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Finanzen und Versicherung
02.04.2026
Gesundheitskosten übersteigen Bundeshaushalt: Pflege als Kostentreiber
Gesundheitskosten übersteigen erstmals den Bundeshaushalt: Pflege als Hauptfaktor treibt die Ausgaben auf 538,2 Milliarden Euro und belastet das System stark.
Gesundheitskosten übersteigen erstmals den Bundeshaushalt: Pflege als Hauptfaktor treibt die Ausgaben auf 538,2 Milliarden Euro und belastet das System stark.
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind dramatisch gestiegen und erreichten 2024 etwa 538,2 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von fast 38 Milliarden Euro oder 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausgaben des Bundeshaushalts hingegen beliefen sich auf knapp 480 Milliarden Euro. Besonders kostspielig ist die Pflege, die einen signifikanten Anteil an den hohen Ausgaben hat. Christian Geinitz von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hebt hervor, dass die Gesundheitsausgaben inzwischen zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung verschlingen, was deutlich mehr ist als die Aufwendungen für Militär oder Bildung. Dies verdeutlicht den immensen finanziellen Druck auf das deutsche Gesundheitssystem.
Gesundheitsausgaben 2024 übersteigen Bundeshaushalt: Pflege im Fokus
Gesundheitsausgaben 2024 übersteigen Bundeshaushalt, mit Fokus auf Pflege. Besonders neue Technologien erhöhen Kosten erheblich.
Gesundheitsausgaben 2024 übersteigen Bundeshaushalt, mit Fokus auf Pflege. Besonders neue Technologien erhöhen Kosten erheblich.
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen weiterhin stark an. Im Jahr 2024 betrugen sie rund 538,2 Milliarden Euro, was eine Erhöhung von fast 38 Milliarden Euro oder 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Summe übersteigt die Ausgaben des gesamten Bundeshaushalts, die sich im selben Zeitraum auf knapp 480 Milliarden Euro beliefen, deutlich. Besonders die Pflege erweist sich als ein kostspieliger Bereich, was unter anderem auf die Einführung neuer Technologien wie der „Holomedizin“ mit VR-Brille zurückgeführt wird. Der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung beträgt zwölf Prozent und ist somit erheblich höher als die Ausgaben für Militär oder Bildung. Quelle: F.A.Z.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
02.04.2026
Grünes Licht für Off-Label-Use bei Long-COVID: G-BA entscheidet positiv
G-BA erlaubt Off-Label-Use: Vier Medikamente gegen Long-COVID dürfen erstmals auf Kassenkosten verordnet werden, ein wichtiger Fortschritt für Betroffene.
G-BA erlaubt Off-Label-Use: Vier Medikamente gegen Long-COVID dürfen erstmals auf Kassenkosten verordnet werden, ein wichtiger Fortschritt für Betroffene.
Vier Wirkstoffe können bei Long-/Post-COVID und ME/CFS künftig im Off-Label-Use auf Kassenkosten verordnet werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat dafür nun grünes Licht gegeben, berichtet die Ärzte Zeitung. Diese Entscheidung ist ein Schritt zur Verbesserung der Versorgung der betroffenen Patienten. Weiterhin müssen jedoch bestimmte Vorgaben bei der Verordnung beachtet werden. Die Bereitstellung der Medikamente im Off-Label-Use eröffnet neue therapeutische Möglichkeiten und stellt einen wichtigen Fortschritt in der Behandlung von Long-COVID-Patienten dar. Dennoch bleibt abzuwarten, wie diese in der Praxis umgesetzt werden und ob sie den erhofften Nutzen bringen.
Elektronische Überweisung: Fortschritt in Deutschlands Gesundheits-IT
Deutschland macht Fortschritte in der Gesundheits-IT: Ministerin Warken führt die elektronische Überweisung ein, um die Primärversorgung zu optimieren.
Deutschland macht Fortschritte in der Gesundheits-IT: Ministerin Warken führt die elektronische Überweisung ein, um die Primärversorgung zu optimieren.
Das Primärversorgungssystem in Deutschland macht Fortschritte in der Digitalisierung. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die Einführung der elektronischen Überweisung als weiteres Element für die Optimierung der Primärversorgung auf den Weg gebracht. Diese Initiative stellt einen bedeutenden Fortschritt im Rahmen der digitalen Unterstützung der Gesundheitsversorgung dar. Die vollständige Meldung sowie weitere ausführliche Informationen stehen registrierten Nutzern der Ärzte Zeitung zur Verfügung. (Quelle: Ärzte Zeitung)
EMA: Keine neuen Behandlungen mit Tecovirimat bei Mpox empfohlen
Die EMA rät von neuen Tecovirimat-Behandlungen bei Mpox ab, da Studien zeigen, dass es Läsionen nicht schneller heilt als Placebos.
Die EMA rät von neuen Tecovirimat-Behandlungen bei Mpox ab, da Studien zeigen, dass es Läsionen nicht schneller heilt als Placebos.
Ein Review aus vier Studien hat ergeben, dass Tecovirimat bei Mpox die Läsionen nicht schneller abheilen lässt als eine Scheinbehandlung. Die europäische Arzneimittelagentur EMA teilt mit, dass neue Behandlungen mit Tecovirimat nicht initiiert werden sollten (Quelle: aerztezeitung.de).
RKI-Studie: Geringe Gesundheitskompetenz bei über 80 % der Deutschen
Über 80 % der Deutschen haben laut RKI-Studie eine geringe Gesundheitskompetenz, besonders bei Männern und weniger Gebildeten gibt es Handlungsbedarf.
Über 80 % der Deutschen haben laut RKI-Studie eine geringe Gesundheitskompetenz, besonders bei Männern und weniger Gebildeten gibt es Handlungsbedarf.
Über 80 Prozent der deutschen Bevölkerung weisen eine geringe Gesundheitskompetenz auf, wie das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet. Die Ergebnisse stammen aus dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024, das kürzlich veröffentlicht wurde. Während bei Frauen die niedrige Gesundheitskompetenz bis zur 65- bis 79-Jährigen Altersgruppe abnimmt, bleibt dieser Trend bei Männern aus. Höher gebildete Personen haben tendenziell eine bessere Gesundheitskompetenz. Die Forscher sehen erheblichen Handlungsbedarf und empfehlen, weniger auf individuelle Fähigkeiten und mehr auf die strukturellen Voraussetzungen in Bildungs-, Sozial- und Gesundheitssystemen zu setzen. Hierbei sollten geschlechtsspezifische Unterschiede berücksichtigt werden. Das RKI betont weiter, dass die Selbsteinschätzung der befragten Personen möglicherweise von sozial erwünschten Antworten beeinflusst sein könnte. (Quelle: ÄrzteZeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
01.04.2026
Hausbesuche bei Diabetes-Patienten: Qualifikation vs. Zeitaufwand
Hausbesuche bei Diabetes-Patienten sind essenziell, aber zeitintensiv und schlecht entlohnt. Qualifizierte Assistenten könnten entlasten, doch Bedenken bestehen.
Hausbesuche bei Diabetes-Patienten sind essenziell, aber zeitintensiv und schlecht entlohnt. Qualifizierte Assistenten könnten entlasten, doch Bedenken bestehen.
Hausbesuche bei immobilen und hochaltrigen Diabetes-Patienten sind von großer Bedeutung, jedoch sowohl zeitaufwändig als auch schlecht vergütet. Ein Hausarzt berichtete gegenüber der "Ärzte Zeitung" über seine Erfahrungen und die Schwierigkeiten bei der Delegation solcher Besuche. Trotz der Hürden, die damit verbunden sind, stehen Möglichkeiten zur Verfügung, diese Besuche durch speziell qualifizierte nicht-ärztliche Praxisassistenten wie VERAH (Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis) und NäPA (Nichtärztliche Praxisassistentin) durchzuführen. Dennoch äußert der Arzt Bedenken, die Verantwortung abzugeben, da ihm diese Delegation häufig "nicht behagt". In der Fachwelt wird die Diskussion über die Rolle von VERAH und NäPA sowie die Sicherstellung einer hochwertigen Betreuung von Diabetes-Patienten durch gut geschultes Praxispersonal weitergeführt. Die Ärzte Zeitung bleibt an der Thematik dran und bietet ihren Lesern kontinuierlich Einblicke und Expertenmeinungen.
BSG: Zweijährige Verjährungsfrist für ambulante Krankenhausleistungen
Das BSG in Kassel legt eine zweijährige Verjährungsfrist für ambulante Krankenhausleistungen fest, was Auswirkungen auf die Abrechnungspraxis haben könnte.
Das BSG in Kassel legt eine zweijährige Verjährungsfrist für ambulante Krankenhausleistungen fest, was Auswirkungen auf die Abrechnungspraxis haben könnte.
Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel hat die Verjährungsfristen für Krankenhausrechnungen präzisiert. Ab sofort greift eine zweijährige Verjährungsfrist für alle Leistungen, die unter Versorgungsverträge fallen, was auch ambulante Krankenhausbehandlungen umfassen kann, wie das BSG bestätigte. Ein Krankenhaus im Raum Duisburg hatte 2019 eine Patientin ambulant behandelt und die Kosten erst im Jahr 2022 in Rechnung gestellt. Die zuständige Krankenkasse lehnte die Zahlung ab, da der Anspruch verjährt sei. Die Kasseler Richter betonten, dass die zweijährige Frist für vertraglich vereinbarte Krankenhausleistungen gilt, während für die ambulante spezialfachärztliche Versorgung eine längere, vierjährige Verjährungsfrist greift. Somit wird deutlich, dass ambulate Krankenhausleistungen im Gegensatz zur vertragsärztlichen und spezialfachärztlichen Versorgung eine kürzere Frist zur Abrechnung haben. (Quelle: aerztezeitung.de)
Ärzte skeptisch gegenüber ePA: Digitalisierung weiter im Fokus
Ärzte skeptisch: ePA überzeugt nicht alle Praxen, Digitalisierung bleibt zentrales Thema der Gesundheitsversorgung.
Ärzte skeptisch: ePA überzeugt nicht alle Praxen, Digitalisierung bleibt zentrales Thema der Gesundheitsversorgung.
In einer Online-Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zeigt sich, dass die elektronische Patientenakte (ePA) noch nicht alle Arztpraxen überzeugt. Obwohl viele Praxen die elektronische Medikationsliste als hilfreich empfinden, sind nur wenige von den ePA-Modulen im Praxisverwaltungssystem zufriedenstellend überzeugt. Diese Erhebung gibt somit ein aktuelles Stimmungsbild zur Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung wieder, wie die Ärztezeitung berichtet.
Finanzierungslücke: Krankenkassen vor milliardenschwerer Herausforderung
Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland stehen vor einer gewaltigen Finanzierungslücke von über 15 Milliarden Euro – Beitragssteigerungen drohen.
Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland stehen vor einer gewaltigen Finanzierungslücke von über 15 Milliarden Euro – Beitragssteigerungen drohen.
Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Euro pro Tag ausgegeben. Trotz gestiegener Einnahmen zeichnet sich eine Finanzierungslücke von über 15 Milliarden Euro für das kommende Jahr ab. Dies könnte zu weiter steigenden Beiträgen für Versicherte und Arbeitgeber führen. Gesundheitsministerin Warken hat inzwischen 66 Vorschläge erhalten, um die Krankenkassen vor einem finanziellen Kollaps zu bewahren. Die Debatte über die Verteilung der finanziellen Lasten sowie mögliche Auswirkungen auf die Versorgung dürfte kontrovers innerhalb der Koalition geführt werden, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
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