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Pflegepolitik und Recht
28.01.2025
Laumann fordert Rückzahlungen zur Stabilisierung der Pflegeversicherung
Laumann fordert Rückzahlungen für Pandemieausgaben, um Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung zu vermeiden und deren Finanzlage zu stabilisieren.
Laumann fordert Rückzahlungen für Pandemieausgaben, um Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung zu vermeiden und deren Finanzlage zu stabilisieren.
Vor dem Hintergrund der Finanzprobleme der Pflegeversicherung plädiert Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann für die Erstattung vergangener Pandemieausgaben. Wie im Ärzteblatt betont, stehen der Pflegeversicherung 5,6 Milliarden Euro zu, die während der Coronapandemie zwar von staatlicher Seite den Krankenhäusern gezahlt wurden, aber nicht der Pflegeversicherung. Diese habe die Kosten selbst getragen. Laumann argumentiert, dass mit diesen Mitteln eine Beitragserhöhung vermeidbar wäre. Ein Gutachten für die DAK-Gesundheit bestätigt die Forderung nach Rückzahlungen, um die Finanzen der sozialen Pflegeversicherung zu stabilisieren. Laumanns Forderung unterstreicht das kritische Finanzumfeld und den strukturellen Reformbedarf der Pflegeversicherung, ein Thema, das auch im künftigen Gesundheitsministerium Priorität haben sollte. Zudem verwies Laumann auf die Dringlichkeit neuer Strukturen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf im demografischen Wandel.
Landkreistag fordert mehr Einfluss und Reformen in Pflege und Versorgung
Der Landkreistag fordert von der neuen Bundesregierung mehr Einfluss bei Pflege- und Versorgungsreformen, um ländliche Gebiete besser abzudecken und Notfallversorgung zu verbessern.
Der Landkreistag fordert von der neuen Bundesregierung mehr Einfluss bei Pflege- und Versorgungsreformen, um ländliche Gebiete besser abzudecken und Notfallversorgung zu verbessern.
Der Deutsche Landkreistag fordert von der nächsten Bundesregierung mehr Mitsprache in der medizinischen Versorgung und Pflege. Die ambulante Versorgung wird als unzureichend kritisiert, und es werden effektive Maßnahmen zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten gefordert. Zudem soll den Landkreisen eine aktive Rolle in der sektorenübergreifenden Versorgungsplanung eingeräumt werden. Besonders die Reform der Notfallversorgung soll die Krankenhäuser entlasten und eine zuverlässige Erreichbarkeit des Bereitschaftsdienstes gewährleisten. Das vorgelegte Papier kritisiert das bestehende Krankenhausversorgungsverbesserungs-Gesetz als "ineffektiven Zentralismus" und verlangt Anpassungen an die finanziellen und strukturellen Erfordernisse. Darüber hinaus setzt sich der Landkreistag für grundlegende Reformen in der Altenpflege ein, um die steigenden Kosten abzufedern. Die Pflegefinanzierung soll neu geordnet werden, sodass Pflegebedürftige nur einen festen Sockelbetrag zahlen, während die übrigen Kosten von den Pflegekassen getragen werden. (Quelle: aerztezeitung.de)
Steinmeier und Lauterbach drängen auf zügige Coronapolitik-Aufarbeitung
Steinmeier und Lauterbach fordern rasche Aufarbeitung der Corona-Politik, um Vertrauen in die Demokratie zurückzugewinnen und Fehler kritisch zu analysieren.
Steinmeier und Lauterbach fordern rasche Aufarbeitung der Corona-Politik, um Vertrauen in die Demokratie zurückzugewinnen und Fehler kritisch zu analysieren.
Innerhalb der Parteien existieren unterschiedliche Ansichten, wie die Politik den Umgang mit der Coronakrise aufarbeiten sollte. Zum Wochenende wurden Stimmen laut, die auf zügiges Handeln drängen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußerte in einem Interview mit dem Stern, dass die Aufarbeitung die Chance biete, Menschen zurückzugewinnen, die ihr Vertrauen in die Demokratie verloren haben. In der aktuellen Wahlperiode blieb eine umfassende Aufarbeitung der Maßnahmen wie Maskenpflicht und Schulschließungen aus. Steinmeier betonte die Notwendigkeit, nach den Neuwahlen schnell eine Einigung über das "Wie" der Aufarbeitung zu erzielen. Die CDU erklärte ihre Bereitschaft zur Aufarbeitung auf Bundesebene. Steinmeier warnte vor den Gefahren des Verdrängens, was Verdachtsmomente schürt, mit denen Populisten arbeiten. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bezeichnete es als Fehler, dass keine gründliche Analyse der Coronamaßnahmen stattgefunden hat und sieht einen dringenden Bedarf, dies nachzuholen.
Pflegekräfte besser auf Krisen vorbereiten: Experten fordern Maßnahmen
Experten fordern bessere Krisenvorbereitung für Pflegekräfte, betonen die sicherheitskritische Rolle und verlangen staatliche Maßnahmen und finanzielle Unterstützung.
Experten fordern bessere Krisenvorbereitung für Pflegekräfte, betonen die sicherheitskritische Rolle und verlangen staatliche Maßnahmen und finanzielle Unterstützung.
Bei einem Panel des Berliner Pflegekongresses forderte Susanne Scheck, ehemalige Vorsitzende der DRK-Schwesternschaft Württemberg, eine bessere Vorbereitung der Pflegekräfte auf Krisen und Katastrophen. Sie betonte, dass Pflege eine sicherheitskritische Profession sei, die in Krisenzeiten für die Grundversorgung der Bevölkerung handlungsfähig bleiben müsse. Während in den USA Pflegekräfte im Katastrophenfall eingebunden sind, fehlt eine solche Regelung in Deutschland. Dr. Frauke Hartung von der DRK-Schwesternschaft Bonn berichtete von den Erfahrungen aus den Katastropheneinsätzen im Ahrtal und an der Erft, wo Pflegekräfte in unzureichenden Bedingungen arbeiteten. Als Reaktion wurde ein Kompetenzzentrum für Pflege im Katastrophenschutz eingerichtet. Heike Baehrens, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, forderte eine stärkere Einbeziehung der Pflege in Entscheidungsprozesse und eine generelle Besserstellung der Pflegeberufe. Oliver Hommel vom Klinikum Stuttgart hob die Notwendigkeit finanzieller Mittel für Krankenhäuser hervor, um Personal im Katastrophenfall einzusetzen (Quelle: aerztezeitung.de).
Trotz sinkender Patientenzahl explodieren die Heilmittelkosten in Deutschland: Ein Anstieg von 112% in zehn Jahren belastet Praxen und Pflegeeinrichtungen.
Trotz sinkender Patientenzahl explodieren die Heilmittelkosten in Deutschland: Ein Anstieg von 112% in zehn Jahren belastet Praxen und Pflegeeinrichtungen.
Laut einem Bericht von "Der Spiegel" haben die Ausgaben für Heilmittel in Deutschland in den letzten zehn Jahren einen dramatischen Anstieg erfahren. Die Gesamtkosten für Heilmittel wie Physiotherapie und Ergotherapie sind bundesweit um 112,8 Prozent gestiegen, berichtete das Wissenschaftliche Institut der AOK. Insbesondere in Hessen stiegen die Kosten für Heilmitteltherapien zwischen 2014 und 2023 um 89,7 Prozent. Dabei ist sowohl die Zahl der Verordnungen als auch die Anzahl der Patienten zurückgegangen. "Die Preise für Behandlungen sind stark gestiegen", so die AOK. Die deutlichste Preissteigerung ist im Bereich der podologischen Verordnungen zu verzeichnen. Trotz der gestiegenen Kostensituation profitieren die Therapeuten nicht in gleichem Maße, erklärte Marcus Troidl vom VDB-Physiotherapieverband gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Inflations- und Mietsteigerungen sowie höhere Heiz- und Spritkosten belasten die Praxisbetreiber zusätzlich.
Langzeitfolgen von COVID-19: Kaum Erholung nach zwei Jahren, Studie zeigt
Eine Studie zeigt: Über zwei Drittel der Post-COVID-Patienten erholen sich nach zwei Jahren kaum und bleiben körperlich wie kognitiv eingeschränkt.
Eine Studie zeigt: Über zwei Drittel der Post-COVID-Patienten erholen sich nach zwei Jahren kaum und bleiben körperlich wie kognitiv eingeschränkt.
Mehr als zwei Drittel der Menschen mit Post-COVID-19-Syndrom zeigen auch im zweiten Jahr nach der Erkrankung kaum Erholung und bleiben sowohl körperlich als auch kognitiv eingeschränkt, obwohl Laboruntersuchungen keine pathologischen Befunde aufweisen. Dies ergab eine Studie der Universitätskliniken Ulm, Freiburg, Heidelberg und Tübingen, publiziert in PLOS Medicine. Die Ergebnisse unterstreichen die Herausforderungen, denen Betroffene gegenüberstehen, während weiterhin keine spezifische Behandlungsoption in Aussicht steht. Quellenangabe: Deutsches Ärzteblatt.
Pflegeberufe fordern stärkeren politischen Rückhalt und Grundgesetzänderung
Pflegeberufe fordern im Zuge zunehmender politischer Marginalisierung eine Grundgesetzänderung für ein Recht auf gute Pflege und stärkeren politischen Rückhalt.
Pflegeberufe fordern im Zuge zunehmender politischer Marginalisierung eine Grundgesetzänderung für ein Recht auf gute Pflege und stärkeren politischen Rückhalt.
Auf dem Kongress Pflege von Springer Nature in Berlin warnten führende Vertreter der Pflegeberufe vor einer zunehmenden Marginalisierung ihres Berufsstandes in der Politik. Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, forderte die Aufnahme des Grundrechts auf gute Pflege in das Grundgesetz und zeigte sich enttäuscht über den politischen Stellenwert ihres Berufs. Trotz zugesagtem Erscheinen musste Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach von seiner Staatssekretärin Sabine Dittmar vertreten werden, deren Sympathiebekundungen für den Pflegeberuf auf gemischte Reaktionen stießen. Insbesondere der Vorschlag, die Pflegeausbildung auch ohne Schulabschluss zu ermöglichen, sorgte für heftige Unzufriedenheit unter den Teilnehmern. Vogler betonte, dass derartige Maßnahmen das falsche Bild von Pflege vermitteln würden. Auch Thomas Meißner von der Arbeitsgemeinschaft Ambulante Pflege kritisierte die fortdauernde Bezeichnung der Pflege als 'nichtärztlicher Beruf' als Degradierung. Aerztezeitung.de berichtete über die enttäuschte Reaktion der Pflegenden auf die mangelnde politische Unterstützung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.01.2025
Gesundheitssektor muss klimafester werden, fordern Fachleute der WSG
Fachleute der WSG drängen auf eine klimafeste Umgestaltung des Gesundheitssektors, um künftigen Klimaherausforderungen besser zu begegnen.
Fachleute der WSG drängen auf eine klimafeste Umgestaltung des Gesundheitssektors, um künftigen Klimaherausforderungen besser zu begegnen.
Fachleute der Walter-Siegenthaler-Gesellschaft (WSG) fordern, angesichts der zunehmenden Bedrohungen durch den Klimawandel den Gesundheitssektor dringend umzugestalten. Ein von der WSG vorgestellter Sechs-Punkte-Plan umfasst Maßnahmen zur Anpassung von Gesundheitseinrichtungen, wie das Einführen hitzeresilienter Gebäude und die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Michael Hallek, Präsident der WSG, hebt hervor, dass das Gesundheitssystem nicht nur von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist, sondern auch zu diesem beiträgt. „Das Gesundheitswesen verursacht mehr Treibhausgasemissionen als der Luftverkehr in Deutschland“, so Christoph Straub von der Barmer. Im Fokus steht auch die verstärkte Einbindung von Klimaschutzthemen in die Aus- und Weiterbildung im Gesundheitsbereich, um zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. Die Förderung von transformativer Forschung soll praxisnahe Lösungen für den Klimaschutz und die Anpassung an klimatische Veränderungen fördern. Die Quelle dieser Informationen ist das Deutsche Ärzteblatt.
PKV warnt vor steigenden Sozialbeiträgen und ineffizienten Reformen
PKV warnt: Steigende Sozialbeiträge ohne Effizienzgewinne gefährden Gesundheitssystem. Reformen nötig, um Qualität zu sichern und jüngere Generationen zu entlasten.
PKV warnt: Steigende Sozialbeiträge ohne Effizienzgewinne gefährden Gesundheitssystem. Reformen nötig, um Qualität zu sichern und jüngere Generationen zu entlasten.
Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) warnt vor steigenden Beitragssätzen in den Sozialversicherungen. Verbandsdirektor Florian Reuther betont, dass es keine Leistungserweiterungen mehr in der Kranken- und Pflegeversicherung geben dürfe. Das Problem des Gesundheitswesens liege nicht in finanziellen Aspekten, sondern in Effizienz und Qualität. Insbesondere durch die Krankenhausreform, die Fehlanreize setze, werde Krankenhäusern Geld ohne erbrachte Leistungen gezahlt. Reuther hebt hervor, dass die Finanzierung über die Krankenkassen systemwidrig sei, da sich so die Länder aus der Krankenhausfinanzierung zurückziehen. Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel könnte eine finanzielle Entlastung darstellen. Laut aerzteblatt.de sei mehr Eigenvorsorge und Kapitaldeckung notwendig, um langfristig die Versorgung der Babyboomer sicherzustellen, ohne jüngere Generationen zu belasten.
Sachsen-Anhalt plant digitales Portal zur Pflegeplatzsuche
Sachsen-Anhalt entwickelt ein digitales Portal zur leichteren Suche von Pflegeplätzen nach Krankenhausaufenthalten. 52.000 Euro sind dafür im Haushalt eingeplant.
Sachsen-Anhalt entwickelt ein digitales Portal zur leichteren Suche von Pflegeplätzen nach Krankenhausaufenthalten. 52.000 Euro sind dafür im Haushalt eingeplant.
In Sachsen-Anhalt wird ein digitales Portal entwickelt, um die Suche nach Langzeit- oder Kurzzeitpflegeplätzen zu erleichtern. Dies wurde von der CDU-Abgeordneten Anja Schneider bekannt gegeben. Die Gesundheitsministerin des Landes, Petra Grimm-Benne, betonte die Herausforderungen bei der Suche nach Pflegeplätzen nach Krankenhausaufenthalten oder unerwarteten Erkrankungen, denen solche digitalen Plattformen abhelfen sollen. Das Kompetenzzentrum Pflege digital der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg übernimmt Aufbau und Betreuung des Portals. Sachsen-Anhalt plant im Haushalt 2025/26 52.000 Euro für das Projekt ein. Die Barmer-Krankenkasse lobte die Initiative als Erleichterung für Pflegebedürftige und Angehörige, da bisher oft zahlreiche Anbieter telefonisch kontaktiert werden mussten, um freie Kapazitäten zu ermitteln. Ob alle Pflegeeinrichtungen zur Teilnahme verpflichtet werden, bleibt allerdings noch unklar. Die Landesregierung überprüft derzeit die Umsetzbarkeit einer solchen Pflicht (Quelle: aerzteblatt.de).
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