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Finanzen und Versicherung
21.11.2025
Unklare Zukunft für Krankenkassenbeiträge: Sparpaket im Vermittlungsausschuss
Die Zukunft der Krankenkassenbeiträge bleibt unklar, da der Bundesrat das Sparpaket des Bundestags an den Vermittlungsausschuss übergab.
Die Zukunft der Krankenkassenbeiträge bleibt unklar, da der Bundesrat das Sparpaket des Bundestags an den Vermittlungsausschuss übergab.
Für Millionen Versicherte bleibt unklar, ob die Krankenkassenbeiträge im kommenden Jahr stabil bleiben, nachdem der Bundesrat ein vom Bundestag beschlossenes Sparpaket in den Vermittlungsausschuss verwies. Die Länder lehnten die vorgesehenen Ausgabenbremsen für Kliniken ab, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken implementieren wollte, um Anhebungen der Zusatzbeiträge zu verhindern. Warken kritisierte die Entscheidung als schlechtes Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der Vermittlungsausschuss sei erforderlich, um die gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung auf ein stabiles Fundament zu stellen, sagte sie laut FAZ. Gesundheitsminister mehrerer Länder äußerten parteiübergreifend Bedenken. Die Krankenkassen sind nun verunsichert, da sie klare Regelungen für die Planung der Zusatzbeiträge benötigen. Kanzler Friedrich Merz hatte bereits in Aussicht gestellt, dass die Beiträge nicht steigen, doch warnten Krankenkassen vor potenziellen Anhebungen aufgrund notwendiger Reserven. Quelle: FAZ.
Urteil: Arzt wegen illegaler Abrechnung praktikunglehr "unwürdig" befunden
Arzt wegen anhaltender Falschabrechnung „unwürdig“ zur Berufsausübung erklärt, urteilt Landesberufsgericht NRW, und betont Integrität im Gesundheitswesen.
Arzt wegen anhaltender Falschabrechnung „unwürdig“ zur Berufsausübung erklärt, urteilt Landesberufsgericht NRW, und betont Integrität im Gesundheitswesen.
Das Landesberufsgericht Nordrhein-Westfalen hat in seinem jüngsten Urteil festgelegt, dass ein Arzt, der auch nach einer ersten Verurteilung weiterhin unerlaubte Abrechnungsmethoden praktiziert, als „unwürdig zur Ausübung des ärztlichen Berufs“ gilt. Dies bekräftigt das Gericht, indem es darauf hinweist, dass die beharrliche Falschabrechnung das Berufsbild eines Arztes schädigt und gegen die in der Berufsausübung erforderliche Integrität verstößt. Die Meldung von aerztezeitung.de unterstreicht die Bedeutung rechtmäßiger Abrechnungspraktiken als wesentliche Grundlage ärztlicher Tätigkeit und deren zentrale Rolle für den Erhalt der Berufswürde im Gesundheitswesen.
Sparpaket für GKV auf Eis: Bundesrat verweist in Vermittlungsausschuss
Das Sparpaket für die GKV wird nach gescheiterten Kompromissversuchen im Bundesrat in den Vermittlungsausschuss verwiesen, verzögert Milliarden-Einsparungen.
Das Sparpaket für die GKV wird nach gescheiterten Kompromissversuchen im Bundesrat in den Vermittlungsausschuss verwiesen, verzögert Milliarden-Einsparungen.
Der Bundesrat hat am Freitag beschlossen, das geplante Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in den Vermittlungsausschuss zu schicken. Die Entscheidung fiel nach einem eskalierenden Konflikt zwischen Ministerin Warken und den Bundesländern. Trotz eines Kompromissangebots von Hessen, Bayern und Thüringen, das eine Beschränkung der Meistbegünstigungsklausel auf 2026 vorschlug, lehnte der Bundesrat ab. Daher wird das Sparpaket, das finanzielle Einsparungen von zwei Milliarden Euro vorsieht, erneut im Vermittlungsausschuss diskutiert. Warken kritisierte diese Entscheidung als nachteilig für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Während Kassenvertreter wie GKV-Chef Oliver Blatt von einem "Trauerspiel" sprachen, argumentierten Vertreter des Krankenhausverbands für ein Entlastungspaket, das die Lasten gerechter verteilen soll (Quelle: aerztezeitung.de).
Früher Grippebeginn: ECDC rät zur schnellen Impfaktion mit mRNA-Impfung
ECDC empfiehlt schnellen Einsatz von mRNA-Impfstoffen gegen früh beginnende Grippewelle, um Risikogruppen zu schützen.
ECDC empfiehlt schnellen Einsatz von mRNA-Impfstoffen gegen früh beginnende Grippewelle, um Risikogruppen zu schützen.
Die Grippe-Saison auf der Nordhalbkugel beginnt in diesem Jahr ungewöhnlich früh. Verantwortlich dafür ist offenbar eine neue Influenza-Variante, berichtet die Ärzte Zeitung. Die Europäische Gesundheitsbehörde ECDC rät daher, mit der Grippeimpfung nicht zu warten. Diese Empfehlung kommt angesichts der laufenden Verbreitung der Influenza A(H3N2) Subklade K. Es wird hervorgehoben, dass insbesondere Personen, die zur Risikogruppe gehören, sich zeitnah impfen lassen sollten. Die Impfkampagnen sollen dafür sorgen, dass die saisonalen Grippewellen besser kontrolliert werden können. Eine Neuheit in der Grippeimpfung stellt laut Ärzte Zeitung die Überlegenheit von mRNA-Impfstoffen gegenüber konventionellen Grippeimpfstoffen dar, auch wenn es dabei noch offene Fragen gibt.
Bundesrat fordert besseren Schutz für Personal im Gesundheitswesen
Der Bundesrat drängt auf besseren Schutz für Personal im Gesundheitswesen und fordert Maßnahmen gegen Gewalt, betont die staatliche Verpflichtung zur Sicherheit.
Der Bundesrat drängt auf besseren Schutz für Personal im Gesundheitswesen und fordert Maßnahmen gegen Gewalt, betont die staatliche Verpflichtung zur Sicherheit.
Der Bundesrat hat am Freitag die Bundesregierung aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern im Gesundheitswesen zu verbessern. Angeregt wurde die Prüfung von Schulungen, besseren Personalschlüsseln und baulichen Anpassungen, um das medizinische Personal vor Übergriffen zu schützen. Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi betonte, die Verantwortung für den Schutz könne nicht allein bei den Einrichtungen liegen. Der Schutz der Mitarbeitenden sei eine staatliche und gesellschaftliche Verpflichtung. Philippi wies auf eine Umfrage des Marburger Bundes hin, wonach 90 Prozent der Befragten bereits verbale und 50 Prozent körperliche Gewalt erfahren haben. Die Initiative im Bundesrat zielt darauf ab, Angst und Bedrohung im Arbeitsalltag der Gesundheitsberufe zu eliminieren.
Alzheimer-Antikörper: Strengere Einsatzvorgaben für Fachärzte beschlossen
Strengere Regeln: Lecanemab nur noch von erfahrenen Neurologen und Psychiatern mit MRT-Zugang nutzbar. Entscheidend sind Fachwissen und Vorsicht.
Strengere Regeln: Lecanemab nur noch von erfahrenen Neurologen und Psychiatern mit MRT-Zugang nutzbar. Entscheidend sind Fachwissen und Vorsicht.
Eisais Alzheimer-Antikörper Lecanemab soll künftig nur noch von Neurologen und Psychiatern eingesetzt werden dürfen, die über Zugang zu MRT-Diagnostik verfügen. Dies beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Die Anwendung des Antikörpers, der im Frühstadium der Erkrankung eingesetzt wird, bleibt auf Fachärzte beschränkt, die in der Behandlung von Alzheimer erfahren sind. Lecanemab muss alle zwei Wochen intravenös verabreicht werden. Laut G-BA sind die komplexen Vorgaben der Fachinformation sowie mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen Grund für die Anwendungsbeschränkung. Der Beschluss zur Ergänzung der Arzneimittel-Richtlinie durch diese Vorgaben muss noch vom Bundesgesundheitsministerium abgesegnet werden, um in Kraft zu treten. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Influenza-Inzidenz steigt trotz dominierendem SARS-CoV-2 an
Influenza-Inzidenz steigt trotz dominierendem SARS-CoV-2 in Deutschland an, warnt Ärzte Zeitung. Grippeviren nicht außer Acht lassen, Maßnahmen erwägen.
Influenza-Inzidenz steigt trotz dominierendem SARS-CoV-2 in Deutschland an, warnt Ärzte Zeitung. Grippeviren nicht außer Acht lassen, Maßnahmen erwägen.
Unter den Atemwegserregern ist momentan in Deutschland vor allem SARS-CoV-2 aktiv. Dennoch stieg die 7-Tage-Inzidenz von Influenza in letzter Zeit an, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Die Entwicklung dieser Zahlen wird in anschaulichen Grafiken dargestellt. Der Artikel weist darauf hin, dass trotz der Dominanz von SARS-CoV-2 auch andere Atemwegserreger, wie die Grippeviren, nicht außer Acht gelassen werden sollten. Die Verfolgung dieser Daten ist wichtig, um das Infektionsgeschehen im Blick zu behalten und gegebenenfalls rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
Studie: Krank zur Arbeit führt zu langfristiger Erschöpfung und Risiken
Präsentismus erhöht Erschöpfungsrisiko: Studie warnt vor gesundheitlichen Langzeitfolgen und mahnt Unternehmen, Krankheitsauszeiten zu unterstützen.
Präsentismus erhöht Erschöpfungsrisiko: Studie warnt vor gesundheitlichen Langzeitfolgen und mahnt Unternehmen, Krankheitsauszeiten zu unterstützen.
In einer aktuellen Studie wurde deutlich, dass Arbeiten trotz Krankheit, bekannt als "Präsentismus", mit einer stärkeren und länger anhaltenden Erschöpfung einhergeht. Dies ergab die Forschung eines Teams um Dr. Carolin Dietz von der Technischen Universität Chemnitz, gemeinsam mit der Universität Groningen und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Die Studie zeigt, dass Beschäftigte, die krank zur Arbeit gehen, über Wochen ein erhöhtes Erschöpfungsniveau haben. Präsentismus, oft motiviert durch fehlende Vertretungen oder anstehende Termine, birgt langfristige gesundheitliche Risiken bis zur chronischen Müdigkeit. Dr. Oliver Weigelt von der Universität Groningen warnt vor einer Spirale aus Überforderung. Professor Bertolt Meyer von der TU Chemnitz betont die Notwendigkeit, dass Betriebe ihre Mitarbeiter ermutigen, Krankheiten auszukurieren, um Leistungsabfälle und Folgekosten zu minimieren. Die Untersuchung basiert auf einer 16-wöchigen Tagebuchstudie mit 123 Berufstätigen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Katarakt-OP senkt Sturzrisiko und verbessert Lebensqualität erheblich
Katarakt-OPs senken Sturzrisiko und verbessern Lebensqualität drastisch, zeigt eine US-Studie, und bieten somit älteren Menschen Sicherheit bei der Wahl der OP.
Katarakt-OPs senken Sturzrisiko und verbessern Lebensqualität drastisch, zeigt eine US-Studie, und bieten somit älteren Menschen Sicherheit bei der Wahl der OP.
Eine Studie aus den USA liefert wichtige Argumente für ältere Menschen, die unsicher sind, ob sich eine Katarakt-Operation für sie auszahlt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine erfolgreiche Entfernung des grauen Stars nicht nur die Sehkraft verbessert, sondern auch das Risiko von Stürzen und damit verbundenen schweren Verletzungen deutlich verringert. Dies ist besonders relevant vor dem Hintergrund, dass ältere Menschen häufig unter Stürzen leiden, die oft schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben können. Die durchgeführte Studie hebt hervor, dass die Katarakt-Operation weit mehr als nur eine Verbesserung der Lebensqualität im Sinne der visuellen Wahrnehmung darstellt, sondern auch ein präventives Mittel gegen körperliche Traumata ist. Dies könnte potenziellen Zweifelnden, wie in der Quelle aerztezeitung.de berichtet, zusätzliche Sicherheit in der Entscheidungsfindung bieten.
Pflegereform 2017 treibt Anstieg der Pflegebedürftigen auf 5,7 Mio.
Die Pflegereform 2017 verdoppelte die Pflegebedürftigenzahlen in Deutschland laut BARMER-Report auf 5,7 Millionen, statt primär demografische Faktoren.
Die Pflegereform 2017 verdoppelte die Pflegebedürftigenzahlen in Deutschland laut BARMER-Report auf 5,7 Millionen, statt primär demografische Faktoren.
Laut dem neuen Pflegereport der BARMER hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland seit 2015 nahezu verdoppelt und beträgt nun 5,7 Millionen Menschen. Diesem Anstieg liegt jedoch nicht primär die alternde Gesellschaft zugrunde, wie vielfach angenommen. Vielmehr ist die Pflegereform 2017 ein wesentlicher Faktor, so die Krankenkasse. Der Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung wuchs von 3,2 Prozent im Jahr 2015 auf 6,2 Prozent im Jahr 2023, aber die demografische Alterung trug laut Studienautor Professor Heinz Rothgang lediglich zu 0,44 Prozentpunkten zu diesem Anstieg bei. Die Pflegereform, insbesondere das Pflegestärkungsgesetz II, erweiterte den Pflegebedürftigkeitsbegriff und berücksichtigte kognitive und psychische Beeinträchtigungen stärker, was zu einem Anstieg der Prävalenz führte. Die Erkenntnisse stellen somit die gängige Annahme infrage, dass rein demografische Faktoren für die stark gestiegene Anzahl Pflegebedürftiger verantwortlich sind.
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