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Digitalisierung und Technologie
04.04.2025
EU-Gesundheitsdatenraum: Herausforderungen bei deutscher Umsetzung
Der EU-Gesundheitsdatenraum stößt in Deutschland auf Herausforderungen wie Infrastruktur und nationale Gesetzgebung, um grenzüberschreitende Datennutzung zu ermöglichen.
Der EU-Gesundheitsdatenraum stößt in Deutschland auf Herausforderungen wie Infrastruktur und nationale Gesetzgebung, um grenzüberschreitende Datennutzung zu ermöglichen.
Der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) zielt darauf ab, die grenzüberschreitende Versorgung und Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten zu ermöglichen. Im Rahmen von EU-Vorbereitungsprojekten wie Xt-EHR und TEHDAS2 werden Standards, Leitlinien und technische Spezifikationen für Datenhalter und Nutzer erstellt. Laut Sebastian C. Semler von der TMF – Technologie- und Methodenplattform für vernetzte medizinische Forschung – stehen jedoch noch Herausforderungen aus, darunter die Infrastruktur für die deutsche EHDS-Anschluss-Architektur, das Opt-Out-Verfahren und das Zusammenspiel mit nationaler Gesetzgebung. Der Austausch auf dem TMF-Jahreskongress sei essenziell, um gemeinsam eine Infrastruktur zu schaffen, die Forschenden, Behörden, Patient:innen und Versorgenden zugutekommt, resümierte TMF-Vorstandsvorsitzender Professor Rainer Röhrig. (Quelle: aerztezeitung.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
04.04.2025
Neues Pflege-CIRS stärkt Pflegesicherheit und verbessert Qualität
Ein neues Pflege-CIRS vom ZQP soll die Pflegesicherheit erhöhen und die Qualität in der Langzeitpflege durch umfassende Berichterstattung und Lernen verbessern.
Ein neues Pflege-CIRS vom ZQP soll die Pflegesicherheit erhöhen und die Qualität in der Langzeitpflege durch umfassende Berichterstattung und Lernen verbessern.
Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat ein neues Berichts- und Lernsystem speziell für die Langzeitpflege ins Leben gerufen, das Pflege-CIRS. Laut ZQP-Expertin Daniela Sulmann bietet dieses digitale Instrument vielversprechende Möglichkeiten zur Erhöhung der Pflegesicherheit. Ziel ist es, Vorkommnisse zu dokumentieren und daraus zu lernen, um die Pflegequalität zu verbessern. Der Austausch von Erfahrungen und Wissen kann zudem den Hausärzten Vorteile bringen, etwa durch eine bessere Kommunikation und Kooperation mit Pflegeeinrichtungen. Diese Neuerung folgt dem Vorbild bestehender Systeme im ärztlichen Bereich und zielt darauf ab, die Patientensicherheit auch in der Pflege weiter zu steigern, wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet.
Videosprechstunden ausgeweitet: Ärzte dürfen bis zu 50% online betreuen
Ärzte können nun bis zu 50% ihrer Patienten online betreuen, da die Grenze für Videosprechstunden ausgeweitet wurde. Auch Nuklearmediziner profitieren.
Ärzte können nun bis zu 50% ihrer Patienten online betreuen, da die Grenze für Videosprechstunden ausgeweitet wurde. Auch Nuklearmediziner profitieren.
Seit April können Ärzte und Psychotherapeuten ihre Patienten in noch größerem Umfang über Videosprechstunden betreuen. Laut Ärzte Zeitung, die sich auf die Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) beruft, ist die vorherige patientenübergreifende Begrenzung für die Bereitstellung von Leistungen in der Videosprechstunde aufgehoben worden. Die Obergrenze von bisher 30 Prozent wurde auf Praxisebene angepasst, sodass jetzt bis zu 50 Prozent der Behandlungsfälle als Videosprechstunde angeboten werden können. Dies betrifft „bekannte“ Patienten, die mindestens einmal in den letzten drei Quartalen einen persönlichen Kontakt hatten. Für unbekannte Patienten bleibt die 30-Prozent-Obergrenze bestehen, bezieht sich jedoch nur auf diese Patienten. Zusätzlich erhalten Ärzte einen Zuschlag, wenn die Behandlung eines bekannten Patienten ausschließlich per Video erfolgt. Änderungen betreffen auch Nuklearmediziner, die erstmals Videosprechstunden durchführen dürfen, sowie Zuschläge für Technik und Authentifizierung, die angepasst wurden.
Ersatzkassen fordern 480.000 Euro von NRW-Pflegediensten zurück
Ersatzkassen fordern 480.000 Euro wegen Abrechnungsfehlern von NRW-Pflegediensten zurück. Besonders betroffen: ambulante Dienste.
Ersatzkassen fordern 480.000 Euro wegen Abrechnungsfehlern von NRW-Pflegediensten zurück. Besonders betroffen: ambulante Dienste.
Im vergangenen Jahr haben die nordrhein-westfälischen Ersatzkassen insgesamt 480.000 Euro aufgrund von Abrechnungsmanipulationen zurückgefordert, berichtet die Ärzte Zeitung. Hauptsächlich betroffen seien dabei ambulante Pflegedienste gewesen. Diese fehlerhaften Abrechnungen führten zu einer intensiven Überprüfung durch die Krankenkassen, welche letztlich die Rückforderungen zur Folge hatten. Die Problematik rund um Abrechnungsfehler ist nicht neu und stellt weiterhin eine Herausforderung im Gesundheitswesen dar. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
03.04.2025
Baden-Württemberg vereinfacht Berufsanerkennung für Gesundheitsfachkräfte
Baden-Württemberg beschleunigt Berufsanerkennung: Gesundheitsfachkräfte profitieren ab sofort von vereinfachten und zentralisierten Verfahren in Stuttgart.
Baden-Württemberg beschleunigt Berufsanerkennung: Gesundheitsfachkräfte profitieren ab sofort von vereinfachten und zentralisierten Verfahren in Stuttgart.
Seit April können Unternehmen in Baden-Württemberg ein beschleunigtes Verfahren rund um Berufsanerkennung und Aufenthaltsrecht für Fachkräfte beantragen. Alle Verfahren in Gesundheitsberufen werden in Stuttgart gebündelt. Diese Maßnahme wird von der Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften Baden-Württemberg koordiniert und soll den Antragsprozess für internationale Fachkräfte erleichtern. Quellen: aerztezeitung.de.
Betablocker bei Diabetikern: Verdoppeltes Hypoglykämie-Risiko zu Beginn
Betablocker können das Hypoglykämie-Risiko bei Diabetikern zu Beginn verdoppeln, warnt eine Studie. Vorsicht bei nichtselektiven Betablockern ist ratsam.
Betablocker können das Hypoglykämie-Risiko bei Diabetikern zu Beginn verdoppeln, warnt eine Studie. Vorsicht bei nichtselektiven Betablockern ist ratsam.
Beginnen Menschen mit Diabetes eine Behandlung mit Betablockern, verdoppelt sich in den ersten Wochen fast das Risiko für Hypoglykämien. Dies ergab eine kanadische Fall-Kontroll-Studie, wie von der "Ärzte Zeitung" berichtet wird. Im weiteren Verlauf der Therapie normalisiert sich dieses Risiko jedoch wieder. Besonders Vorsicht ist bei der Verwendung von nichtselektiven Betablockern geboten, da hier besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig sein könnten.
Körperliches Training stärkt Knochengesundheit bei Frauen ab 70 deutlich
Regelmäßiges Training stärkt Knochengesundheit bei Frauen ab 70 und reduziert Frakturrisiko laut DO-HEALTH-Studie effektiver als Vitamin D oder Omega-3.
Regelmäßiges Training stärkt Knochengesundheit bei Frauen ab 70 und reduziert Frakturrisiko laut DO-HEALTH-Studie effektiver als Vitamin D oder Omega-3.
Regelmäßiges körperliches Training zeigt sich als der entscheidende Faktor zur Verbesserung der Knochengesundheit bei älteren Frauen, insbesondere durch die Reduktion von Wirbelkörperfrakturen. Dies ergab die DO-HEALTH-Studie, die Treppensteigen, Kniebeugen und Gleichgewichtsübungen als effektive Trainingsformen benennt. Diese können einfach zuhause durchgeführt werden und erweisen sich als hilfreicher als die Einnahme von Vitamin D oder Omega-3-Fettsäuren. Die Ärzte Zeitung berichtete, dass Frauen ab 70 von diesen Übungen besonders profitieren können, da sie zu einer signifikanten Stärkung der Knochenstruktur führen und dadurch das Frakturrisiko mindern.
Betriebe vernachlässigen das Potenzial des Betrieblichen Eingliederungsmanagements, was insbesondere älteren kranken Mitarbeitern schadet, warnen Experten.
Betriebe vernachlässigen das Potenzial des Betrieblichen Eingliederungsmanagements, was insbesondere älteren kranken Mitarbeitern schadet, warnen Experten.
Die Chancen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) werden noch nicht vollumfänglich ausgeschöpft, was sowohl Mitarbeitern als auch Betrieben schadet, so das Fazit auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) in Wuppertal. Besonders die Wiedereingliederung älterer kranker Mitarbeiter bleibe eine Großbaustelle, die dringender Aufmerksamkeit bedarf. Experten diskutierten, dass BEM nicht nur rechtliche Verpflichtung, sondern ein wichtiges Instrument zur Förderung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter ist, wenn es effektiv umgesetzt wird. Die Veranstaltung verdeutlichte den Handlungsbedarf, Betriebe und Mitarbeitende gleichermaßen von einem umfassenden Eingliederungsmanagement profitieren zu lassen. Quelle: aerztezeitung.de
Studie: Deutsche Gesundheitskompetenz sinkt weiter, Kosten explodieren
Deutsche Gesundheitskompetenz sinkt weiter: Studie zeigt, dass nur 25% sich gut in Gesundheitsfragen auskennen. Resultierende Mehrkosten betragen bis zu 24 Mrd. Euro.
Deutsche Gesundheitskompetenz sinkt weiter: Studie zeigt, dass nur 25% sich gut in Gesundheitsfragen auskennen. Resultierende Mehrkosten betragen bis zu 24 Mrd. Euro.
Die Gesundheitskompetenz der deutschen Bevölkerung hat sich einer Studie der Technischen Universität München zufolge auf ohnehin niedrigem Niveau weiter verschlechtert. Nur noch 25 Prozent der Erwachsenen finden sich gut im Dickicht gesundheitsrelevanter Informationen zurecht. 75 Prozent haben erhebliche Schwierigkeiten, Informationen über Prävention oder Krankheitsbehandlungen zu finden, zu verstehen und auf ihre Lebenssituation anzuwenden, so die Studie in Zusammenarbeit mit der "Apotheken Umschau" (aerztezeitung.de). Die daraus resultierenden Mehrkosten beliefen sich 2022 auf bis zu 24 Milliarden Euro. Dies liegt daran, dass Menschen mit geringer Gesundheitskompetenz häufiger krank sind und Behandlungsempfehlungen seltener folgen. Laut WHO schätzen sich die Folgekosten solcher Defizite auf drei bis fünf Prozent der Gesamtausgaben im Gesundheitswesen. Die Studienautoren fordern von der Politik Maßnahmen wie Gesundheitsbildung und die Förderung der Medienkompetenz.
ePA zeigt Potenzial, erfordert aber weitere Anpassungen vor Einführung
Die ePA zeigt vielversprechende Ergebnisse, dennoch sind noch Anpassungen nötig, um landesweit effizient genutzt zu werden. Insights für Pflegekräfte und Führungskräfte.
Die ePA zeigt vielversprechende Ergebnisse, dennoch sind noch Anpassungen nötig, um landesweit effizient genutzt zu werden. Insights für Pflegekräfte und Führungskräfte.
Der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) berichtet, dass die elektronische Patientenakte (ePA) in den Modellregionen sowohl stabil als auch nutzenstiftend erprobt wurde. Trotz der positiven Rückmeldungen identifiziert der Verband noch Herausforderungen, die es vor einer landesweiten Einführung der ePA zu meistern gilt. Diese Einsichten sind von besonderem Interesse für Fachkräfte in der Pflege sowie für Führungskräfte von Altenheimen und Pflegediensten, da die ePA eine besser vernetzte Versorgung und effizientere Pflegeprozesse verspricht. Die Quelle der Informationen ist die "Ärzte Zeitung".
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