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Medizin, Gesundheit und Prävention
15.10.2025
Einsamkeit erhöht Sterblichkeitsrisiko bei Krebspatienten deutlich
Einsamkeit steigert das Sterblichkeitsrisiko von Krebspatienten erheblich, zeigen neue Studien. Soziale Netzwerke sollten in der Betreuung berücksichtigt werden.
Einsamkeit steigert das Sterblichkeitsrisiko von Krebspatienten erheblich, zeigen neue Studien. Soziale Netzwerke sollten in der Betreuung berücksichtigt werden.
Eine systematische Überprüfung und Metaanalyse haben gezeigt, dass Einsamkeit und soziale Isolation mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit bei Krebspatienten assoziiert sind. Dies könnte sich negativ auf die Prognose der Patienten auswirken. Es erscheint daher sinnvoll, onkologische Patienten über ihre sozialen Netzwerke zu befragen. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, das soziale Umfeld bei der onkologischen Versorgung stärker zu berücksichtigen, berichtet die „Ärzte Zeitung“.
Studie: Raucherstopp im Alter kann Demenzrisiko senken
Ein Rauchstopp im Alter kann laut britischer Studie das Demenzrisiko verringern und den kognitiven Abbau verlangsamen.
Ein Rauchstopp im Alter kann laut britischer Studie das Demenzrisiko verringern und den kognitiven Abbau verlangsamen.
Eine aktuelle britische Studie zeigt, dass der Ausstieg aus dem Rauchen selbst im höheren Alter von Vorteil sein kann. Forscher haben einen Zusammenhang zwischen der Raucherentwöhnung und einem verlangsamten kognitiven Abbau festgestellt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Aufhören mit dem Rauchen das Risiko einer Demenzerkrankung senken könnte. Diese Erkenntnisse stammen aus einer Längsschnittstudie, die darauf hinweist, wie wichtig es ist, auch im fortgeschrittenen Alter gesundheitsfördernde Entscheidungen zu treffen. Quelle: aerztezeitung.de.
"Zukunftspakt Pflege: Pflegegrad 1 bleibt, Mittel für Prävention geplant"
Zukunftspakt Pflege: Pflegegrad 1 bleibt bestehen, während neue Präventionspläne zur Reform der Pflegeversicherung vorgestellt werden.
Zukunftspakt Pflege: Pflegegrad 1 bleibt bestehen, während neue Präventionspläne zur Reform der Pflegeversicherung vorgestellt werden.
Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ hat in einer digitalen Sitzung erste Zwischenergebnisse zur Reform der sozialen Pflegeversicherung vorgestellt, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Dabei ist insbesondere die umstrittene Streichung des Pflegegrads 1 vom Tisch. Die Unterscheidung nach Pflegegraden soll bestehen bleiben, allerdings sollen die Strukturen des Leistungsrechts vereinfacht werden. Im Zwischenbericht empfiehlt die Fach-AG die Umwidmung der Mittel des Entlastungsbetrags von Pflegegrad 1 in eine präventionsorientierte Begleitung der Pflegebedürftigen. Zudem bleibt die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen ungeklärt. Die Länder sehen eine Stabilisierung der Finanzlage nur bei Finanzierung dieser Leistungen durch Steuermittel als erreichbar an. Der Pflegevorsorgefonds soll einen stärkeren Beitrag zur Stabilisierung des Beitragssatzes leisten, was möglicherweise dessen Mittelzufluss betrifft. Aus der SPD-Fraktion wird kritisiert, dass das vorgelegte Konzept noch keine vollständige Reform darstellt.
Pflegeheimkosten: Hohe finanzielle Belastung trotz Zuschüssen
Trotz Zuschüssen übersteigen Pflegeheimkosten oft 3000 Euro, was zu großen finanziellen Belastungen für Pflegebedürftige und Angehörige führt.
Trotz Zuschüssen übersteigen Pflegeheimkosten oft 3000 Euro, was zu großen finanziellen Belastungen für Pflegebedürftige und Angehörige führt.
Wer einen Platz in einem Pflegeheim gefunden hat, kann sich glücklich schätzen. Noch glücklicher ist, wer ihn auch bezahlen kann. Mehr als 3000 Euro kostet ein Pflegeheimplatz im Durchschnitt. Die Kosten setzen sich aus vier Hauptkomponenten zusammen, und trotz steigender Zuschüsse bleibt die finanzielle Entlastung gering. Diese Situation führt oft zu erheblichen finanziellen Belastungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige. Ausschlaggebend für die genaue Höhe der Kosten sind mehrere Faktoren, darunter die Pflegegradstufe und regionale Preisunterschiede. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Blutdrucksenker verringern Sterberisiko bei Senioren über 60 Jahren
Blutdrucksenker senken das Sterberisiko bei über 60-Jährigen, wie eine Cochrane-Analyse mit 26.795 Teilnehmern bestätigt.
Blutdrucksenker senken das Sterberisiko bei über 60-Jährigen, wie eine Cochrane-Analyse mit 26.795 Teilnehmern bestätigt.
Eine aktuelle Cochrane-Analyse bestätigt, dass die Behandlung von Menschen über 60 Jahren mit Hypertonie das Risiko für Mortalität sowie Herzinfarkte oder Schlaganfälle verringert. Wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet, basiert die Untersuchung auf der systematischen Auswertung von 16 Studien mit 26.795 Teilnehmern. Im Durchschnitt waren diese 73,8 Jahre alt und litten unter mittel- bis schwerer Hypertonie. Im Vergleich zu Placebo oder keiner Behandlung über 3,8 Jahre senkten blutdrucksenkende Medikamente das Sterberisiko von 11 auf 10 Prozent (RR 0.91) und reduzierten die kardiovaskuläre Mortalität und Morbidität von 14 auf 10 Prozent (RR 0.72). Zudem sank die zerebrovaskuläre Mortalität und Morbidität unter Medikation auf 3,4 Prozent (im Vergleich zu 5,4 Prozent; RR 0.66). Die Daten zeigen bei Menschen über 80 Jahren zwar keine signifikante Senkung der Gesamtmortalität, jedoch positive Effekte auf die kardiovaskuläre Gesundheit. Die Studien stellten zudem fest, dass Nebenwirkungen häufiger zu Studienabbrüchen führten.
"Erlangen-Index fördert Prähabilitation vor OPs im Alter"
Der neue Erlangen-Index hilft Urologen, die Fitness älterer Patienten vor Operationen besser einzuschätzen und fördert somit eine gezielte Prähabilitation.
Der neue Erlangen-Index hilft Urologen, die Fitness älterer Patienten vor Operationen besser einzuschätzen und fördert somit eine gezielte Prähabilitation.
Urologische Krankheiten sind oft altersassoziiert und durch den demografischen Wandel besonders relevant. Um die Fitness älterer Patienten vor Operationen besser einschätzen zu können, haben Urologen der Uniklinik Erlangen den „Erlangen-Index“ entwickelt. Dieser Index soll die Prähabilitation fördern, also die Vorbereitung der Patienten auf chirurgische Eingriffe. Details dazu werden im Gespräch mit dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Urologie in der Ärzte Zeitung gegeben.
RKI-Bericht: Erfolgreiche RSV-Impfung senkt Inzidenz bei Älteren erheblich
RSV-Impfung zeigt Wirkung: Deutlicher Rückgang der Inzidenz bei Älteren, so der aktuelle RKI-Bericht zur vergangenen ARE-Saison 2024/25.
RSV-Impfung zeigt Wirkung: Deutlicher Rückgang der Inzidenz bei Älteren, so der aktuelle RKI-Bericht zur vergangenen ARE-Saison 2024/25.
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine Übersicht zur Situation akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der vergangenen Saison 2024/25 veröffentlicht. Erstmals wurde dabei die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur RSV-Impfung für ältere Erwachsene und Säuglinge berücksichtigt. Insgesamt verringerte sich die Inzidenz bei älteren Erwachsenen und Säuglingen nach der Impfempfehlung signifikant. Für COVID-19 und Influenza wurden ähnliche saisonale Muster wie vor der Pandemie festgestellt, während für das Coronavirus keine ausgeprägte Saisonalität erkennbar ist. Die Datenanalyse des RKI basiert auf wöchentlichen Erhebungen über das gesamte Jahr und illustriert die Entwicklung der Fallzahlen, Hospitalisierungen und Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19, Influenza und dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Die Beobachtungen stimmen mit europäischen Erkenntnissen überein, die auf eine fortdauernde Sommeraktivität von COVID-19 hinweisen. Quelle: aerztezeitung.de (10.10.2025).
Studie: RSV-Impfung senkt Erkrankungsrisiko für Senioren und Neugeborene
RSV-Impfung schützt: Senioren ab 60 und Neugeborene profitieren laut Studie von reduziertem Risiko schwerer Infektionen in der kommenden Saison.
RSV-Impfung schützt: Senioren ab 60 und Neugeborene profitieren laut Studie von reduziertem Risiko schwerer Infektionen in der kommenden Saison.
Laut einem Cochrane Review, berichtet von der Ärzte Zeitung, haben Personen ab 60 Jahren, die sich gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) impfen lassen, in der kommenden Saison ein verringertes Risiko, schwer an einer RSV-Infektion zu erkranken. Ebenso wurde der Einfluss einer Impfung der Mutter auf das Neugeborene untersucht.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
10.10.2025
Bärbel Bas: Tariftreuegesetz stärkt Sozialpartnerschaft und Arbeitsplätze
Bärbel Bas betont im Bundestag: Das Tariftreuegesetz stärkt Tarifverträge, sichert Arbeitsplätze und fördert faire öffentliche Ausschreibungen.
Bärbel Bas betont im Bundestag: Das Tariftreuegesetz stärkt Tarifverträge, sichert Arbeitsplätze und fördert faire öffentliche Ausschreibungen.
Bundesministerin Bärbel Bas betonte in einer Rede im Deutschen Bundestag die Bedeutung von Tarifverträgen im Rahmen des neuen Tariftreuegesetzes. Sie unterstrich, dass öffentliche Ausschreibungen fair sein müssen und kein Lohndumping erlauben sollen. Das Gesetz soll sicherstellen, dass Unternehmen, die tariflich bezahlen, bevorzugt behandelt werden, was für den Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze essenziell sei. Bas hob hervor, dass nur noch die Hälfte der Beschäftigten in tarifgebundenen Unternehmen arbeiten und nannte Tarifverträge einen "Stoßdämpfer" in der sozialen Marktwirtschaft. Der Bundeskanzler habe als Priorität gesetzt, die Tarifbindung auszubauen, weshalb ein Nationaler Aktionsplan zur Förderung von Tarifverhandlungen geplant sei. Diese Maßnahmen seien entscheidend, um auf eine starke Sozialpartnerschaft zu setzen, besonders in Krisenzeiten in den Bereichen Stahl, Chemie und Automobil.
Neue Covid-Variante "Stratus" dominiert in Deutschland mit 80% der Fälle
Die neue Covid-Variante "Stratus" dominiert mit 80 % der Fälle in Deutschland und stellt trotz angepasster Impfstoffe eine Herausforderung dar.
Die neue Covid-Variante "Stratus" dominiert mit 80 % der Fälle in Deutschland und stellt trotz angepasster Impfstoffe eine Herausforderung dar.
Die neue Covid-19-Variante "Stratus" ist laut Stiftung Warentest derzeit in Deutschland dominierend, indem sie etwa 80 Prozent der Neuinfektionen ausmacht. Diese Variante verursacht Symptome, die denen vieler Atemwegserkrankungen ähneln, etwa Husten, Fieber und Gliederschmerzen. Eine erneute Pandemie wird zwar nicht erwartet, dennoch stellt Stratus eine Herausforderung für Antikörper dar, so das Robert-Koch-Institut (RKI). Aufgrund angepasster mRNA-Impfstoffe, wie dem Comirnaty von Pfizer/Biontech, wird ein gewisser Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe vermutet. Die Stiko empfiehlt Auffrischungsimpfungen vor allem für Risikogruppen und Beschäftigte im Gesundheitswesen.
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