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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.05.2026
Teilzeitboom in Deutschland: Immer mehr arbeiten in reduzierten Stunden
Teilzeitmodelle boomen: 31,9 % der Beschäftigten in Deutschland arbeiteten 2022 in Teilzeit – ein Trend, der besonders Frauen und junge Familien betrifft.
Teilzeitmodelle boomen: 31,9 % der Beschäftigten in Deutschland arbeiteten 2022 in Teilzeit – ein Trend, der besonders Frauen und junge Familien betrifft.
Am deutschen Arbeitsmarkt setzen sich Teilzeitmodelle immer mehr durch. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten im vergangenen Jahr so viele Menschen mit reduzierter Stundenzahl wie nie zuvor. Der Teilzeitanteil lag bei 31,9 Prozent aller Beschäftigten, die im Schnitt 21,3 Wochenstunden leisteten – etwas mehr als im letzten Jahr und merklich mehr als 2015. Die Gewerkschafts-Expertin Yvonne Lott begrüßt diese Entwicklung als Schritt zu längeren Teilzeitmodellen, die mehr Erwerbsbeteiligung ermöglichen. Ein Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zieht ähnliche Schlüsse und zeigt zudem eine höhere Teilzeitquote bei Frauen im Vergleich zu Männern. Vor allem in jungen Familien sind die Unterschiede signifikant. Dennoch diskutiert die CDU kontrovers, ob ein Rechtsanspruch auf "Lifestyle-Teilzeit" bestehen soll. Lott betont, dass es sich um selbstbestimmtes Arbeiten handelt, das stabilere Kinderbetreuungsangebote erfordert. Auch im Alter zieht die Teilzeitarbeit merklich an. (Quelle: FAZ.net)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.05.2026
MD Bund passt Qualitätsrichtlinie: Änderungen bei EKG und Fachärzten an
MD Bund aktualisiert Richtlinie: EKG-Geräte entfallen größtenteils, Änderungen bei Fachärzten. Anpassung an das KHAG. Wichtige Neuerungen für Kliniken.
MD Bund aktualisiert Richtlinie: EKG-Geräte entfallen größtenteils, Änderungen bei Fachärzten. Anpassung an das KHAG. Wichtige Neuerungen für Kliniken.
Der Medizinische Dienst Bund (MD Bund) hat die dritte Version der Richtlinie zur Prüfung von Qualitätskriterien veröffentlicht. Diese sogenannte LOPS-Richtlinie wurde an das Krankenhausreform-Anpassungsgesetz (KHAG) angepasst. Die neuen Vorgaben betreffen sowohl die Qualitätskriterien selbst als auch den Prüfprozess für Leistungsgruppen und Strukturprüfungen. Eine wesentliche Änderung betrifft das Vorhandensein von EKG-Geräten, die nun aus der sachlichen Ausstattung der meisten Leistungsgruppen entfernt wurden, mit Ausnahme der Herzchirurgie. In der Herzklappenintervention ist nun zusätzlich zu drei Fachärzten für Herzchirurgie auch das Vorhandensein von Kardiologen erforderlich. Zudem müssen die Pflegepersonaluntergrenzen nun in allen Leistungsgruppen eingehalten werden. Das Gesetz hat auch die Möglichkeiten zur Anrechnung von Fachärztinnen und -ärzten verändert. Hier wurde die starre Begrenzung in den Gruppen Allgemeine Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie aufgehoben. Die Regelungen wurden dahingehend verändert, dass ein Facharzt nun in drei Leistungsgruppen anrechenbar ist. Dies teilte die AOK auf ihrer Webseite mit.
Pflegereform vor Durchbruch: Hohe Defizite erfordern rasche Einigung
Die Pflegereform könnte bald einen Durchbruch erleben, um dramatische Finanzdefizite zu beheben. Ein Stabilisierungsgesetz steht kurz vor dem Koalitionskompromiss.
Die Pflegereform könnte bald einen Durchbruch erleben, um dramatische Finanzdefizite zu beheben. Ein Stabilisierungsgesetz steht kurz vor dem Koalitionskompromiss.
Die Pflegefinanzen entwickeln sich immer dramatischer, doch zumindest das geplante Stabilisierungsgesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kommt voran. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" könnte es in den kommenden Tagen zwischen Union und SPD zu einem Durchbruch kommen, um den Entwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz in die Ressortabstimmung zu bringen. Die Behandlung im Bundestag vor der Sommerpause wurde jedoch als illusorisch bezeichnet. Die Zeit drängt, da das Bundesamt für Soziale Sicherung mit einem Defizit in der sozialen Pflegeversicherung von bis zu 4,5 Milliarden Euro rechnet. Erste Kassen könnten schon im Juni in Liquiditätsprobleme geraten, so die F.A.Z. Die Pflegeversicherung stehe unter großem Druck, da immer mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft werden. DAK-Chef Andreas Storm warnt vor möglichen Beitragssteigerungen, um die Defizite zu decken. Die politische Einigung scheint jedoch derzeit schwierig, da sich Union und SPD weiterhin verhakt haben. (Quelle: F.A.Z.)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.05.2026
Europäische Impfstoff-Vorsorge: Experten fordern mehr Investitionen
Experten mahnen zur Pandemievorsorge: Europa soll stärker in Impfstoffproduktion und Forschung investieren, um auf künftige Gesundheitskrisen vorbereitet zu sein.
Experten mahnen zur Pandemievorsorge: Europa soll stärker in Impfstoffproduktion und Forschung investieren, um auf künftige Gesundheitskrisen vorbereitet zu sein.
Medizinprofessorin Isabelle Bekeredjian-Ding, eine führende Figur im Europäischen Impfstoff-Zentrum für Pandemievorsorge, sprach über die Dringlichkeit der Pandemiebereitschaft. Trotz der Corona-Erfahrungen zeigen Regierungen wenig Bereitschaft, in diese Vorsorge zu investieren. Bekeredjian-Ding betonte, dass ein Netzwerk aus Forschungseinrichtungen und Industriepartnern notwendig sei, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. Projekte wie die Entwicklung eines monoklonalen Antikörpers gegen Affenpocken oder die Zusammenarbeit mit Pharmakonzernen zur Impfstoffentwicklung seien bereits erste Erfolge. Wichtig sei, dass Europa seine Impfstoffproduktion stärken müsse, um nicht auf Importe angewiesen zu sein. Auch müssten die Kommunikation und das öffentliche Verständnis für Impfstoffe verbessert werden, um der Verbreitung von Falschinformationen vorzubeugen. Diese Perspektiven verdeutlichte Bekeredjian-Ding im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Quelle: F.A.Z.).
Mehr als die Hälfte der Haushalte in Hessens Städte sind Singlehaushalte
Mehr als die Hälfte der Haushalte in Hessens Städten sind Singlehaushalte, vor allem ältere Frauen leben häufiger allein.
Mehr als die Hälfte der Haushalte in Hessens Städten sind Singlehaushalte, vor allem ältere Frauen leben häufiger allein.
Mehr als die Hälfte der Einwohner in den Großstädten Hessens lebt laut dem Statistischen Landesamt allein in einem Haushalt. Im Jahr 2025 bestand damit 51,1 Prozent der Bevölkerung in den städtischen Gebieten des Bundeslandes aus Alleinlebenden. Insgesamt wurden 3,1 Millionen Haushalte in Hessen verzeichnet, wovon 1,3 Millionen Einpersonenhaushalte waren. Diese stellten damit die häufigste Form des Haushalts dar. Die Studie zeigte auch, dass sich der Anteil der Alleinlebenden nach Alter und Geschlecht unterscheidet. Besonders hoch war der Anteil bei Frauen ab 65 Jahren, wohingegen Männer in dieser Altersgruppe einen ausgewogeneren Anteil aufwiesen. Die Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, der Hauptwohnsitzhaushalte berücksichtigt, in denen mindestens eine Person ab 16 Jahren lebt. (Quelle: FAZ).
Streit um Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem: GKV-Gesetz in der Kritik
Kritik an GKV-Gesetz: Ärzteschaft, Krankenhäuser und Kassen wehren sich gegen geplante Sparmaßnahmen von 16 Milliarden Euro im Gesundheitssystem.
Kritik an GKV-Gesetz: Ärzteschaft, Krankenhäuser und Kassen wehren sich gegen geplante Sparmaßnahmen von 16 Milliarden Euro im Gesundheitssystem.
Das Kabinett hat kürzlich den Entwurf für ein GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) gebilligt, das Einsparungen von rund 16 Milliarden Euro im nächsten Jahr vorsieht. Dies wird bis zum Sommer parlamentarisch bearbeitet. Jedoch stößt das Sparpaket auf breite Kritik: Ärzteverbände, Krankenhäuser, Pharmahersteller und sogar die Krankenkassen sind unzufrieden. In einer digitalen Debattenrunde am 21. Mai 2026, moderiert von Matthias Gabriel und Dr. Florian Staeck, äußerten sich Gäste wie Dr. Susanne Johna, Professor Dr. Andreas Beivers und Anne-Kathrin Klemm zu den Widersprüchen der Sparbemühungen im Gesundheitssystem. Wie die „Ärztezeitung“ berichtet, besteht noch Diskussionsbedarf, da vieles noch nicht endgültig entschieden ist.
Studie: Geplantes GKV-Gesetz gefährdet Krankenhäuser durch Budgetkürzung
Studie warnt: Geplantes GKV-Gesetz könnte durch Budgetkürzungen Krankenhäuser gefährden und Personalabbau sowie Versorgungseinbrüche verursachen.
Studie warnt: Geplantes GKV-Gesetz könnte durch Budgetkürzungen Krankenhäuser gefährden und Personalabbau sowie Versorgungseinbrüche verursachen.
Eine neue Studie warnt, dass das geplante Warkens GKV-Gesetz Krankenhäuser in Konkursgefahr bringen könnte. Die Studie prognostiziert, dass die angestrebte Deckelung des Pflegebudgets zu einem erheblichen Personalabbau im Pflegedienst der Krankenhäuser führen könnte. Dies würde nicht nur zu einer Verschlechterung der pflegerischen Versorgung führen, sondern könnte auch zu weiteren finanziellen Turbulenzen im Klinikmarkt beitragen. Die Meldung wies darauf hin, dass die finanziellen Verluste gravierend genug sein könnten, um die Existenz zahlreicher Einrichtungen zu bedrohen. Fachkräfte aus der Pflege, Führungskräfte von Krankenhäusern und politische Entscheidungsträger sind von den Ergebnissen betroffen, da sie auf die Notwendigkeit hinweisen, die Auswirkungen eines solchen Gesetzes gründlich zu überdenken, bevor es umgesetzt wird. Diese Informationen stammen aus einer Meldung der 'Ärzte Zeitung', die sich mit den potenziellen Folgen der Gesetzesänderung befasst.
Neue Sensoren sollen Aufzugsstörungen frühzeitig erkennen und verhindern
Neue Sensoren könnten Aufzugsstörungen frühzeitig erkennen und so sicherstellen, dass Fahrstühle nicht unerwartet den Betrieb einstellen.
Neue Sensoren könnten Aufzugsstörungen frühzeitig erkennen und so sicherstellen, dass Fahrstühle nicht unerwartet den Betrieb einstellen.
Neue Sensoren sollen Aufzugsstörungen rechtzeitig erkennen und verhindern, dass Fahrstühle den Betrieb einstellen. Laut dem TÜV-Verband wurden bei fast elf Prozent der ungefähr 723.000 untersuchten Aufzüge im Jahr 2025 erhebliche Mängel festgestellt, etwa 3000 mussten aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden. Verschlissene Tragseile und defekte Türverriegelungen seien typische Mängel. Predictive Maintenance, eine Methode zur vorausschauenden Wartung, soll helfen, diese Probleme frühzeitig zu beheben. Sensoren, die an Kabinentüren und -dächern angebracht sind, registrieren Abweichungen vom normalen Betrieb, was Eingriffe vor einer Havarie ermöglicht. Der Dax-Konzern Vonovia hat bereits damit begonnen, digitale Sensorik-Boxen in seinen Aufzügen zu installieren, was die Ausfalldauer um etwa 40 Prozent reduziert hat. Allerdings werden durch die Vernetzung der Aufzugsanlagen auch Cyberrisiken befürchtet, weshalb deren Sicherheit weiter gewährleistet werden muss. (Quelle: F.A.Z.)
Kritik an geplanter GKV-Sparpolitik: Experten fordern Reformen statt Kürzungen
Experten kritisieren die geplante Sparpolitik der GKV und fordern Reformen statt Kürzungen. Gesundheitsökonomen sehen hohen politischen Druck im Parlament.
Experten kritisieren die geplante Sparpolitik der GKV und fordern Reformen statt Kürzungen. Gesundheitsökonomen sehen hohen politischen Druck im Parlament.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant, im kommenden Jahr rund 16 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung einzusparen, wie die Ärzte Zeitung berichtete. Bei einer Veranstaltung im Rahmen von Politik & Debatte Live wurden die Sparmaßnahmen kritisch diskutiert. Gesundheitsökonom Professor Andreas Beivers bezeichnete das Vorhaben als Spar- und nicht als Reformgesetz und prognostizierte eine Durchsetzung im Parlament aufgrund des hohen politischen Drucks. Dr. Susanne Johna vom Marburger Bund drückte Skepsis hinsichtlich tiefgreifender Änderungen aus und kritisierte das Vorhaben, ökonomisches Verhalten der Ärzte zu fordern, bei gleichzeitigem Unverständnis über weniger Arzttermine. Anne-Kathrin Klemm vom BKK-Dachverband betonte die Notwendigkeit des Sparpakets als Grundlage für Strukturreformen, während sie die Belastung für Versicherte bemängelte. Die Debatte um das Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurde von einem Aufruf begleitet, die Reformmaßnahmen noch einmal zu überdenken.
Höhere Pflegebeiträge für Kinderlose geplant: Warken warnt vor Defizit
Angesichts drohender Defizite plant Gesundheitsministerin Warken höhere Pflegebeiträge für Kinderlose und mögliche Einsparungen bei Heimgeldern.
Angesichts drohender Defizite plant Gesundheitsministerin Warken höhere Pflegebeiträge für Kinderlose und mögliche Einsparungen bei Heimgeldern.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant, die Beiträge der Pflegeversicherung für Kinderlose zu erhöhen, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Laut Plänen der Ministerin soll der Beitragszuschlag für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent steigen. Für Versicherte ab 23 Jahren ohne Kinder bedeutete dies einen Gesamtbeitragssatz von 4,3 Prozent. Für Versicherte mit Kindern blieben die bisherigen Sätze unverändert. Warken sieht ohne eine Reform der Pflegeversicherung die Gefahr eines Defizits von 22,5 Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren. Zudem erwägt sie Einsparungen bei staatlichen Zuschüssen für die Heimunterbringung, was zu zusätzlichen Kosten für Heimbewohner führen könnte. Diese Informationen stammen laut FAZ von einem Bericht des RND.
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