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Digitalisierung und Technologie
04.01.2025
Chaos Computer Club deckt gravierende Sicherheitslücken in ePA auf
Der Chaos Computer Club enthüllt gravierende Sicherheitslücken in der ePA, die leicht Zugang zu sensiblen Patientendaten ermöglichen könnten.
Der Chaos Computer Club enthüllt gravierende Sicherheitslücken in der ePA, die leicht Zugang zu sensiblen Patientendaten ermöglichen könnten.
Der Chaos Computer Club (CCC) hat erhebliche Sicherheitslücken in der elektronischen Patientenakte (ePA) aufgedeckt. Die von der Hackergruppe präsentierten Angriffsszenarien verdeutlichen, wie erschreckend einfach es ist, Zugang zu den sensiblen Daten zu erhalten. Der Bericht nährt Zweifel an der Sicherheit der ePA. Trotz der potenziellen Risiken bezeichnet das Bundesgesundheitsministerium die gezeigten Schwachstellen als theoretische Probleme, die behoben werden könnten. Diese Enthüllungen werfen Fragen zur Sicherheit patientenbezogener Daten im deutschen Gesundheitssystem auf. Zitiert nach Informationen von "Ärzte Zeitung".
Klinikreform: Telemedizin als Schlüssel für effiziente Patientenversorgung
Die Klinikreform setzt auf Telemedizin als Wettbewerbsvorteil: Strukturierte Daten sind entscheidend für effiziente Patientenversorgung und zentralisierte Strukturen.
Die Klinikreform setzt auf Telemedizin als Wettbewerbsvorteil: Strukturierte Daten sind entscheidend für effiziente Patientenversorgung und zentralisierte Strukturen.
Die Klinikreform zielt darauf ab, die Strukturen im Gesundheitswesen stärker zentral auszurichten. In diesem Zusammenhang könnte Telemedizin ein bedeutender Wettbewerbsfaktor werden. Dies haben Gastautoren aus der IT-Branche in einem Beitrag für die "Ärzte Zeitung" hervorgehoben und betont, dass strukturierte Daten dabei entscheidend sind. Die erfolgreiche Umsetzung von Telemedizin kann maßgeblich davon abhängen, wie gut Krankenhäuser und Praxen in der Lage sind, strukturierte Daten zu nutzen. Diese technologische Entwicklung könnte insbesondere für Fachkräfte aus der Pflege und Führungskräfte von Klinikeinrichtungen von Interesse sein, da sie die Effizienz der Patientenversorgung und den Wettbewerb in der Gesundheitsbranche beeinflussen könnte.
Pflegeverband fordert Bürokratieabbau und flexiblere Personalregeln
Der Pflegeverband fordert Bürokratieabbau und flexiblere Personalregeln für effektiveres Arbeiten im Pflegealltag.
Der Pflegeverband fordert Bürokratieabbau und flexiblere Personalregeln für effektiveres Arbeiten im Pflegealltag.
Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) in Berlin fordert eine Zusammenlegung von Heimaufsicht und Medizinischem Dienst zur Reduzierung von Bürokratie in Pflegeheimen, berichtet die Ärzte Zeitung. AGVP-Chef Thomas Greiner betonte die Notwendigkeit, das Pflegepersonal von Verwaltungsaufgaben zu entlasten, damit es sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. Zudem spricht er sich für flexiblere Personalregelungen aus und fordert eine Abschaffung starrer Personalschlüssel zugunsten einer Ergebnisqualität. Greiner betonte, dass die bevorstehenden Herausforderungen, etwa die zu erwartende Zunahme pflegebedürftiger Menschen bis 2030, einschneidende Reformen erfordern. Auch eine neue Finanzierungsart ohne steigende Beitragslast sei notwendig. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte zuvor eine grundlegende Pflegereform angekündigt, die jedoch wegen des Regierungswechsels nicht mehr umgesetzt werden konnte. Als kurzfristige Maßnahme wurden die Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung erhöht.
Bundesärztekammer fordert Sofortpaket und Reformen im Gesundheitswesen
Die Bundesärztekammer fordert umgehend Reformen im Gesundheitswesen, darunter die Abschaffung der Honorarobergrenzen und Anreize für ruhestandsnahe Ärzte.
Die Bundesärztekammer fordert umgehend Reformen im Gesundheitswesen, darunter die Abschaffung der Honorarobergrenzen und Anreize für ruhestandsnahe Ärzte.
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die kommende Bundesregierung aufgefordert, dringend ein Sofortpaket für das Gesundheitswesen zu schnüren. Reinhardt sprach sich insbesondere für die Abschaffung der Honorarobergrenze für Hausärzte aus. Dieser Schritt, ursprünglich von der Ampelkoalition geplant, sei ein Anreiz zur Niederlassung und könnte dem Mangel an rund 5.000 Hausarztsitzen entgegenwirken. Zudem plädierte er für Konzepte, um Ärzte im Ruhestand weiterarbeiten zu lassen. Da fast jeder vierte Arzt 60 Jahre oder älter ist, seien Teilzeitmodelle für Ruheständler notwendig. Der Präsident mahnte zudem eine Regulierung bei der Übernahme von Praxen durch Finanzinvestoren an, um zu verhindern, dass nur finanziell lukrative Behandlungen angeboten werden und andere wichtige Versorgungslücken entstehen. Weiterhin empfiehlt Reinhardt, dass Patienten für die freie Arztwahl entweder höhere Krankenkassenbeiträge oder eine Praxisgebühr zahlen sollten, um die steigenden Gesundheitskosten zu decken. (Quelle: aerzteblatt.de)
Levofloxacin: Schutzwirkung gegen MDR-Tuberkulose unter Erwartungen
Levofloxacin bietet weniger Schutz gegen MDR-Tuberkulose als erwartet, berichten Studien aus Vietnam und Südafrika (NEJM 2024; DOI: 10.1056/NEJMoa2314325).
Levofloxacin bietet weniger Schutz gegen MDR-Tuberkulose als erwartet, berichten Studien aus Vietnam und Südafrika (NEJM 2024; DOI: 10.1056/NEJMoa2314325).
Das Fluorchinolon Levofloxacin, das in der Kombinationstherapie der multiresistenten tuberkulösen Erkrankung (MDR-Tuberkulose) verwendet wird, hat sich als Monotherapie geeignet gezeigt, um häusliche Kontaktpersonen von Patienten vor einer Infektion zu schützen. Dies haben Studien in Vietnam und Südafrika ergeben, wobei die Schutzwirkung geringer ausfiel als erhofft. Die Veröffentlichungen dazu finden sich im New England Journal of Medicine (NEJM 2024; DOI: 10.1056/NEJMoa2314325), berichtet das Deutsche Ärzteblatt.
Eigenanteile in Pflegeheimen steigen 2025 auf über 2.400 Euro monatlich
Pflegeheimkosten steigen: 2025 müssen Bewohner über 2.400 Euro monatlich zahlen. Politikerische Maßnahmen scheinen die finanzielle Belastung nicht zu bremsen.
Pflegeheimkosten steigen: 2025 müssen Bewohner über 2.400 Euro monatlich zahlen. Politikerische Maßnahmen scheinen die finanzielle Belastung nicht zu bremsen.
Die finanzielle Belastung von Pflegebedürftigen in Pflegeheimen ist im Jahr 2025 erneut gestiegen, wie aus einer aktuellen Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervorgeht. Im Durchschnitt beträgt die Eigenleistung der Bewohner nun mehr als 2.400 Euro monatlich, was über dem Niveau von 2021 liegt, als politische Maßnahmen zur Begrenzung der Eigenanteile eingeführt wurden. Auch die jüngste Erhöhung der Zuschläge und die für dieses Jahr geplante Dynamisierung der Leistungssätze scheinen diesen Trend nicht stoppen zu können, berichtet aerzteblatt.de. Ende 2024 beliefen sich die Gesamtkosten für einen Heimplatz auf durchschnittlich 4.701 Euro, wovon die Pflegekasse 1.470 Euro übernahm. Trotz Zuschüssen müssen die Bewohner durchschnittlich 950 Euro selbst zu den Pflegekosten beisteuern, neben weiteren Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen. Für Langzeitbewohner mit mehr als drei Jahren im Heim lag die Belastung bei nur 1.913 Euro. Der stellvertretende Geschäftsführer des WIdO, David Scheller-Kreinsen, betont jedoch, dass der Trend steigender Eigenanteile ungebrochen sei.
Neue S3-Leitlinie: Schmerzmanagement für ältere Patienten verbessert
Neue Leitlinie stärkt Schmerzversorgung: Die Deutsche Schmerzgesellschaft präsentiert S3-Leitlinie für bessere Betreuung älterer Patienten in allen Versorgungsbereichen.
Neue Leitlinie stärkt Schmerzversorgung: Die Deutsche Schmerzgesellschaft präsentiert S3-Leitlinie für bessere Betreuung älterer Patienten in allen Versorgungsbereichen.
Die Deutsche Schmerzgesellschaft hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie und der Unabhängigen Vereinigung aktiver Schmerzpatienten in Deutschland eine neue S3-Leitlinie für Schmerzmanagement bei geriatrischen Patienten vorgestellt. Diese Leitlinie, die als Konsultationsfassung präsentiert wurde, soll die Versorgung älterer Menschen mit Schmerzen in allen Versorgungssettings verbessern. Bis zum 27. Januar können Interessierte die Leitlinie kommentieren. Die Empfehlungen umfassen Screening, Assessment und Verlaufserfassung von Schmerzen und legen besonderen Wert auf die Behandlung spezifischer Bedürfnisse geriatrischer Patienten. Dabei werden unterschiedliche Versorgungsbereiche wie Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen einbezogen. Eine interprofessionelle, schnittstellenübergreifende Versorgung wird als entscheidend erachtet. Aktive Einbeziehung der Patienten und ihrer Angehörigen in alle Aspekte des Schmerzmanagements steht im Mittelpunkt der Leitlinie. Gefördert wurde die Erstellung durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses, so das Deutsche Ärzteblatt.
Pflege und Beruf: Gesetzliche Unterstützung für Angehörige im Job
Angehörige können Pflege und Beruf besser vereinen: Gesetzliche Freistellungen und finanzielle Hilfen erleichtern den Spagat zwischen Job und Pflegeverantwortung.
Angehörige können Pflege und Beruf besser vereinen: Gesetzliche Freistellungen und finanzielle Hilfen erleichtern den Spagat zwischen Job und Pflegeverantwortung.
Berufstätige Angehörige von pflegebedürftigen Menschen haben verschiedene gesetzliche Möglichkeiten, Pflege und Beruf miteinander zu vereinbaren. Laut der Verbraucherzentrale stehen unter anderem die kurzzeitige Arbeitsverhinderung und die Pflegezeit zur Verfügung. So können Arbeitnehmer bis zu 10 Tage spontan freigestellt werden, um sich um akute Pflegesituationen zu kümmern. Ein Anspruch auf eine solche Freistellung besteht unabhängig von der Unternehmensgröße. Zudem können sie bis zu sechs Monate Pflegezeit nehmen, während der Anspruch auf Rückkehr in eine Vollzeitstelle besteht. Diese Regelungen gelten nur, wenn der Pflegegrad des Angehörigen mindestens Grad 1 beträgt. Arbeitgeber können zwar keine Lohnfortzahlung garantieren, doch das Pflegeunterstützungsgeld ersetzt bis zu 90 Prozent des Nettolohnausfalls. Eine frühzeitige Abstimmung mit dem Arbeitgeber und der Pflegekasse ist ratsam, um finanzielle und organisatorische Aspekte zu klären.
Krankenkassen erhöhen Beiträge: Durchschnitt steigt auf 2,91 Prozent
Krankenkassen erhöhen Beiträge: 82 von 94 Kassen steigern den Zusatzbeitrag auf 2,91 Prozent. Versicherte erhalten Sonderkündigungsrecht, Arbeitgeber sind mit betroffen.
Krankenkassen erhöhen Beiträge: 82 von 94 Kassen steigern den Zusatzbeitrag auf 2,91 Prozent. Versicherte erhalten Sonderkündigungsrecht, Arbeitgeber sind mit betroffen.
Fast alle Krankenkassen in Deutschland haben zum Jahreswechsel die Beiträge erhöht, berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Eine täglich aktualisierte Liste des GKV-Spitzenverbandes zeigt, dass 82 von 94 Kassen den Zusatzbeitrag um durchschnittlich gut einen Prozentpunkt auf 2,91 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens erhöhten. Dies übersteigt den im November festgesetzten Orientierungswert von 2,5 Prozent. Jede Krankenkasse entscheidet individuell über die Höhe des Zusatzbeitrags, wobei die aktuellen Erhöhungen zwischen 0,4 und 2,4 Prozentpunkten variieren. Elf Kassen verzichteten auf eine Erhöhung. Erhöht eine Kasse den Beitrag, haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht. Auch Arbeitgeber sind betroffen, da sie die Hälfte der Beiträge übernehmen. Der GKV-Spitzenverband erwartet, dass die Kosten weiterhin steigen werden. Der Zusatzbeitrag ergänzt den allgemeinen Krankenkassenbeitragssatz von 14,6 Prozent und soll den Wettbewerb zwischen den Kassen anregen.
30 Jahre Pflegeversicherung: Dringender Reformbedarf bei Defiziten
Die deutsche Pflegeversicherung feiert 30 Jahre, muss aber dringend reformiert werden. Ein Milliarden-Defizit droht, und der Fachkräftemangel verschärft sich.
Die deutsche Pflegeversicherung feiert 30 Jahre, muss aber dringend reformiert werden. Ein Milliarden-Defizit droht, und der Fachkräftemangel verschärft sich.
Die Pflegeversicherung in Deutschland feiert ihr 30-jähriges Bestehen, steht jedoch unter extremem Reformdruck, da sie dringend renoviert und zukunftsfest gemacht werden muss, wie der GKV-Spitzenverband Ende November urteilte. Ein Defizit von bis zu 5,8 Milliarden Euro wird 2025 erwartet, und die Verfügbarkeit von Arbeitskräften ist entscheidend für die künftige pflegerische Versorgung. Der Barmer-Pflegereport prognostiziert eine Verdopplung der Pflegedauer aktueller Pflegebedürftiger auf 7,5 Jahre. Politische Initiativen sind daher gefragt, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und eine geeignete Lösung für die finanzielle Schieflage zu finden, während gleichzeitig die Eigenanteile der Pflegebedürftigen steigen. Bereitgestellt von aerzteblatt.de.
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