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Finanzen und Versicherung
22.01.2025
GKV-Beiträge könnten in zehn Jahren auf 20 Prozent steigen
GKV-Beiträge drohen in zehn Jahren 20 Prozent zu erreichen, warnt das IGES-Institut – Politik soll gegensteuern, um über 50% Sozialabgaben zu vermeiden.
GKV-Beiträge drohen in zehn Jahren 20 Prozent zu erreichen, warnt das IGES-Institut – Politik soll gegensteuern, um über 50% Sozialabgaben zu vermeiden.
Bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist zukünftig nicht mit einem Ende der Beitragssatzsteigerungen zu rechnen. Laut einer Projektion des Berliner IGES-Instituts könnten sich die Beiträge, die aktuell bei durchschnittlich 17,5 Prozent liegen, in den nächsten zehn Jahren auf 20 Prozent erhöhen, so berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Die DAK-Gesundheit weist darauf hin, dass der Beitragssatz bereits zu Jahresbeginn von 16,3 auf 17,5 Prozent gestiegen ist. Dies sei der höchste Beitragssatzanstieg in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Lohnnebenkosten betragen derzeit 42,3 Prozent – geteilt zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. DAK-Vorstandschef Andreas Storm warnt vor einem neuen Anstieg, sollte die Politik nicht gegensteuern. Er fordert, dass die zukünftige Bundesregierung Maßnahmen ergreift, um die Finanzierungsprobleme im Sozialsystem zu bewältigen, da ohne Eingriff die Beiträge der Sozialversicherungen die 50-Prozent-Marke überschreiten könnten.
Sozialgericht: Post-COVID-Syndrom kann als Berufskrankheit gelten
Das Sozialgericht Heilbronn erkennt Post-COVID-Syndrom erstmals als Berufskrankheit an, was wegweisend für beruflich erkrankte Pflegekräfte sein könnte.
Das Sozialgericht Heilbronn erkennt Post-COVID-Syndrom erstmals als Berufskrankheit an, was wegweisend für beruflich erkrankte Pflegekräfte sein könnte.
Das Sozialgericht Heilbronn hat entschieden, dass ein Post-COVID-Syndrom als Berufskrankheit anerkannt werden kann, berichtet die "Ärzte Zeitung". Laut Urteil vom 21. Januar 2025 seien die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Post-COVID inzwischen ausreichend. Dies folgte aus der Klage eines ehemaligen Krankenpflegers, der 2020 an COVID-19 erkrankte und anschließend ein Post-COVID-Syndrom entwickelte, das ihn arbeitsunfähig machte. Die Unfallkasse hatte dies bisher nicht als Arbeitsunfall anerkannt, doch das Gericht beurteilte die typischen Symptome wie Fatigue und kognitive Störungen als häufige Folge einer COVID-Infektion und verwies auf bestehende Leitlinien. Das Urteil ist derzeit noch nicht rechtskräftig.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
22.01.2025
Brandenburg plant engere Verzahnung von Krankenhaus- und Ambulanzplanung
Brandenburgs Gesundheitsministerin will Krankenhaus- und Ambulanzplanung enger verzahnen, um die Gesundheitsversorgung durch regionale Gesundheitszentren zu sichern.
Brandenburgs Gesundheitsministerin will Krankenhaus- und Ambulanzplanung enger verzahnen, um die Gesundheitsversorgung durch regionale Gesundheitszentren zu sichern.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller hat beim Parlamentarischen Abend der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) in Potsdam betont, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen der Krankenhausplanung und der ambulanten Planung notwendig sei, um die Versorgung im Land sowohl stationär als auch ambulant zu sichern. Sie betonte, dass die Krankenhausreform auch die ambulanten Strukturen beeinflussen werde. Müller sprach sich für eine weitergehende Einbindung des Landes in die ambulante Bedarfsplanung sowie der Kassenärztlichen Vereinigung in die Krankenhausplanung aus. Ziel sei die Entwicklung von Krankenhausstandorten zu regionalen Gesundheitszentren, wobei die „stambulante Versorgung“, ein Mix aus stationärer und ambulanter Versorgung, im Fokus stehe. Zudem kündigte Müller an, das Brandenburger Landärztestipendium fortsetzen zu wollen, trotz schwieriger Haushaltslage. Bundespolitisch will sie sich für eine bessere Betriebskostenfinanzierung und die Beteiligung des Bundes am Transformationsfonds einsetzen.
Neue Studie: Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern wichtiger als Symptomatik
Studie zeigt: Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern ist entscheidend für die Prognose, unabhängig von Symptomen – Therapien wie Katheterablation bieten Nutzen.
Studie zeigt: Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern ist entscheidend für die Prognose, unabhängig von Symptomen – Therapien wie Katheterablation bieten Nutzen.
Vorhofflimmern, ob es sich symptomatisch bemerkbar macht oder nicht, hat offenbar keinen Einfluss auf die Prognose der Erkrankung, sondern lediglich auf die Lebensqualität der Betroffenen. Laut einer Metaanalyse schlagen die Autoren vor, rhythmuskontrollierende Therapien breiter einzusetzen, unabhängig von der Symptomatik. So könnte insbesondere die Behandlung mit Katheterablation einen weiterreichenden Nutzen bieten. Ein systematisches Review deutet darauf hin, dass diese Methode nicht nur die Symptome von Vorhofflimmern bekämpft, sondern in einer bestimmten Patientenuntergruppe sogar die Mortalität senken kann. Die Ergebnisse, die auf aerztezeitung.de veröffentlicht wurden, unterstreichen die Notwendigkeit, therapeutische Ansätze bei Vorhofflimmern intensiv zu überprüfen und gegebenenfalls auszuweiten.
Ernährungsmanagement im Alter: Schlüssel zur besseren Hautgesundheit
Eine ausgewogene Ernährung im Alter fördert nicht nur die Gesundheit, sondern verbessert auch die Hautgesundheit und unterstützt die Wundheilung.
Eine ausgewogene Ernährung im Alter fördert nicht nur die Gesundheit, sondern verbessert auch die Hautgesundheit und unterstützt die Wundheilung.
Mangelernährung ist bei älteren Menschen eine bedeutende Ursache für erhöhte Morbidität und Mortalität. Wie "Ärzte Zeitung" berichtet, ist eine ausgewogene Ernährung nicht nur essenziell für die allgemeine Gesundheit, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle für die Hautgesundheit. Sie unterstützt die Geweberegeneration und Wundheilung, beides wichtige Aspekte, vor allem für die Gesundheit im Alter. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, bei der Betreuung älterer Menschen auf eine ausreichende Nährstoffversorgung zu achten, um so Hauterkrankungen und verzögerte Wundheilung zu vermeiden. Ein adäquates Ernährungsmanagement könnte folglich die Lebensqualität und Gesundheit älterer Menschen erheblich verbessern.
Selbsttötungsassistenz in Deutschland seit 2020 straflos: Was erlaubt ist
Seit 2020 straflos: Vereine und medizinisches Fachpersonal dürfen in Deutschland bei der Selbsttötung helfen, jedoch bleibt aktive Sterbehilfe strafbar.
Seit 2020 straflos: Vereine und medizinisches Fachpersonal dürfen in Deutschland bei der Selbsttötung helfen, jedoch bleibt aktive Sterbehilfe strafbar.
Seit 2020 ist die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung in Deutschland straflos, wie die Verbraucherzentrale berichtet. Dies bedeutet, dass Vereine sowie medizinisches Fachpersonal Patienten bei der Selbsttötung unterstützen dürfen, indem sie etwa Medikamente bereitstellen. Ein solcher Eingriff muss jedoch vom Betroffenen selbst vorgenommen werden. Passive Sterbehilfe, bei der lebenserhaltende Maßnahmen nicht begonnen oder abgebrochen werden, bleibt ebenfalls straflos, sofern sie dem Willen des Betroffenen entspricht. Dies kann in einer Patientenverfügung festgelegt werden, die als wichtige Vorsorgemaßnahme gilt. Hingegen ist die aktive Sterbehilfe, also die direkte Tötung auf Verlangen eines Patienten, weiterhin strafbar nach § 216 des Strafgesetzbuches. Solche Regelungen sind entscheidend für die individuelle Autonomie am Lebensende und unterstreichen die Bedeutung, Vorsorgedokumente klar und präzise zu formulieren, um den eigenen Willen durchzusetzen, wie auf den Seiten der Verbraucherzentrale weiter ausgeführt wird.
DAK warnt: GKV-Beiträge könnten ohne Reform auf 20 Prozent steigen
DAK-Chef warnt: Stagnieren Reformen, drohen GKV-Beiträge auf 20 Prozent zu steigen, was eine bessere Patientensteuerung erforderlich macht.
DAK-Chef warnt: Stagnieren Reformen, drohen GKV-Beiträge auf 20 Prozent zu steigen, was eine bessere Patientensteuerung erforderlich macht.
DAK-Chef Andreas Storm warnt vor einem drastischen Anstieg der Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf 20 Prozent, sollte keine finanzielle Konsolidierung erfolgen. Laut Storm befindet sich die Ärzteschaft in einer Schlüsselposition, um die Finanzen zu stabilisieren. Er schlägt vor, dass Ärzte zusammen mit den Krankenkassen ein Modell zur besseren Patientensteuerung entwickeln sollten. Dies sei laut Storm notwendig, um die weitere finanzielle Belastung der GKV zu vermeiden. Quelle: Ärztezeitung.de
DAK-Chef fordert Sofortprogramm zur Stabilisierung der Sozialkassen
DAK-Chef Storm fordert ein Sofortprogramm zur Stabilisierung der Sozialkassen, um drastische Beitragssteigerungen und eine Reform der Finanzierungslasten zu verhindern.
DAK-Chef Storm fordert ein Sofortprogramm zur Stabilisierung der Sozialkassen, um drastische Beitragssteigerungen und eine Reform der Finanzierungslasten zu verhindern.
Der Vorstandsvorsitzende der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, hat die zukünftige Bundesregierung zu einem „Sofortprogramm“ zur Konsolidierung der Sozialkassen aufgerufen. Ohne Neuausrichtung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) könnten die aktuellen Beiträge von 17,5 Prozent bis 2035 auf 20 Prozent steigen, wie eine Projektion des IGES Instituts zeigt. Die Studien prognostizieren sogar einen Gesamtversicherungsbeitrag von bis zu 53 Prozent im schlechtesten Fall. Storm betonte die zentrale Rolle der Ärzteschaft bei der Patientensteuerung, um die Finanzierungen zu stabilisieren. Der Ruf nach einer restriktiveren Ausgabenpolitik und einem erhöhten Steuerzuschuss von derzeit 14,5 auf 21,5 Milliarden Euro untermauern seinen Appell. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach widerspricht, hält aber die aktuelle Rückkehr zu einem Gesamtbeitrag von 40 Prozent für illusorisch. Die Forderungen nach Reformen und einer gerechteren Finanzierungslastenverteilung werden durch politische Blockaden erschwert. Die Quelle dieser Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
21.01.2025
Regensburg: Studie nutzt smarte Kleidung gegen Dekubitus bei Patienten
Regensburg: Smarte Kleidung soll Dekubitus verhindern – innovative Studie startet im Uniklinikum Regensburg zur frühzeitigen Erkennung von Druckgeschwüren.
Regensburg: Smarte Kleidung soll Dekubitus verhindern – innovative Studie startet im Uniklinikum Regensburg zur frühzeitigen Erkennung von Druckgeschwüren.
Am Universitätsklinikum Regensburg startet ein Forschungsprojekt zur Verhinderung von Druckgeschwüren, die besonders bei bettlägerigen Personen ein Problem darstellen. Die Abteilung für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie unter Leitung von Silvan Klein untersucht in der Studie "DekubiTel" den Einsatz von „smarter“ Kleidung. Diese hochmoderne Kleidung ist mit Sensoren ausgestattet, die Druck- und Temperaturveränderungen erkennen können und soll helfen, die Entstehung von Dekubitus frühzeitig zu erkennen. Dieses innovative Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) mit über einer Million Euro gefördert. Trotz medizinischer Fortschritte gibt es bisher keine Lösung, um Dekubitus vollständig zu vermeiden. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt könnten entscheidend zur Verbesserung der Pflege von bettlägerigen Patienten beitragen. (Quelle: aerzteblatt.de)
Neue Studie: Medikamente für andere Krankheiten senken Demenzrisiko
Neue Studie zeigt: Bestimmte Medikamente, entwickelt für andere Krankheiten, könnten das Risiko für Demenz senken.
Neue Studie zeigt: Bestimmte Medikamente, entwickelt für andere Krankheiten, könnten das Risiko für Demenz senken.
Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung anderer Erkrankungen eingesetzt werden, könnten möglicherweise auch das Risiko für Demenz beeinflussen. Dies geht aus einem systematischen Review hervor, der die komplexen, oft krankheitsübergreifenden pathophysiologischen Mechanismen hinter Demenzerkrankungen beleuchtet. Wie berichtet, spielen hierbei insbesondere Medikamente, die für Indikationen außerhalb des Demenzspektrums entwickelt wurden, eine Rolle. Die Erkenntnisse werfen Licht auf die Notwendigkeit, das therapeutische Potenzial solcher Medikamente für demenzielle Erkrankungen weiter zu erforschen. (Quelle: aerztezeitung.de)
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