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Pflegepolitik und Recht
10.04.2025
G-BA leitet Stellungnahmeverfahren für Rivaroxaban-Festbeträge ein
Der G-BA startet das Stellungnahmeverfahren zur Festbetragsbildung für das Arzneimittel Rivaroxaban, um Preisregulierungen zu überprüfen.
Der G-BA startet das Stellungnahmeverfahren zur Festbetragsbildung für das Arzneimittel Rivaroxaban, um Preisregulierungen zu überprüfen.
Am 8. April 2025 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, ein Stellungnahmeverfahren zur Festbetragsgruppenbildung für das Arzneimittel Rivaroxaban, Gruppe 1, in Stufe 1, einzuleiten. Der Beschluss, der gemäß der Arzneimittel-Richtlinie und Anlage IX erfolgt, trat mit sofortigem Inkrafttreten des Datums in Kraft. Die relevanten Dokumente, einschließlich des Beschlusstexts und der tragenden Gründe, sind als PDF-Dokumente verfügbar. Dies berichtete der G-BA auf seiner offiziellen Webseite.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.04.2025
G-BA startet Aktualisierung der Arzneimittel-Richtlinie für Biosimilars
Der G-BA startet die Aktualisierung der Richtlinie für Biosimilars, um medizinische Standards zu wahren. Experten sind zur Stellungnahme aufgefordert.
Der G-BA startet die Aktualisierung der Richtlinie für Biosimilars, um medizinische Standards zu wahren. Experten sind zur Stellungnahme aufgefordert.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 8. April 2025 ein Stellungnahmeverfahren zur Aktualisierung der Arzneimittel-Richtlinie, insbesondere der Anlage VIIa, eingeleitet. Dabei handelt es sich um eine Überarbeitung der Regelungen für biotechnologisch hergestellte biologische Referenzarzneimittel und Biosimilars. Dieser Schritt erfolgt im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung und Anpassung der Richtlinien, um den aktuellen medizinischen Standards und wissenschaftlichen Erkenntnissen gerecht zu werden. Der G-BA, das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, ist hierfür verantwortlich. Die Bekanntmachung des Verfahrens sowie die tragenden Gründe zum Beschluss wurden auf der Webseite des G-BA veröffentlicht. Experten und Stakeholder sind nun eingeladen, ihre Stellungnahmen abzugeben. Der Beschluss tritt mit dem Datum der Beschlussfassung in Kraft. Quellenangabe: g-ba.de.
Diabetologen fordern Standards für CGM bei Typ-2-Diabetes
Diabetologen fordern einheitliche CGM-Standards für Typ-2-Diabetiker, um die Behandlungsergebnisse durch bessere Blutzuckerkontrolle zu optimieren.
Diabetologen fordern einheitliche CGM-Standards für Typ-2-Diabetiker, um die Behandlungsergebnisse durch bessere Blutzuckerkontrolle zu optimieren.
Das kontinuierliche Glukose-Monitoring (CGM) etabliert sich verstärkt auch bei Menschen mit Typ-2-Diabetes. Trotz der offensichtlichen Vorteile in der Handhabung des Blutzucker-Managements gibt es noch Herausforderungen. Diabetologen drängen auf einheitliche Qualitätsstandards, um die Technologie effizienter nutzen zu können. Die Ärzte Zeitung betont, dass eine standardisierte Anwendung essentiell für die Verbesserung der Behandlungsergebnisse ist.
Koalition plant Pflegereform und Einführung eines Primärarztsystems
Die Regierungsparteien planen eine Pflegereform und Einführung eines Primärarztsystems, um die Patientensteuerung zu verbessern und Pflegestrukturen zu optimieren.
Die Regierungsparteien planen eine Pflegereform und Einführung eines Primärarztsystems, um die Patientensteuerung zu verbessern und Pflegestrukturen zu optimieren.
CDU, CSU und SPD werden die nächste Bundesregierung bilden, nachdem die Parteien sich auf einen Koalitionsvertrag verständigt haben, der Reformen im Gesundheitswesen vorsieht, berichtet die Ärzte Zeitung. Dazu gehört unter anderem die Einführung eines Primärarztsystems, um die Patientensteuerung zu verbessern. Zudem plant die Koalition, das Honorarsystem der niedergelassenen Ärzte durch Jahrespauschalen zu ergänzen, um die Anzahl nicht bedarfsgerechter Arzt-Patienten-Kontakte zu reduzieren. Im Bereich der Pflege plant die neue Bundesregierung eine umfassende Pflegereform. Dabei soll eine Minister-Arbeitsgruppe Vorschläge zur Verbesserung des Sozialversicherungszweigs erarbeiten. Eine neue Strukturtransparenz bei Medizinischen Versorgungszentren wird ebenfalls angestrebt, um die Kontrolle über die Eigentümerstruktur zu verbessern. Abschließend wird eine Untersuchung zur Corona-Pandemie und deren Bewältigung angekündigt, um Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse ziehen zu können.
Tino Sorge wird Bundesgesundheitsminister: CDU und SPD einigen sich
Tino Sorge wird neuer Bundesgesundheitsminister. CDU und SPD einigen sich auf den Magdeburger, der Reformen im Gesundheitssystem plant.
Tino Sorge wird neuer Bundesgesundheitsminister. CDU und SPD einigen sich auf den Magdeburger, der Reformen im Gesundheitssystem plant.
Der CDU-Politiker Tino Sorge aus Magdeburg soll neuer Bundesgesundheitsminister werden. Union und SPD haben sich am Mittwoch darauf verständigt, nachdem beide einen gemeinsamen Koalitionsvertrag abgeschlossen haben. Er plant unter anderem die Einführung eines „verbindlichen Primärarztsystems“. Sorge, der sich als gesundheitspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion einen Namen gemacht hat, ist ein CDU-Mitglied mit langer Parteikarriere. Nach dem juristischen Staatsexamen arbeitete er als Wirtschaftsanwalt und war als wissenschaftlicher Referent und im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft Sachsen-Anhalt tätig. Bereits 1993 trat er der Jungen Union bei und gehört dem Bundestag seit 2013 an. Seine Ambitionen für das Ministeramt hat er nie verheimlicht, wie er im Sommer 2023 in einem Interview mit der „Ärzte Zeitung“ angedeutet hatte.
BSG bestätigt Notfallregelung, fordert Anpassungen für Kliniken
Das BSG bestätigt Notfallvorgaben des G-BA, fordert jedoch Anpassungen: 355 Kliniken betroffen, 60-Euro-Abzüge seit 2019 müssen klarer geregelt werden.
Das BSG bestätigt Notfallvorgaben des G-BA, fordert jedoch Anpassungen: 355 Kliniken betroffen, 60-Euro-Abzüge seit 2019 müssen klarer geregelt werden.
Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einer Revisionsverhandlung die seit Mai 2018 geltenden Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Notfallversorgung bestätigt, den G-BA jedoch zu Anpassungen verpflichtet. Bisher mussten Krankenhäuser, die keiner der drei Notfallstufen zugeordnet werden, Abschläge akzeptieren. Das BSG forderte nun, eine eigenständige Kategorie für Nichtteilnahme zu definieren, die als Rechtsgrundlage für die Abzugspraxis dient. Rund 355 der knapp 1.900 Kliniken sind betroffen und müssen seit Januar 2019 pauschal 60 Euro von Abrechnungen mit Krankenkassen abziehen. Das BSG bestätigte dies im Grundsatz, forderte aber eine detaillierte Regelung durch den G-BA. Diese Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Abrechnungspraktiken der betroffenen Kliniken haben. (Quelle: aok.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
09.04.2025
NAVIGATION-Projekt: Barrierenabbau in der Versorgung durch Primärzentren
Das NAVIGATION-Projekt testet in Berlin und Hamburg, wie Primärversorgungszentren Barrieren abbauen und mehr Gerechtigkeit im Gesundheitswesen schaffen können.
Das NAVIGATION-Projekt testet in Berlin und Hamburg, wie Primärversorgungszentren Barrieren abbauen und mehr Gerechtigkeit im Gesundheitswesen schaffen können.
Das Innovationsfondsprojekt NAVIGATION erprobt derzeit in Berlin und Hamburg, wie Primärversorgungszentren Barrieren in der ambulanten Versorgung abbauen können. Ziel ist es, durch diese Zentren eine größere gesellschaftliche Gerechtigkeit im Gesundheitswesen zu erreichen. In den sozioökonomisch benachteiligten Stadtteilen Veddel in Hamburg und Neukölln in Berlin werden 580 Patientinnen und Patienten von April 2025 bis März 2027 an diesem Projekt teilnehmen. Die Versorgung wird von einem berufs- und sektorenübergreifenden Team durchgeführt. Neu ist, dass Community Health Nurses nun die klinische Leitung übernehmen. Sie unterstützen die Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch bei sozialen und bürokratischen Herausforderungen. Matthias Mohrmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, betont die breitere Patientengruppe, die dadurch erreicht wird. Weitere Partner des Projekts sind unter anderem die Charité Berlin und die Frankfurt University of Applied Sciences. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Verzögerte TI-Anbindung: Pflegeeinrichtungen vor unklarem Startdatum
Pflegeeinrichtungen in der Schwebe: Die Anbindung an die Telematikinfrastruktur bleibt unklar, während die Frist zur Einführung der ePA näherrückt.
Pflegeeinrichtungen in der Schwebe: Die Anbindung an die Telematikinfrastruktur bleibt unklar, während die Frist zur Einführung der ePA näherrückt.
Drei Monate vor dem Fristende zur Anbindung des Pflegesektors an die Telematikinfrastruktur (TI) scheint das Ziel kaum mehr erreichbar zu sein, berichtet die Ärzte Zeitung. Auf der IT-Messe DMEA wurde diskutiert, dass auch die Ärzteschaft maßgeblich zu den Verzögerungen beiträgt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach äußerte sich zudem nicht konkret zu einem Starttermin der elektronischen Patientenakte (ePA), sondern sprach lediglich von einer bevorstehenden Hochlaufphase. Die unklare Terminlage beeinflusst gleichermaßen die Planungen der medizinischen Versorgung, da sowohl elektronische als auch organisatorische Umstellungen für eine reibungslose Einführung gefordert sind. Dieses Thema betrifft insbesondere Pflegeeinrichtungen und steht im Spannungsfeld mit den Erwartungen an digitale Fortschritte im Gesundheitswesen.
G-BA genehmigt IQTIG-Bericht zur Psychiatrie-Personalstruktur 2024
Der G-BA hat den IQTIG-Bericht zur Psychiatrie-Personalstruktur für 2024 genehmigt. Er liefert wichtige Daten zur Personalbesetzung und Qualitätssicherung.
Der G-BA hat den IQTIG-Bericht zur Psychiatrie-Personalstruktur für 2024 genehmigt. Er liefert wichtige Daten zur Personalbesetzung und Qualitätssicherung.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat den Bericht des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) für das dritte Quartal 2024 zur Strukturabfrage gemäß der Psychiatrie-Personalrichtlinie (PPP-RL) freigegeben. Der Beschluss, der am 2. April 2025 gefasst wurde, trat mit dem Beschlussdatum in Kraft. Der Bericht liefert wesentliche Daten zur Personalbesetzung in der Psychiatrie und dient der Qualitätssicherung in stationären Einrichtungen. Diese Strukturabfragen sind Teil der kontinuierlichen Bemühungen des G-BA, die Versorgungssicherheit und Qualität in deutschen Kliniken zu gewährleisten. Weitere Details sind in der veröffentlichten Richtlinie enthalten. (Quelle: g-ba.de)
Gewichtsreduktion mit Semaglutid: Risiko von Muskelabbau steigt
Semaglutid-Therapien: Gewichtsverlust birgt Risiko für Muskelabbau, warnt Professor Martin. Gefahr von Sarkopenie steigt.
Semaglutid-Therapien: Gewichtsverlust birgt Risiko für Muskelabbau, warnt Professor Martin. Gefahr von Sarkopenie steigt.
In der Ärzte Zeitung äußerte sich Professor Stephan Martin zu den Auswirkungen von Gewichtsreduktionstherapien mit Semaglutid oder Tirzepatid. Neben dem Verlust von Fettgewebe kommt es bei den Anwendern auch zu einem Abbau von Muskelmasse, was das Risiko für Sarkopenie und damit verbundene Erkrankungen steigert.
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