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Medizin, Gesundheit und Prävention
31.01.2025
Handelsstreit zwischen EU und USA bedroht deutsche Pharmaindustrie
Ein drohender Handelsstreit zwischen der EU und den USA könnte die deutsche Pharmaindustrie und die Gesundheitsversorgung stark belasten, warnt der vfa.
Ein drohender Handelsstreit zwischen der EU und den USA könnte die deutsche Pharmaindustrie und die Gesundheitsversorgung stark belasten, warnt der vfa.
Ein Handelskonflikt zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten unter der Führung von Donald Trump könnte erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Pharmaindustrie und die Gesundheitsversorgung haben, warnt der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa). Laut einer Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind die USA der wichtigste Absatzmarkt für die deutsche Pharmaindustrie, mit Exporten im Wert von 26 Milliarden Euro im Jahr 2023, was fast ein Viertel der Branchen-Exporte ausmacht. Besondere Bedeutung hat der Export von Impfstoffen. Gleichzeitig importiert Deutschland Pharmazeutika im Wert von 12,5 Milliarden Euro aus den USA. Sowohl die Versorgung mit Medikamenten als auch die Beschäftigung in der Pharmaproduktion könnten bei einem Handelskrieg unter Druck geraten, warnte vfa-Chefvolkswirt Claus Michelsen. Die Analyse verdeutlicht die gegenseitige Abhängigkeit der USA und Deutschlands in der Pharmabranche und die möglichen Folgen eines Handelsstreits.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
31.01.2025
Neue Gebührenordnung für Demenz-Behandlung: Videokonferenzen ab April
Ab April ermöglicht eine neue GOP im EBM Videokonferenzen für die Demenz-Behandlung, wodurch Vertragsärzte patientenorientierte Abstimmungen abrechnen können.
Ab April ermöglicht eine neue GOP im EBM Videokonferenzen für die Demenz-Behandlung, wodurch Vertragsärzte patientenorientierte Abstimmungen abrechnen können.
Ab April wird es zur Behandlung von Menschen mit Demenz eine neue Gebührenordnungsposition (GOP) im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) geben. Diese Maßnahme erlaubt es Vertragsärzten, patientenorientierte Videofallkonferenzen mit Pflegefachkräften durchzuführen und abzurechnen. Bekannt gegeben wurde dies von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), nachdem im Erweiterten Bewertungsausschuss ein entsprechender Beschluss gefasst wurde. Der Grund für die Beratungen im Ausschuss waren Differenzen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband bezüglich der Vergütung von Demenzpatienten. Die neue GOP 01443, die mit 86 Punkten bewertet ist, bietet die Möglichkeit, eine Vergütung dreimal im Krankheitsfall zum festen Preis zu berechnen. Im Gegensatz zur bestehenden GOP 01442 können alle Vertragsärzte die neue GOP anwenden, sofern ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt innerhalb der letzten drei Quartale gegeben ist. Diese Neuerung ist Teil der 2020 verabschiedeten Nationalen Demenzstrategie. (Quelle: aerzteblatt.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
31.01.2025
DGOU fordert langfristige Strategien für zukunftsfähige Gesundheitsversorgung
Die DGOU fordert von der Politik langfristige Strategien für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.
Die DGOU fordert von der Politik langfristige Strategien für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.
Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hat die Politik aufgefordert, die Weichen für eine exzellente medizinische Versorgung aller Bürger zu stellen. Laut einem Positionspapier der Fachgesellschaft ist dafür ein „langfristig belastbarer Plan“ notwendig, der über eine Legislaturperiode hinausgeht. Der stellvertretende Präsident, Ulrich Stöckle, betonte die Notwendigkeit, der Gesundheitsversorgung hohe Priorität einzuräumen. Aufgrund des demografischen Wandels treffen in den kommenden Jahrzehnten zunehmend ältere Patienten auf weniger Personal im Gesundheitswesen. Die DGOU sieht den Schlüssel in Prävention und Digitalisierung. Durch digitale Technologien könnten unnötige Notfallbesuche und kostenintensive Maßnahmen reduziert werden, erklärte DGOU-Generalsekretär Dietmar Pennig. Prävention könne zudem die Gesundheit der Bevölkerung fördern und die finanzielle Belastung des Gesundheitssystems verringern. Dies berichtete aerzteblatt.de.
Zweifel an Belüftungssystemen: Virusverbreitung in Nachbarräumen?
Englische Studie: Belüftungssysteme in Krankenhäusern könnten Viren in Nachbarräume tragen und Infektionsrisiken erhöhen, weitere Forschung nötig.
Englische Studie: Belüftungssysteme in Krankenhäusern könnten Viren in Nachbarräume tragen und Infektionsrisiken erhöhen, weitere Forschung nötig.
Eine englische Studie hat Zweifel an der Effektivität von Belüftungssystemen in Krankenhäusern aufgeworfen. Während diese Systeme eigentlich die Ausbreitung von Infektionen verhindern sollen, deutet die Studie darauf hin, dass sie stattdessen Viren in benachbarte Räume tragen könnten. Diese Erkenntnisse werfen Fragen zur Gestaltung und Nutzung von Luftreinigungssystemen in medizinischen Einrichtungen auf. Die potenziellen Folgen für die Infektionskontrolle und Patientensicherheit in Krankenhäusern sind beträchtlich. Weitere Forschung ist notwendig, um die Risiken vollständig zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Quelle: Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
31.01.2025
Erstattungsfähigkeit von Wundprodukten rückwirkend erneuert bis 2025
Die Erstattungsfähigkeit von Wundprodukten wurde bis 2025 verlängert, wodurch Versorgungslücken geschlossen und die ärztliche Therapiefreiheit gesichert werden.
Die Erstattungsfähigkeit von Wundprodukten wurde bis 2025 verlängert, wodurch Versorgungslücken geschlossen und die ärztliche Therapiefreiheit gesichert werden.
Mit der Verabschiedung des Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetzes (GSVG) durch das Parlament in Berlin wurde die Erstattungsfähigkeit „sonstiger Produkte zur Wundbehandlung“ rückwirkend erneuert. Wie die Ärzte Zeitung berichtet, sind Verordnungen dieser therapeutischen Wundauflagen, die nach dem 2. Dezember 2024 von einzelnen Krankenkassen zunächst nicht mehr erstattet wurden, nun nicht länger regressbedroht. Die Übergangsfrist wurde um weitere 12 Monate bis zum 2. Dezember 2025 verlängert. Dies bedeutet, dass Hersteller bis dahin Nutzennachweise für ihre Produkte beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) noch nicht erbracht haben müssen. Diese Entscheidung schließt eine bestehende Versorgungslücke und sichert die ärztliche Therapiefreiheit bis auf Weiteres, so der BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Angaben des Branchenverbandes zufolge mangelt es jedoch weiterhin an klaren Bewertungskriterien seitens des G-BA, was enorme Verunsicherung in der Versorgungslandschaft zur Folge hatte.
EU-Kommission verlangt erneute Prüfung von Alzheimer-Therapie Lecanemab
Die EU-Kommission fordert eine erneute Prüfung des Alzheimer-Medikaments Lecanemab, was den Zulassungsprozess unerwartet erschwert.
Die EU-Kommission fordert eine erneute Prüfung des Alzheimer-Medikaments Lecanemab, was den Zulassungsprozess unerwartet erschwert.
Der Weg zur Zulassung der ersten kausal wirkenden Alzheimertherapie in der Europäischen Union gestaltet sich schwieriger als erwartet. Die Europäische Kommission hat den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) aufgefordert, sich erneut mit dem Alzheimer-Antikörper Lecanemab (Handelsname Leqembi) auseinanderzusetzen. Es sollen mehrere Punkte überprüft und möglicherweise die Stellungnahme aktualisiert werden. Diese Nachricht wurde vom Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
31.01.2025
Studie: COVID-19 belastet Gesundheitssysteme stärker als Grippe
Eine dänische Studie zeigt, dass COVID-19 Gesundheitssysteme mehr belastet als Grippe, was Schutz gefährdeter Gruppen weiterhin notwendig macht.
Eine dänische Studie zeigt, dass COVID-19 Gesundheitssysteme mehr belastet als Grippe, was Schutz gefährdeter Gruppen weiterhin notwendig macht.
Die COVID-19-Pandemie führt laut einer dänischen Beobachtungs-Kohortenstudie weiterhin zu einer stärkeren Belastung der Gesundheitssysteme als die saisonale Grippe. Besonders ungeimpfte Personen und Männer sind stark betroffen. Die Studie hebt hervor, dass trotz des Abklingens der Pandemie anhaltende Wachsamkeit erforderlich ist, um mögliche Belastungen durch COVID-19 auch in Zukunft zu minimieren. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, insbesondere gefährdete Gruppen weiterhin zu schützen und die Gesundheitssysteme entsprechend vorzubereiten. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Politik meidet GKV-Sparpaket-Debatte trotz steigender Gesundheitskosten
Die Parteien umgehen im Wahlkampf die Debatte um ein GKV-Sparpaket, obwohl steigende Gesundheitskosten drängende Reformen erfordern.
Die Parteien umgehen im Wahlkampf die Debatte um ein GKV-Sparpaket, obwohl steigende Gesundheitskosten drängende Reformen erfordern.
Die nächste Bundesregierung wird kaum um ein Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) herumkommen, berichtet „aerztezeitung.de“. Im Wahlkampf meiden jedoch alle Parteien diese unliebsame Wahrheit. Dies wird als Ausweichen um eine dringend notwendige Diskussion zur nachhaltigen Finanzierung der GKV interpretiert. Angesichts steigender Kosten im Gesundheitssystem und der finanziellen Belastung, die auf die Versicherung zukommt, wächst der Druck auf die künftige Regierung, strukturelle Reformen und Einsparungsstrategien zu entwickeln. Die Diskussion über mögliche Maßnahmen wird jedoch von den politischen Akteuren weitgehend vermieden, was auf eine empfindliche Thematik hinweist, die erhebliche Auswirkungen auf Wählerstimmen haben könnte.
Bundestagssitzung live: 211. Sitzung heute von 9 bis 17.15 Uhr verfolgen
Verfolgen Sie live die 211. Sitzung des Bundestags heute von 9 bis 17.15 Uhr, mit Beiträgen aller wichtigen Fraktionen. Weitere Infos auf bundestag.de.
Verfolgen Sie live die 211. Sitzung des Bundestags heute von 9 bis 17.15 Uhr, mit Beiträgen aller wichtigen Fraktionen. Weitere Infos auf bundestag.de.
Der Deutsche Bundestag hat bekannt gegeben, dass am heutigen Donnerstag die 211. Sitzung stattfinden wird. Diese Sitzung beginnt um 9 Uhr und soll bis 17.15 Uhr andauern. Die Sitzung wird live übertragen und ist Teil der aktuellen Wahlperiode, an der unter anderem Fraktionen wie SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, AfD und Die Linke sowie die Gruppe BSW teilnehmen. Details und den vollständigen Sitzungsablauf können interessierte Bürgerinnen und Bürger auf der Webseite des Bundestages abrufen. (Quelle: Deutscher Bundestag)
RKI entwickelt Modell für Vorhersage von SARS-CoV-2-Variantenrisiken
Das RKI hat ein Modell entwickelt, das die Risiken von SARS-CoV-2-Varianten vorhersagt und die Impfstoffentwicklung unterstützt, berichtet "Nature".
Das RKI hat ein Modell entwickelt, das die Risiken von SARS-CoV-2-Varianten vorhersagt und die Impfstoffentwicklung unterstützt, berichtet "Nature".
Unter der Leitung des Robert-Koch-Instituts wurde ein mathematisches Modell entwickelt, das die Verbreitungswahrscheinlichkeiten von SARS-CoV-2-Varianten in bestimmten Regionen berechnen kann. Laut einem Bericht im Fachmagazin "Nature" nutzt dieses Modell umfassende genetische Daten verschiedener Virusvarianten, pharmakokinetische Eigenschaften der jeweiligen Antikörper und Daten aus der integrierten Genomischen Surveillance diverser Länder und Regionen. Dieses Modell ermöglicht nicht nur die detaillierte Nachzeichnung vergangener COVID-19-Wellen, sondern auch eine bessere Einschätzung der künftigen Zirkulation von Varianten. So sollen die Risiken neuer Varianten in spezifischen Kontexten verstanden und die Entwicklung von Impfstoffen unterstützt werden, berichtet das Deutsche Ärzteblatt.
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