Intensive Blutdrucksenkung auf unter 120 mmHg reduziert Mortalität, birgt jedoch erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen, zeigt aktuelle Metaanalyse.
Intensive Blutdrucksenkung auf unter 120 mmHg reduziert Mortalität, birgt jedoch erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen, zeigt aktuelle Metaanalyse.
Eine aktuelle Metaanalyse von fünf klinischen Studien, die von der "Ärzte Zeitung" berichtet wurde, weist darauf hin, dass eine intensive Blutdrucksenkung auf unter 120 mmHg systolisch effektiver ist als eine Senkung auf 140 mmHg. Diese Strategie korreliert mit einer reduzierten Mortalität und weniger kardiovaskulären Ereignissen. Obwohl die positiven Effekte im Hinblick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich sind, erhöht sich das Risiko für Nebenwirkungen bei einer so intensiven Blutdrucksenkung signifikant. Die Diskussion über das optimale Ziel für den Blutdruck bei Menschen mit erhöhten kardiovaskulären Risiken bleibt also relevant, insbesondere angesichts der potenziellen Herausforderungen durch unerwünschte Nebenwirkungen bei der intensiveren Form der Bluthochdrucktherapie.
EMA veröffentlicht Grippe-Impfstoffempfehlungen für kommende Saison
Die EMA gibt Grippe-Impfstoffempfehlungen für die nächste Saison bekannt, um den Schutz der Bevölkerung vor den Grippewellen zu optimieren.
Die EMA gibt Grippe-Impfstoffempfehlungen für die nächste Saison bekannt, um den Schutz der Bevölkerung vor den Grippewellen zu optimieren.
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat ihre Empfehlungen für die Zusammensetzung der Grippe-Impfstoffe zur Vorbereitung auf die nächste Saison veröffentlicht. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Wirksamkeit der Immunisierungen sicherzustellen und die Bevölkerung vor den jährlichen Grippewellen zu schützen. Die EMA legt dabei besonderen Wert auf die Auswahl der Vakzine-Komponenten, die auf aktuellen epidemiologischen Daten basieren. Informationen über die vollständigen Empfehlungen sind auf der Website der Ärzte Zeitung für registrierte Benutzer zugänglich. Quelle: aerztezeitung.de.
Neue Berufskrankheiten: Bundesrat stimmt Änderungen zu
Der Bundesrat hat der Erweiterung der Berufskrankheiten-Verordnung um drei neue Krankheiten zugestimmt, gültig ab 1. April 2025.
Der Bundesrat hat der Erweiterung der Berufskrankheiten-Verordnung um drei neue Krankheiten zugestimmt, gültig ab 1. April 2025.
Die Bundesregierung hat die Berufskrankheiten-Verordnung um drei neue Berufskrankheiten ergänzt, der Bundesrat stimmte am 14. Februar 2025 zu. Die Änderung tritt am 1. April 2025 in Kraft. Zu den neuen Erkrankungen gehören die Schädigung der Rotatorenmanschette der Schulter durch intensive Belastung, chronische obstruktive Bronchitis einschließlich Emphysem durch Quarzstaub sowie Gonarthrose bei Fußballspielern. Die Ergänzung soll Rechtssicherheit bei der Anerkennung dieser Krankheiten schaffen. Dabei folgen die neuen Einträge den Empfehlungen des Ärztlichen Sachverständigenbeirats beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Bislang konnten diese als "Wie-Berufskrankheiten" anerkannt werden, jetzt bieten sie bei Anerkennung Anspruch auf Heilbehandlung und Rehabilitation durch die gesetzliche Unfallversicherung. Ärzten wird empfohlen, Verdachtsfälle zu melden, während auch Betroffene sich direkt melden können. Die Aufnahme des "Parkinson-Syndroms durch Pestizide" verzögert sich noch aufgrund laufender Klärungen durch den Sachverständigenbeirat.
Studie: Depressionen im Alter verkürzen Leben stärker als Herzkrankheiten
Depressionen im Alter verkürzen das Leben stärker als Herzkrankheiten, wie eine Studie zeigt, die die Behandlung von Depressionen hervorhebt.
Depressionen im Alter verkürzen das Leben stärker als Herzkrankheiten, wie eine Studie zeigt, die die Behandlung von Depressionen hervorhebt.
Eine neue Studie hebt die Bedeutung der Behandlung von Depressionen im Alter hervor, berichtet aerztezeitung.de. Unbehandelte Depressionen können das behinderungsfreie Überleben bei älteren Menschen stärker verkürzen als kardiometabolische Erkrankungen. In der alternden Weltbevölkerung gilt es, ein Leben ohne Demenz und körperliche Behinderung als zentralen gesundheitspolitischen Schwerpunkt zu fördern. Dieser Ansatz könnte durch den gezielten Einsatz von Antidepressiva unterstützt werden, um ein längeres und gesünderes Altern zu ermöglichen.
BGH-Urteil: Zwangsbehandlungen nur im Krankenhaus erlaubt
BGH-Urteil: Ärztliche Zwangsbehandlungen dürfen vorerst nur in Krankenhäusern stattfinden, bis eine gesetzliche Neuregelung erfolgt.
BGH-Urteil: Ärztliche Zwangsbehandlungen dürfen vorerst nur in Krankenhäusern stattfinden, bis eine gesetzliche Neuregelung erfolgt.
Bis zu einer gesetzlichen Neuregelung sind ärztliche Zwangsbehandlungen nur im Krankenhaus erlaubt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden, berichtet die 'Ärzte Zeitung'.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
01.04.2025
GAP-Projekt für bessere Pflegebedingungen bis 2026 verlängert
Das GAP-Projekt für bessere Pflegebedingungen wird aufgrund positiver Ergebnisse bis 2026 verlängert und fördert weiterhin familienfreundliche Arbeitskultur.
Das GAP-Projekt für bessere Pflegebedingungen wird aufgrund positiver Ergebnisse bis 2026 verlängert und fördert weiterhin familienfreundliche Arbeitskultur.
Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Verlängerung des Projekts „Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf“ (GAP) bekanntgegeben. Aufgrund positiver Evaluationsergebnisse wird das GAP-Projekt bis mindestens Mitte 2026 fortgesetzt. Seit 2021 unterstützt das Projekt Langzeitpflegeeinrichtungen, sowohl stationär als auch ambulant, indem erfahrene Pflege-Coaches Herausforderungen identifizieren und maßgeschneiderte Lösungen entwickeln. Diese Lösungen betreffen unter anderem das Ausfallmanagement, die Kommunikation und die Förderung einer familienfreundlichen Unternehmenskultur. Interessierte Pflegeeinrichtungen können sich weiterhin für eine Teilnahme bewerben, wobei im Rahmen des Förderprogramms nach § 8 Abs. 7 SGB XI bis zur Hälfte der Coaching-Kosten bezuschusst werden. Kleine Einrichtungen mit bis zu 25 Mitarbeitern erhalten eine Förderung von bis zu 70 Prozent der Kosten. Bisher haben mehr als 600 Einrichtungen am GAP teilgenommen, wie die AOK angibt.
Internationale Studie: Frühintervention verlängert Leben um Jahrzehnt
Frühintervention bei Herzrisiken: Studie zeigt, dass gezielte Behandlung zwei zentraler Faktoren das Leben um ein Jahrzehnt verlängern kann.
Frühintervention bei Herzrisiken: Studie zeigt, dass gezielte Behandlung zwei zentraler Faktoren das Leben um ein Jahrzehnt verlängern kann.
Ein Drittel aller Todesfälle weltweit gehen auf kardiovaskuläre Ereignisse zurück. Ein internationales Team unter deutscher Leitung hat fünf kardiovaskuläre Risikofaktoren identifiziert und deren Einflüsse untersucht. Die Studie ergab, dass die Behandlung von zwei dieser Risikofaktoren besonders effektiv ist und Menschen dadurch über ein Jahrzehnt länger leben könnten. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten entscheidend sein, um Frühinterventionen zu verbessern und kardiovaskuläre Erkrankungen zu reduzieren, wie aus einem Bericht der "Ärzte Zeitung" hervorgeht.
DiGA-Apps auf Rezept: Erfolg bei Patienten und als Exportschlager
DiGA-Apps auf Rezept feiern mit fast einer Million Nutzern Erfolge und entwickeln sich zudem zum internationalen Exportschlager.
DiGA-Apps auf Rezept feiern mit fast einer Million Nutzern Erfolge und entwickeln sich zudem zum internationalen Exportschlager.
Nahezu eine Million Mal konnten Patienten aller Altersgruppen von den Apps auf Rezept profitieren, wie der DiGA-Report des Spitzenverbands Digitale Gesundheitsversorgung zeigt. Die jüngsten Daten zeigten auch, dass DiGA inzwischen zum Exportschlager avanciert sind. (Quelle: aerztezeitung.de)
„Boom des DiGA-Marktes: 59 Anwendungen verzeichnet, Psyche dominiert“
Der DiGA-Report 2024 zeigt: 59 Apps verzeichnet, Psyche dominiert. Deutsche Gesundheits-Apps sind international gefragt, Zugang soll erleichtert werden.
Der DiGA-Report 2024 zeigt: 59 Apps verzeichnet, Psyche dominiert. Deutsche Gesundheits-Apps sind international gefragt, Zugang soll erleichtert werden.
Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung (SVDGV) hat den DiGA-Report 2024 veröffentlicht, der den nachhaltigen Wachstum des DiGA-Marktes in Deutschland belegt. Ende 2024 verzeichnete das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 59 digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), von denen 38 dauerhaft aufgenommen sind. Die Kategorie „Psyche“ dominiert mit 27 Anwendungen. In 15 Monaten nutzten 374.377 Patienten Freischaltcodes, fast so viele wie von 2020 bis 2023. DiGA sind auch international gefragt; Frankreich und Belgien setzen auf deutsche Modelle. Der SVDGV ruft zur besseren Information von Patienten und Ärzten auf, DiGA in Aus- und Weiterbildung einzubinden. Die Ärzte Zeitung berichtet weiter, dass der SVDGV einen erleichterten Zugang zu DiGA während der neuen Legislaturperiode fordert.
Neue Therapieansätze könnten Lebenserwartung um ein Jahrzehnt steigern
Neue Therapieansätze könnten die Lebenserwartung kardiovaskulärer Patienten um über ein Jahrzehnt erhöhen, indem gezielt zwei Risikofaktoren behandelt werden.
Neue Therapieansätze könnten die Lebenserwartung kardiovaskulärer Patienten um über ein Jahrzehnt erhöhen, indem gezielt zwei Risikofaktoren behandelt werden.
Ein internationales Forscherteam unter deutscher Leitung hat fünf kardiovaskuläre Risikofaktoren hinsichtlich ihres Einflusses auf die Lebenserwartung untersucht. Laut der Ärztezeitung-Rückenmeldung zeigt die Behandlung von zwei spezifischen Faktoren eine besonders hohe Wirksamkeit, die das Potenzial hat, die Lebenserwartung um mehr als ein Jahrzehnt zu verlängern. Kardiovaskuläre Ereignisse sind für ein Drittel der globalen Sterbefälle verantwortlich, was diesen Forschungsansatz umso bedeutsamer macht. Fachkräfte in der Pflege, Angehörige von Risikopatienten und Führungskräfte in medizinischen Einrichtungen könnten von diesen Erkenntnissen profitieren, da sie wertvolle Hinweise für Therapieentscheidungen und Präventionsstrategien liefern.
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