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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
17.03.2026
Entscheidungsträger debattieren Zukunft des Gesundheitswesens in Berlin
Beim Gesundheitsnetzwerker-Kongress in Berlin debattierten 400 Entscheidungsträger über Digitalisierung und Patientenzentrierung als Zukunft des Gesundheitswesens.
Beim Gesundheitsnetzwerker-Kongress in Berlin debattierten 400 Entscheidungsträger über Digitalisierung und Patientenzentrierung als Zukunft des Gesundheitswesens.
Beim 19. Gesundheitsnetzwerker-Kongress in Berlin versammelten sich rund 400 Entscheidungsträger:innen, um die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitswesens zu debattieren. Laut einer Meldung von aerztezeitung.de betonte gematik-Geschäftsführerin Brenya Adjei die essentielle Rolle eines funktionierenden WLANs für Innovationen im Gesundheitsbereich. Die Diskussion drehte sich um die konsequente Digitalisierung und die Patientenzentrierung als Schlüsselfaktoren für die Weiterentwicklung des Gesundheitssektors. Diese Themen stehen im Mittelpunkt, um den Herausforderungen der Zukunft wirksam begegnen zu können.
GKV-Finanzkommission könnte Pflegebudget in Kliniken neu bewerten
GKV-Finanzkommission plant Änderungen im Klinik-Pflegebudget: Expertenrunde könnte Rückkehr zu Fallpauschalen vorschlagen. Spannungen steigen.
GKV-Finanzkommission plant Änderungen im Klinik-Pflegebudget: Expertenrunde könnte Rückkehr zu Fallpauschalen vorschlagen. Spannungen steigen.
Die bevorstehende Präsentation der GKV-Finanzkommission am 30. März wird mit großer Spannung erwartet. Gesundheitsministerin Nina Warken hat diese Expertenrunde einberufen, um Vorschläge zur Stabilisierung der finanziellen Lage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu unterbreiten. Besonders heftig wird spekuliert, ob die Kommission das Pflegebudget in Kliniken zur Diskussion stellt und möglicherweise die Rückkehr zum System der Fallpauschalen vorschlägt. Der Pflegestellfonds hat derzeit ein Finanzvolumen von über 26 Milliarden Euro pro Jahr, zeigt sich jedoch in der Kritik, da viele Krankenhäuser die neue Finanzierungsart nutzen, um zusätzliche Aufgaben ohne Bezug zur Pflege an das Personal weiterzugeben. Die Präsidentin des Deutschen Pflegerates, Christine Vogler, und die Präsidentin der Pflegekammer NRW, Sandra Postel, warnen davor, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft lehnt einen möglichen Systemwechsel ab, aus Sorge vor erhöhter Bürokratie. (Quelle: Ärzte Zeitung)
KI-Revolution: Optimierte Praxisabläufe und Fortschritte in Kliniken
KI revolutioniert Praxen: Beim HIT-Kongress in Köln zeigt Aldo Faisal, wie Künstliche Intelligenz Abläufe optimiert und Therapieerfolge steigert.
KI revolutioniert Praxen: Beim HIT-Kongress in Köln zeigt Aldo Faisal, wie Künstliche Intelligenz Abläufe optimiert und Therapieerfolge steigert.
Beim HIT-Kongress in Köln präsentierte Aldo Faisal die weitreichenden Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) in medizinischen Praxen und Kliniken. Ziel der KI-Implementierung ist es, zunächst die Praxisabläufe zu optimieren und darauf aufbauend therapeutische Fortschritte zu erzielen. Die Einsatzbereiche von KI sind dabei noch lange nicht vollständig ausgeschöpft. Faisal gewährte einen kleinen Einblick in die immense Datenvielfalt und die sich daraus ergebenden Chancen, die mittels KI erschlossen werden können, um den medizinischen Alltag grundlegend zu verbessern. Diese Informationen wurden von der Ärzte Zeitung bereitgestellt.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
17.03.2026
Elektronische AU hebt Krankenstand an: Kurzzeiterkrankungen nehmen zu
Die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) erhöht den Krankenstand durch bessere Erfassung von Kurzzeiterkrankungen bei AOK-Versicherten.
Die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) erhöht den Krankenstand durch bessere Erfassung von Kurzzeiterkrankungen bei AOK-Versicherten.
Der Krankenstand unter AOK-Versicherten ist 2025 leicht auf 23,3 Tage gesunken, im Vergleich zu 23,9 Tagen im Vorjahr. Jedoch wäre der Wert ohne die Neuerungen der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) um 2,5 Tage niedriger ausgefallen, so das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Die eAU ermöglicht eine vollständigere Erfassung von Kurzzeiterkrankungen, da Bescheinigungen nun automatisch an die Krankenkassen übermittelt werden. Laut Helmut Schröder, Geschäftsführer des WIdO, ergibt sich dadurch eine „bemerkenswerte Niveau-Verschiebung nach oben“. Kortfristige Ausfälle stiegen von 6,7 Tagen im Jahr 2016 auf 9,1 Tage im Jahr 2025 an. Es wurde festgestellt, dass die Übermittlung von AU-Bescheinigungen bei Hausarztbesuchen von 65 Prozent im Jahr 2019 auf 86 Prozent im Jahr 2024 anstieg. Langzeitausfälle machen zwar nur 3,3 Prozent aller Fälle aus, verursachen jedoch über 40 Prozent der AU-Tage, wobei psychische Erkrankungen verstärkt zu den langen Ausfallzeiten beitragen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Studie: Postoperative Schmerzen nach Hüft-OP können Herz gefährden
Studie zeigt: Postoperative Schmerzen nach Hüft-OP können Herz gefährden - Anstieg der Troponinspiegel könnte auf Herzrisiken hinweisen.
Studie zeigt: Postoperative Schmerzen nach Hüft-OP können Herz gefährden - Anstieg der Troponinspiegel könnte auf Herzrisiken hinweisen.
Perioperative Schmerzen nach einer Hüftoperation sind in einer Kohortenstudie signifikant mit einem Anstieg der Troponinspiegel verbunden, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Dies stellt möglicherweise eine Gefahr für das Herz dar, könnte jedoch nicht direkt auf eine myokardiale Schädigung hindeuten. In dem HIP-ATTACK-Trial, einer randomisierten kontrollierten Studie, wurde ein ähnlicher Anstieg der Troponinspiegel beobachtet, ohne dass ein kausaler Zusammenhang eindeutig bewiesen wurde. Diese Beobachtungen werfen die Frage auf, inwieweit postoperative Schmerzen das Herz beeinflussen und welche klinischen Konsequenzen sich möglicherweise daraus ergeben könnten.
Koalition drängt auf Mitwirkung am GKV-Sparpaket von Ministerin Warken
Die Regierungsfraktionen fordern Mitsprache beim GKV-Sparpaket von Ministerin Warken, das Milliarden mobilisieren soll, um höhere Zusatzbeiträge zu verhindern.
Die Regierungsfraktionen fordern Mitsprache beim GKV-Sparpaket von Ministerin Warken, das Milliarden mobilisieren soll, um höhere Zusatzbeiträge zu verhindern.
Gesundheitspolitiker der Regierungsfraktionen drängen darauf, beim geplanten GKV-Sparpaket mitzuwirken, das Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vorbereitet. Geplant ist, 12 bis 14 Milliarden Euro zu mobilisieren, um einen weiteren Anstieg der Zusatzbeiträge im kommenden Jahr zu vermeiden. Die handverlesene Finanzkommission der Ministerin arbeitet seit Monaten intensiv an Vorschlägen, deren Veröffentlichung Ende März erwartet wird. Doch nun möchten Fraktionspolitiker der Koalition Vorkoster im politischen Prozess einführen, um Vorschläge mit hohem Sprengpotenzial vorzeitig zu beseitigen. Warken, ihrer Rolle als Dirigentin des Prozesses beraubt, muss sich einem ordnenden Politikmanagement der Koalition fügen. Mit diesen Eingriffen hoffen die Koalitionsfraktionen auf eine finanziell solide Zukunft der GKV. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
15.03.2026
Pflegefachkräfte begleiten bei Patientenverfügungen und Vorsorgeplanung
Pflegefachkräfte sind unverzichtbare Berater bei Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, besonders in der Palliativphase, doch klare Honorierungsregelungen fehlen.
Pflegefachkräfte sind unverzichtbare Berater bei Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, besonders in der Palliativphase, doch klare Honorierungsregelungen fehlen.
Praxis- und Pflegeteams spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Patienten in Fragen der Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Gerade bei Eintritt in die Palliativphase sollten Vollmachten, Betreuungen und therapeutische Wünsche klar geregelt sein. Fachkräfte können hierbei essenzielle Beratungsleistungen erbringen, um Patienten und deren Angehörige durch den komplexen Prozess zu führen. Von Bedeutung ist zudem, wie solche Beratungsleistungen honoriert werden, da dies direkte Auswirkungen auf die Praxis hat. Laut einem Bericht von aerztezeitung.de ist es unerlässlich, dass Pflegepersonal sowohl über die inhaltlichen Aspekte als auch über die entsprechenden Abrechnungsfragen gut informiert ist, um den Patienten optimal zur Seite stehen zu können.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.03.2026
Neue EBM-Pauschale entlastet Hausärzte bei vier Krankheitsbildern
Die neue EBM-Pauschale erleichtert Hausärzten die Betreuung chronisch Kranker mit geringem Kontaktbedarf bei vier spezifischen Erkrankungen.
Die neue EBM-Pauschale erleichtert Hausärzten die Betreuung chronisch Kranker mit geringem Kontaktbedarf bei vier spezifischen Erkrankungen.
KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich knapp vor einer Ersatzvornahme durch das Gesundheitsministerium auf eine EBM-Pauschale zur hausärztlichen Chronikerversorgung ohne großen Kontaktbedarf verständigt, berichtet die "Ärzte Zeitung". Mit einem halben Jahr Verspätung wurde der Auftrag aus dem GVSG umgesetzt. Die neue Pauschale zielt darauf ab, durch eine Verkürzung der Routinekontakte hausärztliche Praxen zu entlasten. Sie bezieht sich auf lediglich vier Krankheitsbilder: Schilddrüsenerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, benigne essenzielle Hypertonie und Idiopathische Gicht. Trotz der grundsätzlichen Zustimmung zur Entlastungsinitiative kritisiert KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister die Vorgaben als schwer umsetzbar. Der Ärztinnen- und Ärzteverband bemängelt, dass die Regelung unzureichende Anpassungen für die realen Anforderungen in der Versorgung bietet. Die quartalsübergreifende Abrechnung ist auf Erwachsene mit einem geringen Betreuungsbedarf zugeschnitten, die kontinuierlich ein bestimmtes Medikament benötigen.
Rheinland-Pfalz: ePA-Coaches erleichtern Senioren den digitalen Einstieg
Rheinland-Pfalz: ePA-Coaches helfen Senioren beim digitalen Einstieg in die elektronische Patientenakte und fördern so deren digitale Teilhabe.
Rheinland-Pfalz: ePA-Coaches helfen Senioren beim digitalen Einstieg in die elektronische Patientenakte und fördern so deren digitale Teilhabe.
Die elektronische Patientenakte (ePA) findet bislang nur wenig Verbreitung unter Patienten, was häufig auf die komplizierte Registrierung zurückzuführen ist. In Rheinland-Pfalz läuft ein Projekt, das Abhilfe schaffen soll. Hierbei unterstützen ausgebildete ePA-Coaches Seniorinnen und Senioren bei der Einrichtung und Nutzung ihrer ePA. Projektleiter Rico Maaßberg erklärt, dass das Projekt an die Digital-Botschafter*innen angeknüpft ist, die Senioren zur digitalen Teilhabe motivieren. Derzeit gibt es bereits 120 ePA-Coaches, wobei das Ziel verfolgt wird, die Zahl bis Jahresende auf 250 zu erhöhen. Die Coaches informieren über die ePA und helfen bei auftretenden Fragen. Das Projekt läuft seit Dezember 2024 und wird bis November 2026 gefördert. Auch in anderen Bundesländern zeigen Ehrenamtliche großes Engagement bei der digitalen Unterstützung älterer Menschen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Neue ePA: Pflichtdaten seit 2025 in digitalem Gesundheitsordner
Seit 2025 müssen medizinische Daten in die ePA eingetragen werden, ein digitaler Gesundheitsordner für alle Versicherten mit voller Kontrolle über Zugriffsrechte.
Seit 2025 müssen medizinische Daten in die ePA eingetragen werden, ein digitaler Gesundheitsordner für alle Versicherten mit voller Kontrolle über Zugriffsrechte.
Seit der Einführung im Oktober 2025 sind medizinische Praxen, Apotheken und Kliniken in Deutschland verpflichtet, bestimmte Daten in die elektronische Patientenakte (ePA) einzutragen, wie die Verbraucherzentralen berichten. Die ePA fungiert als digitaler Gesundheitsordner und speichert medizinische Unterlagen wie Befunde und Medikationslisten. Alle gesetzlich Versicherten erhalten automatisch eine ePA, können jedoch widersprechen. Privatversicherte müssen die ePA gesondert beantragen. Die Nutzung der ePA erfolgt über Apps der Krankenkassen oder spezielle PC-Anwendungen, wobei Nutzer volle Kontrolle über den Zugang und die Einstellung ihrer Gesundheitsdaten haben. Zukünftige Funktionen sollen unter anderem einen elektronischen Impfpass und ein Zahnarzt-Bonusheft umfassen. Widersprüche bezüglich Zugriffsrechten oder der Weitergabe von Daten zu Forschungszwecken sind jederzeit möglich. Die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten sollen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen. Diese Informationen stammen von der Verbraucherzentrale.
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