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Medizin, Gesundheit und Prävention
17.01.2025
DEGAM veröffentlicht Leitlinie zu Suizidassistenz in Primärversorgung
DEGAM setzt mit neuer Leitlinie zur Suizidassistenz in der Primärversorgung einen wichtigen Akzent für mehr Sicherheit bei Ärzten und Patienten.
DEGAM setzt mit neuer Leitlinie zur Suizidassistenz in der Primärversorgung einen wichtigen Akzent für mehr Sicherheit bei Ärzten und Patienten.
Die DEGAM hat eine Leitlinie zum Umgang mit dem Wunsch nach Suizidassistenz in der Primärversorgung veröffentlicht. Diese Leitlinie war bereits seit langem überfällig und bietet Ärzten sowie Patienten mehr Sicherheit in ihrem Handlungsspielraum. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) betont die Unverzichtbarkeit eines hausärztlichen Primärversorgungssystems. Ein möglicher Beginn könnte ein Hausarztzentrierter Versorgungstarif (HZV-Tarif) der Krankenkassen sein. Trotz des Fehlens einer Entbudgetierung gibt der Hausärzteverband Grund zur Hoffnung, da viele Wahlprogramme der kommenden Legislaturperiode die Förderung der hausärztlichen Versorgung beinhalten, wie auf der Website der „Ärzte Zeitung“ berichtet wird.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
16.01.2025
Brandenburg plant "stambulante" Versorgung für bessere Patientenbetreuung
Brandenburg initiiert "stambulante" Versorgung zur engeren Verzahnung ambulanter und stationärer Leistungen, um die Patientenbetreuung effizienter zu gestalten.
Brandenburg initiiert "stambulante" Versorgung zur engeren Verzahnung ambulanter und stationärer Leistungen, um die Patientenbetreuung effizienter zu gestalten.
In Brandenburg soll die ambulante und stationäre Versorgung enger verzahnt werden, berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Gesundheitsministerin Britta Müller formulierte das Konzept einer "stambulanten" Versorgung, die ambulante und stationäre Leistungen an einem Ort kombiniert. Ziel ist eine Überwindung der zweigeteilten Bedarfsplanung zwischen Ländern und Kassenärztlichen Vereinigungen. Michael Zaske vom brandenburgischen Gesundheitsministerium betonte auf dem Neujahrsempfang des Vereins Gesundheitsstadt Berlin, dass mehrere Bundesländer diese Planung unterstützen. Brandenburg prüft juristische Möglichkeiten zur Umsetzung, da vom Bund noch kein Handeln zu erwarten ist. Das gemeinsame Landesgremium, bestehend aus verschiedenen Gesundheitspartnern, fordert gesetzliche Regelungen für eine bessere Verzahnung. Das Ministerium sieht in der sektorenübergreifenden Planung Chancen für eine effizientere und patientenzentrierte Versorgung. Ein Arbeitskreis wird Vorschläge für die Umsetzung auf Landesebene erarbeiten.
Brandenburger Kassenärzte warnen vor Populismus im Gesundheitswahlkampf
Brandenburger Kassenärzte mahnen zu realistischen Lösungen statt populistischer Wahlversprechen im Gesundheitswahlkampf, um echte Probleme anzugehen.
Brandenburger Kassenärzte mahnen zu realistischen Lösungen statt populistischer Wahlversprechen im Gesundheitswahlkampf, um echte Probleme anzugehen.
In Brandenburg warnt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) vor populistischen Gesundheitsversprechen im Wahlkampf. Diese Versprechen, obwohl populär, adressieren nicht die zentralen Probleme wie den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. Solche Wahlversprechen könnten die öffentliche Meinung beeinflussen, bieten aber keine nachhaltigen Lösungen für bestehende Herausforderungen im Gesundheitssektor, berichtet die Ärzte Zeitung. Die Brandenburger Kassenärzte fordern deswegen eine realistische und lösungsorientierte Diskussion über die gesundheitspolitischen Herausforderungen des Landes.
Harninkontinenz: Dringender Appell für individuelle Therapieansätze
Individuelle Therapieansätze bei Harninkontinenz dringend benötigt: Experten fordern mehr Offenheit und spezialisierte Versorgung für Betroffene.
Individuelle Therapieansätze bei Harninkontinenz dringend benötigt: Experten fordern mehr Offenheit und spezialisierte Versorgung für Betroffene.
Die Harninkontinenz stellt weiterhin ein Tabuthema dar, obwohl es sich um eine häufige und bedeutende Erkrankung, insbesondere bei älteren Menschen, handelt. Laut einem Geriater sind die Ursachen und Folgen der Inkontinenz vielfältig und können erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben. Wichtig ist, dass die Therapie individuell auf den Patienten abgestimmt wird. Dieser Appell verdeutlicht die Dringlichkeit eines offenen Umgangs mit dem Thema und der Notwendigkeit, betroffene Patienten angemessen zu versorgen. Dies unterstreicht die Bedeutung einer umfassenden geriatriche Betreuung und einer interdisziplinären Herangehensweise bei der Behandlung. Weitere Details finden sich im vollständigen Beitrag auf aerztezeitung.de.
G-BA beschließt Anpassungen zur Datennutzung für Qualitätssicherung
Der G-BA ändert Datensatzbeschreibungen zur Qualitätssicherung ab sofort. Wichtige Infos für Pflegefachkräfte und Einrichtungen: Neue Prozesse einhalten!
Der G-BA ändert Datensatzbeschreibungen zur Qualitätssicherung ab sofort. Wichtige Infos für Pflegefachkräfte und Einrichtungen: Neue Prozesse einhalten!
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 4. Dezember 2024 einen Beschluss zur Änderung der Datensatzbeschreibungen für die sekundäre Datennutzung für das Erfassungsjahr 2023 gefasst. Dieser Beschluss tritt mit dem Beschlussdatum in Kraft und modifiziert den Beschluss von 4. September 2024. Die Änderungen betreffen die datengestützte, einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung gemäß der Richtlinie des G-BA. Für Fachkräfte im Pflege- und Gesundheitsbereich sowie für Führungskräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind diese Anpassungen von Bedeutung, da sie direkten Einfluss auf Qualitätssicherungsprozesse haben können. Die vollständigen Beschlussunterlagen sind auf der Webseite des G-BA verfügbar.
BAG-Urteil stärkt Arbeitgeberrechte bei Krankschreibungen aus dem Ausland
Das Bundesarbeitsgericht stärkt Arbeitgeberrechte: Auslands-Krankschreibungen sind nun leichter anfechtbar bei Zweifeln am Beweiswert, urteilt das BAG.
Das Bundesarbeitsgericht stärkt Arbeitgeberrechte: Auslands-Krankschreibungen sind nun leichter anfechtbar bei Zweifeln am Beweiswert, urteilt das BAG.
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat ein wegweisendes Urteil über den Beweiswert von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus Nicht-EU-Ländern gefällt. Demnach dürfen Arbeitgeber diese Atteste künftig genauso anfechten wie inländische AU-Bescheinigungen, wenn „in der Gesamtschau ernsthafte Zweifel“ an deren Beweiswert bestehen. Anlass für das Urteil war der Fall eines Lagerarbeiters aus Bayern, der sich nach seinem Urlaub in Tunesien mit einem Attest eines tunesischen Arztes krankmeldete. Trotz attestierter Reiseunfähigkeit reiste er nach Deutschland zurück. Sein Arbeitgeber verweigerte daraufhin die Lohnfortzahlung. In erster Instanz hatte das Landesarbeitsgericht (LAG) München dem Mitarbeiter Recht gegeben, das BAG hob dieses Urteil jedoch auf und verwies den Fall zur weiteren Klärung an das LAG zurück. Der Fall offenbart, dass Arbeitgeber gründliche Nachweise fordern können, wenn der Verdacht einer unbegründeten Krankschreibung besteht. Diese Entscheidung stärkt die Rechte der Arbeitgeber erheblich.
ePA-Rollout im Frühjahr: Lauterbach verspricht Sicherheit und Entlastung
Gesundheitsminister Lauterbach kündigt den ePA-Rollout für März oder April an, verspricht Sicherheit vor Massenangriffen und Entlastung überfüllter Arztpraxen.
Gesundheitsminister Lauterbach kündigt den ePA-Rollout für März oder April an, verspricht Sicherheit vor Massenangriffen und Entlastung überfüllter Arztpraxen.
Der bundesweite Roll-out der elektronischen Patientenakte (ePA) steht bevor, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach ankündigt. Laut Lauterbach soll die Einführung im März oder April erfolgen. Die ePA sei mit absoluter Sicherheit gegen "Massenangriffe" geschützt. Angesichts überfüllter Arztpraxen verspreche die ePA eine deutliche Entlastung, so der Minister. Die Einführung der ePA ist Teil der digitalen Transformation im Gesundheitswesen, wobei der Datenschutz weiterhin ein umstrittenes Thema bleibt. Nutzer, insbesondere Ärztinnen und Ärzte, erwarten nicht nur eine optimierte Patientenversorgung, sondern auch administrative Erleichterungen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Long-COVID: Jeder 20. Patient kämpft nach 6 Monaten mit Folgen
Long-COVID belastet jeden 20. Patienten auch nach 6 Monaten, zeigt eine US-Studie. Erhebliche Beschwerden erschweren Rückkehr in Beruf und Alltag.
Long-COVID belastet jeden 20. Patienten auch nach 6 Monaten, zeigt eine US-Studie. Erhebliche Beschwerden erschweren Rückkehr in Beruf und Alltag.
Bei einigen Menschen sind die postakuten Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion, bekannt als Long-COVID, so gravierend, dass die Rückkehr in das Privatleben und den Arbeitsalltag stark erschwert wird. Wie aus neuen Daten der US-amerikanischen RECOVER-Studie, veröffentlicht im Journal of General Internal Medicine, hervorgeht, berichtet jeder zwanzigste Patient auch sechs Monate nach der Infektion über anhaltende Beschwerden. Die Studie verdeutlicht die Langzeitfolgen von COVID-19 und wirft ein Licht auf den Unterstützungsbedarf der Betroffenen bei der Wiedereingliederung in ihren Alltag. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt)
AGVP fordert Abschaffung des Pflegebevollmächtigten-Amtes in Berlin
Der AGVP verlangt die Abschaffung des Pflegebevollmächtigten-Amtes, um pragmatischere Prioritäten in der Pflegepolitik zu setzen.
Der AGVP verlangt die Abschaffung des Pflegebevollmächtigten-Amtes, um pragmatischere Prioritäten in der Pflegepolitik zu setzen.
In Berlin fordert der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) die Abschaffung des Amts des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung. Der Verband erklärte, die nächste Regierung müsse in der Pflege klare Prioritäten setzen. Die Abschaffung des Amtes wäre ein erster Schritt hin zu einer pragmatischen Politik, anstelle von Symbolpolitik. Das Amt sei symptomatisch für die Unzulänglichkeiten der bisherigen Pflegepolitik, die sich durch Gesprächsrunden und kostenintensive Maßnahmen auszeichne, während grundsätzliche Probleme wie das Heimsterben und die Versorgungskrise ungelöst blieben. Pflegeverbände und Arbeitgeberseite drängen gleichzeitig auf eine umfassende Reform, die eine nachhaltige Finanzierung, bessere Arbeitsbedingungen und verstärkte Nachwuchsförderung umfassen sollte. Die ursprüngliche Meldung erschien im Deutschen Ärzteblatt.
Einführung der elektronischen Patientenakte sorgt für Kontroversen
Die Einführung der elektronischen Patientenakte sorgt für Diskussionen, während Datenschützer auf Bedenken hinweisen und Gesundheitsminister Lauterbach Sicherheit verspricht.
Die Einführung der elektronischen Patientenakte sorgt für Diskussionen, während Datenschützer auf Bedenken hinweisen und Gesundheitsminister Lauterbach Sicherheit verspricht.
Der Start der elektronischen Patientenakte (ePA) für alle rückt näher, voraussichtlich im März oder April, wie Gesundheitsminister Lauterbach bekanntgab, berichtet die Ärzte Zeitung (aerztezeitung.de). Laut Lauterbach soll die ePA mit hundertprozentiger Sicherheit vor "Massenangriffen" geschützt sein, was angesichts der sensiblen Daten von hoher Bedeutung ist. Derweil zeigt sich, dass die Einführung der ePA in der Gesundheitsbranche kontrovers diskutiert wird. MEDI Baden-Württemberg hat mit einer Kampagne begonnen, um auf Risiken und Nebenwirkungen der digitalen Akte hinzuweisen. Auch die Ärztekammer Nordrhein sieht noch Verbesserungspotential. Datenschützer, insbesondere in Niedersachsen, weisen auf das Recht der Versicherten hin, Widerspruch gegen die Einführung der ePA einzulegen. Diese Entwicklungen und Diskussionen zeigen die vielseitigen Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen auf.
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