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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.04.2025
Dr. Sitte fordert mehr Menschlichkeit im Medizinstudium
Dr. Sitte mahnt zu mehr Menschlichkeit im Medizinstudium und fordert eine stärkere Einbindung ethischer Themen von der Schule bis zur Hochschulbildung.
Dr. Sitte mahnt zu mehr Menschlichkeit im Medizinstudium und fordert eine stärkere Einbindung ethischer Themen von der Schule bis zur Hochschulbildung.
Dr. Thomas Sitte, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Palliativstiftung, hat sich für mehr Menschlichkeit im Medizinstudium ausgesprochen. Bei einer Podiumsdiskussion in Berlin kritisierte er, dass derzeit hauptsächlich Leitlinien abgearbeitet würden und die menschliche Komponente im Studium zu kurz käme. „Die Ausbildung geht noch nicht dahin, dass wir Menschen menschlich behandeln“, so Sitte. Er forderte, dass Ethik und Religionsunterricht bereits in der Schule beginnen sollten und sich durch das gesamte Studium ziehen. Auch die Debatte um Suizidbeihilfe müsse laut Professor Stephan Rixen, Direktor des Instituts für Staatsrecht an der Universität zu Köln, fortgesetzt werden, um eine Kultur der Lebensbejahung zu fördern. Michael Brand, CDU-Bundestagsabgeordneter, sprach sich für eine sensible Debatte aus und betonte die Notwendigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, um verzweifelten Menschen beizustehen, ohne ihnen das Leben zu nehmen. Die Quelle für diese Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Kreiskrankenhaus Prenzlau erhält 4 Mio. Euro zur Insolvenzabwehr
4 Mio. Euro vom Landkreis Uckermark retten das Kreiskrankenhaus Prenzlau vor der Insolvenz und sichern die Zukunft des Medizinisch-Sozialen Zentrums Uckermark.
4 Mio. Euro vom Landkreis Uckermark retten das Kreiskrankenhaus Prenzlau vor der Insolvenz und sichern die Zukunft des Medizinisch-Sozialen Zentrums Uckermark.
Der Landkreis Uckermark hat beschlossen, das Kreiskrankenhaus in Prenzlau mit vier Millionen Euro zu unterstützen, um seine aktuelle Struktur zu bewahren. Dies wurde bei einem Abstimmungstermin der Gesellschafter der „Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG)“ bekannt gegeben, einer kommunalen Gesellschaft, die den Kreisen Barnim und Uckermark sowie der Stadt Eberswalde gehört und Trägerin mehrerer Krankenhäuser und Einrichtungen ist. Die finanzielle Unterstützung ermöglicht es, eine drohende Insolvenz der GLG-Beteiligungsgesellschaft Medizinisch-Soziales Zentrum Uckermark (MSZ), zu der auch die Krankenhäuser in Angermünde und Prenzlau gehören, abzuwenden. Der Kreistag Uckermark hat diese Mittel für 2025 und 2026 bewilligt, um die wirtschaftliche Stabilität des MSZ wiederherzustellen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
11.04.2025
G-BA sucht innovative Themen für Förderjahr 2026: Einreichungen bis Juni 2025 möglich
Der G-BA sucht innovative Themen für das Jahr 2026, Einreichungen bis Juni 2025; Fokus auf neue Versorgungsformen und Forschung.
Der G-BA sucht innovative Themen für das Jahr 2026, Einreichungen bis Juni 2025; Fokus auf neue Versorgungsformen und Forschung.
Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat mit der Suche nach versorgungsrelevanten Themenvorschlägen für das Förderjahr 2026 begonnen. Ziel ist es, viele inhaltliche Ideen in die neuen Förderbekanntmachungen einzubringen. Themenvorschläge können sich auf neue Versorgungsformen und die Versorgungsforschung beziehen, wobei medizinische Leitlinien vom Bundesministerium für Gesundheit festgelegt werden. Das Konsultationsverfahren eröffnet Wissenschaftlern, Verbänden und Patientenorganisationen die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen, die die Relevanz und den Verbesserungsbedarf begründen. Diese Vorschläge fließen in die Themenfestlegung ein, wobei die wortwörtliche Übernahme eher selten ist. Einreichungen sind bis zum 20. Juni 2025 möglich. Seit 2016 fördert der Innovationsausschuss mit Mitteln des Innovationsfonds neue Ansätze für die gesetzliche Krankenversicherung (Quelle: g-ba.de).
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
11.04.2025
Innovativer Versorgungsansatz: Mehr Eigenständigkeit für psychisch Erkrankte
Innovativer Ansatz: Multiprofessionelle Teams fördern Eigenständigkeit psychisch Erkrankter durch vernetzte Versorgung und zeigen beeindruckende Ergebnisse.
Innovativer Ansatz: Multiprofessionelle Teams fördern Eigenständigkeit psychisch Erkrankter durch vernetzte Versorgung und zeigen beeindruckende Ergebnisse.
Schwer psychisch erkrankte Erwachsene benötigen individuelle Versorgungsangebote, welche regelmäßig überprüft und angepasst werden müssen. Ein solches Angebot hat der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erfolgreich erprobt. Multiprofessionelle Teams unterstützen hierbei die Betroffenen und vernetzen die Behandlung zu passgenauen Hilfen. Die intensive Betreuung befähigte die Patienten, zunehmend selbständig und eigenverantwortlich zu leben. Der Ausschuss empfiehlt, diese Erkenntnisse für die Gesundheitsversorgung zu nutzen und schlägt vor, gesetzliche Anpassungen zu prüfen, um solche vernetzten Versorgungsansätze realisieren zu können. Die wissenschaftliche Begleitstudie zeigt verbessertes Empowerment und Zufriedenheit der Teilnehmer und ihrer Angehörigen. Der G-BA wird gebeten, die Projektergebnisse bei der Überarbeitung bestehender Richtlinien zu berücksichtigen. Alle relevanten Ministerien sind aufgefordert, innerhalb eines Jahres Rückmeldungen zu geben, wie mit diesen Ergebnissen umgegangen wird. (Quelle: g-ba.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.04.2025
Sachsen: Modellprojekt stärkt ärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten
Modellprojekt in Sachsen verbessert die Gesundheitsversorgung auf dem Land, indem nichtärztliches Personal delegationsfähige Aufgaben übernimmt.
Modellprojekt in Sachsen verbessert die Gesundheitsversorgung auf dem Land, indem nichtärztliches Personal delegationsfähige Aufgaben übernimmt.
Im sächsischen Niedercunnersdorf hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) ein neues Modellprojekt zur hausärztlichen Versorgung initiiert, das speziell auf ländliche Regionen zugeschnitten ist. In diesem Projekt übernimmt nichtärztliches Personal die Betreuung von Patienten und führt delegationsfähige Leistungen durch. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die medizinische Betreuung in der Oberlausitz effizienter zu gestalten und den Ärztemangel in ländlichen Gebieten zu kompensieren. Sources: aerztezeitung.de.
STIKO empfiehlt neuen mRNA-Impfstoff gegen RSV für über 60-Jährige
Die STIKO empfiehlt erstmals einen mRNA-Impfstoff gegen RSV für über 60-Jährige, um schwere Erkrankungsverläufe zu verhindern und das Gesundheitssystem zu entlasten.
Die STIKO empfiehlt erstmals einen mRNA-Impfstoff gegen RSV für über 60-Jährige, um schwere Erkrankungsverläufe zu verhindern und das Gesundheitssystem zu entlasten.
Die STIKO hat entschieden, nun auch einen mRNA-Impfstoff zur Prävention von RSV-Infektionen für Personen ab 60 Jahren zu empfehlen. Neben den zwei bisher empfohlenen Vakzinen steht damit in Deutschland eine dritte Option zum Schutz älterer Menschen gegen das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) zur Verfügung, wie die "Ärzte Zeitung" berichtet. Dies könnte ein wichtiger Schritt sein, um die Zahl schwerer Verläufe der Erkrankung in älteren Bevölkerungsgruppen zu reduzieren und das Gesundheitssystem zu entlasten. Die Anpassung der Impfempfehlung zeigt, wie wichtig es ist, auf neue wissenschaftliche Erkentnisse zu reagieren und die Präventionsstrategien entsprechend anzupassen.
Hitzeprävention: Bayerische Ärzte fordern lokale Schutzbündnisse
Bayerische Ärzte drängen auf lokale Hitzeschutzbündnisse, um mit gezielten Maßnahmen wie kühlen Rückzugsorten die steigenden Temperaturen zu bewältigen.
Bayerische Ärzte drängen auf lokale Hitzeschutzbündnisse, um mit gezielten Maßnahmen wie kühlen Rückzugsorten die steigenden Temperaturen zu bewältigen.
Mit den steigenden Temperaturen wird die Frage nach wirksamem Hitzeschutz in Landkreisen und Kommunen dringlicher, insbesondere unter der Beteiligung von Ärzten. Im Rahmen einer Diskussionsrunde der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) in München wurde dies thematisiert, bei der unter anderem Professor Harald Lesch und Dr. Martin Herrmann sprachen. Professor Lesch bezeichnete die Energiewende als das größte Gesundheitsprojekt unserer Zeit und betonte die Notwendigkeit von Konzepten zur Hitzeprävention. Dr. Herrmann äußerte, dass man auf Hitzekatastrophen bisher unzureichend vorbereitet sei und forderte, Hitzeschutz in Stadt- und Landschaftsplanung zu integrieren. BLÄK-Präsident Dr. Gerald Quitterer forderte die Gründung lokaler Hitzeschutzbündnisse, um gezielte Maßnahmen wie die Einrichtung kühler Rückzugsorte und die Anpassung von Lüftungsstrategien umzusetzen. Dr. Marc Block aus Ebersberg erläuterte, wie ein lokales Hitzeaktionsbündnis durch Netzwerke von Institutionen und Personen erfolgreich umgesetzt werden kann. (Quelle: aerztezeitung.de)
Experten kritisieren fehlende Maßnahmen im Koalitionsvertrag zur Pflegeversicherung
Experten kritisieren fehlende Kostenbegrenzung im Koalitionsvertrag und warnen vor steigenden Beitragssätzen durch aufgeschobene Reformen der Pflegeversicherung.
Experten kritisieren fehlende Kostenbegrenzung im Koalitionsvertrag und warnen vor steigenden Beitragssätzen durch aufgeschobene Reformen der Pflegeversicherung.
Im neuen Koalitionsvertrag der Union und SPD fehlen laut dem BARMER-Vorstandschef, Professor Christoph Straub, vollständig ausgabenbegrenzende Maßnahmen, während Ankündigungen zur Lösung versicherungsfremder Leistungen unverändert bleiben. Straub kritisierte die Entscheidung der Regierung, die dringenden finanziellen Probleme der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung nicht direkt anzugehen, sondern diese bis 2027 zu verzögern. Dies, so Straub, könnte die Beitragssätze weiter erhöhen. Auch IKK-Geschäftsführer Jürgen Hohnl zeigte Unmut, da von einst geplanten Maßnahmen zur Stabilisierung der Sozialversicherungen im Vertrag kaum etwas zu finden ist. Beide Experten warnen vor den Folgen dieser Untätigkeit, berichtet die Ärzte Zeitung.
Harnblasenkarzinom: S3-Leitlinie mit Neuerungen in Therapie und Nachsorge
Aktualisierte S3-Leitlinie: Harnblasenkarzinom-Therapie und -Nachsorge mit Neuerungen in Diagnostik und perioperativer Rehabilitation.
Aktualisierte S3-Leitlinie: Harnblasenkarzinom-Therapie und -Nachsorge mit Neuerungen in Diagnostik und perioperativer Rehabilitation.
Die S3-Leitlinie zum Harnblasenkarzinom wurde aktualisiert, wie aus einem Bericht der „Ärzte Zeitung“ hervorgeht. Die neuen Empfehlungen betreffen die Bereiche Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Besonders hervorgehoben wurden Änderungen im Abschnitt zur perioperativen Therapie und Rehabilitation. Diese Aktualisierungen zielen darauf ab, die Behandlungsergebnisse für Patienten zu verbessern und setzen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse um. Fachkräfte aus der Onkologie und Urologie sollten sich mit diesen Änderungen vertraut machen, um eine optimale Patientenversorgung sicherzustellen. Angehörige von Betroffenen können sich ebenfalls informieren, um die medizinischen Entscheidungen besser zu verstehen.
Kritik an Koalitionsvertrag: Fehlende Maßnahmen für GKV-Finanzierung
Kritik an Koalitionsvertrag: Fehlende Maßnahmen für GKV-Finanzierung alarmieren Barmer-Chef Straub. Handlungsspielraum der Städte bedroht.
Kritik an Koalitionsvertrag: Fehlende Maßnahmen für GKV-Finanzierung alarmieren Barmer-Chef Straub. Handlungsspielraum der Städte bedroht.
Im Koalitionsvertrag von Union und SPD fehlen laut dem Chef der BARMER Krankenkasse, Professor Christoph Straub, ausgabenbegrenzende Eingriffe für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) völlig. Die geplanten Kompensationen versicherungsfremder Leistungen bleiben auf Ankündigungen beschränkt. Eine Anpassung des Bundeszuschusses oder zusätzliche Entlastungen durch steuerfinanzierte Leistungen sind nicht vorgesehen. Stattdessen wird eine Kommission mit Experten und Sozialpartnern eingesetzt, deren Ergebnisse erst 2027 erwartet werden. Auch der Präsident des Deutschen Städtetags, Markus Lewe, äußerte sich beunruhigt über das Defizit von rund 25 Milliarden Euro in kommunalen Haushalten. Die Fortsetzung der Krankenhausreform und die Schließung der Finanzlücke der Kliniken seien entscheidend, um den Handlungsspielraum der Städte zu sichern. Die Koalition wird von Seiten der GKV angesichts des Handlungsdrucks zu raschem Handeln gedrängt. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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