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Medizin, Gesundheit und Prävention
14.01.2025
Anstieg von Carbapenem-Resistenzen bedroht Krankenhäuser in Deutschland
Carbapenem-Resistenzen steigen in Deutschland, warnen Experten in Bochum; dringender Handlungsbedarf für Krankenhäuser, um wirksame Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Carbapenem-Resistenzen steigen in Deutschland, warnen Experten in Bochum; dringender Handlungsbedarf für Krankenhäuser, um wirksame Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Am Nationalen Referenzzentrum für gramnegative Krankenhauserreger in Bochum wird ein Anstieg von Carbapenem-Resistenzen beobachtet. Diese Entwicklung zeigt die jüngste Veröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts. Die Statistik für das Jahr 2023 verdeutlicht die Zunahme resistenter Bakterien, was ein ernstes Problem für die Behandlung von Krankenhausinfektionen darstellt. Das Zentrum an der Ruhr-Universität Bochum unterstützt mikrobiologische Labore in Deutschland mit einem kostenfreien Service zur Abklärung dieser Resistenzen. Diese Unterstützung wird zunehmend in Anspruch genommen, da Krankenhäuser und Labore bemüht sind, der Ausbreitung resistenter Keime entgegenzuwirken. Experten sehen in der Entwicklung einen dringenden Appell an die medizinische Gemeinschaft, mehr Augenmerk auf Resistenzen zu legen, um wirksame Behandlungsstrategien zu entwickeln. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt)
Pflegeversicherung 2025 gesichert, ab 2026 droht Finanzierungsdefizit
Pflegeversicherung 2025 sicher, Gefahr ab 2026: Ein Überschuss deckt 2025 ab, doch drohende Defizite erfordern langfristige Reformen zur Stabilisierung.
Pflegeversicherung 2025 sicher, Gefahr ab 2026: Ein Überschuss deckt 2025 ab, doch drohende Defizite erfordern langfristige Reformen zur Stabilisierung.
Die Finanzierung der Pflegeversicherung ist für das Jahr 2025 gesichert, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion offenbart. Ein Finanzierungsüberschuss von rund 0,5 Milliarden Euro wird erwartet, was die Zahlungsfähigkeit der sozialen Pflegeversicherung sicherstellt. Ab dem Jahr 2026 könnte jedoch ein Finanzierungsdefizit entstehen, weshalb strukturelle Initiativen zur langfristigen Stabilisierung der Pflegeversicherung erforderlich sind. Ein Regierungsbericht aus dem Juli 2024, der Szenarien und Reformmöglichkeiten aufzeigt, soll als Entscheidungsgrundlage dienen. Mit der richtigen Kombination der vorgeschlagenen Instrumente könnte eine Stabilisierung der Finanzsituation auch ohne zusätzliche Beitragssatzerhöhungen möglich sein. (Quelle: aerzteblatt.de)
Hamburg investiert 380 Millionen in Rückkauf von "Pflegen & Wohnen"
Hamburg kauft für 380 Mio. Euro "Pflegen & Wohnen" zurück, um die Altenpflegeversorgung zu sichern und öffentliche Kontrolle über wichtige Dienstleistungen zu wahren.
Hamburg kauft für 380 Mio. Euro "Pflegen & Wohnen" zurück, um die Altenpflegeversorgung zu sichern und öffentliche Kontrolle über wichtige Dienstleistungen zu wahren.
Hamburg hat einen bedeutenden Schritt unternommen, um die Pflegeversorgung in der Stadt zu sichern. Die Stadt investiert 380 Millionen Euro, um das ehemals städtische Unternehmen "Pflegen & Wohnen" zurückzukaufen. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Versorgungssicherheit im Bereich der Altenpflege zu gewährleisten und dieser möglicherweise neuen Dynamik unter städtischer Führung gerecht zu werden. Die Entscheidung spiegelt Bemühungen wider, öffentliche Kontrolle über essentielle Dienstleistungen in der Pflege aufrechtzuerhalten. Dies ist insbesondere in Zeiten relevanter, wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen von Bedeutung, die durch demografische Veränderungen und den stetig wachsenden Bedarf an Pflegeplätzen hervorgerufen werden. Diese Nachricht wurde von aerztezeitung.de berichtet.
Studie zeigt rasche Resistenzentwicklung von Staphylococcus aureus
Ungarische Forscher berichten in "Science Translational Medicine": Staphylococcus aureus entwickelt schnell Resistenzen gegen neue Antibiotika.
Ungarische Forscher berichten in "Science Translational Medicine": Staphylococcus aureus entwickelt schnell Resistenzen gegen neue Antibiotika.
Szeged – Der Erreger Staphylococcus aureus entwickelt schnell Resistenzen gegen neue Antibiotika. Das zeigt eine Studie, die von ungarischen Forschern in "Science Translational Medicine" veröffentlicht wurde (2025; DOI: 10.1126/scitranslmed.adl2103). Die Forscher betonen, dass derzeit verschiedene Antibiotikakandidaten in der Entwicklung sind, die auf grampositive Erreger abzielen. Jedoch sei die langfristige Nützlichkeit dieser Mittel fraglich. Diese Ergebnisse werfen ein ernstes Licht auf die Herausforderungen in der Behandlung von Infektionen, unterstreicht das Ärzteblatt.
2025: Pflegeversicherung mit Überschuss, ab 2026 Reformen nötig
2025 bringt Überschuss in der Pflegeversicherung, doch ab 2026 sind Reformen für die finanzielle Stabilität dringend erforderlich.
2025 bringt Überschuss in der Pflegeversicherung, doch ab 2026 sind Reformen für die finanzielle Stabilität dringend erforderlich.
Im Jahr 2025 erwartet die Bundesregierung einen Finanzierungsüberschuss in der Pflegeversicherung von etwa 0,5 Milliarden Euro, wodurch die Zahlungsfähigkeit der sozialen Pflegeversicherung gesichert ist. In den folgenden Jahren 2026 und 2027 wird hingegen mit Finanzierungsdefiziten gerechnet, deren genaue Höhe derzeit schwer prognostizierbar ist. Um die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung längerfristig zu sichern, seien ab 2026 strukturelle Maßnahmen erforderlich. Ein im Juli 2024 vom Bundeskabinett verabschiedeter Bericht skizziert Szenarien und Reformoptionen, die helfen könnten, die Finanzsituation auch ohne Anhebung der Beitragssätze zu stabilisieren. Diese Ausführungen basieren auf der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion, wie die Pressestelle des Deutschen Bundestages mitteilt.
Zivilorganisationen warnen vor Frühstart der elektronischen Patientenakte
Zivilorganisationen warnen Gesundheitsminister Lauterbach vor einem verfrühten Start der elektronischen Patientenakte und fordern die Behebung von Sicherheitslücken.
Zivilorganisationen warnen Gesundheitsminister Lauterbach vor einem verfrühten Start der elektronischen Patientenakte und fordern die Behebung von Sicherheitslücken.
Vor einem vorzeitigen Start der elektronischen Patientenakte (ePA) warnen verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen in einem Schreiben an Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Laut dem Deutschen Ärzteblatt haben unter anderem der Verbraucherzentrale Bundesverband, die Deutsche Aidshilfe und der Chaos Computer Club den Appell unterzeichnet. Die Organisationen fordern, dass Sicherheitslücken behoben und Bedenken ernst genommen werden, bevor die ePA bundesweit eingeführt wird. Ein umfassender Einbezug von Patienten, Ärzten und digitalen Organisationen im Bewertungsprozess sei notwendig, um Vertrauen aufzubauen. Laut Bernhard Rohleder vom Digitalwirtschaftsverband Bitkom bietet die ePA die Chance, Behandlungsprozesse zu optimieren. Eine positive Bewertung der Modellregionen sei entscheidend für den nationalen Roll-out, der frühestens in vier Wochen stattfinden könnte.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
14.01.2025
DBfK fordert Aufwertung der Pflegeberufe vor Bundestagswahl
Der DBfK fordert zum Wahljahr eine dringend nötige Aufwertung der Pflegeberufe, inklusive Gesetzesreform, Akademisierung und Anerkennung ausländischer Fachkräfte.
Der DBfK fordert zum Wahljahr eine dringend nötige Aufwertung der Pflegeberufe, inklusive Gesetzesreform, Akademisierung und Anerkennung ausländischer Fachkräfte.
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat im Vorfeld der Bundestagswahl ein Forderungspapier vorgelegt, das auf die dringende Notwendigkeit einer Aufwertung der Pflegeberufe hinweist. Laut DBfK-Präsidentin Vera Lux sollte die „Schlüsselrolle“ der Pflege bei zukünftigen Gesundheitsreformen verstärkt berücksichtigt werden. Der Verband fordert eine Umverteilung der Aufgaben zwischen Gesundheitsberufen, um Kuration, Gesundheitsförderung und Prävention zu stärken. Der Entwurf für ein Pflegekompetenzgesetz wird als richtiger Ansatz angesehen, jedoch sei eine Umsetzung ohne Verzögerung durch die kommende Regierung erforderlich, betont der Verband. Zudem wird der Ausbau der Akademisierung und eine vereinfachte Anerkennung ausländischer Fachkräfte gefordert. Die Zahl der Pflegebedürftigen ist laut Statistischem Bundesamt innerhalb von zwei Jahren um etwa 700.000 auf derzeit rund 5,7 Millionen gestiegen. Der DBfK spricht sich auch für eine Weiterentwicklung der generalistischen Pflegeausbildung aus. (Quelle: Ärztezeitung.de)
Offener Brief: Forderung nach mehr Sicherheit in der elektronischen Patientenakte
Organisationen fordern in einem offenen Brief an Minister Lauterbach mehr Sicherheit und Datenschutz in der elektronischen Patientenakte.
Organisationen fordern in einem offenen Brief an Minister Lauterbach mehr Sicherheit und Datenschutz in der elektronischen Patientenakte.
Verschiedene Organisationen haben Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in einem offenen Brief aufgefordert, die Sicherheitslücken in der elektronischen Patientenakte (ePA) zu schließen. Die Absender des Briefes betonen, dass die Interessen der Patienten dabei ernst genommen werden müssen. Die Einführung der ePA sorgt weiterhin für Diskussionen in der Gesundheitsbranche, wobei sowohl Chancen als auch Risiken im Umgang mit den digitalen Gesundheitsdaten gesehen werden. Dieser Sachverhalt wurde von der Ärzte Zeitung berichtet.
Unklarheit über Suizidhilfe: DGHS fordert mehr Aufklärung in Deutschland
Die DGHS fordert Aufklärung zur Suizidhilfe, da viele Deutsche fälschlich glauben, sie sei strafbar, obwohl das Bundesverfassungsgericht 2020 die Legalisierung bestätigt hat.
Die DGHS fordert Aufklärung zur Suizidhilfe, da viele Deutsche fälschlich glauben, sie sei strafbar, obwohl das Bundesverfassungsgericht 2020 die Legalisierung bestätigt hat.
Im Jahr 2020 hat das Bundesverfassungsgericht die Suizidhilfe legalisiert. Eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) zeigt jedoch, dass viele Deutsche darüber nicht informiert sind. Während 84 Prozent der Befragten Suizidassistenz für möglich halten, geht fast die gleiche Zahl fälschlicherweise davon aus, dass sie strafbar sei. Robert Roßbruch, Präsident der DGHS, fordert deshalb mehr Aufklärung über die Rechtslage, um das Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben besser nutzen zu können. Im Jahr 2024 hat die DGHS 171 Menschen bei ihrem Freitod begleitet. Hauptmotive für den assistierten Suizid waren Multimorbidität, Lebenssattheit und schwere Erkrankungen. Auch die medizinische Fachwelt müsse besser informiert werden, um den Eindruck einer rechtlichen Grauzone zu vermeiden, betonte Roßbruch laut aerztezeitung.de. Ob der Bundestag nach der kommenden Wahl erneut über ein Sterbehilfegesetz beraten wird, bleibt unklar.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
13.01.2025
Wirksamkeit von Cremes gegen Druckgeschwüre bleibt unklar, Studien nötig
Die Wirksamkeit von Cremes gegen Druckgeschwüre bleibt unklar; weitere Studien sind nötig, so Forscher der Cochrane Database of Systematic Reviews.
Die Wirksamkeit von Cremes gegen Druckgeschwüre bleibt unklar; weitere Studien sind nötig, so Forscher der Cochrane Database of Systematic Reviews.
In einer Übersichtsarbeit in der Cochrane Database of Systematic Reviews haben Forscher festgestellt, dass es unklar ist, ob topische Mittel wie Cremes, Lotionen und Öle effektiv zur Vermeidung von Druckgeschwüren bei Risikopersonen eingesetzt werden können. Druckgeschwüre, auch Dekubiti genannt, entstehen, wenn die Haut oder das darunter liegende Gewebe durch anhaltenden Druck verletzt wird und treten häufig in medizinischen Einrichtungen auf. Die Cochrane-Arbeitsgruppe weist darauf hin, dass weitere Studien notwendig sind, um die Wirksamkeit dieser Mittel zu überprüfen. Diese Erkenntnisse könnten wesentliche Implikationen für die Pflegepraxis und das Gesundheitsmanagement in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen haben, da sie die Behandlungsmethoden für Patienten mit einem Risiko für Druckgeschwüre beeinflussen könnten (Quelle: aerzteblatt.de).
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