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Pflegepolitik und Recht
14.01.2025
Unklarheit über Suizidassistenz: 83% der Deutschen falsch informiert
83% der Deutschen glauben fälschlicherweise, Suizidassistenz sei illegal. Experten fordern mehr Aufklärung und eine gesetzliche Neuregelung seitens der Regierung.
83% der Deutschen glauben fälschlicherweise, Suizidassistenz sei illegal. Experten fordern mehr Aufklärung und eine gesetzliche Neuregelung seitens der Regierung.
Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung fühlt sich nicht ausreichend über Suizidassistenz informiert. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) ergab, dass 83 Prozent der Befragten fälschlicherweise glauben, die Beihilfe zum Suizid sei illegal. Auch unter Ärzten besteht Informationsbedarf, betont Jan Schildmann von der Universitätsmedizin Halle im Deutschen Ärzteblatt. Seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 2020 ist die Suizidassistenz rechtlich möglich, doch eine gesetzliche Neuregelung steht aus. Ein DFG-gefördertes Forschungsnetzwerk entwickelt derzeit Instrumente für den Umgang mit Anfragen zur Suizidbeihilfe. Daten von mehr als 600 Ärzten sollen helfen, den Diskurs zu fundieren und eine verantwortbare Praxis zu entwickeln. "Mehr als 100 Einträge in einem speziellen Register zeigen das große Interesse am Thema", erläutert Schildmann. Ein Suizidpräventionsgesetz wurde gefordert, aber noch nicht umgesetzt. (Quelle: aerzteblatt.de)
Start der ePA-Testphase: Bedenken wegen Sicherheitslücken wachsen
Start der ePA-Testphase: Trotz geplanter Einführung in Modellregionen wachsen Sicherheitsbedenken. Experten warnen vor Zugriffslücken, die Vertrauen gefährden könnten.
Start der ePA-Testphase: Trotz geplanter Einführung in Modellregionen wachsen Sicherheitsbedenken. Experten warnen vor Zugriffslücken, die Vertrauen gefährden könnten.
Morgen startet die elektronische Patientenakte (ePA) in ausgewählten Modellregionen in eine Testphase, bevor sie bundesweit ausgerollt werden soll. Laut einer Meldung des Deutschen Ärzteblattes bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit. IT-Experten des Chaos Computer Clubs (CCC) haben Sicherheitslücken entdeckt, die es ermöglichen könnten, auf Millionen von Akten zuzugreifen, ohne notwendige Sicherheitsvorkehrungen. Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Sibylle Steiner, betonte die Dringlichkeit, diese Lücken zu schließen, um das Vertrauen der Praxisteams und Patienten nicht zu verlieren. Sie warnte vor einem verfrühten Rollout der ePA, besonders im Hinblick auf den Schutz sensibler Daten von Kindern und Jugendlichen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sicherte zu, dass die ePA erst nach umfassender Sicherheitsüberprüfung flächendeckend eingesetzt wird. Die KBV forderte ein sicheres und reibungsloses Funktionieren der ePA in den Praxen, bevor ein bundesweiter Einsatz stattfinden könne.
CSU plant umfassende Reform der Pflegeversicherung nach Wahlsieg
CSU plant umfassende Reform der Pflegeversicherung und will sie von versicherungsfremden Leistungen befreien, um die finanzielle Lage zu verbessern.
CSU plant umfassende Reform der Pflegeversicherung und will sie von versicherungsfremden Leistungen befreien, um die finanzielle Lage zu verbessern.
Die CSU plant nach einem möglichen Wahlsieg bei der kommenden Bundestagswahl eine umfassende Reform der Pflegeversicherung. Parteichef Markus Söder und Klaus Holetschek, Fraktionschef der CSU im bayerischen Landtag, kündigten diesen Vorstoß zum Auftakt der Winterklausur in Kloster Banz an. Derzeit sei die Pflegeversicherung stark unterfinanziert. Um die finanzielle Situation zu verbessern, müsse sie von versicherungsfremden Leistungen, wie Rentenansprüche für Erziehungsjahre, die elf Milliarden Euro betragen, befreit werden. Holetschek unterstrich, dass eine dringende Renovierung des Regelwerks erforderlich sei, da es derzeit kaum noch verständlich sei. Die Reform solle in den ersten 100 Tagen der neuen Bundesregierung umgesetzt werden. Der CSU-Politiker sieht zudem die Notwendigkeit, den Sozialstaat zu verschlanken, um tatsächlichen Bedürftigen effektiv helfen zu können. Diese Meldung geht zurück auf eine Veröffentlichung des Deutschen Ärzteblatts.
Regierung: 2025 Überschuss in Pflegeversicherung, ab 2026 Defizite erwartet
Die Bundesregierung erwartet 2025 einen Pflegeversicherungsüberschuss, warnt jedoch vor Defiziten ab 2026, was langfristige Maßnahmen erfordert.
Die Bundesregierung erwartet 2025 einen Pflegeversicherungsüberschuss, warnt jedoch vor Defiziten ab 2026, was langfristige Maßnahmen erfordert.
Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2025 einen Überschuss von rund 0,5 Milliarden Euro in der sozialen Pflegeversicherung. Dies wurde in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion bekanntgegeben. Während für 2025 somit die Zahlungsfähigkeit der Pflegeversicherung gewährleistet ist, prognostiziert die Regierung für die Jahre 2026 und 2027 ein Finanzierungsdefizit. Der Bundestagsinformationsdienst hib meldet, dass trotz der aktuellen Projektion der genaue Umfang der Defizite schwer abzuschätzen sei. Strukturelle Initiativen zur Verbesserung der finanziellen Tragfähigkeit der Pflegeversicherung seien jedoch ab 2026 notwendig, um den Herausforderungen nachhaltig zu begegnen. Diese Einschätzungen unterstreichen die Notwendigkeit langfristiger Maßnahmen zur Stabilisierung der sozialen Pflegeversicherung, berichtet aerztezeitung.de.
Anstieg von Carbapenem-Resistenzen bedroht Krankenhäuser in Deutschland
Carbapenem-Resistenzen steigen in Deutschland, warnen Experten in Bochum; dringender Handlungsbedarf für Krankenhäuser, um wirksame Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Carbapenem-Resistenzen steigen in Deutschland, warnen Experten in Bochum; dringender Handlungsbedarf für Krankenhäuser, um wirksame Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Am Nationalen Referenzzentrum für gramnegative Krankenhauserreger in Bochum wird ein Anstieg von Carbapenem-Resistenzen beobachtet. Diese Entwicklung zeigt die jüngste Veröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts. Die Statistik für das Jahr 2023 verdeutlicht die Zunahme resistenter Bakterien, was ein ernstes Problem für die Behandlung von Krankenhausinfektionen darstellt. Das Zentrum an der Ruhr-Universität Bochum unterstützt mikrobiologische Labore in Deutschland mit einem kostenfreien Service zur Abklärung dieser Resistenzen. Diese Unterstützung wird zunehmend in Anspruch genommen, da Krankenhäuser und Labore bemüht sind, der Ausbreitung resistenter Keime entgegenzuwirken. Experten sehen in der Entwicklung einen dringenden Appell an die medizinische Gemeinschaft, mehr Augenmerk auf Resistenzen zu legen, um wirksame Behandlungsstrategien zu entwickeln. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt)
Pflegeversicherung 2025 gesichert, ab 2026 droht Finanzierungsdefizit
Pflegeversicherung 2025 sicher, Gefahr ab 2026: Ein Überschuss deckt 2025 ab, doch drohende Defizite erfordern langfristige Reformen zur Stabilisierung.
Pflegeversicherung 2025 sicher, Gefahr ab 2026: Ein Überschuss deckt 2025 ab, doch drohende Defizite erfordern langfristige Reformen zur Stabilisierung.
Die Finanzierung der Pflegeversicherung ist für das Jahr 2025 gesichert, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion offenbart. Ein Finanzierungsüberschuss von rund 0,5 Milliarden Euro wird erwartet, was die Zahlungsfähigkeit der sozialen Pflegeversicherung sicherstellt. Ab dem Jahr 2026 könnte jedoch ein Finanzierungsdefizit entstehen, weshalb strukturelle Initiativen zur langfristigen Stabilisierung der Pflegeversicherung erforderlich sind. Ein Regierungsbericht aus dem Juli 2024, der Szenarien und Reformmöglichkeiten aufzeigt, soll als Entscheidungsgrundlage dienen. Mit der richtigen Kombination der vorgeschlagenen Instrumente könnte eine Stabilisierung der Finanzsituation auch ohne zusätzliche Beitragssatzerhöhungen möglich sein. (Quelle: aerzteblatt.de)
Hamburg investiert 380 Millionen in Rückkauf von "Pflegen & Wohnen"
Hamburg kauft für 380 Mio. Euro "Pflegen & Wohnen" zurück, um die Altenpflegeversorgung zu sichern und öffentliche Kontrolle über wichtige Dienstleistungen zu wahren.
Hamburg kauft für 380 Mio. Euro "Pflegen & Wohnen" zurück, um die Altenpflegeversorgung zu sichern und öffentliche Kontrolle über wichtige Dienstleistungen zu wahren.
Hamburg hat einen bedeutenden Schritt unternommen, um die Pflegeversorgung in der Stadt zu sichern. Die Stadt investiert 380 Millionen Euro, um das ehemals städtische Unternehmen "Pflegen & Wohnen" zurückzukaufen. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Versorgungssicherheit im Bereich der Altenpflege zu gewährleisten und dieser möglicherweise neuen Dynamik unter städtischer Führung gerecht zu werden. Die Entscheidung spiegelt Bemühungen wider, öffentliche Kontrolle über essentielle Dienstleistungen in der Pflege aufrechtzuerhalten. Dies ist insbesondere in Zeiten relevanter, wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen von Bedeutung, die durch demografische Veränderungen und den stetig wachsenden Bedarf an Pflegeplätzen hervorgerufen werden. Diese Nachricht wurde von aerztezeitung.de berichtet.
Studie zeigt rasche Resistenzentwicklung von Staphylococcus aureus
Ungarische Forscher berichten in "Science Translational Medicine": Staphylococcus aureus entwickelt schnell Resistenzen gegen neue Antibiotika.
Ungarische Forscher berichten in "Science Translational Medicine": Staphylococcus aureus entwickelt schnell Resistenzen gegen neue Antibiotika.
Szeged – Der Erreger Staphylococcus aureus entwickelt schnell Resistenzen gegen neue Antibiotika. Das zeigt eine Studie, die von ungarischen Forschern in "Science Translational Medicine" veröffentlicht wurde (2025; DOI: 10.1126/scitranslmed.adl2103). Die Forscher betonen, dass derzeit verschiedene Antibiotikakandidaten in der Entwicklung sind, die auf grampositive Erreger abzielen. Jedoch sei die langfristige Nützlichkeit dieser Mittel fraglich. Diese Ergebnisse werfen ein ernstes Licht auf die Herausforderungen in der Behandlung von Infektionen, unterstreicht das Ärzteblatt.
2025: Pflegeversicherung mit Überschuss, ab 2026 Reformen nötig
2025 bringt Überschuss in der Pflegeversicherung, doch ab 2026 sind Reformen für die finanzielle Stabilität dringend erforderlich.
2025 bringt Überschuss in der Pflegeversicherung, doch ab 2026 sind Reformen für die finanzielle Stabilität dringend erforderlich.
Im Jahr 2025 erwartet die Bundesregierung einen Finanzierungsüberschuss in der Pflegeversicherung von etwa 0,5 Milliarden Euro, wodurch die Zahlungsfähigkeit der sozialen Pflegeversicherung gesichert ist. In den folgenden Jahren 2026 und 2027 wird hingegen mit Finanzierungsdefiziten gerechnet, deren genaue Höhe derzeit schwer prognostizierbar ist. Um die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung längerfristig zu sichern, seien ab 2026 strukturelle Maßnahmen erforderlich. Ein im Juli 2024 vom Bundeskabinett verabschiedeter Bericht skizziert Szenarien und Reformoptionen, die helfen könnten, die Finanzsituation auch ohne Anhebung der Beitragssätze zu stabilisieren. Diese Ausführungen basieren auf der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion, wie die Pressestelle des Deutschen Bundestages mitteilt.
Zivilorganisationen warnen vor Frühstart der elektronischen Patientenakte
Zivilorganisationen warnen Gesundheitsminister Lauterbach vor einem verfrühten Start der elektronischen Patientenakte und fordern die Behebung von Sicherheitslücken.
Zivilorganisationen warnen Gesundheitsminister Lauterbach vor einem verfrühten Start der elektronischen Patientenakte und fordern die Behebung von Sicherheitslücken.
Vor einem vorzeitigen Start der elektronischen Patientenakte (ePA) warnen verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen in einem Schreiben an Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Laut dem Deutschen Ärzteblatt haben unter anderem der Verbraucherzentrale Bundesverband, die Deutsche Aidshilfe und der Chaos Computer Club den Appell unterzeichnet. Die Organisationen fordern, dass Sicherheitslücken behoben und Bedenken ernst genommen werden, bevor die ePA bundesweit eingeführt wird. Ein umfassender Einbezug von Patienten, Ärzten und digitalen Organisationen im Bewertungsprozess sei notwendig, um Vertrauen aufzubauen. Laut Bernhard Rohleder vom Digitalwirtschaftsverband Bitkom bietet die ePA die Chance, Behandlungsprozesse zu optimieren. Eine positive Bewertung der Modellregionen sei entscheidend für den nationalen Roll-out, der frühestens in vier Wochen stattfinden könnte.
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