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Digitalisierung und Technologie
07.01.2025
Ärzte warnen vor Nutzung der ePA wegen Datenschutz-Bedenken
Ärzte warnen vor Nutzung der ePA wegen Datenschutz-Bedenken, verstärkt durch Sicherheitslücken, die der Chaos Computer Club aufgedeckt hat.
Ärzte warnen vor Nutzung der ePA wegen Datenschutz-Bedenken, verstärkt durch Sicherheitslücken, die der Chaos Computer Club aufgedeckt hat.
Ärzte in Deutschland äußern erhebliche Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes in der elektronischen Patientenakte (ePA). Diese Bedenken wurden insbesondere durch Sicherheitslücken verstärkt, die der Chaos Computer Club (CCC) aufgedeckt hat. Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Klaus Reinhardt, warnte davor, die ePA derzeit zu nutzen, und kritisierte, dass die Verantwortlichen der Datensicherheit nicht genügend Beachtung schenken. Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte (BVKJ) äußerte Bedenken, besonders im Hinblick auf die Rechte von Kindern und Jugendlichen. BVKJ-Präsident Michael Hubmann appellierte an die Verantwortlichen, die Einführung der ePA so lange zu verzögern, bis ein sicheres System gewährleistet sei. Die aktuellen Schwächen der Sicherheitsvorkehrungen seien inakzeptabel, und es sei unerlässlich, funktionale und sichere Lösungen zu entwickeln. Quellenhinweis: aerzteblatt.de.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
07.01.2025
3,4 Mio. Euro Förderung für verbessertes Alzheimer-Diagnostikprojekt
3,4 Mio. Euro fließen in das Projekt „VERF-AK“, um die Früherkennung von Alzheimer durch eine gestufte Diagnostik zwischen Hausärzten und Gedächtnisambulanzen zu verbessern.
3,4 Mio. Euro fließen in das Projekt „VERF-AK“, um die Früherkennung von Alzheimer durch eine gestufte Diagnostik zwischen Hausärzten und Gedächtnisambulanzen zu verbessern.
Das Projekt „VERF-AK – Verbesserung der Früherkennung der Alzheimer-Krankheit durch gestufte Diagnostik“ erhält eine Förderung von 3,4 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds für die kommenden drei Jahre. Ziel des Projekts, das von Frank Jessen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Köln, geleitet wird, ist die Optimierung der Diagnostik der frühen Alzheimer-Krankheit. Dies soll durch einen gestuften Prozess zwischen Hausarztpraxen und Gedächtnisambulanz erreicht werden. In Deutschland erkranken jährlich etwa 440.000 Menschen neu an Alzheimer. Eine frühe Diagnostik und der Beginn einer Therapie sind entscheidend für den Krankheitsverlauf, besonders in Bezug auf die erwartete Zulassung kausaler Therapien, die eine biomarkerbasierte Diagnose erfordern. Spezialisierte Diagnostikzentren sind oft überlastet, was zu langen Wartezeiten führt. Das Projekt soll den Zugang zur Diagnostik verbessern und eine präzise Zuweisung zu Diagnostikzentren ermöglichen. (Quelle: aerzteblatt.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
07.01.2025
G-BA beschließt Aktualisierung der Richtlinie für Biologika und Biosimilars
G-BA beschließt Aktualisierung für Biologika und Biosimilars – Richtlinie betrifft biotechnologische Arzneimittel. Beschlus-Details auf g-ba.de abrufbar.
G-BA beschließt Aktualisierung für Biologika und Biosimilars – Richtlinie betrifft biotechnologische Arzneimittel. Beschlus-Details auf g-ba.de abrufbar.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 7. Januar 2025 einen Beschluss zur Aktualisierung der Arzneimittel-Richtlinie, insbesondere der Anlage VIIa, gefasst. Diese Anlage behandelt biotechnologisch hergestellte biologische Referenzarzneimittel und Biosimilars, die als im Wesentlichen gleich eingestuft werden. Der Beschluss ist bisher noch nicht in Kraft getreten. Der genaue Text des Beschlusses sowie die tragenden Gründe können auf der Webseite des G-BA im PDF-Format abgerufen werden. Der Unterausschuss für Arzneimittel war mit der Bearbeitung dieses Themas betraut. Weitere Details stehen in den öffentlich zugänglichen Dokumenten auf der Plattform g-ba.de zur Verfügung.
AWO fordert Reform: Pflegeversicherung soll über Steuermittel finanziert werden
AWO-Präsidentin fordert Reform: Pflegeversicherung soll durch Steuermittel gestützt und zu einer umfassenden Vollversicherung umgewandelt werden.
AWO-Präsidentin fordert Reform: Pflegeversicherung soll durch Steuermittel gestützt und zu einer umfassenden Vollversicherung umgewandelt werden.
AWO-Präsidentin Kathrin Sonnenholzner forderte kürzlich in einer Pressekonferenz, dass versicherungsfremde Leistungen in der Pflegeversicherung endlich über Steuermittel ausgeglichen werden sollten, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Zudem müsse die Pflegeversicherung in eine umfassende Pflegevollversicherung umgewandelt werden, an der sich alle beteiligen. Derzeit deckt die Pflegeversicherung nur einen Teil der Pflegekosten ab, wodurch pflegebedürftige Menschen zunehmend höhere Eigenanteile zahlen müssen. Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zufolge steigen diese Zuzahlungen bis 2029 weiter drastisch an. Sozialsverbände und Sonnenholzner mahnen bei der nächsten Bundesregierung eine unverzügliche Reform an, um die finanzielle Belastung für pflegebedürftige Menschen zu entschärfen. Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Pflegebedürftigen bis Ende 2023 auf 5,7 Millionen an. Sonnenholzner betont, dass ohne politisches Handeln die „beängstigenden Kostensteigerungen“ andauern.
Allianz-Chef fordert Rückkehr des Karenztags bei Krankmeldungen
Allianz-Chef Oliver Bäte fordert die Rückkehr des Karenztags bei Krankmeldungen, um hohe Krankenstandskosten zu senken. Gewerkschaften kritisieren den Vorschlag scharf.
Allianz-Chef Oliver Bäte fordert die Rückkehr des Karenztags bei Krankmeldungen, um hohe Krankenstandskosten zu senken. Gewerkschaften kritisieren den Vorschlag scharf.
Der Chef des Versicherungskonzerns Allianz, Oliver Bäte, hat vorgeschlagen, den Karenztag bei Krankmeldungen wieder einzuführen. Dies sei angesichts des hohen Krankenstands in Deutschland notwendig, sagte er dem Handelsblatt. Die Arbeitnehmer müssten dann die Kosten für den ersten Krankheitstag selbst tragen. Bäte kritisierte, Deutschland sei "Weltmeister bei den Krankmeldungen", was die Kosten im Sozialsystem erhöhen würde. Die Gewerkschaften, darunter Verdi, äußerten scharfe Kritik und bezeichneten die Forderung als "Angriff auf soziale Errungenschaften". Anja Piel vom Deutschen Gewerkschaftsbund warnte vor den Folgen von Präsentismus – dem krank zur Arbeit gehen – und plädierte dafür, das soziale Schutzrecht der Lohnfortzahlung zu bewahren. Der Vorschlag stieß auf verhaltene Unterstützung aus Teilen der CDU, während auch Zahlen der OECD gegen Bätes Aussagen sprechen. aerzteblatt.de berichtete, dass der Krankenstand in Deutschland im internationalen Vergleich kein Rekordniveau hat.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
06.01.2025
Allianz-Chef Bäte fordert Karenztag: Kosten für ersten Krankheitstag selbst tragen
Allianz-Chef Bäte schlägt vor, die Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag zu streichen, um Arbeitgeber zu entlasten und Kosten zu senken.
Allianz-Chef Bäte schlägt vor, die Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag zu streichen, um Arbeitgeber zu entlasten und Kosten zu senken.
Allianz-Chef Oliver Bäte hat vorgeschlagen, die Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag abzuschaffen und einen Karenztag wieder einzuführen. Damit würden die Arbeitnehmer die Kosten für den ersten Krankheitstag selbst tragen, sagte Bäte dem „Handelsblatt“. Arbeitgeber würden dadurch entlastet. In Deutschland gibt es seit Jahrzehnten eine Regelung zur Lohnfortzahlung ab dem ersten Krankheitstag, was in einigen anderen Ländern nicht der Fall ist. Bäte sieht den hohen Krankenstand in Deutschland, der laut Statistischem Bundesamt im Durchschnitt bei 15,1 Krankheitstagen pro Arbeitnehmer liegt, als Kostenproblem. Eine Auswertung der DAK-Gesundheit zeigt für das Jahr 2023 sogar einen noch höheren Durchschnitt von 20 Fehltagen. (Quelle: Ärzte Zeitung, dpa)
BMC fordert kooperative Strukturen und digitale Gesundheitslösungen
BMC plädiert für kooperative Strukturen und digitale Lösungen im Gesundheitssystem, um Effizienz und Prävention zu steigern. Die Forderungen zielen auf die zukünftige Bundestagswahl.
BMC plädiert für kooperative Strukturen und digitale Lösungen im Gesundheitssystem, um Effizienz und Prävention zu steigern. Die Forderungen zielen auf die zukünftige Bundestagswahl.
Der Bundesverband Managed Care (BMC) hat seine Forderungen für die Reform des Gesundheitssystems in Deutschland veröffentlicht. Der Verband schlägt vor, die bisher arztzentrierte Versorgung durch kooperierende Strukturen zu ersetzen und digitale Eintrittstüren zur Versorgung zu schaffen. Dies soll die Effizienz steigern und eine präventive Gesundheitsversorgung fördern. Dabei legt der BMC Wert auf mehr Prävention und eine stärkere Vernetzung digitaler Gesundheitslösungen. Die Vorschläge werden als Beitrag zur bevorstehenden Bundestagswahl diskutiert, berichtet die Ärztezeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
06.01.2025
Bayern vergibt Praxisanleiterbonus: 1,8 Millionen Euro für Pflegekonzepte
Bayern fördert mit 1,8 Millionen Euro innovative Pflegekonzepte: Praxisanleiter können 10.000 Euro Bonus erhalten, um Theorie-Praxis-Transfer zu stärken.
Bayern fördert mit 1,8 Millionen Euro innovative Pflegekonzepte: Praxisanleiter können 10.000 Euro Bonus erhalten, um Theorie-Praxis-Transfer zu stärken.
In Bayern wird ein neuer Praxisanleiterbonus eingeführt, um den Theorie-Praxis-Transfer in der Pflegeausbildung zu fördern. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) teilte mit, dass für das Programm bis zu 1,8 Millionen Euro bereitgestellt werden. Praxisanleitende können einen Bonus von 10.000 Euro pro Konzept erhalten, der bis zu 180 Mal vergeben wird. Das Programm entsteht durch einen Beschluss des Bayerischen Landtags und zielt darauf ab, innovative und gut erprobte Konzepte zu prämieren. Diese Konzepte sollen sowohl in geplanten als auch in spontanen Situationen umsetzbar sein, um die Praxisanleitung flächendeckend zu verbessern. Bewerbungen für den Bonus sind vom 1. April bis 30. November 2025 beim Landesamt für Pflege einzureichen. Die Vergabe erfolgt nach der Reihenfolge des Eingangs der vollständigen Unterlagen. Weitere Informationen zur Förderung finden Interessierte auf der Website des Landesamts. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
05.01.2025
Lauterbach fordert mehr Medizinstudienplätze gegen Fachkräftemangel
Lauterbach drängt auf mehr Medizinstudienplätze, um Fachkräftemangel zu mildern, da viele ausländische Fachkräfte ihre Rückkehr planen.
Lauterbach drängt auf mehr Medizinstudienplätze, um Fachkräftemangel zu mildern, da viele ausländische Fachkräfte ihre Rückkehr planen.
Im deutschen Gesundheitswesen spielt die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte eine zentrale Rolle. Gesundheitsminister Lauterbach äußerte jedoch Bedenken, dass viele dieser Fachkräfte in ihre Heimatländer zurückzukehren planen. Als notwendige Maßnahme fordert Lauterbach daher die Erhöhung der Studienplätze für Medizin in Deutschland, um diesen Verlust zu kompensieren. Diese Forderungen wurden im Kontext jüngster politischer Debatten geäußert und unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen im Gesundheitssektor. Solche Entwicklungen sind besonders relevant für die Planungen von Führungskräften in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen sowie für Pflegedienste, die aufgrund des Fachkräftemangels betroffen sind. Quelle: aerztezeitung.de.
Chaos Computer Club: Sicherheitslücken bei elektronischer Patientenakte
Der Chaos Computer Club hat Sicherheitslücken in der elektronischen Patientenakte offengelegt, die die Datenschutzdebatte weiter anheizen.
Der Chaos Computer Club hat Sicherheitslücken in der elektronischen Patientenakte offengelegt, die die Datenschutzdebatte weiter anheizen.
Zweifel an der Sicherheit der elektronischen Patientenakte hat der Chaos Computer Club genährt. Angriffsszenarien des Clubs zeigen, wie erschreckend einfach die ePA gehackt werden kann. Laut Berichten der "Ärzte Zeitung" reagiert das Bundesgesundheitsministerium darauf mit der Aussage, es handele sich um theoretische Probleme, die bald gelöst würden. Diese Sicherheitslücken heizen die Debatte um den Datenschutz im Gesundheitswesen weiter an. Kritiker hatten zuvor bereits Bedenken geäußert, dass sensible Patientendaten nicht ausreichend geschützt seien. Die aktuelle Enthüllung dürfte den Druck auf die Verantwortlichen erhöhen, spätestens zur breiten Einführung der ePA die datensicherheitstechnischen Herausforderungen zu meistern.
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