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Pflegepolitik und Recht
21.01.2025
DAK-Chef fordert Sofortprogramm zur Stabilisierung der Sozialkassen
DAK-Chef Storm fordert ein Sofortprogramm zur Stabilisierung der Sozialkassen, um drastische Beitragssteigerungen und eine Reform der Finanzierungslasten zu verhindern.
DAK-Chef Storm fordert ein Sofortprogramm zur Stabilisierung der Sozialkassen, um drastische Beitragssteigerungen und eine Reform der Finanzierungslasten zu verhindern.
Der Vorstandsvorsitzende der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, hat die zukünftige Bundesregierung zu einem „Sofortprogramm“ zur Konsolidierung der Sozialkassen aufgerufen. Ohne Neuausrichtung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) könnten die aktuellen Beiträge von 17,5 Prozent bis 2035 auf 20 Prozent steigen, wie eine Projektion des IGES Instituts zeigt. Die Studien prognostizieren sogar einen Gesamtversicherungsbeitrag von bis zu 53 Prozent im schlechtesten Fall. Storm betonte die zentrale Rolle der Ärzteschaft bei der Patientensteuerung, um die Finanzierungen zu stabilisieren. Der Ruf nach einer restriktiveren Ausgabenpolitik und einem erhöhten Steuerzuschuss von derzeit 14,5 auf 21,5 Milliarden Euro untermauern seinen Appell. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach widerspricht, hält aber die aktuelle Rückkehr zu einem Gesamtbeitrag von 40 Prozent für illusorisch. Die Forderungen nach Reformen und einer gerechteren Finanzierungslastenverteilung werden durch politische Blockaden erschwert. Die Quelle dieser Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
21.01.2025
Regensburg: Studie nutzt smarte Kleidung gegen Dekubitus bei Patienten
Regensburg: Smarte Kleidung soll Dekubitus verhindern – innovative Studie startet im Uniklinikum Regensburg zur frühzeitigen Erkennung von Druckgeschwüren.
Regensburg: Smarte Kleidung soll Dekubitus verhindern – innovative Studie startet im Uniklinikum Regensburg zur frühzeitigen Erkennung von Druckgeschwüren.
Am Universitätsklinikum Regensburg startet ein Forschungsprojekt zur Verhinderung von Druckgeschwüren, die besonders bei bettlägerigen Personen ein Problem darstellen. Die Abteilung für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie unter Leitung von Silvan Klein untersucht in der Studie "DekubiTel" den Einsatz von „smarter“ Kleidung. Diese hochmoderne Kleidung ist mit Sensoren ausgestattet, die Druck- und Temperaturveränderungen erkennen können und soll helfen, die Entstehung von Dekubitus frühzeitig zu erkennen. Dieses innovative Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) mit über einer Million Euro gefördert. Trotz medizinischer Fortschritte gibt es bisher keine Lösung, um Dekubitus vollständig zu vermeiden. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt könnten entscheidend zur Verbesserung der Pflege von bettlägerigen Patienten beitragen. (Quelle: aerzteblatt.de)
Neue Studie: Medikamente für andere Krankheiten senken Demenzrisiko
Neue Studie zeigt: Bestimmte Medikamente, entwickelt für andere Krankheiten, könnten das Risiko für Demenz senken.
Neue Studie zeigt: Bestimmte Medikamente, entwickelt für andere Krankheiten, könnten das Risiko für Demenz senken.
Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung anderer Erkrankungen eingesetzt werden, könnten möglicherweise auch das Risiko für Demenz beeinflussen. Dies geht aus einem systematischen Review hervor, der die komplexen, oft krankheitsübergreifenden pathophysiologischen Mechanismen hinter Demenzerkrankungen beleuchtet. Wie berichtet, spielen hierbei insbesondere Medikamente, die für Indikationen außerhalb des Demenzspektrums entwickelt wurden, eine Rolle. Die Erkenntnisse werfen Licht auf die Notwendigkeit, das therapeutische Potenzial solcher Medikamente für demenzielle Erkrankungen weiter zu erforschen. (Quelle: aerztezeitung.de)
STIKO empfiehlt stärkere Grippeimpfstoffe für über 60-Jährige
STIKO rät zu stärkeren Grippeimpfstoffen für über 60-Jährige, um Impfraten zu erhöhen und Gesundheit in dieser Altersgruppe zu schützen.
STIKO rät zu stärkeren Grippeimpfstoffen für über 60-Jährige, um Impfraten zu erhöhen und Gesundheit in dieser Altersgruppe zu schützen.
Ab der kommenden Grippesaison empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Verwendung eines Hochdosis- sowie eines adjuvantierten Impfstoffs für Personen ab 60 Jahren. Diese Neuerung soll dazu beitragen, die oftmals unterschätzte Gefahr einer Influenza und die nach wie vor zu niedrigen Impfraten in dieser Altersgruppe zu adressieren. Die Entscheidung der STIKO basiert auf Erkenntnissen zur gesteigerten Wirksamkeit dieser spezifischen Impfstofftypen in der entsprechenden Altersgruppe, da mit zunehmendem Alter die Immunantwort des Körpers nachlässt. Diese Impfempfehlung steht im Einklang mit internationalen Bemühungen, die Gesundheitsrisiken älterer Menschen durch Grippeviren zu senken, und wurde von der "Ärzte Zeitung" veröffentlicht.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
21.01.2025
Forschung zur Integration akademisch ausgebildeter Pflegekräfte gestartet
Ein Forschungsprojekt untersucht die Integration akademisch ausgebildeter Pflegekräfte im Berufsalltag, um Herausforderungen und Startschwierigkeiten zu identifizieren.
Ein Forschungsprojekt untersucht die Integration akademisch ausgebildeter Pflegekräfte im Berufsalltag, um Herausforderungen und Startschwierigkeiten zu identifizieren.
Das Potsdamer Ernst von Bergmann-Klinikum und die Evangelische Hochschule Bochum haben ein gemeinsames Forschungsprojekt gestartet, um die Herausforderungen zu untersuchen, auf die Pflegekräfte mit Hochschulabschlüssen im Berufsalltag stoßen. Ziel ist es, die Startschwierigkeiten zu identifizieren, mit denen diese qualifizierten Fachkräfte häufig konfrontiert sind. Aktuell zeigt sich, dass Teamdynamiken in der Pflege und traditionelle Strukturen oft ein Hindernis für die Integration akademisch ausgebildeter Pflegekräfte darstellen. Dies wirft die Frage auf, ob und warum solche Fachkräfte möglicherweise als überqualifiziert wahrgenommen werden. Laut 'Ärzte Zeitung' könnte das Forschungsvorhaben wertvolle Erkenntnisse liefern, die dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen für hochqualifizierte Pflegefachkräfte zu verbessern.
Reinhardt fordert klare Gesetzgebung und Schutzkonzept bei Suizidbeihilfe
Klaus Reinhardt drängt auf klare gesetzliche Regelungen und Schutzkonzepte bei der Suizidbeihilfe, um Ärzten Rechtssicherheit und Entscheidungsfreiheit zu geben.
Klaus Reinhardt drängt auf klare gesetzliche Regelungen und Schutzkonzepte bei der Suizidbeihilfe, um Ärzten Rechtssicherheit und Entscheidungsfreiheit zu geben.
Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, fordert erneut eine gesetzliche Neuregelung der Suizidbeihilfe. Der gegenwärtige unregulierte Zustand sei problematisch, insbesondere für Ärztinnen und Ärzte, sagte Reinhardt laut der Bild am Sonntag. Ein wesentliches Element sollte ein Schutzkonzept sein, das psychische Erkrankungen und psychosoziale Belastungen bei Personen mit Suizidabsichten besonders berücksichtigt. Zudem müsse das Verfahren Rechtssicherheit für Mediziner bieten. Ein Arzt müsse immer frei und individuell entscheiden können, ob er im Einzelfall Unterstützung zur Selbsttötung leistet. Im Februar 2020 hatte das Bundesverfassungsgericht das Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe aufgehoben, was eine umfassende Debatte über neue gesetzliche Regelungen auslöste. 2021 folgte der Beschluss des Deutschen Ärztetages, das Verbot der ärztlichen Suizidbeihilfe aus der Musterberufsordnung zu streichen, obwohl die Suizidbeihilfe keine ärztliche Aufgabe sei. (Quelle: aerzteblatt.de)
FDP fragt Bundesregierung nach Nutzen von digitalen Pflegeanwendungen
Die FDP hinterfragt in einer Kleinen Anfrage den Nutzen digitaler Pflegeanwendungen und deren Integration in den Pflegealltag gemäß dem Digitalgesetz von 2021.
Die FDP hinterfragt in einer Kleinen Anfrage den Nutzen digitaler Pflegeanwendungen und deren Integration in den Pflegealltag gemäß dem Digitalgesetz von 2021.
Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hat sich in einer Kleinen Anfrage (Drucksache 20/14526) mit digitalen Pflegeanwendungen (DiPA) beschäftigt. Hintergrund ist das 2021 eingeführte Digitale-Versorgungs-und-Pflege-Modernisierungsgesetz (DVPMG), das ein neues Verfahren zur Prüfung der Erstattungsfähigkeit von DiPA eingeführt hat und deren Aufnahme in ein Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ermöglicht. Die Abgeordneten erkundigen sich, ob die Bundesregierung den Nutzen einer stärkeren Integration dieser digitalen Anwendungen in den Alltag von Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und des Pflegepersonals sieht. (Quelle: Deutscher Bundestag)
Pflegeverband fordert Einsatz der ePA für bessere Versorgungsqualität
Der Pflegeverband fordert den verstärkten Einsatz der elektronischen Patientenakte, um die Versorgungsqualität zu verbessern und die digitale Transformation voranzutreiben.
Der Pflegeverband fordert den verstärkten Einsatz der elektronischen Patientenakte, um die Versorgungsqualität zu verbessern und die digitale Transformation voranzutreiben.
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe möchte die elektronische Patientenakte (ePA) positiv besetzt sehen und ruft dazu auf, deren großen Nutzen für die Versorgung hervorzuheben, berichtet die "Ärzte Zeitung". Die ePA bietet Potenzial, die Versorgungsqualität zu verbessern, indem relevante Gesundheitsdaten schnell und sicher zugänglich gemacht werden. Der Verband betont den wichtigen Beitrag der ePA zur digitalen Transformation im Gesundheitssystem und ermutigt Pflegekräfte, sich aktiv in den Prozess einzubringen. Indem Pflegekräfte die Akte unterstützen, können sie dazu beitragen, eine effizientere und besser vernetzte Gesundheitsversorgung Realität werden zu lassen. Die Nutzung der ePA soll eine kontinuierliche und koordinierte Patientenversorgung fördern und bürokratische Hürden abbauen. Die Pflegeberufe sehen in der Digitalisierung einen großen Schritt zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung, so der Bericht der "Ärzte Zeitung".
Studie: Verarbeitetes rotes Fleisch steigert Demenzrisiko deutlich
Neue Studie: Hoher Konsum von verarbeitetem rotem Fleisch steigert Demenzrisiko, pflanzliche Proteine schützen die kognitive Gesundheit.
Neue Studie: Hoher Konsum von verarbeitetem rotem Fleisch steigert Demenzrisiko, pflanzliche Proteine schützen die kognitive Gesundheit.
Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift "Neurology" veröffentlicht wurde, legt nahe, dass ein hoher Konsum von verarbeitetem rotem Fleisch, wie Bacon oder Wurst, das Risiko an Demenz zu erkranken erhöhen könnte. Diese Forschungsergebnisse unterstreichen, dass der Verzehr von pflanzlichen Proteinquellen einen positiven Effekt auf die kognitive Gesundheit und das Demenzrisiko haben kann. Frühere Untersuchungen hatten die Zusammenhänge zwischen Fleischkonsum und Demenz bisher nur inkonsistent belegt. Die aktuelle Studie bietet daher neue Einblicke in die potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen der Ernährung und könnte Einfluss auf zukünftige Ernährungsempfehlungen haben. Interessierte Leser finden weitere Details in der Ausgabe von "Neurology" vom Januar 2025.
G-BA beschließt Änderungen zur Qualitätssicherung in Pflegeheimen
Der G-BA beschließt Änderungen zur Qualitätssicherung in Pflegeheimen, die bald die stationäre Versorgung maßgeblich beeinflussen sollen.
Der G-BA beschließt Änderungen zur Qualitätssicherung in Pflegeheimen, die bald die stationäre Versorgung maßgeblich beeinflussen sollen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 16. Januar 2025 Änderungen in den §§ 55, 60 und 65 der MD-Qualitätskontroll-Richtlinie beschlossen. Der Beschluss ist jedoch noch nicht in Kraft. Die Anpassungen betreffen insbesondere die Qualitätssicherung im stationären Bereich. Weitere Informationen und die tragenden Gründe zum Beschluss sind auf der offiziellen Website des G-BA (g-ba.de) in Form von PDF-Dokumenten verfügbar. Diese Richtlinienänderungen spiegeln die fortlaufenden Bemühungen zur Verbesserung der Qualitätsstandards in der Gesundheitsversorgung wider und werden voraussichtlich nach dem Inkrafttreten einen maßgeblichen Einfluss auf die stationäre Versorgung haben. Der zuständige Unterausschuss für Qualitätssicherung war federführend in diesen Entwicklungen.
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