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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
07.02.2025
Parteien diskutieren Lösungen gegen Fachkräftemangel in Pflege und Medizin
Parteien ringen um Lösungen gegen Fachkräftemangel in Pflege: Von mehr Medizinstudienplätzen über Zuwanderung bis Rückgewinnung von Fachkräften.
Parteien ringen um Lösungen gegen Fachkräftemangel in Pflege: Von mehr Medizinstudienplätzen über Zuwanderung bis Rückgewinnung von Fachkräften.
Die Ärzte Zeitung hat im Rahmen eines Wahlprogramm-Checks die Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien zur Bekämpfung des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen untersucht. Die Alterung der Gesellschaft verstärkt den Mangel an Personal in Gesundheits- und Pflegeberufen. AfD fordert mehr Medizinstudienplätze, vornehmlich für deutsche Staatsangehörige, und das Einhalten deutscher Standards in der Qualifikation. Die GRÜNEN setzen auf die Rückgewinnung von Fachkräften durch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. CDU/CSU sehen einen Fachkräftemangel als Standortrisiko und befürworten vereinfachte Anerkennungsverfahren ausländischer Qualifikationen. Die LINKE plädiert für eine nationale Rückanwerbung von aus dem Beruf ausgestiegenem Personal. FDP möchte im In- und Ausland Pflegekräfte gewinnen mit einfacheren Anerkennungsverfahren. SPD setzt auf Zuwanderung und fordert ein unbürokratisches Anwerbesystem. Alle Parteien erkennen die Dringlichkeit des Problems an und schlagen unterschiedliche Lösungsansätze vor.
Ungewisse Zukunft: Bundestagswahl 2025 bringt politische Spannungen
Unklare Mehrheiten: Die Bundestagswahl 2025 könnte sowohl Olaf Scholz als auch Friedrich Merz ins Kanzleramt führen, während die Pflegepolitik im Fokus steht.
Unklare Mehrheiten: Die Bundestagswahl 2025 könnte sowohl Olaf Scholz als auch Friedrich Merz ins Kanzleramt führen, während die Pflegepolitik im Fokus steht.
Am 23. Februar 2025 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Diese Wahl ist bereits die 21. seit der Gründung der Bundesrepublik. Eine Fortsetzung der aktuellen „Ampel-Koalition“ aus SPD, Grünen und FDP gilt als ausgeschlossen, da die FDP im November 2024 die Koalition verlassen hatte. Der Ausgang der Wahl ist ungewiss, besonders in Bezug darauf, wer künftig die Amtsgeschäfte als Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin leiten wird. Olaf Scholz (SPD) könnte erneut das Amt übernehmen, doch auch ein Wechsel zu Friedrich Merz (CDU) ist möglich. Die AfD, die in den aktuellen Umfragen auf Platz zwei liegt, hätte nach heutigem Stand schwerlich eine realistische Regierungsoption. Insgesamt treten 29 Parteien zur Wahl an, wobei jedes Wahlprogramm unterschiedliche Schwerpunkte setzt. Besonders im Bereich der Gesundheits- und Pflegepolitik wird ein breites Spektrum an Themen behandelt, wie der große Wahlprogramm-Check der Ärzte Zeitung zeigt. Zur Diskussion stehen unter anderem die Finanzierung der Krankenkassen sowie die ärztliche Versorgung im Alter.
Parteien präsentieren unterschiedliche Pflegekonzepte vor der Bundestagswahl
Unterschiedliche Pflegekonzepte zur Bundestagswahl: Parteien präsentieren Ansätze von häuslicher Pflege bis zu Pflegevollversicherung – Fokus auf Entlastung und Kosten.
Unterschiedliche Pflegekonzepte zur Bundestagswahl: Parteien präsentieren Ansätze von häuslicher Pflege bis zu Pflegevollversicherung – Fokus auf Entlastung und Kosten.
Im Wahlprogramm-Check der "Ärzte Zeitung" wurden die Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien zur Pflege analysiert. Die AfD befürwortet eine stärkere häusliche Pflege durch Angehörige, was die Pflegekassen entlasten könnte. Bündnis 90/Die Grünen setzen auf bezahlbare Pflege sowohl zu Hause als auch in Heimen und wollen Angebote in Wohnquartieren fördern. Das BSW fordert eine Pflegevollversicherung, finanziert durch Steuermittel, um Pflegeheime vor der Armutsfalle zu bewahren. CDU/CSU fokussieren auf häusliche Pflege und nutzen digitale Lösungen zur Entlastung. Die Linke strebt eine Verstaatlichung privater Pflegeeinrichtungen an und will die Eigenanteile begrenzen. Die FDP möchte durch digitale Technologien und weniger Bürokratie die Pflegeeffizienz steigern und plant eine kapitalgedeckte Pflegefinanzierung. Die SPD will das bestehende Versicherungssystem reformieren und einen Pflege-Deckel bei 1.000 Euro monatlich einführen, um Pflegebedürftigkeit vom Armutsrisiko zu entkoppeln. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Parteien uneins über GKV-Finanzierung: Bürgerversicherung vs. Steuergelder
Parteien streiten über GKV-Finanzierung: Bürgerversicherung oder Steuergelder als Lösung? AfD, Grüne und SPD mit unterschiedlichen Ansätzen im Fokus.
Parteien streiten über GKV-Finanzierung: Bürgerversicherung oder Steuergelder als Lösung? AfD, Grüne und SPD mit unterschiedlichen Ansätzen im Fokus.
Die Ärzte Zeitung hat die Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien zur GKV-Finanzierung untersucht. Die AfD etwa will Beitragssatzerhöhungen verhindern und schlägt vor, die Kassenbeiträge für Bürgergeldempfänger aus dem Bundeshaushalt zu decken. Sie beabsichtigt, Verwaltungskosten durch Zusammenlegung der Kranken- und Pflegeversicherung zu senken. Die Grünen unterstützen die Einführung einer Bürgerversicherung und wollen die Gesetzlichen Krankenkassen von versicherungsfremden Leistungen entlasten. Die SPD setzt ebenfalls auf die Bürgerversicherung, plant die Einbeziehung privater Versicherer in den Risikostrukturausgleich und eine Finanzierung versicherungsfremder Aufgaben aus Steuermitteln. Der Transformationsfonds zur Umgestaltung der stationären Versorgung, den gesetzlich Versicherte mit 25 Milliarden Euro füllen sollen, wird als jüngstes Beispiel für die finanzielle Last genannt, die auf Versicherte übertragen wird. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Verbraucherzentrale warnt: Pflegedienste können kurzfristig kündigen
Pflegedienste können überraschend kündigen, warnt die Verbraucherzentrale, und empfiehlt, im Vertrag längere Kündigungsfristen zu vereinbaren.
Pflegedienste können überraschend kündigen, warnt die Verbraucherzentrale, und empfiehlt, im Vertrag längere Kündigungsfristen zu vereinbaren.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Pflegedienste ihre Verträge oft mit kurzen Kündigungsfristen beenden können. Diese Fristen sind gesetzlich nicht eindeutig geregelt, sodass viele Pflegebedürftige plötzlich ohne Versorgung dastehen. Es wird empfohlen, im Pflegevertrag eine möglichst lange Kündigungsfrist zu vereinbaren, da andernfalls der Dienst auch ohne Grund kurzfristig kündigen kann. Während Pflegebedürftige jederzeit ohne Frist den Vertrag beenden dürfen, ist das Recht des Pflegedienstes eingeschränkt: Eine Kündigung darf nicht unvermittelt geschehen, damit der Pflegebedürftige die Möglichkeit hat, eine neue Versorgung zu finden. Bei Missachtung kann der Pflegebedürftige Anspruch auf Schadensersatz haben, steht jedoch oft trotzdem ohne Dienst da. In einigen Bundesländern ist durch Rahmenverträge geregelt, dass die Versorgung durch einen neuen Dienst sichergestellt sein muss, bevor eine Kündigung durch den bisherigen Dienst erfolgen darf. Die Verbraucherzentrale rät bei sofortiger Kündigung zur Kontaktaufnahme mit der Pflegekasse.
Herausforderung 24h-Pflege: Rechtliche und finanzielle Aspekte im Fokus
Rundum-Betreuung im eigenen Heim: Rechtliche und finanzielle Aspekte der 24h-Pflege im Fokus - Mindestlöhne, Sozialabgaben und Arbeitszeitregelungen beachten!
Rundum-Betreuung im eigenen Heim: Rechtliche und finanzielle Aspekte der 24h-Pflege im Fokus - Mindestlöhne, Sozialabgaben und Arbeitszeitregelungen beachten!
Im eigenen Haushalt rund um die Uhr versorgt zu werden, ist der Wunsch vieler pflegebedürftiger Menschen. Aufgrund der Arbeitnehmerfreizügigkeit können EU-Bürger in einem deutschen Privathaushalt ohne besondere Arbeitserlaubnis beschäftigt werden, müssen jedoch mindestens den deutschen Mindestlohn sowie Sozialabgaben erhalten. Bei der Beschäftigung ausländischer Hilfskräfte gelten daher in jedem Fall das deutsche Arbeitsrecht und entsprechende Kosten von mindestens 2.800 Euro monatlich. Alternativ können ausländische Dienstleister Pflegepersonal entsenden, wobei die Arbeitgeberpflichten entfallen, aber zusätzliche Vermittlungsgebühren entstehen können. Der durchschnittliche monatliche Preis für eine solche Hilfskraft liegt zwischen 2.500 und 3.500 Euro. Wie die Verbraucherzentrale aufzeigt, sollte bei der Organisation solcher Unterstützung im Haushalt die Arbeitszeitregelung berücksichtigt werden, da eine 24-Stunden-Betreuung durch eine einzelne Person legal nicht möglich ist.
Sachsen-Anhalt: Modellregion für digitale Gesundheit und Pflege der Zukunft
Sachsen-Anhalt wird zur Modellregion für digitale Pflege, dank eines 140 Millionen Euro Projekts, das Selbstständigkeit im Alter durch innovative Technologien fördert.
Sachsen-Anhalt wird zur Modellregion für digitale Pflege, dank eines 140 Millionen Euro Projekts, das Selbstständigkeit im Alter durch innovative Technologien fördert.
Die mitteldeutsche Kohleregion in Sachsen-Anhalt soll zur Modellregion für Gesundheit und Pflege der Zukunft werden, berichtet aerzteblatt.de. Ein von der Universitätsmedizin Halle initiiertes Forschungsprojekt soll diese Transformation vorantreiben und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 140 Millionen Euro bis 2033 finanziert. Zentraler Aspekt dieses Projekts ist die Digitalisierung, die als Schlüssel zur verbesserten Gesundheitsversorgung angesehen wird. Laut Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sollen durch die Investition digitale Lösungen entwickelt werden, die die Selbstständigkeit im Alter erhalten und eine frühzeitige Pflegebedürftigkeit verhindern. Staatssekretär Karl Eugen Huthmacher ergänzte, dass innovative Technologien wie KI-gestützte Systeme und Pflegeroboter die Gesundheitsversorgung vor Ort direkt beeinflussen sollen. Die Region, in der mehr über 65-Jährige als im Bundesdurchschnitt leben, hofft durch Digitalisierung auf eine verbesserte Pflegeversorgung.
140 Mio. Euro für Digitalisierung in der Pflege: Sachsen-Anhalt startet Projekt
Sachsen-Anhalt investiert 140 Mio. Euro in digitale Pflegeinnovationen, um altersgerechte Selbstständigkeit zu fördern und Pflegeengpässe zu bekämpfen.
Sachsen-Anhalt investiert 140 Mio. Euro in digitale Pflegeinnovationen, um altersgerechte Selbstständigkeit zu fördern und Pflegeengpässe zu bekämpfen.
Ein Forschungsprojekt in Sachsen-Anhalt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2033 mit rund 140 Millionen Euro unterstützt wird, fokussiert sich auf die Digitalisierung als Schlüssel für zukunftssichere Gesundheitsversorgung und Pflege. Ziel des unter dem Dach der Universitätsmedizin Halle stehenden Projekts, das am Donnerstag bekannt gegeben wurde, ist die Entwicklung digitaler Lösungen zur Unterstützung der Selbstständigkeit im Alter und zur Verhinderung früher Pflegebedürftigkeit. Der Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Karl Eugen Huthmacher, betonte die Bedeutung innovativer Ansätze wie KI-gestützter Systeme und assistierender Pflegeroboter für die Verbesserung der regionalen medizinischen Versorgung. Angesichts der Prognose, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bis 2050 auf über zwölf Millionen ansteigt und bis 2035 eine Versorgungslücke von über 500.000 Pflegekräften droht, setzt man große Hoffnungen auf die Digitalisierung. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Neue S2k-Leitlinie optimiert Hilfsmittelberatung bei Harninkontinenz
Neue Leitlinie verbessert Beratung bei Harninkontinenz: Optimierte Vorinformationen und Transparenz erhöhen die Qualität der Hilfsmittelberatung entscheidend.
Neue Leitlinie verbessert Beratung bei Harninkontinenz: Optimierte Vorinformationen und Transparenz erhöhen die Qualität der Hilfsmittelberatung entscheidend.
Die S2k-Leitlinie zur „Hilfsmittelberatung bei Harninkontinenz“ wurde kürzlich redaktionell überarbeitet, berichtet die Ärztezeitung. In den aktualisierten Empfehlungen geht es insbesondere um Vorinformationen, das Beratungsgespräch sowie um mehr Transparenz im Beratungsprozess. Diese Anpassungen sollen die Qualität der Hilfsmittelberatung verbessern und sicherstellen, dass Betroffene besser informiert und unterstützt werden. Die Harninkontinenz, die vor allem bei Älteren häufig auftritt, stellt nach wie vor ein tabubehaftetes und gleichzeitig hochrelevantes Thema dar. Ein erfahrener Geriater bietet dabei Einblicke, was bei der Diagnostik und Therapie besonders zu beachten ist. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Versorgung und das Leben von Menschen mit Harninkontinenz grundlegend zu verbessern.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
05.02.2025
Landkreis Leipzig testet Entlastung der Notfallrettung mit Sonderfahrzeugen
Der Landkreis Leipzig startet ein Modellprojekt, um die Notfallrettung mit Sonderkrankentransportwagen zu entlasten. Start ist im Februar in Wurzen, Grimma und Borna.
Der Landkreis Leipzig startet ein Modellprojekt, um die Notfallrettung mit Sonderkrankentransportwagen zu entlasten. Start ist im Februar in Wurzen, Grimma und Borna.
Der Landkreis Leipzig plant ein Modellprojekt mit dem Ziel, die Notfallrettung durch den Einsatz alternativer Einsatzfahrzeuge zu entlasten. Die Landesdirektion Sachsen bestätigte, dass ab Anfang Februar sogenannte Sonderkrankentransportwagen in den Städten Wurzen, Grimma und Borna zum Einsatz kommen sollen. Diese Fahrzeuge, ähnlich ausgestattet wie Rettungswagen, werden nur von zwei Rettungssanitätern ohne Zusatz eines Notfallsanitäters besetzt. Die Sonderfahrzeuge sind für Fälle gedacht, in denen keine lebensrettenden Maßnahmen nötig sind. Die Entscheidung, ob ein solcher Einsatz vorliegt, erfolgt durch die integrierte Regionalleitstelle. Die Maßnahme soll die gezielte Zuteilung von Rettungswagen ermöglichen und die medizinische Versorgung flexibler gestalten. Der Präsident der Landesdirektion Sachsen, Béla Bélafi, betonte laut aerzteblatt.de, dass bisher oft Rettungsmittel für nicht lebensbedrohliche Einsätze verwendet werden, was durch das Projekt geändert werden soll. Die Testphase soll bis Ende 2026 dauern.
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