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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
22.04.2025
G-BA erreicht Rekord bei Projektideen für neue Versorgungsformen
G-BA verzeichnet Rekord: 156 Ideen für neue Versorgungsformen eingereicht. Entscheidungen über Förderungen folgen Ende 2025.
G-BA verzeichnet Rekord: 156 Ideen für neue Versorgungsformen eingereicht. Entscheidungen über Förderungen folgen Ende 2025.
Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) verzeichnete einen neuen Rekord bei eingereichten Projektideen für neue Versorgungsformen. Bis zur Frist am 15. April 2025 gingen insgesamt 156 Ideenskizzen ein. Der Ausschuss wird im vierten Quartal 2025 entscheiden, zu welchen dieser Ideen ein Vollantrag ausgearbeitet werden kann. Die Konzeptentwicklungsphase eines solchen Antrags wird mit bis zu 75.000 Euro gefördert. Die Skizzen verteilen sich auf Themen wie die Einbindung von KI-Systemen in Versorgungsstrukturen, Stärkung der Kinder- und Jugendgesundheit sowie Frauengesundheit. Diese Förderbekanntmachungen wurden am 24. Januar 2025 veröffentlicht. Der G-BA erhofft sich durch diese Projekte signifikante Versorgungsverbesserungen, die eine flächendeckende medizinische Anwendung ermöglichen könnten. Weitere Details zu den Projekten und der Arbeit des Innovationsausschusses finden Interessierte auf der Webseite des Ausschusses. (Quelle: g-ba.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
22.04.2025
G-BA beschließt Festbetragsgruppe für Pregabalin nach § 35 SGB V
Der G-BA hat am 17. April 2025 die Festbetragsgruppe für Pregabalin festgelegt, Details sind noch nicht in Kraft. Mehr Infos über die G-BA-Richtlinien-Anlage IX.
Der G-BA hat am 17. April 2025 die Festbetragsgruppe für Pregabalin festgelegt, Details sind noch nicht in Kraft. Mehr Infos über die G-BA-Richtlinien-Anlage IX.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17. April 2025 einen Beschluss zur Festbetragsgruppenbildung nach § 35 SGB V für das Arzneimittel Pregabalin gefasst. Diese Entscheidung betrifft Gruppe 1 des Medikaments in Stufe 1 der Arzneimittel-Richtlinie, wie auf der offiziellen Webseite des G-BA berichtet wird. Der Beschluss ist noch nicht in Kraft getreten. Die vollständigen tragenden Gründe zu diesem Beschluss sowie die zusammenfassende Dokumentation stehen als PDF-Dokumente zur Verfügung. Weitere Informationen sind über die Richtlinien-Anlage IX zu erhalten, zuständig ist der Unterausschuss für Arzneimittel des G-BA.
Prävention statt Therapie: Dekubitus-Prophylaxe als Priorität anerkannt
Dekubitus-Prävention gewinnt an Bedeutung: Ein Cochrane-Review hebt hervor, wie wichtig Vorsorgemaßnahmen sind, um Druckgeschwüre effektiv zu verhindern.
Dekubitus-Prävention gewinnt an Bedeutung: Ein Cochrane-Review hebt hervor, wie wichtig Vorsorgemaßnahmen sind, um Druckgeschwüre effektiv zu verhindern.
Ein aktueller Cochrane-Review betont die herausragende Bedeutung der Prävention von Druckgeschwüren, da zahlreiche gegenwärtige Therapiemethoden als kaum oder gar nicht evident eingestuft werden. Angesichts dieser Erkenntnis wird die Notwendigkeit proaktiver Maßnahmen zur Vermeidung von Dekubitus unterstrichen. Diesem Thema widmet sich ein Überblick, der verschiedene Ansätze und Möglichkeiten der Prophylaxe aufzeigt. Quelle: aerztezeitung.de
Digitale Vision fehlt: ePA und TI-Messenger brauchen klare Zukunftsstrategie
Dem deutschen Gesundheitswesen fehlt eine klare digitale Vision und Strategie für ePA und TI-Messenger, um den Wandel entscheidend voranzutreiben.
Dem deutschen Gesundheitswesen fehlt eine klare digitale Vision und Strategie für ePA und TI-Messenger, um den Wandel entscheidend voranzutreiben.
Mit der elektronischen Patientenakte (ePA) und dem TI-Messenger verfügt das deutsche Gesundheitswesen im Prinzip über die notwendigen Mittel, um den digitalen Wandel zu initiieren. Allerdings fehlt es weiterhin an einer überzeugenden positiven Vision, die eine vollständig digital gestützte Versorgung in der Zukunft klar beschreibt. Die aktuellen Entwicklungen sind ein Schritt in die neue Richtung, allerdings werden noch immer zahlreiche Hindernisse und Herausforderungen in der praktischen Umsetzung gesehen. Ein positives Zukunftsbild und konkrete Lösungen zur Integration neuer digitaler Werkzeuge in die tägliche Praxis könnten den Fortschritt entscheidend vorantreiben. Dies geht aus einem Kommentar zur Positionierung der Telemedizin in der künftigen Versorgungslandschaft hervor, berichtet die „Ärzte Zeitung“.
Long-COVID: Hohe psychische Belastung für Betroffene bestätigt
Ein Review zeigt: Long-COVID führt oft zu Depressionen und Stress. Ein Viertel der Betroffenen leidet an Depressionen, ein Fünftel hat Suizidgedanken.
Ein Review zeigt: Long-COVID führt oft zu Depressionen und Stress. Ein Viertel der Betroffenen leidet an Depressionen, ein Fünftel hat Suizidgedanken.
Ein umfangreicher Überblick von 94 Studien hat ergeben, dass Menschen mit Long-COVID häufig unter Depressionen, Stress und Angstsymptomen leiden. Laut der Ärztezeitung sind etwa ein Viertel der Betroffenen von Depressionen betroffen und fast ein Fünftel berichtet über Suizidgedanken. Die Veröffentlichung hebt hervor, dass besonders zwei Gruppen anfällig für diese psychischen Belastungen sind. Die Herausforderungen rund um Long-COVID und seine psychischen Folgen bleiben ein wichtiges Thema in der aktuellen medizinischen Forschung und betreffen sowohl das Gesundheitssystem als auch individuelle Schicksale.
"DOAK bei zerebraler Venenthrombose ähnlich effektiv wie Vitamin-K-Antagonisten"
DOAK bieten bei zerebraler Venenthrombose eine vergleichbare Wirksamkeit wie Vitamin-K-Antagonisten und weisen ähnliche Blutungsraten auf, so eine neue Studie.
DOAK bieten bei zerebraler Venenthrombose eine vergleichbare Wirksamkeit wie Vitamin-K-Antagonisten und weisen ähnliche Blutungsraten auf, so eine neue Studie.
In einer aktuellen prospektiven Kohortenstudie wurde die Effektivität und Sicherheit von direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten bei Patienten mit zerebraler Venenthrombose untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass DOAK thrombembolische Ereignisse ähnlich gut verhindern wie die herkömmlichen Vitamin-K-Antagonisten. Zudem unterscheiden sich die Raten schwerer Blutungen kaum zwischen den beiden Therapieformen. Besonders gut schnitten dabei die Faktor-Xa-Hemmer ab, die in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit überzeugten. Diese Erkenntnisse könnten weitreichende Implikationen für die Therapie von Patienten mit dieser Erkrankung haben. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
19.04.2025
50-Milliarden-Fonds für Klinikreform: Start 2026, digitale Antragstellung
Ein 50-Milliarden-Fonds zur Klinikmodernisierung startet 2026, mit digitalen Anträgen zur vereinfachten Abwicklung der Fördermittelverwaltung.
Ein 50-Milliarden-Fonds zur Klinikmodernisierung startet 2026, mit digitalen Anträgen zur vereinfachten Abwicklung der Fördermittelverwaltung.
Die Verordnung zur Verwaltung des Krankenhaustransformationsfonds wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, berichtet aok.de. Ab dem kommenden Jahr stehen 50 Milliarden Euro zur Modernisierung der Klinikstrukturen bereit. Die Fördermittel können ab 2026 für zehn Jahre abgerufen werden, um die Ziele der Krankenhausreform zu realisieren. Der Transformationsfonds ist Teil der Krankenhausreform, die nach dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz beschlossen wurde. Die Rechtsverordnung konkretisiert insbesondere die Fördertatbestände und regelt das Verwaltungsverfahren. Gefördert werden Projekte, die ab dem 1. Juli 2025 beginnen. Laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums wird die Finanzierung neu geregelt; der Koalitionsvertrag sieht vor, den finanziellen Anteil der GKV durch Bundesmittel zu ersetzen. Die Antragsstellung für den Fonds erfolgt digital und soll im Vergleich zu bisherigen Verfahren vereinfacht werden. Das Bundesamt für Soziale Sicherung wird das Programm verwalten.
Hörverlust bei Senioren: Schlüssel zur Verlangsamung von Demenz?
Hörverlust verzögert Demenz: Eine Studie zeigt, dass dessen Behandlung den Fortschritt von Demenz verlangsamen könnte, mit großem Potenzial für Präventionsstrategien.
Hörverlust verzögert Demenz: Eine Studie zeigt, dass dessen Behandlung den Fortschritt von Demenz verlangsamen könnte, mit großem Potenzial für Präventionsstrategien.
Bis zu ein Drittel der Demenzfälle bei älteren Erwachsenen ist auf einen audiometrisch erfassten Hörverlust zurückzuführen, so berichtet die Ärzte Zeitung. Diese Erkenntnisse stammen aus einer prospektiven Kohortenstudie, die den Zusammenhang zwischen Hörverlust und Demenz aufzeigt. Es wird angenommen, dass die Behandlung des Hörverlusts eine bedeutende Rolle bei der Verlangsamung der Demenzentwicklung spielen könnte und damit eine große Zahl älterer Menschen profitieren könnte. Die Quelle betont die Wichtigkeit zusätzlicher Untersuchungen, um das volle Potenzial von Hörverlust-Interventionen für die Prävention von Demenz zu verstehen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
17.04.2025
G-BA aktualisiert Disease-Management-Programme für KHK-Patienten
Der G-BA aktualisiert DMPs für KHK-Patienten und passt Diagnosekriterien und Therapieplanung an, um die Versorgung von 1,9 Millionen Betroffenen zu verbessern.
Der G-BA aktualisiert DMPs für KHK-Patienten und passt Diagnosekriterien und Therapieplanung an, um die Versorgung von 1,9 Millionen Betroffenen zu verbessern.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seine Disease-Management-Programme für Menschen mit chronischer koronarer Herzkrankheit (DMP KHK) aktualisiert. Zu den Anpassungen gehören Änderungen bei den Diagnosekriterien, der individuellen Therapieplanung und den therapeutischen Maßnahmen, basierend auf 12 evidenzbasierten medizinischen Leitlinien. Rund 1,9 Millionen gesetzlich Versicherte mit chronischer KHK sind derzeit in einem DMP und werden dort strukturiert behandelt. Karin Maag vom G-BA betonte die Bedeutung von Maßnahmen zur Risikofaktorverminderung, wie Rauchen und Bewegungsmangel. Die neuen Anforderungen betreffen auch die Nutzung der Computertomographie-Koronarangiographie (CCTA) für Diagnosen und Empfehlungen zur Teilnahme an Herzsportgruppen. Die Empfehlungen zum Einsatz von Lipidsenkern wurden an die aktuelle Nationale Versorgungsleitlinie KHK angepasst. Der Beschluss wird bald auf der G-BA-Website veröffentlicht und nach Genehmigung durch das Bundesgesundheitsministerium in Kraft treten. Quelle: g-ba.de
Studie: Operation bei älteren Patienten mit Cholezystitis oft sinnvoll
Studie zeigt: Auch ältere Patienten mit akuter Cholezystitis profitieren von Operation, bisher oft nicht erwogen, könnte Behandlungsansätze verändern.
Studie zeigt: Auch ältere Patienten mit akuter Cholezystitis profitieren von Operation, bisher oft nicht erwogen, könnte Behandlungsansätze verändern.
Bei älteren, multimorbiden Menschen mit akuter Cholezystitis wird eine Operation häufig nicht erwogen. Jedoch zeigt eine retrospektive Studie von Kollegen aus Philadelphia an 32.000 Fällen, dass auch diese Patienten von einer chirurgischen Therapie profitieren können. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass eine Operation bei älteren Patienten, trotz ihrer multiplen gesundheitlichen Einschränkungen, nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden sollte, da sie einen positiven Beitrag zur Behandlung leisten kann. Dies könnte die derzeitigen Behandlungspfade für diese Patientengruppe erheblich beeinflussen. Die Erkenntnisse dieser Studie sind von Relevanz sowohl für medizinisches Fachpersonal als auch für Entscheidungsträger im Gesundheitswesen, die sich mit der Versorgung älterer multimorbider Patienten befassen. Quelle: Ärzte Zeitung, 2025.
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