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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.02.2025
Wissenschaftler: Gesundheit als Wirtschafts-Rückgrat anerkennen
Gesundheit als Wirtschafts-Rückgrat anerkennen: Wissenschaftler fordern in einem Handlungsaufruf, sie als zentralen Wachstumsfaktor zu betrachten.
Gesundheit als Wirtschafts-Rückgrat anerkennen: Wissenschaftler fordern in einem Handlungsaufruf, sie als zentralen Wachstumsfaktor zu betrachten.
Wissenschaftler, Verbände und Initiativen haben in einem aktuellen „Handlungsaufruf“ gefordert, Gesundheit als „Rückgrat unserer Wirtschaft und Gesellschaft“ anzusehen. In dem Dokument wird betont, dass Gesundheit ein zentraler Faktor für das Wachstum und den Wohlstand Deutschlands sei, trotz wachsender Fachkräftelücken. Die Autoren, darunter Professor Denis Ostwald vom Forschungsinstitut WifOR und Dr. Ruth Hecker vom Aktionsbündnis Patientensicherheit, verweisen auf die wirtschaftlichen Vorteile von Gesundheitsinnovationen, die die Krankheitslast bei schweren Erkrankungen verringert haben. Laut WifOR beträgt der wirtschaftliche Nutzen allein bei fünf relevanten Krankheitsbildern etwa 6,4 Milliarden Euro jährlich. Ostwald erklärte gegenüber aerztezeitung.de, dass Gesundheitspolitik sowohl eine soziale als auch wirtschaftliche Notwendigkeit sei, um den demografischen Wandel zu bewältigen und langfristig das wirtschaftliche Wachstum zu sichern.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.02.2025
Gemeinschaftspraxen dürfen Kliniken versorgen: Gericht bestätigt Status
Gericht bestätigt: Gemeinschaftspraxen können Kliniken versorgen, ohne ein Beschäftigungsverhältnis einzugehen – Unabhängigkeit und Flexibilität bleiben gewahrt.
Gericht bestätigt: Gemeinschaftspraxen können Kliniken versorgen, ohne ein Beschäftigungsverhältnis einzugehen – Unabhängigkeit und Flexibilität bleiben gewahrt.
Das Landessozialgericht München hat entschieden, dass eine Gemeinschaftspraxis auch stationäre Versorgungsleistungen für Kliniken erbringen kann, ohne dass daraus zwangsläufig ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis zur Klinik entsteht. Diese Entscheidung betont die Unabhängigkeit von Gemeinschaftspraxen und deren rechtliche Flexibilität im deutschen Gesundheitssystem. Die Integrität der eigenständigen Berufsausübung bleibt somit gewahrt, was für die Struktur von medizinischen Kooperationsmodellen von Bedeutung ist. Quelle: Ärzte Zeitung.
Elektronische Patientenakte: GKV sieht Meilenstein in Digitalisierung
Die GKV feiert die elektronische Patientenakte als digitalen Meilenstein für 70 Millionen Versicherte und ein effizienteres Gesundheitswesen in Deutschland.
Die GKV feiert die elektronische Patientenakte als digitalen Meilenstein für 70 Millionen Versicherte und ein effizienteres Gesundheitswesen in Deutschland.
Der GKV-Spitzenverband hat die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) für rund 70 Millionen Versicherte als Meilenstein in der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens begrüßt. Auch wenn die flächendeckende Einführung der ePA noch einige Wochen in Anspruch nehmen wird, stellt dies einen bedeutenden Fortschritt im Bereich der Gesundheitsverwaltung dar. Demnach können die Versicherten zukünftig ihre Gesundheitsdaten zentral und digital verwalten, was die Effizienz des deutschen Gesundheitssystems erheblich verbessern könnte. Die vollständige Einführung ist jedoch weiterhin mit Herausforderungen verbunden. Diese Ankündigung wurde von 'aerztezeitung.de' berichtet.
Alarmierend: Nur 30% der über 60-Jährigen gegen Pneumokokken geimpft
Nur 30% der über 60-Jährigen sind gegen Pneumokokken geimpft, warnt die hkk, was ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für diese Altersgruppe bedeutet.
Nur 30% der über 60-Jährigen sind gegen Pneumokokken geimpft, warnt die hkk, was ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für diese Altersgruppe bedeutet.
Die Handelskrankenkasse (hkk) hat eine alarmierend niedrige Impfquote bei älteren Menschen über sechzig Jahren festgestellt. Laut der hkk sind lediglich drei von zehn dieser Altersgruppe gegen Pneumokokken geimpft. Diese Impfquote sei deutlich zu gering, wie die Kasse berichtet. Pneumokokken sind Bakterien, die schwere Erkrankungen wie Lungenentzündung, Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung verursachen können, daher ist die Impfung insbesondere in der älteren Bevölkerung von großer Bedeutung. Aerztezeitung.de berichtet über die Sorgen der Krankenkasse, dass diese niedrige Impfquote ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für ältere Menschen darstellen könne.
Regensburger Arzt wegen mutmaßlichen Morphin-Mords vor Gericht
Regensburger Arzt wegen angeblichem Morphin-Mord vor Gericht: Ihm wird vorgeworfen, einem Patienten absichtlich eine tödliche Dosis verabreicht zu haben.
Regensburger Arzt wegen angeblichem Morphin-Mord vor Gericht: Ihm wird vorgeworfen, einem Patienten absichtlich eine tödliche Dosis verabreicht zu haben.
Ein Mediziner steht in Regensburg vor Gericht, weil ihm vorgeworfen wird, einem Patienten eine tödliche Dosis Morphin verabreicht zu haben. Das Landgericht Regensburg beschäftigt sich zweieinhalb Jahre nach dem Tod eines 79-jährigen Intensivpatienten mit diesen schweren Anschuldigungen. Die Anklage lautet auf Mord, da laut Staatsanwaltschaft die Dosis absichtlich erhöht wurde, um den Mann zu töten. Der Tod ereignete sich in der Nacht zum 9. Juli 2022 in einer Klinik in Kelheim. Mordmerkmale wie niedrige Beweggründe und Heimtücke sieht die Anklagebehörde als gegeben an. Der 50-jährige Angeklagte bestritt die Vorwürfe und der Verteidigung kritisiert die Ermittlungen als unzulänglich. Zudem steht der Mediziner in einem weiteren Verfahren im Verdacht, das Ableben einer Krankenschwester während ihres Nachtdienstes verursacht zu haben. Diesen Fall wird das Gericht ab dem 10. März verhandeln. (Quelle: Ärzte Zeitung, dpa)
Bundesweiter Start der elektronischen Patientenakte für April geplant
Der Rollout der elektronischen Patientenakte (ePA) soll im April bundesweit starten. Kassenvertreter äußern Optimismus, während Sicherheitsbedenken geäußert werden.
Der Rollout der elektronischen Patientenakte (ePA) soll im April bundesweit starten. Kassenvertreter äußern Optimismus, während Sicherheitsbedenken geäußert werden.
Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen blicken zuversichtlich auf den bundesweiten Rollout der elektronischen Patientenakte (ePA), berichtete die Ärzte Zeitung. Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, nannte die „ePA für alle“ einen „Riesenschritt zur Digitalisierung des Gesundheitswesens“. Bislang haben die Kassen Akten für rund 70,5 Millionen Versicherte eingerichtet. Der derzeitige Testbetrieb findet in Franken, Hamburg und Teilen Nordrhein-Westfalens statt. Eine bundesweite Einführung wird für April erwartet, nachdem die Resultate der Tests im März ausgewertet wurden. Der Bundesgesundheitsminister, Karl Lauterbach, plant den Rollout zwischen Februar und April. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung mahnt jedoch zur Vorsicht bezüglich Sicherheitslücken.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.02.2025
G-BA startet Aktualisierung der Richtlinie für Biopharmazeutika
G-BA aktualisiert Richtlinie für Biopharmazeutika: Stellungnahmeverfahren gestartet, um Versorgung mit biologischen Arzneimitteln und Biosimilars zu verbessern.
G-BA aktualisiert Richtlinie für Biopharmazeutika: Stellungnahmeverfahren gestartet, um Versorgung mit biologischen Arzneimitteln und Biosimilars zu verbessern.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 11. Februar 2025 ein Stellungnahmeverfahren zur Aktualisierung der Arzneimittel-Richtlinie, insbesondere der Anlage VIIa, eingeleitet. Diese Anlage betrifft biotechnologisch hergestellte biologische Referenzarzneimittel und Biosimilars. Die Beschlüsse traten mit dem Beschlussdatum in Kraft, wie der Webseite des G-BA zu entnehmen ist. Ziel der Aktualisierung ist die Anpassung an neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Versorgungserfordernisse, um eine qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Arzneimittelversorgung sicherzustellen. Die Beteiligung von Fachexperten im Stellungnahmeverfahren soll dabei helfen, praxisrelevante Bewertungen und Entscheidungen zu treffen. Die Bekanntmachung und alle relevanten Dokumente wie etwa Tragende Gründe zum Beschluss sind auf der G-BA-Website als PDF verfügbar.
Experten verlangen interdisziplinäre Strategien gegen die Resistenzkrise in Kliniken, um durch Zusammenarbeit und bessere Hygieneprotokolle die globale Bedrohung einzudämmen.
Experten verlangen interdisziplinäre Strategien gegen die Resistenzkrise in Kliniken, um durch Zusammenarbeit und bessere Hygieneprotokolle die globale Bedrohung einzudämmen.
Die Entwicklung von Resistenzen in Kliniken nimmt weltweit rapide zu. Es bedarf daher einer nachhaltigen und interdisziplinären Strategie, um das Problem zu lösen. Die unsichtbare Bedrohung dieser Resistenzkrise könnte durch spezifische Maßnahmen in den Griff zu bekommen sein. Fachleute fordern eine umfassende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen medizinischen Disziplinen und Gesundheitseinrichtungen. Dabei sind umfassende Schulungsprogramme und die Implementierung strikter Hygieneprotokolle von entscheidender Bedeutung. Laut einem Bericht der „Ärzte Zeitung“ ist die Dringlichkeit, effektive Lösungen zu finden, in den letzten Jahren stark angestiegen. Ohne rasches Handeln drohen erhebliche gesundheitliche Risiken für Patienten weltweit, die kritisch kranken Patienten könnten dabei besonders gefährdet sein.
Fehler in Krankenhausreform sorgt für Unruhe in geriatrischer Versorgung
Ein Reformfehler im Bereich Geriatrie sorgt für Unruhe; das Bundesgesundheitsministerium verspricht schnelle Korrekturen, um die Versorgung zu sichern.
Ein Reformfehler im Bereich Geriatrie sorgt für Unruhe; das Bundesgesundheitsministerium verspricht schnelle Korrekturen, um die Versorgung zu sichern.
Das Bundesgesundheitsministerium hat eingeräumt, dass ein Fehler in der Krankenhausreform für Unruhe gesorgt hat. Konkret betrifft es die Leistungsgruppe „Geriatrie“, deren Beschreibung nun schnellstmöglich korrigiert werden soll. Dieser Schritt ist Teil der umfassenderen Klinikreform, die auf eine Verbesserung der Krankenhausversorgung abzielt. Die Diskussion um die Reform hat bereits zu Reaktionen von verschiedenen Interessengruppen geführt. Ein Teil der Aufregung resultiert aus Unsicherheiten über die genaue Anwendung und Auswirkungen der reformierten Regelungen für geriatrische Behandlungen. (Quelle: Ärztezeitung)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.02.2025
Steigende Ausbildungszahlen in Gesundheitsberufen dank Schulgeldfreiheit
Dank Schulgeldfreiheit steigen die Ausbildungszahlen in Gesundheitsberufen in Rheinland-Pfalz, was dem Fachkräftemangel entgegenwirken soll.
Dank Schulgeldfreiheit steigen die Ausbildungszahlen in Gesundheitsberufen in Rheinland-Pfalz, was dem Fachkräftemangel entgegenwirken soll.
Die Ausbildungszahlen in vielen Gesundheitsfachberufen in Rheinland-Pfalz steigen zum zweiten Mal in Folge, berichtet die Ärzte Zeitung. Dies ist eine direkte Folge der Schulgeldfreiheit im Land, die das Interesse an diesen Berufen erhöht hat. Die Maßnahme zielt darauf ab, dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen entgegenzuwirken, indem sie den Zugang zu Ausbildung erleichtert. Die Entwicklung wird als positiver Schritt angesehen, um den langfristigen Bedarf an qualifiziertem Gesundheitspersonal in der Region zu decken. Experten erhoffen sich dadurch eine nachhaltige Stärkung der Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz.
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