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Digitalisierung und Technologie
17.01.2025
Start der Pilotphase: Elektronische Patientenakte revolutioniert Gesundheitssystem
Die elektronische Patientenakte startet in Franken, Hamburg und Teilen NRWs. Sie verspricht sicherere Behandlungen und mehr Patientenkontrolle über Daten.
Die elektronische Patientenakte startet in Franken, Hamburg und Teilen NRWs. Sie verspricht sicherere Behandlungen und mehr Patientenkontrolle über Daten.
In den Modellregionen Franken, Hamburg und Umland sowie in Teilen Nordrhein-Westfalens hat heute die Pilotphase für die elektronische Patientenakte (ePA) begonnen. Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach erklärte, dies markiere den Beginn eines neuen Zeitalters der Digitalisierung im deutschen Gesundheitssystem. Die ePA soll eine sicherere und effektivere Behandlung ermöglichen, indem Patienten die Kontrolle über ihre eigenen Daten erhalten. In der Pilotphase testen rund 300 Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäuser die ePA in der täglichen Praxis, um ihre Sicherheit und Verlässlichkeit zu gewährleisten. Ziel ist es, nach erfolgreicher Pilotierung die ePA bundesweit einzuführen. Der Erfolg der ePA hängt maßgeblich von der aktiven Nutzung durch Patienten und Ärzte ab, so Lauterbach weiter, da sie eine bessere Übersicht über Diagnosen, Befunde und Medikation bieten soll, während gleichzeitig Innovationen in der medizinischen Forschung beschleunigt werden.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
17.01.2025
G-BA gibt IQTIG-Bericht zur Qualitätssicherung bei Neugeborenen frei
G-BA gibt IQTIG-Bericht frei: Qualitätssicherung bei Neugeborenen wird gestärkt. Beschluss sofort wirksam, Details online (16. Jan. 2025).
G-BA gibt IQTIG-Bericht frei: Qualitätssicherung bei Neugeborenen wird gestärkt. Beschluss sofort wirksam, Details online (16. Jan. 2025).
Am 16. Januar 2025 beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Freigabe zur Veröffentlichung des IQTIG-Berichts über das Validierungsverfahren für die Erfassung 2022. Dieser Beschluss trat sofort mit dem Datum des Beschlusses in Kraft. Der zuständige Unterausschuss für Qualitätssicherung bearbeitet die Inhalte im Rahmen der Qualitätssicherungs-Richtlinie für Früh- und Reifgeborene. Weitere Informationen und der vollständige Beschlusstext sind auf der offiziellen Webseite des G-BA verfügbar (Quelle: g-ba.de).
Franke fordert Steuerfinanzierung für versicherungsfremde GKV-Leistungen
Steuerzahler statt GKV für fremde Leistungen: Edgar Franke fordert, Mutterschaftsgeld und Kinder-Mitversicherungen künftig steuerfinanziert zu regeln.
Steuerzahler statt GKV für fremde Leistungen: Edgar Franke fordert, Mutterschaftsgeld und Kinder-Mitversicherungen künftig steuerfinanziert zu regeln.
In der Gesundheitspolitik sind nach der Bundestagswahl dringende Entscheidungen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erforderlich, betonte Edgar Franke (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, beim Neujahrsempfang des Hausärzteverbandes in Berlin. Er forderte, dass versicherungsfremde Leistungen wie das Mutterschaftsgeld oder die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern künftig durch alle Steuerzahler finanziert werden sollen, da deren derzeitige Finanzierung durch GKV-Beitragseinnehmer ungerecht sei. Laut Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes belaufen sich diese Kosten auf zehn Milliarden Euro. Franke, der nach 16 Jahren nicht erneut zur Wahl antritt, äußerte sich zudem enttäuscht darüber, dass wichtige Projekte, wie das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz, noch nicht umgesetzt wurden. Trotz Herausforderungen, einschließlich des Krieges in der Ukraine, sei es gelungen, Leistungsversprechen zu halten, so Franke. Er mahnte, diesen Kurs für den sozialen Frieden zu bewahren. (Quelle: aerzteblatt.de)
DEGAM veröffentlicht Leitlinie zu Suizidassistenz in Primärversorgung
DEGAM setzt mit neuer Leitlinie zur Suizidassistenz in der Primärversorgung einen wichtigen Akzent für mehr Sicherheit bei Ärzten und Patienten.
DEGAM setzt mit neuer Leitlinie zur Suizidassistenz in der Primärversorgung einen wichtigen Akzent für mehr Sicherheit bei Ärzten und Patienten.
Die DEGAM hat eine Leitlinie zum Umgang mit dem Wunsch nach Suizidassistenz in der Primärversorgung veröffentlicht. Diese Leitlinie war bereits seit langem überfällig und bietet Ärzten sowie Patienten mehr Sicherheit in ihrem Handlungsspielraum. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) betont die Unverzichtbarkeit eines hausärztlichen Primärversorgungssystems. Ein möglicher Beginn könnte ein Hausarztzentrierter Versorgungstarif (HZV-Tarif) der Krankenkassen sein. Trotz des Fehlens einer Entbudgetierung gibt der Hausärzteverband Grund zur Hoffnung, da viele Wahlprogramme der kommenden Legislaturperiode die Förderung der hausärztlichen Versorgung beinhalten, wie auf der Website der „Ärzte Zeitung“ berichtet wird.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
16.01.2025
Brandenburg plant "stambulante" Versorgung für bessere Patientenbetreuung
Brandenburg initiiert "stambulante" Versorgung zur engeren Verzahnung ambulanter und stationärer Leistungen, um die Patientenbetreuung effizienter zu gestalten.
Brandenburg initiiert "stambulante" Versorgung zur engeren Verzahnung ambulanter und stationärer Leistungen, um die Patientenbetreuung effizienter zu gestalten.
In Brandenburg soll die ambulante und stationäre Versorgung enger verzahnt werden, berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Gesundheitsministerin Britta Müller formulierte das Konzept einer "stambulanten" Versorgung, die ambulante und stationäre Leistungen an einem Ort kombiniert. Ziel ist eine Überwindung der zweigeteilten Bedarfsplanung zwischen Ländern und Kassenärztlichen Vereinigungen. Michael Zaske vom brandenburgischen Gesundheitsministerium betonte auf dem Neujahrsempfang des Vereins Gesundheitsstadt Berlin, dass mehrere Bundesländer diese Planung unterstützen. Brandenburg prüft juristische Möglichkeiten zur Umsetzung, da vom Bund noch kein Handeln zu erwarten ist. Das gemeinsame Landesgremium, bestehend aus verschiedenen Gesundheitspartnern, fordert gesetzliche Regelungen für eine bessere Verzahnung. Das Ministerium sieht in der sektorenübergreifenden Planung Chancen für eine effizientere und patientenzentrierte Versorgung. Ein Arbeitskreis wird Vorschläge für die Umsetzung auf Landesebene erarbeiten.
Brandenburger Kassenärzte warnen vor Populismus im Gesundheitswahlkampf
Brandenburger Kassenärzte mahnen zu realistischen Lösungen statt populistischer Wahlversprechen im Gesundheitswahlkampf, um echte Probleme anzugehen.
Brandenburger Kassenärzte mahnen zu realistischen Lösungen statt populistischer Wahlversprechen im Gesundheitswahlkampf, um echte Probleme anzugehen.
In Brandenburg warnt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) vor populistischen Gesundheitsversprechen im Wahlkampf. Diese Versprechen, obwohl populär, adressieren nicht die zentralen Probleme wie den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. Solche Wahlversprechen könnten die öffentliche Meinung beeinflussen, bieten aber keine nachhaltigen Lösungen für bestehende Herausforderungen im Gesundheitssektor, berichtet die Ärzte Zeitung. Die Brandenburger Kassenärzte fordern deswegen eine realistische und lösungsorientierte Diskussion über die gesundheitspolitischen Herausforderungen des Landes.
Harninkontinenz: Dringender Appell für individuelle Therapieansätze
Individuelle Therapieansätze bei Harninkontinenz dringend benötigt: Experten fordern mehr Offenheit und spezialisierte Versorgung für Betroffene.
Individuelle Therapieansätze bei Harninkontinenz dringend benötigt: Experten fordern mehr Offenheit und spezialisierte Versorgung für Betroffene.
Die Harninkontinenz stellt weiterhin ein Tabuthema dar, obwohl es sich um eine häufige und bedeutende Erkrankung, insbesondere bei älteren Menschen, handelt. Laut einem Geriater sind die Ursachen und Folgen der Inkontinenz vielfältig und können erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben. Wichtig ist, dass die Therapie individuell auf den Patienten abgestimmt wird. Dieser Appell verdeutlicht die Dringlichkeit eines offenen Umgangs mit dem Thema und der Notwendigkeit, betroffene Patienten angemessen zu versorgen. Dies unterstreicht die Bedeutung einer umfassenden geriatriche Betreuung und einer interdisziplinären Herangehensweise bei der Behandlung. Weitere Details finden sich im vollständigen Beitrag auf aerztezeitung.de.
G-BA beschließt Anpassungen zur Datennutzung für Qualitätssicherung
Der G-BA ändert Datensatzbeschreibungen zur Qualitätssicherung ab sofort. Wichtige Infos für Pflegefachkräfte und Einrichtungen: Neue Prozesse einhalten!
Der G-BA ändert Datensatzbeschreibungen zur Qualitätssicherung ab sofort. Wichtige Infos für Pflegefachkräfte und Einrichtungen: Neue Prozesse einhalten!
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 4. Dezember 2024 einen Beschluss zur Änderung der Datensatzbeschreibungen für die sekundäre Datennutzung für das Erfassungsjahr 2023 gefasst. Dieser Beschluss tritt mit dem Beschlussdatum in Kraft und modifiziert den Beschluss von 4. September 2024. Die Änderungen betreffen die datengestützte, einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung gemäß der Richtlinie des G-BA. Für Fachkräfte im Pflege- und Gesundheitsbereich sowie für Führungskräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind diese Anpassungen von Bedeutung, da sie direkten Einfluss auf Qualitätssicherungsprozesse haben können. Die vollständigen Beschlussunterlagen sind auf der Webseite des G-BA verfügbar.
BAG-Urteil stärkt Arbeitgeberrechte bei Krankschreibungen aus dem Ausland
Das Bundesarbeitsgericht stärkt Arbeitgeberrechte: Auslands-Krankschreibungen sind nun leichter anfechtbar bei Zweifeln am Beweiswert, urteilt das BAG.
Das Bundesarbeitsgericht stärkt Arbeitgeberrechte: Auslands-Krankschreibungen sind nun leichter anfechtbar bei Zweifeln am Beweiswert, urteilt das BAG.
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat ein wegweisendes Urteil über den Beweiswert von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus Nicht-EU-Ländern gefällt. Demnach dürfen Arbeitgeber diese Atteste künftig genauso anfechten wie inländische AU-Bescheinigungen, wenn „in der Gesamtschau ernsthafte Zweifel“ an deren Beweiswert bestehen. Anlass für das Urteil war der Fall eines Lagerarbeiters aus Bayern, der sich nach seinem Urlaub in Tunesien mit einem Attest eines tunesischen Arztes krankmeldete. Trotz attestierter Reiseunfähigkeit reiste er nach Deutschland zurück. Sein Arbeitgeber verweigerte daraufhin die Lohnfortzahlung. In erster Instanz hatte das Landesarbeitsgericht (LAG) München dem Mitarbeiter Recht gegeben, das BAG hob dieses Urteil jedoch auf und verwies den Fall zur weiteren Klärung an das LAG zurück. Der Fall offenbart, dass Arbeitgeber gründliche Nachweise fordern können, wenn der Verdacht einer unbegründeten Krankschreibung besteht. Diese Entscheidung stärkt die Rechte der Arbeitgeber erheblich.
ePA-Rollout im Frühjahr: Lauterbach verspricht Sicherheit und Entlastung
Gesundheitsminister Lauterbach kündigt den ePA-Rollout für März oder April an, verspricht Sicherheit vor Massenangriffen und Entlastung überfüllter Arztpraxen.
Gesundheitsminister Lauterbach kündigt den ePA-Rollout für März oder April an, verspricht Sicherheit vor Massenangriffen und Entlastung überfüllter Arztpraxen.
Der bundesweite Roll-out der elektronischen Patientenakte (ePA) steht bevor, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach ankündigt. Laut Lauterbach soll die Einführung im März oder April erfolgen. Die ePA sei mit absoluter Sicherheit gegen "Massenangriffe" geschützt. Angesichts überfüllter Arztpraxen verspreche die ePA eine deutliche Entlastung, so der Minister. Die Einführung der ePA ist Teil der digitalen Transformation im Gesundheitswesen, wobei der Datenschutz weiterhin ein umstrittenes Thema bleibt. Nutzer, insbesondere Ärztinnen und Ärzte, erwarten nicht nur eine optimierte Patientenversorgung, sondern auch administrative Erleichterungen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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