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Medizin, Gesundheit und Prävention
20.03.2025
G-BA: Neuer Beschluss zur Nutzenbewertung von Semaglutid gefasst
Der G-BA hebt frühere Beschlüsse zu Semaglutid auf und erlässt Änderungen auf Basis neuer Studien für die Behandlung von Typ-2-Diabetes.
Der G-BA hebt frühere Beschlüsse zu Semaglutid auf und erlässt Änderungen auf Basis neuer Studien für die Behandlung von Typ-2-Diabetes.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 20. März 2025 einen neuen Beschluss zur Nutzenbewertung des Diabetesmedikaments Semaglutid gefasst. Dieser Beschluss betrifft Änderungen in den Anlagen XII und XIIa der Arzneimittel-Richtlinie und hebt die vorherigen Beschlüsse vom 15. April und 15. August 2021 auf. Im Rahmen des Nutzenbewertungsverfahrens wurden neue wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich des Einsatzes von Semaglutid bei Typ-2-Diabetes berücksichtigt. Die Änderungen treten mit sofortiger Wirkung in Kraft. Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss (g-ba.de).
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
20.03.2025
Kassenärztliche Vereinigung sichert neue Lösungen bei Praxisschließungen zu
Die Kassenärztliche Vereinigung verspricht Lösungen bei Praxisschließungen und stellt das Modell der Kooperationsärzte vor, um die Versorgung zu sichern.
Die Kassenärztliche Vereinigung verspricht Lösungen bei Praxisschließungen und stellt das Modell der Kooperationsärzte vor, um die Versorgung zu sichern.
Im aktuellen Konflikt um die Schließung von 18 Bereitschaftspraxen in Baden-Württemberg hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) versprochen, niemanden im Stich zu lassen. Im Rahmen einer Vertreterversammlung betonte die KV die Wichtigkeit des Dialogs und stellte das neu geschaffene Modell der Kooperationsärzte im Bereitschaftsdienst vor, welches auf positive Resonanz stößt. Fachleute sehen in dieser Entwicklung einen bedeutenden Schritt zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in der Region. Die Diskussion um die Einsatzmöglichkeiten und die Effektivität des Modells wird weiter fortgeführt, um eine tragfähige Lösung für alle Beteiligten zu finden, berichtet die „Ärzte Zeitung“.
G-BA plant digitale Programme zur besseren Diabetesversorgung ab 2026
Ab 2026 plant der G-BA digitale Programme, um die Diabetesversorgung durch elektronische Medikationspläne und Patientenakten zu optimieren.
Ab 2026 plant der G-BA digitale Programme, um die Diabetesversorgung durch elektronische Medikationspläne und Patientenakten zu optimieren.
Medizinische Versorgungsprozesse können durch digitale Lösungen wie die elektronische Patientenakte und Medikationspläne optimiert werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat daher nun Grundlagen für digitalisierte strukturelle Behandlungsprogramme für chronisch Kranke, bekannt als Disease-Management-Programme (DMP), erstellt. Diese Programme zielen darauf ab, die Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und 2 zu verbessern, indem sie als freiwillige Module die klassischen DMP ergänzen. Bevor jedoch die neuen digitalen DMP (dDMP) implementiert werden können, bedarf es einer Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit, die frühestens 2026 erwartet wird. Laut Karin Maag, unparteiisches Mitglied des G-BA und verantwortlich für DMP, sind die neuen dDMP ein bedeutender Schritt zur umfassenden Digitalisierung der medizinischen Versorgung. Informationen zur Einführung und den Anforderungen der dDMP finden sich auf der Webseite des G-BA.
Unzufriedenheit mit Gesundheitssystem wachsend, Demokratie gefährdet
Fast ein Drittel der Deutschen ist mit dem Gesundheitssystem unzufrieden, was laut Umfrage das Vertrauen in den Sozialstaat und die Demokratie gefährden könnte.
Fast ein Drittel der Deutschen ist mit dem Gesundheitssystem unzufrieden, was laut Umfrage das Vertrauen in den Sozialstaat und die Demokratie gefährden könnte.
Knapp jeder dritte Mensch in Deutschland ist mit dem Gesundheitssystem unzufrieden, wie eine Umfrage der Techniker Krankenkasse zeigt. Neben der allgemeinen Unzufriedenheit wird auch die Versorgung durch Facharztpraxen häufig kritisiert. Politikwissenschaftler Schroeder äußert in der Ärzte Zeitung Bedenken über die wachsende Unzufriedenheit, die nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch das Vertrauen in den Sozialstaat gefährden könnte. Dies könnte eine tiefergehende Demokratieverdrossenheit zur Folge haben. Viele Bürger erwarten zudem steigende Beiträge im Gesundheitssystem. Die Quelle dieser Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Universitätsklinikum Jena eröffnet Zentrum für postinfektiöse Langzeitfolgen
Das Universitätsklinikum Jena eröffnet ein einzigartiges Zentrum zur Erforschung und Behandlung postinfektiöser Langzeitfolgen, inklusive umfassender Tagesklinik.
Das Universitätsklinikum Jena eröffnet ein einzigartiges Zentrum zur Erforschung und Behandlung postinfektiöser Langzeitfolgen, inklusive umfassender Tagesklinik.
Das Universitätsklinikum Jena hat ein neues interdisziplinäres Zentrum für postinfektiöse Langzeitfolgen (IPZL) eröffnet, das sich der Erforschung und Behandlung von Langzeitfolgen nach Viruserkrankungen widmet. Laut einer Mitteilung des Klinikums bietet das Zentrum umfassende tagesklinische Behandlungen für Patienten, die nach Virusinfektionen, wie Corona oder auch Influenza, mit lang anhaltenden Leistungseinschränkungen kämpfen. Professor Andreas Stallmach, Leiter des Zentrums, hob die bundesweit einzigartige Kombination aus medizinischer Versorgung, sozialmedizinischer Beratung und telemedizinischer Betreuung hervor. Ziel ist es, den Betroffenen durch Pacing und Schlafmanagement mehr Eigenverantwortung im Krankheitsmanagement zu vermitteln. Forschungsprojekte, darunter eine mobile Versorgung von Post-COVID-Patienten, sind in das Zentrum integriert. Das Universitätsklinikum zählte zu den ersten Kliniken bundesweit, die spezialisierte Angebote für Langzeitfolgen nach der Corona-Pandemie aufgebaut haben. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
19.03.2025
Regionalkonferenzen in RLP: Zukunft der Krankenhäuser im Fokus
Regionalkonferenzen in RLP stellen die Weichen für die Zukunft der Krankenhäuser, mit Fokus auf Regiokliniken und Telemedizin zur Verbesserung der Versorgung.
Regionalkonferenzen in RLP stellen die Weichen für die Zukunft der Krankenhäuser, mit Fokus auf Regiokliniken und Telemedizin zur Verbesserung der Versorgung.
Am Donnerstag beginnen in Rheinland-Pfalz die Regionalkonferenzen, die sich mit der Zukunft der Krankenhäuser im Land befassen. Regiokliniken und Telemedizin sollen in der Gestaltung der zukünftigen Krankenhauslandschaft eine signifikante Rolle einnehmen, wie die "Ärzte Zeitung" berichtet. Ziel dieser Konferenzen ist es, Strategien zu entwickeln, die die medizinische Versorgung in den Regionen effizienter und zugänglicher gestalten. Diese Maßnahmen werden als notwendig erachtet, um die Herausforderungen der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum besser zu bewältigen und die Qualität der Patientenversorgung zu steigern. Die Konferenzen sind Teil einer umfassenden Krankenhausreform, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
19.03.2025
OECD-Studie: Bessere Versorgung für chronisch Kranke trotz niedriger Ausgaben
OECD-Studie zeigt: Trotz niedriger Ausgaben kann die Versorgung chronisch Kranker durch kurze Wartezeiten und patientenzentrierte Betreuung verbessert werden.
OECD-Studie zeigt: Trotz niedriger Ausgaben kann die Versorgung chronisch Kranker durch kurze Wartezeiten und patientenzentrierte Betreuung verbessert werden.
Die von der OECD durchgeführte Studie "Patient-Reported Indicator Surveys (PaRIS)" beleuchtet die unzureichende Orientierung vieler Gesundheitssysteme in Industriestaaten an der Versorgung von chronisch kranken Patienten. Datenerhebungen aus 19 Ländern, darunter Australien und die USA, jedoch nicht Deutschland, verdeutlichen, dass drei Hauptfaktoren – kurze Wartezeiten, patientenzentrierte Versorgung und kontinuierliche, koordinierte Betreuung – entscheidend für die Zufriedenheit und das Vertrauen der Patienten sind. Auch bei unterdurchschnittlichen Gesundheitsausgaben sei eine gute Versorgung erreichbar, so OECD-Generalsekretär Mathias Cormann laut der Ärzte Zeitung. Zudem zeigt die Studie Unterschiede in der Digitalisierung auf, wobei Länder wie die Niederlande im elektronischen Austausch von Gesundheitsakten führend sind.
Psychische Leiden häufig bei chronischen Schmerzpatienten: Studie zeigt Handlungsbedarf
Studie zeigt: 40% der chronischen Schmerzpatienten leiden auch an psychischen Störungen. Ein ganzheitlicher Behandlungsansatz ist dringend erforderlich.
Studie zeigt: 40% der chronischen Schmerzpatienten leiden auch an psychischen Störungen. Ein ganzheitlicher Behandlungsansatz ist dringend erforderlich.
Rund 40 Prozent der Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen leiden an Depressionen oder Angstzuständen, was eine aktuelle Metaanalyse belegt. Bei spezifischen Schmerztypen ist dieser Anteil sogar noch höher, und es ist jeder Zweite betroffen. Die enge Verbindung zwischen Schmerz und psychischen Erkrankungen legt nahe, dass in der Behandlung und Betreuung dieser Patienten auf beide Aspekte eingegangen werden muss. Die Erkenntnisse aus der Studie, die von der Ärzte Zeitung veröffentlicht wurden, unterstreichen die Notwendigkeit einer umfassenden therapeutischen Herangehensweise, die sowohl physische als auch psychische Komponenten berücksichtigt. Diese Beteiligung psychischer Gesundheitsprobleme bei chronischen Schmerzpatienten kann wesentliche Implikationen für die Behandlungsgestaltung haben und stellt eine Herausforderung dar, die von Fachkräften in der Pflege und Medizin gleichermaßen adressiert werden muss.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
18.03.2025
Umfrage zeigt: Partizipativer Führungsstil in Praxen bevorzugt
Ärzte präferieren partizipative Führung: 58% der Befragten setzen in einer Umfrage der Ärzte Zeitung auf kooperative Umgangsformen in Praxen.
Ärzte präferieren partizipative Führung: 58% der Befragten setzen in einer Umfrage der Ärzte Zeitung auf kooperative Umgangsformen in Praxen.
In einer Umfrage der Ärzte Zeitung, die vom 9. bis 15. März 2025 durchgeführt wurde, äußerten sich 278 Leserinnen und Leser über den bevorzugten Führungsstil in der Praxis. Ein überwältigender Teil der Befragten, nämlich 58 Prozent, setzen auf einen partizipativen Führungsstil. Nur vier Prozent der TeilnehmerInnen sprachen sich für einen autoritären Stil aus, während zwei Prozent den laissez-faire Ansatz befürworten. 22 Prozent bevorzugen einen eher freundschaftlich-lockeren Führungsstil und 14 Prozent stehen auf dem Standpunkt, dass es den optimalen Führungsstil nicht gibt. Diese Ergebnisse unterstreichen den Trend weg von autoritären hin zu kooperativeren Umgangsformen in medizinischen Praxen. Mehr dazu berichtet die Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
18.03.2025
GKV fordert Kurswechsel: Gesundheitspolitik vor Milliarden-Defizit!
Der GKV-Spitzenverband fordert eine Neuausrichtung der Gesundheitspolitik, um ein Milliarden-Defizit und steigende Beitragsbelastungen zu vermeiden.
Der GKV-Spitzenverband fordert eine Neuausrichtung der Gesundheitspolitik, um ein Milliarden-Defizit und steigende Beitragsbelastungen zu vermeiden.
Der GKV-Spitzenverband fordert von der nächsten Bundesregierung einen grundlegenden Kurswechsel in der Gesundheitspolitik. Nach einer Dekade steigender Ausgaben sei es an der Zeit, Reformen nicht weiter zu verschleppen. Uwe Klemens, Vorsitzender des Verwaltungsrats des GKV-SV, betonte, dass das bestehende System ins Wanken gerate, angesichts eines 2024er Defizits von 6,2 Milliarden Euro. Beitragszahler seien die Verlierer der bisherigen Politik, da Krankenhäuser und Ärztinnen von überproportional gestiegenen Honoraren profitiert hätten. Eine Neuausrichtung sei erforderlich, auch um versicherungsfremde Leistungen aus Steuermitteln zu finanzieren. Die medizinische Versorgung von Bürgergeldempfängern solle zehn Milliarden Euro einsparen können. Susanne Wagenmann plädiert zudem für ein Ausgabemoratorium, um Zeit für erforderliche Reformen zu gewinnen. (Quelle: aerztezeitung.de)
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