lokalen Antibiotika erweist sich dabei als wirkungslos, wie berichtet wird. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines sorgfältigen Umgangs mit der Wundreinigung, um die Heilungschancen zu optimieren und Infektionen zu vermeiden. Die Informationen stammen von einem Bericht auf aerztezeitung.de.
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