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Pflegepolitik und Recht
13.01.2025
Intensivpflege in BaWü gesichert, aber Vergütungsverträge stocken
Die Versorgung in der außerklinischen Intensivpflege bleibt in BaWü gesichert, doch stockende Vergütungsverträge gefährden langfristig die Pflegequalität.
Die Versorgung in der außerklinischen Intensivpflege bleibt in BaWü gesichert, doch stockende Vergütungsverträge gefährden langfristig die Pflegequalität.
Die außerklinische Intensivpflege in Baden-Württemberg wird laut dem Sozialministerium für die rund 2.250 betroffenen GKV-Versicherten weiterhin gewährleistet. Jedoch verläuft die Aushandlung von Vergütungsverträgen zwischen Krankenkassen und Pflegeanbietern schleppend. Bisher gibt es lediglich 69 abgeschlossene Vergütungsvereinbarungen. Diese Situation könnte auf lange Sicht die Versorgung der Patienten beeinflussen, wenn keine Beschleunigung der Vertragsverhandlungen erreicht wird. Experten betonen die Notwendigkeit effizienterer Prozesse, um die Pflegequalität sicherzustellen. (Quelle: Ärztezeitung)
Schleppender Fortschritt bei Intensivpflege-Verhandlungen in Baden-Württemberg
Verzögerte Vergütungsverhandlungen gefährden langfristige Versorgung: Bisher nur 69 Verträge zur Intensivpflege in Baden-Württemberg abgeschlossen.
Verzögerte Vergütungsverhandlungen gefährden langfristige Versorgung: Bisher nur 69 Verträge zur Intensivpflege in Baden-Württemberg abgeschlossen.
Die Versorgung mit außerklinischer Intensivpflege ist für die rund 2.250 betroffenen GKV-Versicherten in Baden-Württemberg gesichert, beteuert das Sozialministerium Baden-Württemberg in einer Antwort. Trotz dessen kommt es nur schleppend zu Vergütungsvereinbarungen zwischen den Krankenkassen und den Anbietern von Intensivpflegeleistungen im Südwesten. Bisher wurden lediglich 69 entsprechende Verträge abgeschlossen, was auf einen mühsamen Fortschritt bei den Verhandlungen hindeutet. Fachkreise und Angehörige von Pflegebedürftigen sind auf die Ergebnisse dieser Vereinbarungen angewiesen, um sicherzustellen, dass die Versorgung der Patienten auch langfristig gesichert bleibt. Diese Entwicklung ist nicht nur für die betroffenen Familien und Pflegeinstitutionen von Bedeutung, sondern auch für die politischen Entscheidungsträger, die sich mit der effektiven Umsetzung der Pflegeleistungen in der Region auseinandersetzen müssen. Die Information stammt von der "Ärzte Zeitung".
Versicherungsbeiträge steigen deutlich in GKV und PKV über 10 Jahre
Über 10 Jahre steigen Beiträge in GKV und PKV kontinuierlich an, wie eine Regierungsantwort zeigt: GKV von 3.510€ (2014) auf 4.724€ (2023), PKV von 4.970€ auf 6.549€.
Über 10 Jahre steigen Beiträge in GKV und PKV kontinuierlich an, wie eine Regierungsantwort zeigt: GKV von 3.510€ (2014) auf 4.724€ (2023), PKV von 4.970€ auf 6.549€.
Die Bundestagsnachrichten haben bekannt gegeben, dass die Versicherungsbeiträge in der gesetzlichen (GKV) und privaten Krankenversicherung (PKV) in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen sind. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gruppe Die Linke hervor. Die jährlichen Beitragseinnahmen je GKV-Mitglied stiegen von etwa 3.510 Euro im Jahr 2014 auf 4.724 Euro im Jahr 2023. Auch in der PKV gab es einen Anstieg des durchschnittlichen Jahresbeitrags von etwa 4.970 Euro im Jahr 2014 auf 6.549 Euro im Jahr 2023. Versicherte im PKV-Basistarif profitieren häufig von ermäßigten Beiträgen aufgrund von Hilfebedürftigkeit, wie die Bundesregierung unter Verweis auf den PKV-Verband mitteilte.
Testphase der elektronischen Patientenakte in Deutschland geplant
Die Testphase zur Einführung der elektronischen Patientenakte in Deutschland startet bald, um Sicherheitsbedenken und technische Hürden zu prüfen.
Die Testphase zur Einführung der elektronischen Patientenakte in Deutschland startet bald, um Sicherheitsbedenken und technische Hürden zu prüfen.
Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) für alle in Deutschland steht vor einer genauen Prüfung im Rahmen einer Testphase, bevor ein flächendeckender Roll-out erfolgt, erklärte der Geschäftsführer der Gematik, Florian Hartge, während einer Onlineveranstaltung der Digitalagentur. Ursprünglich war der Start der Testphase für den 15. Januar in drei Modellregionen mit rund 270 Leistungserbringern geplant, gefolgt von einer raschen Erweiterung auf alle Arztpraxen. Sicherheitsbedenken und technische Herausforderungen könnten jedoch zu Verzögerungen führen. Die teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte werden unter anderem in Interviews zur Technik der ePA und ihrer Integration in bestehende Systeme befragt. Die Erkenntnisse sollen Entscheidungsgrundlage für den weiteren Ausbau sein. Hartge betonte die Wichtigkeit von Positivbeispielen im Umgang mit der ePA. Im Februar stehen Gespräche mit dem Bundesgesundheitsministerium an, um über den Roll-out zu entscheiden, berichtet das Deutsche Ärzteblatt (aerzteblatt.de).
DIVI-Generalsekretär: „Widerspruch gegen ePA-Daten irrational“
DIVI-Generalsekretär Janssens kritisiert Bedenken gegen ePA-Daten als irrational und warnt vor Risiken durch fehlende digitale Informationen in Notfällen.
DIVI-Generalsekretär Janssens kritisiert Bedenken gegen ePA-Daten als irrational und warnt vor Risiken durch fehlende digitale Informationen in Notfällen.
Der Generalsekretär der Intensiv- und Notfallmediziner-Vereinigung DIVI, Uwe Janssens, betonte laut "Augsburger Allgemeinen", dass ein Widerspruch gegen die Speicherung medizinischer Daten in der elektronischen Patientenakte (ePA) „völlig unvernünftig“ sei. Janssens warnte, dass der Verzicht auf digitale Informationen in Notfallsituationen zu gefährlichen Verzögerungen und Fehlern führen könne. Ab Mittwoch wird die ePA in Nordrhein-Westfalen, Franken und Hamburg getestet, gefolgt von einer bundesweiten Einführung. Janssens sieht das Datenschutzrisiko als gering an, da Menschen oft sensiblere Daten über Kreditkarten oder soziale Medien preisgeben. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Sicherheitsbedenken: Freie Ärzteschaft fordert Stopp der ePA-Einführung
Die Freie Ärzteschaft fordert den Stopp der ePA-Einführung, da Sicherheitslücken die Schweigepflicht gefährden und Patienten erpressbar machen könnten.
Die Freie Ärzteschaft fordert den Stopp der ePA-Einführung, da Sicherheitslücken die Schweigepflicht gefährden und Patienten erpressbar machen könnten.
Die Freie Ärzteschaft hat den sofortigen Stopp der elektronischen Patientenakte (ePA) gefordert, nachdem der Chaos Computer Club Sicherheitslücken aufgedeckt hat. Laut der Freien Ärzteschaft sollte die neue Bundesregierung den Rollout der ePA verhindern, da die derzeitige Version die Schweigepflicht der Ärzte gefährde und Patienten erpressbar werden könnten. Die Organisation steht kritisch gegenüber den Aussagen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der versichert hatte, dass die Mängel bis zum Start beseitigt werden. Dr. Silke Lüder, stellvertretende Bundesvorsitzende der Freien Ärzteschaft, betonte, dass weder gematik noch das Bundesgesundheitsministerium in der Lage seien, die Sicherheitsprobleme zu lösen, die der Chaos Computer Club identifiziert hat. Kritisiert wird zudem, dass der Zugriff auf die ePA nur über die Versichertenkarte erfolgt, ohne ausreichende Sicherheitsmaßnahmen, was ein hohes Erpressungspotenzial birgt. (Quelle: Ärztezeitung.de)
Techniker Krankenkasse fordert Flexibilität bei der digitalen Patientenakte
Die Techniker Krankenkasse fordert mehr Flexibilität bei der Gestaltung der elektronischen Patientenakte, um Innovationen zu fördern und den Wettbewerb zu stärken.
Die Techniker Krankenkasse fordert mehr Flexibilität bei der Gestaltung der elektronischen Patientenakte, um Innovationen zu fördern und den Wettbewerb zu stärken.
Die Techniker Krankenkasse fordert in einem Positionspapier zur kommenden Bundestagswahl eine flexiblere Ausgestaltung der elektronischen Patientenakte (ePA). Ab Januar wird in ausgewählten Regionen die Testphase für die digitale Akte beginnen, mit einem bundesweiten Rollout Mitte Februar. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach plant, gemeinsam mit Vertretern der Ärzteschaft und Krankenkassen, über die geplanten Schritte zu informieren. Die Techniker Krankenkasse sieht in der ePA eine Chance, diese als zentrale Plattform für Gesundheitsdaten zu etablieren. Dennoch spricht sie sich für mehr Flexibilität in der Gestaltung aus: Krankenkassen sollten die Möglichkeit haben, individuelle Angebote in die Akte einzufügen, um den Wettbewerb zu beleben. Die gematik bestimmt bislang die Funktionen der ePA, was laut der Techniker Krankenkasse Innovationen hemmen könnte. Kritische Stimmen zur Sicherheit der ePA, etwa vom Chaos Computer Club, wurden bereits laut, berichten Medien wie die "Ärzte Zeitung".
Anstieg der Krankmeldungen: Psychische Erkrankungen als Hauptursache
Zum dritten Mal in Folge steigen Krankmeldungen: Psychische Erkrankungen dominieren mit 392 Krankheitstagen pro 100 Mitglieder als Hauptursache, so die KKH.
Zum dritten Mal in Folge steigen Krankmeldungen: Psychische Erkrankungen dominieren mit 392 Krankheitstagen pro 100 Mitglieder als Hauptursache, so die KKH.
Aktuelle Zahlen der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zeigen einen weiterhin hohen Krankheitsstand in Deutschland. Im Jahr 2024 gab es pro 100 Mitglieder 206 Krankmeldungen, verglichen mit 106 im Jahr 2021. Die Zunahme von psychischen Erkrankungen, vor allem Anpassungsstörungen, Depressionen und chronische Erschöpfung, wird als eine Hauptursache betrachtet. Psychische Erkrankungen führten zu 392 Krankheitstagen pro 100 Mitglieder, gegenüber 298 Tagen im Jahr 2017, so die KKH laut einem Bericht der Ärztezeitung. Auch Muskel-Skelett-Erkrankungen trugen erheblich zum hohen Krankenstand bei. Die Einführung der elektronischen Krankschreibung wird ebenfalls als Faktor genannt. Antje Judick, Arbeitspsychologin bei der KKH, rät Arbeitgebern, sich intensiver mit psychischen Erkrankungen auseinanderzusetzen und Mitarbeitern bessere Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Sie warnt zudem vor den negativen Auswirkungen der Wiedereinführung eines Karenztages, der den Lohn am ersten Krankheitstag streichen würde. Vertrauen und Wertschätzung seien entscheidend für gesunde Mitarbeiter.
Patientenverfügung konkret formulieren: Tipps der Verbraucherzentrale
Die Verbraucherzentrale rät, Patientenverfügungen konkret zu formulieren, um klare Wünsche im Krankheitsfall festzulegen. Ein Online-Tool unterstützt dabei.
Die Verbraucherzentrale rät, Patientenverfügungen konkret zu formulieren, um klare Wünsche im Krankheitsfall festzulegen. Ein Online-Tool unterstützt dabei.
Wer eindeutige und wirksame Wünsche bezüglich medizinischer Behandlungen im Krankheitsfall äußern möchte, sollte eine Patientenverfügung konkret formulieren. Allgemeine Formulierungen sind unzureichend, wie die Verbraucherzentrale betont. Es ist wichtig, verschiedene Krankheitszustände und die jeweiligen medizinischen Maßnahmen detailliert zu beschreiben. Eine schriftliche und unterschriebene Patientenverfügung ist erforderlich, und eine regelmäßige Überprüfung im Abstand von drei Jahren wird empfohlen. Unterstützend kann die Erstellung zusätzlicher Dokumente, wie einer Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht, helfen. Die Verbraucherzentrale bietet ein Online-Tool, um eine individuelle Patientenverfügung zu erstellen. Dieses ermöglicht es Nutzern, interaktiv eine angepasste Verfügung zu erarbeiten, die am Ende ausgedruckt und unterschrieben werden muss. Empfehlungen zur Aufbewahrung und Registrierung der Verfügung im Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer werden ebenfalls gegeben.
Krankenkassenbeiträge steigen auf 17,5%: Lauterbach fordert rasche Reformen, um Anstieg auf 20% zu verhindern und setzt auf Vorbeugemedizin.
Krankenkassenbeiträge steigen auf 17,5%: Lauterbach fordert rasche Reformen, um Anstieg auf 20% zu verhindern und setzt auf Vorbeugemedizin.
Im Gesundheitswesen Deutschlands steigen die Kosten stetig. Dies führte dazu, dass zahlreiche Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge längst erhöhten. So stieg der durchschnittliche Beitrag auf etwa 17,5 Prozent, wie die Techniker Krankenkasse berichtete. Arbeitnehmer müssen die Hälfte dieser Beiträge aus ihrem Bruttolohn leisten. Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, warnt in der Süddeutschen Zeitung, dass ohne Reformen die Krankenkassenbeiträge sogar bis auf 20 Prozent ansteigen könnten. Der Gesetzgeber müsse dringend gegensteuern, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) spricht sich für umfassende Strukturreformen aus und betont, dass ansonsten die Kosten "erbarmungslos" weiter steigen werden. Lauterbach fordert zudem eine stärkere Vorbeugemedizin, um Krankheiten wie Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern. aerzteblatt.de berichtet auch über die Potenziale der elektronischen Patientenakte, die zunächst in einigen Modellregionen getestet wird.
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