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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
01.09.2026
Teilzeitbeschäftigung in Deutschland erreicht Rekordhoch im zweiten Quartal
Teilzeit in Deutschland boomt: Im zweiten Quartal 2023 stieg die Teilzeitquote auf über 40 %, während die Vollzeitbeschäftigung um 0,9 % zurückging.
Teilzeit in Deutschland boomt: Im zweiten Quartal 2023 stieg die Teilzeitquote auf über 40 %, während die Vollzeitbeschäftigung um 0,9 % zurückging.
Im zweiten Quartal dieses Jahres erreichte die Zahl der Teilzeitbeschäftigten in Deutschland einen Rekordwert, während die Vollzeitbeschäftigung zurückging. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berichtete, dass die Teilzeitquote um 0,4 Prozentpunkte auf über 40 Prozent stieg, während die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 0,9 Prozent auf 25,1 Millionen fiel. Besonders in den Branchen Gesundheit und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht, die einen hohen Teilzeitanteil aufweisen, gab es einen Beschäftigungszuwachs. Hingegen sank die Beschäftigung in Industriezweigen, die traditionell stärker von Vollzeitbeschäftigung geprägt sind. Insgesamt reduzierte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 0,5 Prozent auf 45,688 Millionen. Die Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten blieb konstant, während die der Teilzeitbeschäftigten leicht anstieg. Quelle: F.A.Z.
Der MEDI-Verbund hat in einer Umfrage unter 1.782 Vertragsärzten und -psychotherapeuten aus Baden-Württemberg die Auswirkungen des Beitragssatzstabilisierungs-Gesetzes untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine beunruhigende Prognose: 76 Prozent der Befragten gehen von einer deutlichen Verschlechterung der ambulanten Versorgung aus. Nur ein Prozent erwartet keine negativen Auswirkungen. Das Gesetz führt zu einer einnahmenorientierten Ausgabenpolitik der Krankenkassen, was zu Honorarverlusten für Ärzte führt. Rund 69 Prozent der Ärzte planen, mehr Privatleistungen anzubieten, während 61 Prozent weniger GKV-Termine anbieten wollen. Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg, bezeichnet die Umfrageergebnisse als alarmierend. Die Politik solle alternative Modelle, wie die Haus- und Facharztverträge mit der AOK in Baden-Württemberg, prüfen, um die Versorgung zu verbessern, ohne die Ausgaben zu erhöhen. Diese Einschätzungen verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen die Gesundheitsversorgung durch die Sparmaßnahmen der Bundesregierung steht. (Quelle: ÄrzteZeitung)
Cardisiographie von Cardisio: Nicht-invasives Verfahren revolutioniert die Früherkennung von Herzerkrankungen mit KI und verbessertem EKG.
Cardisiographie von Cardisio: Nicht-invasives Verfahren revolutioniert die Früherkennung von Herzerkrankungen mit KI und verbessertem EKG.
Die Cardisiographie, entwickelt von Cardisio, bietet ein innovatives und nicht-invasives Screeningverfahren zur frühzeitigen Erkennung erster Anzeichen von Herzerkrankungen. Dieses Verfahren kombiniert digitale Vektorkardiographie, ein erweitertes 19-Kanal-EKG und künstliche Intelligenz, um strukturelle, arterielle und rhythmusbedingte Herzerkrankungen mit hoher Sensitivität zu identifizieren. Eine bemerkenswerte Neuerung ist die Fähigkeit zur Erkennung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF), die durch Studien mit der Uniklinik Heidelberg unterstützt wurde. Darüber hinaus wurde das EKG-System erheblich optimiert und erweitert. Die wirtschaftlichen Aspekte sind ebenso vielversprechend, da die Cardisiographie als Kombination der GOÄ-Ziffern 657 und A658 abgerechnet wird und sich die monatlichen Nutzungsgebühren für das System ohne Investitionskosten gestalten. Diese Neuerungen können einen großen Beitrag zur primären Herzdiagnostik und zur Vorsorgeuntersuchung leisten. (Quelle: aerztezeitung.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
01.09.2026
„NeotivCare revolutioniert MCI-Erkennung mit innovativen Gedächtnistests“
NeotivCare bietet Ärzten mit innovativen, mobilen Gedächtnistests neue Wege zur Früherkennung von MCI, wissenschaftlich validiert und wirtschaftlich effizient.
NeotivCare bietet Ärzten mit innovativen, mobilen Gedächtnistests neue Wege zur Früherkennung von MCI, wissenschaftlich validiert und wirtschaftlich effizient.
NeotivCare, ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt (MDR-Klasse IIa), bietet Ärzt:innen innovative Möglichkeiten zur Früherkennung und zum Monitoring kognitiver Veränderungen bei leichten kognitiven Störungen (MCI). Durch die Verwendung von wissenschaftlich validierten, hippocampus-sensitiven Gedächtnistests, die Patienten eigenständig auf ihren mobilen Geräten durchführen können, bietet das Tool eine flexible, sprachunabhängige Diagnostik. Im Vergleich zu herkömmlichen Tests wie MMST oder MoCA zeigt NeotivCare eine höhere Sensitivität und ermöglicht ein longitudinales Monitoring. Die Ergebnisse, die gegen bekannte Alzheimer-Biomarker wie Amyloid und p-Tau validiert wurden, stehen dem Arzt strukturiert zur Verfügung. Aktuell als individuelle Gesundheitsleistung angeboten, kostet ein Freischaltcode für 12 Wochen 145 €. NeotivCare birgt Potenzial zur Zeiteinsparung und birgt wirtschaftlichen Nutzen für die Praxis. (Quelle: Ärztezeitung)
Sommer 2026: Wärmerekord und drängender Handlungsbedarf beim Klimaschutz
Wärmerekord-Sommer 2026 zwingt zu Klimaschutz; Tausende Hitzetote, dringende Maßnahmen nötig, sagt DWD.
Wärmerekord-Sommer 2026 zwingt zu Klimaschutz; Tausende Hitzetote, dringende Maßnahmen nötig, sagt DWD.
Nach einer vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gehört der Sommer 2026 zu den wärmsten seit Beginn flächendeckender Messungen. Der Klimawandel spielte bei den außergewöhnlichen Wetterextremen, insbesondere der Hitzewelle Ende Juni, eine bedeutende Rolle. Laut DWD wären solche Temperaturen ohne den Klimawandel statistisch unmöglich. Der Sommer war zudem extrem trocken, besonders in West- und Südwestdeutschland. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass bis Mitte August etwa 15.800 Menschen in Deutschland durch Hitze starben, ein Wert, der in den letzten zehn Jahren nicht erreicht wurde. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte die Notwendigkeit überarbeiteter Klimaschutzprogramme und konkreter Maßnahmen zur Vorsorge. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
STIKO empfiehlt jährliche COVID-19-Impfung für Risikogruppen
STIKO rät Risiko-Gruppen zu jährlicher COVID-19-Impfung, um schweren Krankheitsverläufen und Langzeitfolgen vorzubeugen.
STIKO rät Risiko-Gruppen zu jährlicher COVID-19-Impfung, um schweren Krankheitsverläufen und Langzeitfolgen vorzubeugen.
Die durch das Virus SARS-CoV-2 verursachte COVID-19-Erkrankung hat sich als wiederkehrende respiratorische Infektion etabliert. Für ältere Menschen und jene mit Vorerkrankungen besteht ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und mögliche Langzeitfolgen. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine jährliche COVID-19-Schutzimpfung. Diese Empfehlung zielt darauf ab, insbesondere gefährdete Gruppen besser gegen schwere Verläufe und Langzeitfolgen der Krankheit zu schützen. (Quelle: aerztezeitung.de)
GeDIG-Gesetz: Chancenreich, aber Raddatz fordert mehr Wettbewerb
GeDIG-Gesetz als „Meilenstein“ gefeiert, doch Raddatz warnt vor zu starker Zentralisierung und fordert mehr Wettbewerb für ein widerstandsfähiges Gesundheitssystem.
GeDIG-Gesetz als „Meilenstein“ gefeiert, doch Raddatz warnt vor zu starker Zentralisierung und fordert mehr Wettbewerb für ein widerstandsfähiges Gesundheitssystem.
Sascha Raddatz, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT, bezeichnet das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) als „Meilenstein“ und betont dessen Bedeutung für die Digitalisierung im Gesundheitssektor. Dennoch äußert er auch Kritik und sieht weiteren Regelungsbedarf. Insbesondere die Rolle der gematik, der Digitalagentur des Bundes, soll gestärkt werden, was Raddatz kritisch betrachtet. Ein Schwerpunkt muss seiner Meinung nach auf Wettbewerb statt Zentralisierung liegen, um ein resilientes System zu schaffen. Trotz der Chancen, die das GeDIG bietet, sei es allein nicht ausreichend, um die Versorgung und Zusammenarbeit im Gesundheitswesen entscheidend zu verbessern, so Raddatz im Podcast „Die Berliner Stunde“, wie die Ärztezeitung berichtete.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.08.2026
Transformation zu Versorgungszentren sichert kleinen Kliniken Fortbestand
Kleine Kliniken sichern durch Transformation zu Versorgungszentren ihren Fortbestand und stärken die Versorgung in benachteiligten Regionen.
Kleine Kliniken sichern durch Transformation zu Versorgungszentren ihren Fortbestand und stärken die Versorgung in benachteiligten Regionen.
Kleineren Kliniken, die bei der Leistungsgruppenzuteilung nicht mithalten können, ermöglicht die Transformation zu sektorenübergreifenden Versorgungszentren den Fortbestand. Die pauschale Vergütung stationärer Leistungen bietet nach einhelliger Meinung der Vertragspartner eine solide Kalkulationsgrundlage. Die neue Vergütung soll es Kliniken erleichtern, sich wirtschaftlich stabiler aufzustellen und den Fokus auf die sektorenübergreifende Versorgung zu legen. Dies wurde von den beteiligten Vertragspartnern als wesentlicher Schritt zur Sicherung der Versorgung infrastrukturell benachteiligter Regionen betrachtet. Die Entscheidung wird besonders für kleinere Kliniken als Chance zur Anpassung an ein sich wandelndes Gesundheitssystem gesehen. Die Quelle dieser Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.08.2026
Bayern fördert Ansiedlung von Fachärzten zur Schließung von Versorgungslücken
Bayern fördert Neurologen, Rheumatologen und Psychiater, um Versorgungslücken in Franken, Niederbayern und der Oberpfalz zu schließen.
Bayern fördert Neurologen, Rheumatologen und Psychiater, um Versorgungslücken in Franken, Niederbayern und der Oberpfalz zu schließen.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns fördert nun die Niederlassung oder Anstellung von Neurologen, Rheumatologen und Psychiatern. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Bedarf an medizinischem Fachpersonal in bestimmten bayerischen Regionen, insbesondere in Franken, Niederbayern und der Oberpfalz, zu decken. Besondere Anreize werden geschaffen, um die Versorgungslücken in diesen Gebieten zu schließen. Russel Taylor von der 'Aerztezeitung.de' berichtet, dass sich die Förderung auf die Ansiedlung neuer Ärzte konzentriert und deren berufliche Integration in unterversorgten Regionen erleichtert. Angesichts des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen stellt die Initiative ein wichtiges Instrument dar, um die medizinische Versorgung in Bayern zu stärken.
Neue QPR: Regelprüfungen in ambulanter Pflege jetzt früher angekündigt
Pflegeprüfungen nun früher angekündigt: Neue QPR geben ambulanter Pflege zwei Tage Vorlaufzeit für Regelprüfungen zur Entlastung und Entbürokratisierung.
Pflegeprüfungen nun früher angekündigt: Neue QPR geben ambulanter Pflege zwei Tage Vorlaufzeit für Regelprüfungen zur Entlastung und Entbürokratisierung.
Der Medizinische Dienst Bund hat die Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR) für ambulante Pflege- und Betreuungsdienste überarbeitet. Seit dem 30. Juli 2026 müssen Regelprüfungen grundsätzlich zwei Arbeitstage im Voraus angekündigt werden, statt wie bisher nur einen Tag. Diese Änderung basiert auf dem Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP). Das Bundesministerium für Gesundheit genehmigte die überarbeiteten Richtlinien, die für die ambulanten Pflegedienste verbindlich sind. Außer der Ankündigungsfrist wurden keine weiteren inhaltlichen Anpassungen an den QPR vorgenommen. Diese Regelung soll zur Entbürokratisierung im Pflegebereich beitragen. Die Regelprüfungen werden vom Medizinischen Dienst der Pflegekassen durchgeführt, während für privat versicherte Pflegebedürftige CAREPROOF zuständig ist. Die QPR bieten bundesweit einheitliche Maßstäbe zur Bewertung der Pflegequalität.
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