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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
09.01.2025
AOK fordert Strukturreformen zur Stärkung des Gesundheitssystems in Deutschland
Die AOK fordert Strukturreformen, um das deutsche Gesundheitssystem effizienter zu gestalten und die Versorgungsqualität ohne Leistungskürzungen zu verbessern.
Die AOK fordert Strukturreformen, um das deutsche Gesundheitssystem effizienter zu gestalten und die Versorgungsqualität ohne Leistungskürzungen zu verbessern.
Deutschland ist bei den Gesundheitsausgaben führend, aber die Versorgungsqualität ist nur durchschnittlich, berichtet die Ärzte Zeitung. Die AOK-Gemeinschaft hat Vorschläge für die neue Bundesregierung entwickelt, um ein leistungsfähiges Gesundheits- und Pflegesystem zu sichern. Angesichts steigender Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fordert die AOK Strukturreformen zur Effizienzsteigerung, statt Leistungskürzungen. Notwendig seien mehr qualitativ hochwertige Versorgungsangebote und eine bessere Unterstützung der Versicherten. Die Selbstverwaltung solle medizinisch fundierte Leistungen ohne politische Einflussnahme bestimmen können. Ein weiterer Fokus liegt auf der Primärversorgung, um die unterschiedliche Behandlung von GKV- und PKV-Versicherten anzugehen. Zudem sollten teambasierte Versorgung und Qualität bei digitalen Gesundheitsanwendungen gestärkt werden. Die AOK will Vertrauen in das Gesundheitssystem durch effiziente Mittelverwendung und Förderung langfristiger Investitionen zurückgewinnen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
09.01.2025
G-BA startet Stellungnahmeverfahren zu Rotigotin in Arzneimittel-Richtlinie
Der G-BA startet das Stellungnahmeverfahren zu Rotigotin in der Arzneimittel-Richtlinie, ein zentraler Schritt zur Anpassung an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse.
Der G-BA startet das Stellungnahmeverfahren zu Rotigotin in der Arzneimittel-Richtlinie, ein zentraler Schritt zur Anpassung an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 7. Januar 2025 das Stellungnahmeverfahren zur Arzneimittel-Richtlinie betreffend Rotigotin, Gruppe 1, in Stufe 1 eingeleitet. Der Beschluss trat mit dem Beschlussdatum in Kraft, wie die Informationen auf der Webseite des G-BA belegen (g-ba.de). Rotigotin gehört nun zur Festbetragsgruppenbildung gemäß § 35 SGB V. Dieser Schritt erfolgt nach einer umfassenden Bewertung der Wirksamkeit und des Zusatznutzens des Medikaments durch den zuständigen Unterausschuss für Arzneimittel. Das Stellungnahmeverfahren ist ein wichtiger Schritt im Prozess der Arzneimittelbewertung, wobei die Richtlinien regelmäßig angepasst werden, um den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Versorgungsbedarfen gerecht zu werden.
Mehr über 80-Jährige bis 2050: Pflegebedarf steigt auf 7,6 Millionen
Bis 2050 steigt die Zahl der über 80-Jährigen in Deutschland stark an, was den Pflegebedarf auf 7,6 Millionen erhöht, so der Neunte Altersbericht der Bundesregierung.
Bis 2050 steigt die Zahl der über 80-Jährigen in Deutschland stark an, was den Pflegebedarf auf 7,6 Millionen erhöht, so der Neunte Altersbericht der Bundesregierung.
Die Zahl der über 80-jährigen Menschen in Deutschland wird laut dem Neunten Altersbericht der Bundesregierung bis 2050 stark zunehmen. Erwartet wird, dass etwa acht bis zehn Millionen Menschen dieser Altersgruppe in Deutschland leben könnten, verglichen mit derzeit sechs Millionen. Auch die Anzahl der pflegebedürftigen Personen wird voraussichtlich steigen. Bis zum Jahr 2055 wird ein Anstieg auf 7,6 Millionen pflegebedürftige Menschen prognostiziert. Laut Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zeigt der Bericht die Vielfalt der Lebensrealitäten älterer Menschen und betont die Notwendigkeit einer teilhabeorientierten Politik. Ältere Menschen sollen unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozialer Lage dieselben Chancen auf Teilhabe haben. Der Bericht untersucht auch die Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung älterer Menschen. Die Sachverständigenkommission empfiehlt, dass die Seniorenpolitik als integrierter Ansatz gestaltet wird und fordert eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung für alle älteren Menschen. (Quelle: aerzteblatt.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
09.01.2025
Gesundheitsversorgung und Pflege: Höchster Handlungsbedarf in Deutschland
Die Deutschen sehen Gesundheitsversorgung und Pflege als drängendste politische Aufgabe, laut AOK-Umfrage, wichtiger als Wirtschaft oder Sicherheit.
Die Deutschen sehen Gesundheitsversorgung und Pflege als drängendste politische Aufgabe, laut AOK-Umfrage, wichtiger als Wirtschaft oder Sicherheit.
Die Bevölkerung in Deutschland sieht in der Gesundheitsversorgung und Pflege den größten politischen Handlungsbedarf nach der Bundestagswahl, noch vor Wirtschaft oder innerer Sicherheit. Dies ergab eine Umfrage des AOK-Bundesverbands, vorgestellt in Berlin. 48 Prozent der Befragten halten Gesundheit und Pflege für prioritär, gefolgt von der Wirtschaftslage mit 46 Prozent. Besonders Frauen betonen die Bedeutung dieser Themen. Trotz ihrer Wichtigkeit wissen 61 Prozent der Befragten wenig über gesundheitspolitische Vorhaben der Parteien im Bundestag. Nur sieben Prozent gaben an, gut informiert zu sein. Zudem sinkt das Vertrauen in eine qualitativ hochwertige Versorgung: 50 Prozent haben "eher weniger Vertrauen", dass die aktuelle Versorgung bleibt, während zehn Prozent "gar kein Vertrauen" angeben. Dies berichtet das Deutsche Ärzteblatt.
Frühe Therapie mindert Risiko: Depressionen vorbeugen durch Eingriff
Frühzeitige Therapie kann depressive Erkrankung verhindern: Eine deutsche Studie zeigt, dass frühe Interventionen bei subklinischen Symptomen das Risiko deutlich mindern.
Frühzeitige Therapie kann depressive Erkrankung verhindern: Eine deutsche Studie zeigt, dass frühe Interventionen bei subklinischen Symptomen das Risiko deutlich mindern.
Eine deutsche Metaanalyse, die in der Ärzte Zeitung vorgestellt wurde, legt nahe, dass therapeutische Maßnahmen auch bei Personen wirksam sind, deren Symptome noch nicht die vollständigen Kriterien einer Depression erfüllen. Diese subklinischen Anzeichen einer depressiven Störung könnten durch frühzeitige Interventionen gemildert werden. Teilnehmer der Studie, die im ersten Jahr nach der therapeutischen Maßnahme engmaschig begleitet wurden, erkrankten seltener an einer manifesten Depression. Dieses Ergebnis unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen Behandlung zur Verhinderung der Entwicklung schwerwiegender Depressionen.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
08.01.2025
Neue Professur für Pflegewissenschaft stärkt Patientensicherheit in Jena
Neue Professur für Pflegewissenschaft in Jena stärkt Patientensicherheit und Versorgungsqualität auf Intensivstationen durch Forschung zu unerwünschten Ereignissen.
Neue Professur für Pflegewissenschaft in Jena stärkt Patientensicherheit und Versorgungsqualität auf Intensivstationen durch Forschung zu unerwünschten Ereignissen.
Pflegewissenschaftlerin Stefanie Bachnick hat die erste Professur für Pflegewissenschaft am Universitätsklinikum Jena übernommen, berichtet die "Ärzte Zeitung". Mit Unterstützung von Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung plant die 40-Jährige, eine Arbeitsgruppe zur Pflegeforschung aufzubauen. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen die Patientensicherheit und die Versorgungsqualität auf Intensivstationen. Besonders soll die Forschung unerwünschte Ereignisse wie Dekubitus bekämpfen. Bisher gibt es wenige Studien zu solchen Vorfällen auf deutschen Intensivstationen, so Bachnick. Sie absolvierte ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Hamburg und studierte später Pflegepädagogik an der Charité Berlin, bevor sie am Institut für Pflegewissenschaft der Universität Basel promovierte.
FDP schlägt Krankheitsboni vor, Grüne warnen vor Präsentismus-Gefahr
FDP will Krankheitsboni einführen, doch Grüne warnen vor gesundheitsgefährdendem Präsentismus. Kontroverse um Karenztage wird zum Wahlkampfthema.
FDP will Krankheitsboni einführen, doch Grüne warnen vor gesundheitsgefährdendem Präsentismus. Kontroverse um Karenztage wird zum Wahlkampfthema.
Die Debatte um die Wiedereinführung eines Karenztages bei Krankheit entwickelt sich zu einem zentralen Wahlkampfthema. Die FDP-Bundestagsfraktion hat hierzu ein Positionspapier vorgestellt, das der Ärzte Zeitung vorliegt. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Konstantin Kuhle schlägt ein Anreizmodell vor, bei dem Beschäftigte Boni für jeden Monat ohne Krankmeldung erhalten sollen. Diese Idee steht im Gegensatz zu den Forderungen von Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte nach einer Streichung der Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag. Kuhle betont, ein pauschales Misstrauen gegenüber kranken Mitarbeitern sei unangebracht und Anreize seien besser als Lohnkürzungen. Er schlägt vor, dass Boni bis zu 3000 EUR im Jahr steuer- und abgabenfrei ausgezahlt werden könnten. Die Grünen lehnen die Wiedereinführung von Karenztagen ab und kritisieren das Konzept als Angriff auf die Gesundheit. Sie warnen vor Präsentismus, bei dem kranke Mitarbeiter aus Angst vor finanziellen Verlusten arbeiten gehen könnten. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
08.01.2025
Rekordkrankenstand in Deutschland: eAU und Infektionswellen im Fokus
Krankenstände in Deutschland auf Rekordhoch: Elektronische Krankmeldungen und Infektionswellen treiben die Zahlen laut DAK-Gesundheit stark nach oben.
Krankenstände in Deutschland auf Rekordhoch: Elektronische Krankmeldungen und Infektionswellen treiben die Zahlen laut DAK-Gesundheit stark nach oben.
In Deutschland führt die vollständige Erfassung von Krankmeldungen in Kombination mit einem Anstieg von Infektionswellen zu einem Rekordkrankenstand, wie eine aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit verdeutlicht. Besonders bemerkbar machte sich ein sprunghafter Anstieg der krankheitsbedingten Fehltage von fast 40 Prozent zwischen 2021 und 2022. Dieser Zuwachs sei laut Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt auf die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) im Jahr 2021 zurückzuführen. Während zuvor viele Krankmeldungen nicht bis zur Krankenkasse gelangten, erfolgt nun eine vollständige Erfassung. Zusätzlich beobachten Experten, darunter Reinhardt, seit 2022 verstärkte Erkältungswellen und häufigere Coronainfektionen, die ebenfalls zu den zunehmenden Fehltagen beitrugen. Die Kontroverse um eine Abschaffung der Lohnfortzahlung ab dem ersten Krankheitstag wurde von Politik und Gewerkschaften kritisch aufgenommen, wie es im „Deutschen Ärzteblatt“ heißt.
Sicherheitslücken bei elektronischer Patientenakte: CCC-Hacker alarmieren
CCC-Hacker decken Sicherheitslücken der ePA auf, warnen vor Datenabflüssen. Die gematik arbeitet an Lösungen, während Experten stärkeren Schutz fordern.
CCC-Hacker decken Sicherheitslücken der ePA auf, warnen vor Datenabflüssen. Die gematik arbeitet an Lösungen, während Experten stärkeren Schutz fordern.
Beim jährlichen Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) zeigten die Hacker Bianca Kastl und Martin Tschirsich alarmierende Sicherheitslücken in der elektronischen Patientenakte (ePA) auf, berichtet die "Ärzte Zeitung". Drei Angriffswege wurden live demonstriert: der Zugriff auf einzelne Akten, auf Akten von Patienten einer Arztpraxis sowie potenziell auf alle ePA. Die gematik arbeitet bereits an Maßnahmen, um solche Datenabflüsse zu verhindern. Im ÄrzteTag-Podcast von aerztezeitung.de hinterfragten die IT-Experten die Entscheidung gegen die Verwendung von PIN-Nummern als Zugriffsschutz. Sie unterstrichen die Notwendigkeit eines stärkeren Sicherheitsbewusstseins, besonders in Organisationen wie Krankenkassen. Der BÄK-Präsident Klaus Reinhardt äußerte sich skeptisch zur ePA und empfahl aktuell keine Nutzung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
08.01.2025
Psychische Erkrankungen im Gesundheitswesen: Überdurchschnittliche Rate
Psychische Erkrankungen plagen das Gesundheitswesen: Mit 5,8 Diagnosetagen liegen Krankschreibungen weit über dem Durchschnitt, WHO will Fokus verstärken.
Psychische Erkrankungen plagen das Gesundheitswesen: Mit 5,8 Diagnosetagen liegen Krankschreibungen weit über dem Durchschnitt, WHO will Fokus verstärken.
Aktuelle Zahlen zeigen, dass Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen im Gesundheits- und Sozialwesen überproportional hoch sind. Laut einer Auswertung aus 2023 wurden 5,8 Diagnosetage pro GKV-Mitgliedsjahr in dieser Berufsgruppe verzeichnet, im Vergleich zu einem Durchschnitt von 3,8 Diagnosetagen in allen Berufsgruppen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) plant, die psychische Gesundheit von Ärzten und Pflegekräften verstärkt in den Fokus zu nehmen, berichtet das Deutsche Ärzteblatt.
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