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Digitalisierung und Technologie
03.02.2025
Sicherheitsbedenken bei elektronischer Patientenakte sorgen für Debatte
Debatte um ePA: Sicherheitsbedenken und mögliche Risiken durch Datenzugriff sorgen für politische Kontroversen im Bundestag.
Debatte um ePA: Sicherheitsbedenken und mögliche Risiken durch Datenzugriff sorgen für politische Kontroversen im Bundestag.
Sicherheitsbedenken bei der elektronischen Patientenakte „ePA“ sind Gegenstand einer Kleinen Anfrage (20/14674) der Gruppe Die Linke im Deutschen Bundestag. Mit Einführung des opt-out-Verfahrens wird allen gesetzlich Versicherten eine ePA zugewiesen, die verpflichtend mit Behandlungsdaten gefüllt werden muss. Diese Daten könnten nach Genehmigung auch von kommerziellen Unternehmen für Forschungs- und andere Zwecke genutzt werden. Ein Widerspruch der Versicherten ist erforderlich, um dies zu verhindern. Sicherheitsforscher, die beim Chaos Computer Club (CCC) im Dezember 2024 referierten, hätten das Sicherheitsversprechen der ePA in Frage gestellt. Die Abgeordneten erkundigen sich nun bei der Bundesregierung, welche der aufgezeigten Sicherheitsmängel vor dem geplanten Start der „ePA für Alle“ behoben werden könnten.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
03.02.2025
Hohe Arbeitsbelastung: Mehrheit arbeitet trotz Krankheit weiter
Laut DGB-Umfrage arbeiten 63 % der Arbeitnehmer trotz Krankheit, besonders betroffen sind Berufe im sozialen und kulturellen Bereich. Hauptgründe: Jobangst, Belastung.
Laut DGB-Umfrage arbeiten 63 % der Arbeitnehmer trotz Krankheit, besonders betroffen sind Berufe im sozialen und kulturellen Bereich. Hauptgründe: Jobangst, Belastung.
Die Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ist im vergangenen Jahr laut einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) trotz Krankheit zur Arbeit erschienen. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten gaben an, mindestens einen Tag gearbeitet zu haben, obwohl sie sich krank fühlten. Besonders betroffen sind dabei Personen in Reinigungsberufen sowie in sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen, mit 76 bis 77 Prozent der Befragten, die krank gearbeitet haben. Hauptgründe dafür seien die Sorge um den Arbeitsplatz, hohe Arbeitsbelastung und schlechtes Betriebsklima. Frauen geben an, öfter krank zur Arbeit zu gehen als Männer. Die Umfrage basiert auf Daten des DGB-Index "Gute Arbeit", bei dem knapp 7.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt wurden. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
03.02.2025
NVL-Leitlinien künftig vom Zi betreut: Neustrukturierung beschlossen
NVL-Leitlinien wechseln zum Zi: Nach monatelangen Verhandlungen wird das Zentralinstitut künftig die Betreuung übernehmen und so Qualitätssicherung sichern.
NVL-Leitlinien wechseln zum Zi: Nach monatelangen Verhandlungen wird das Zentralinstitut künftig die Betreuung übernehmen und so Qualitätssicherung sichern.
Nach monatelangen Verhandlungen steht fest, dass die Nationalen VersorgungsLeitlinien (NVL) nach dem Ende des ÄZQ eine neue Heimat finden: Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) soll künftig die Leitlinien betreuen. Trotz dieser Einigung sind noch letzte Details zu klären, berichtet die "Ärzte Zeitung". Die Neustrukturierung der Leitlinien ist von Bedeutung für die Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen. Die Nachricht wird sowohl von Fachkräften im Gesundheitswesen als auch von Führungskräften von Pflegeeinrichtungen mit Interesse verfolgt. Die Umstellung zielt darauf ab, die Leitlinien weiterhin effektiv und auf dem neuesten Stand der Medizin zu halten.
EU beschränkt riskante KI: Verbot gegen Social Scoring und Gesichtserkennung
Die EU verbietet Social Scoring und schränkt Gesichtserkennung ein, um KI-Risiken zu mindern und Verbraucherrechte zu schützen.
Die EU verbietet Social Scoring und schränkt Gesichtserkennung ein, um KI-Risiken zu mindern und Verbraucherrechte zu schützen.
In der Europäischen Union sind neue Regeln für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in Kraft getreten, berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Das KI-Gesetz verbietet KI-Systeme, die unannehmbare Risiken für Sicherheit, Gesundheit oder Grundrechte darstellen, es sei denn, es geht um nationale Sicherheit. Programme zur sozialen Bewertung, insbesondere das Social Scoring wie in China, sind untersagt, ebenso wie Emotionserkennung am Arbeitsplatz und manipulative KI-Systeme, die betrügerisch handeln. Auch Gesichtserkennung im öffentlichen Raum ist grundsätzlich verboten, jedoch mit Ausnahmen für Polizeibehörden zur Verfolgung schwerer Straftaten. Unternehmen müssen ihre KI-Systeme nach Risiko bewerten und Maßnahmen ergreifen, um den neuen gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Die europäische Verordnung soll Verbraucherrechte schützen und sicherstellen, dass KI verantwortungsvoll eingesetzt wird. Kritiker bemängeln, dass das Gesetz keine ausreichende Rechtssicherheit bietet, während die Wettbewerbsfähigkeit Europas in Frage steht.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
03.02.2025
Anstieg der Diabetes-Fallzahlen: RKI mahnt bessere Versorgung an
RKI fordert bessere Diabetes-Versorgung: Prognosen zeigen Anstieg der Fallzahlen, Versorgung und Qualität müssen dringend verbessert werden, so die Bundesregierung.
RKI fordert bessere Diabetes-Versorgung: Prognosen zeigen Anstieg der Fallzahlen, Versorgung und Qualität müssen dringend verbessert werden, so die Bundesregierung.
Wissenschaftliche Prognosen weisen nach den Angaben der Bundesregierung auf einen Anstieg der Diabetes-Fallzahlen in den kommenden Jahrzehnten hin. Die Prognosen unterscheiden sich je nach Szenario zur Entwicklung von Inzidenz und Sterblichkeit zum Teil erheblich, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Unionsfraktion. Das Robert Koch-Institut (RKI) bewertet den voraussichtlichen Versorgungsbedarf als steigend, jedoch nicht verlässlich quantifizierbar. Gleichzeitig müsse die Versorgungsqualität weiter verbessert werden, berichtet der Deutsche Bundestag.
Stiftung Warentest warnt vor Versorgungsengpässen bei lebenswichtigen Medikamenten wie Antibiotika und Psychopharmaka. Patienten sollen frühzeitig handeln.
Stiftung Warentest warnt vor Versorgungsengpässen bei lebenswichtigen Medikamenten wie Antibiotika und Psychopharmaka. Patienten sollen frühzeitig handeln.
Laut Stiftung Warentest sind Hunderte von Arzneimitteln von Lieferengpässen betroffen. Dazu gehören wichtige Medikamente wie Antibiotika, Psychopharmaka, starke Schmerzmittel und Diabetesmedikamente. Der Engpass sei oft im praktischen Alltag bemerkbar, noch bevor offizielle Meldungen in der BfArM-Datenbank erscheinen. Insbesondere um den Jahreswechsel 2022/23 war die Lage kritisch, vor allem bei Antibiotika- und Fiebersäften für Kinder. Die Stiftung empfiehlt Patienten, Rezepte frühzeitig einzureichen, Apotheken in Praxisnähe aufzusuchen und aktiv nach Alternativen zu fragen. Ein neues Gesetz hat versucht, durch die Abschaffung von Rabattverträgen für Kinderarzneimittel entgegenzuwirken, jedoch bleiben laut Stiftung Warentest die Herausforderungen weiterhin bestehen.
Holpriger Start der elektronischen Patientenakte: ePA bringt Herausforderungen
Der holprige Start der elektronischen Patientenakte (ePA) führt zu erheblichen Herausforderungen und stockender Erprobung in Arztpraxen und Modellregionen.
Der holprige Start der elektronischen Patientenakte (ePA) führt zu erheblichen Herausforderungen und stockender Erprobung in Arztpraxen und Modellregionen.
Die elektronische Patientenakte (ePA) hat laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) einen holprigen Start hingelegt. Dr. Sibylle Steiner, Vorständin der KBV, erläuterte gegenüber der Ärzte Zeitung, dass der Prozess vor Herausforderungen stehe. Insbesondere gibt es zu wenige ePA-3.0-Module, und in manchen Fällen fehlen die notwendigen Rechte, die den Arztpraxen den Zugriff auf die ePA ermöglichen. Diese Schwierigkeiten führen dazu, dass die Arbeitsabläufe in den Praxen behindert statt verbessert werden. In der Modellregion Westfalen-Lippe gestaltet sich die Erprobung der ePA ebenfalls schleppend. Der KVWL-Vorsitzende Dirk Spelmeyer beschrieb, dass selbst grundlegende Funktionen nicht wie erwartet arbeiten. Dies wirft Fragen zur Effektivität und Sicherheit der ePA auf.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
31.01.2025
Vertragsärzte fordern Praxiszukunftsgesetz für mehr Ambulantisierung
Vertragsärzte drängen auf ein Praxiszukunftsgesetz, um die Ambulantisierung voranzutreiben und die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu stärken.
Vertragsärzte drängen auf ein Praxiszukunftsgesetz, um die Ambulantisierung voranzutreiben und die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu stärken.
Nach den Bundestagswahlen fordern die Vertragsärzte die konsequente Umsetzung der Ambulantisierung. Das System der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) sieht die Koordinierung und Steuerung der Patienten in der haus- und fachärztlichen Versorgung als zentral an. Ein vorgeschlagenes „Praxiszukunftsgesetz“ soll dazu beitragen, die Entwicklung der Digitalisierung im Gesundheitswesen zu unterstützen und abzusichern, berichtet die Ärztezeitung.
Handelsstreit zwischen EU und USA bedroht deutsche Pharmaindustrie
Ein drohender Handelsstreit zwischen der EU und den USA könnte die deutsche Pharmaindustrie und die Gesundheitsversorgung stark belasten, warnt der vfa.
Ein drohender Handelsstreit zwischen der EU und den USA könnte die deutsche Pharmaindustrie und die Gesundheitsversorgung stark belasten, warnt der vfa.
Ein Handelskonflikt zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten unter der Führung von Donald Trump könnte erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Pharmaindustrie und die Gesundheitsversorgung haben, warnt der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa). Laut einer Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind die USA der wichtigste Absatzmarkt für die deutsche Pharmaindustrie, mit Exporten im Wert von 26 Milliarden Euro im Jahr 2023, was fast ein Viertel der Branchen-Exporte ausmacht. Besondere Bedeutung hat der Export von Impfstoffen. Gleichzeitig importiert Deutschland Pharmazeutika im Wert von 12,5 Milliarden Euro aus den USA. Sowohl die Versorgung mit Medikamenten als auch die Beschäftigung in der Pharmaproduktion könnten bei einem Handelskrieg unter Druck geraten, warnte vfa-Chefvolkswirt Claus Michelsen. Die Analyse verdeutlicht die gegenseitige Abhängigkeit der USA und Deutschlands in der Pharmabranche und die möglichen Folgen eines Handelsstreits.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
31.01.2025
Neue Gebührenordnung für Demenz-Behandlung: Videokonferenzen ab April
Ab April ermöglicht eine neue GOP im EBM Videokonferenzen für die Demenz-Behandlung, wodurch Vertragsärzte patientenorientierte Abstimmungen abrechnen können.
Ab April ermöglicht eine neue GOP im EBM Videokonferenzen für die Demenz-Behandlung, wodurch Vertragsärzte patientenorientierte Abstimmungen abrechnen können.
Ab April wird es zur Behandlung von Menschen mit Demenz eine neue Gebührenordnungsposition (GOP) im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) geben. Diese Maßnahme erlaubt es Vertragsärzten, patientenorientierte Videofallkonferenzen mit Pflegefachkräften durchzuführen und abzurechnen. Bekannt gegeben wurde dies von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), nachdem im Erweiterten Bewertungsausschuss ein entsprechender Beschluss gefasst wurde. Der Grund für die Beratungen im Ausschuss waren Differenzen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband bezüglich der Vergütung von Demenzpatienten. Die neue GOP 01443, die mit 86 Punkten bewertet ist, bietet die Möglichkeit, eine Vergütung dreimal im Krankheitsfall zum festen Preis zu berechnen. Im Gegensatz zur bestehenden GOP 01442 können alle Vertragsärzte die neue GOP anwenden, sofern ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt innerhalb der letzten drei Quartale gegeben ist. Diese Neuerung ist Teil der 2020 verabschiedeten Nationalen Demenzstrategie. (Quelle: aerzteblatt.de)
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