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Medizin, Gesundheit und Prävention
24.01.2025
Neue S3-Leitlinien verbessern Behandlung von Gaumenspalten und Nierenerkrankungen
Neue S3-Leitlinien verbessern die Behandlung von Gaumenspalten und Nierenerkrankungen und fördern evidenzbasierte Ansätze, berichtet der Gemeinsame Bundesausschuss.
Neue S3-Leitlinien verbessern die Behandlung von Gaumenspalten und Nierenerkrankungen und fördern evidenzbasierte Ansätze, berichtet der Gemeinsame Bundesausschuss.
Zwei wichtige Leitlinien-Projekte, gefördert vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), wurden erfolgreich abgeschlossen. Eine neu entwickelte S3-Leitlinie bietet nun Ärztinnen und Ärzten fundierte Empfehlungen für die Behandlung von Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten. Zudem wurde die bestehende S3-Leitlinie für nicht-dialysepflichtige chronische Nierenerkrankungen weiterentwickelt, um die Versorgung zu verbessern. Diese Leitlinien, die bald über die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften veröffentlicht werden sollen, zielen darauf ab, systematische und evidenzbasierte Behandlungsansätze zu fördern. Außerdem wurden im Rahmen des Projekts BARGRU-II neue Erkenntnisse zur ambulanten Gruppenpsychotherapie gewonnen, die möglicherweise zu einer Anpassung der Psychotherapie-Richtlinie führen könnten. Diese Ergebnisse werden an relevante Gremien wie den G-BA und den GKV-Spitzenverband weitergeleitet, um Barrieren in der Versorgung zu adressieren. Dies berichtet der G-BA auf seiner Webseite.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
24.01.2025
Gesundheitspersonal: Wachstum verlangsamt sich trotz Anstieg
Trotz steigender Anstellung verlangsamt sich das Wachstum im Gesundheitswesen, mit nur 0,5% mehr Beschäftigten bis Ende 2023, so das Statistische Bundesamt.
Trotz steigender Anstellung verlangsamt sich das Wachstum im Gesundheitswesen, mit nur 0,5% mehr Beschäftigten bis Ende 2023, so das Statistische Bundesamt.
Der Zuwachs des Gesundheitspersonals in Deutschland hat sich verlangsamt, obwohl immer mehr Menschen in Gesundheitsberufen tätig sind. Das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, dass zum Ende des Jahres 2023 rund 6,1 Millionen Menschen im Gesundheitswesen arbeiteten, was einem Anstieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zwischen 2019 und 2023 betrug der Anstieg 5,3 Prozent. Im Vergleich zum Zeitraum vor der Pandemie (2015-2019) war das Wachstum mit 6,9 Prozent höher. Besonders bemerkbar macht sich die Veränderung bei der vollen Arbeitszeitäquivalente (Vollzeitstellen), die um 4,4 Prozent im Zeitraum 2019-2023 stieg, im Vergleich zu 6,3 Prozent zwischen 2015 und 2019. In ambulanten Einrichtungen wie Arzt- oder Zahnarztpraxen stieg die Beschäftigung um 4,3 Prozent. Aerzteblatt.de berichtete, dass in stationären Einrichtungen ein Anstieg von 5,9 Prozent zu verzeichnen war, während der Zuwachs in der Pharmazeutischen Industrie deutlicher ausfiel.
Zulassung von Alzheimer-Therapie in der EU verzögert sich erneut
Die Zulassung der ersten Alzheimer-Therapie in der EU verzögert sich erneut, da ein Mitgliedstaat Bedenken äußerte und eine detaillierte Sitzung erforderlich wurde.
Die Zulassung der ersten Alzheimer-Therapie in der EU verzögert sich erneut, da ein Mitgliedstaat Bedenken äußerte und eine detaillierte Sitzung erforderlich wurde.
Brüssel – Die Entscheidung über die Zulassung für die erste Alzheimer-Therapie in der Europäischen Union verzögert sich, wie die EU-Kommission heute mitteilte. Ein Mitgliedstaat hat Fragen zur Bewertung des Ausschusses für Humanarzneimittel der EMA sowie zum Entwurf der Kommissionsentscheidung aufgeworfen. Deshalb wurde das schriftliche Verfahren beendet und eine Sitzung zu dem Vorhaben organisiert. Die Europäische Arzneimittelagentur hatte im November grünes Licht für die Therapie gegeben, doch die Entscheidung muss noch von der Europäischen Kommission und den EU-Staaten bestätigt werden. Die EMA empfahl die Zulassung des Antikörpers Lecanemab zur Behandlung von leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit. Dieser Antikörper soll das Fortschreiten der Krankheit bremsen. Lecanemab ist in den USA bereits als Leqembi zugelassen und entfernt das Proteinfragment beta-Amyloid aus dem Gehirn, welches am Beginn von pathologischen Veränderungen im Gehirn steht. (Quelle: aerzteblatt.de)
Krankenkassen bereiten Verfassungsklage gegen Transformationsfonds vor
Krankenkassen planen Verfassungsklage gegen Transformationsfonds: Finanzierung durch Gesundheitsfonds sorgt für verfassungsmäßige Bedenken und politische Debatten.
Krankenkassen planen Verfassungsklage gegen Transformationsfonds: Finanzierung durch Gesundheitsfonds sorgt für verfassungsmäßige Bedenken und politische Debatten.
Die Krankenkassen und ihre Verbände bereiten sich auf eine Verfassungsklage gegen die Finanzierung des Transformationsfonds durch den Gesundheitsfonds vor. In Diskussionen mit Sozialgerichtsbarkeit-Richtern werden Gutachten erstellt, die eine Verfassungswidrigkeit nahelegen. Der Transformationsfonds, der jährlich fünf Milliarden Euro kosten soll, wird zur Hälfte aus den Beiträgen der gesetzlichen Krankenkassen finanziert, was auf Kritik stößt. Franz Knieps vom BKK-Dachverband sieht in der eingeplanten Finanzierung einen „Formenmissbrauch“ der Regierung. Der GKV-Spitzenverband prüft eine Klage, während andere Stimmen eine Änderung der Finanzierung nach der Bundestagswahl fordern. Laut Gutachten müsste der Fonds durch Steuermittel finanziert werden statt durch Sozialversicherungsbeiträge, da diese zweckgebunden sind. Der Bundesrechnungshof zweifelt ebenfalls an der Rechtmäßigkeit der GKV-Finanzierung. Ein weiteres Gutachten kritisiert die Einbeziehung der privaten Krankenversicherer. (Quelle: aerzteblatt.de)
Experten beantworten Fragen zu Impfnachholungen für Gürtelrose und Pneumokokken
Experten klären auf: Wann sind Nachimpfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken nötig? Antworten bei der "Hotline Impfen".
Experten klären auf: Wann sind Nachimpfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken nötig? Antworten bei der "Hotline Impfen".
Bei der „Hotline Impfen“, einem Service von aerztezeitung.de, werden diesmal Fragen zu den Impfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken beantwortet. Dabei geht es insbesondere um die Notwendigkeit einer Auffrischung dieser Impfungen. Experten klären auf, unter welchen Umständen eine Nachimpfung erforderlich ist und welcher Zeitpunkt dafür angemessen ist. Dieser Service ermöglicht es Fachleuten, evidenzbasiert und fachkundig auf praktische Anliegen aus der Medizin einzugehen, indem sie fundierte Antworten zu Impfverfahren und deren Handhabung im klinischen Alltag liefern.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
23.01.2025
Zi-Studie: Ambulantisierung überfordert Praxismanagement nicht
Zi-Studie: Ambulantisierung überfordert Praxen nicht. Prognosen zeigen, dass auch bei starker Auslastung ein Wechsel hin zu mehr ambulanten Leistungen machbar ist.
Zi-Studie: Ambulantisierung überfordert Praxen nicht. Prognosen zeigen, dass auch bei starker Auslastung ein Wechsel hin zu mehr ambulanten Leistungen machbar ist.
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ist zu der Einschätzung gelangt, dass eine konsequente Ambulantisierung das Praxismanagement nicht überfordern würde, selbst bei stark frequentierten Fachgruppen. Diese Aussage basiert auf Prognosen des Zi, die nahelegen, dass Praxen notfalls fähig sind, Aufgaben zu übernehmen, die traditionell stationär erbracht werden. Die Thematik wird derzeit im Zuge der geplanten Krankenhausreform intensiv diskutiert. Dies berichtet die Ärzte Zeitung am 23. Januar 2025, und liefert damit einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Umstrukturierung der Versorgungssektoren im Gesundheitswesen. Diese Entwicklung kann insbesondere für Fachkräfte aus der Pflege und Führungskräfte von Altenheimen und Pflegediensten von Interesse sein, wenn sich die Versorgungsstruktur weiter in Richtung ambulanter Leistungen verschiebt.
Prähabilitation vor OP: Verbesserung postoperativer Ergebnisse bestätigt
Prähabilitation vor OP verbessert nachweislich postoperative Ergebnisse und könnte künftig fester Bestandteil klinischer Richtlinien werden.
Prähabilitation vor OP verbessert nachweislich postoperative Ergebnisse und könnte künftig fester Bestandteil klinischer Richtlinien werden.
Prähabilitative Maßnahmen vor einer Operation können das postoperative Ergebnis signifikant verbessern, wie aus einer aktuellen Metaanalyse hervorgeht, die auf aerztezeitung.de veröffentlicht wurde. Solche präoperativen Interventionen, die etwa eine Steigerung der körperlichen Aktivität oder eine Verbesserung der Ernährungsweise umfassen, haben das Potenzial, sowohl die Komplikationsraten als auch die Aufenthaltsdauer in Kliniken zu verringern. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung eines strukturierten Vorbereitungsprogramms für Patienten, die sich einer chirurgischen Behandlung unterziehen, und könnten zukünftig vermehrt in klinische Richtlinien integriert werden.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
23.01.2025
BKK fordert Neustart: Mehr Prävention und Freiräume für Krankenkassen
BKK fordert Neustart: Mehr Prävention und Freiheit für Krankenkassen, um mittelmäßige Versorgung durch innovative Ansätze zu verbessern, kritisiert gesetzliche Fehlanreize.
BKK fordert Neustart: Mehr Prävention und Freiheit für Krankenkassen, um mittelmäßige Versorgung durch innovative Ansätze zu verbessern, kritisiert gesetzliche Fehlanreize.
Spitzenvertreter des Dachverbands der Betriebskrankenkassen haben einen Neustart in der Gesundheitspolitik angeregt, so die "Ärzte Zeitung". Der Vorsitzende Franz Knieps forderte mehr Prävention und Beinfreiheit für Krankenkassen in der Gesetzgebung. Er kritisierte die aktuelle Gesetzeslage als voller Fehlanreize und machte die gesetzlichen Rahmen für die mittelmäßige Versorgung verantwortlich. Es müsse eine "Ermöglichungskultur" geschaffen werden, die Innovationen fördert, weg von der Pönalisierung. Ein neues Präventionsverständnis sei essentiell, da in Deutschland jährlich eine Großstadt von 100.000 Einwohnern aufgrund unzureichender Prävention sterbe. Die Prävention soll integraler Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung werden, um den Anforderungen der Versicherten, die eine stärkere Gesundheitsförderung wünschen, gerecht zu werden. Der BKK-Dachverband fordert im "Aufgabenheft" eine aktivere Rolle der Kassen als Lotsen im Gesundheitswesen und mehr Gestaltungsfreiheit für Verträge mit Ärzten und Krankenhäusern.
Neue Abrechnung für Videokonferenzen stärkt Pflege-Kooperation ab April
Neue Abrechnung von Videokonferenzen ab April stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegekräften, verbessert die Behandlungsqualität.
Neue Abrechnung von Videokonferenzen ab April stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegekräften, verbessert die Behandlungsqualität.
Der neue EBM-Beschluss, der ab dem 1. April in Kraft tritt, ermöglicht es auch mitbehandelnden Ärzten, Videofallkonferenzen abzurechnen. Diese Regelung zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen vertragsärztlichen Leistungserbringern und Pflegekräften besser abzubilden. Bisher durften nur koordinierende Ärzte Videofallkonferenzen abrechnen. Doch durch die Erweiterung der Abrechnungsfähigkeit wird die Unterstützung des multiprofessionellen Austausches gestärkt, wie die Ärztezeitung berichtet. Dies könnte sowohl den Informationsfluss als auch die Behandlungsqualität in der ambulanten Versorgung verbessern. Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste dürften von dieser Neuerung profitieren, da sie eine effizientere Abstimmung zwischen den Beteiligten ermöglicht. Obgleich dies eine bürokratische Anpassung darstellt, dürfte sie signifikante Auswirkungen auf den Praxisalltag haben, indem sie den Zeitaufwand und die organisatorischen Hürden für den Austausch über Patientenfälle minimiert.
Arbeitgeber fordern Reduzierung der Sozialabgaben unter 40 Prozent
Arbeitgeber fordern Sozialabgaben unter 40%, um den steigenden Kosten im Gesundheitssystem und sinkenden Nettoeinkommen entgegenzuwirken.
Arbeitgeber fordern Sozialabgaben unter 40%, um den steigenden Kosten im Gesundheitssystem und sinkenden Nettoeinkommen entgegenzuwirken.
Angesichts der steigenden Sozialbeiträge fordern die Arbeitgeber in Deutschland von der nächsten Bundesregierung eine Reduzierung der Beitragssätze auf unter 40 Prozent, berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), bezeichnete das derzeitige System als „ineffizient und zu teuer“ und forderte tiefgreifende Reformen im Gesundheitswesen. Kampeter kritisiert, dass den Beschäftigten immer weniger von ihrem Gehalt bleibt und spricht sich für mehr Wettbewerb aus. Eine Studie des Berliner Iges-Instituts prognostiziert, dass die Sozialabgabequote bis 2035 auf 49,7 Prozent ansteigen könnte. Linken-Parteichef Jan van Aken unterstützt grundsätzlich die Senkung der Sozialabgaben, fordert jedoch eine solidarische Bürgerversicherung, um die Kosten nicht auf die Beschäftigten abzuwälzen.
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