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Pflegepolitik und Recht
05.08.2025
Pflegekompetenzgesetz: G-BA warnt vor Kompetenzüberschneidungen
G-BA warnt vor Kompetenzüberschneidungen beim Pflegekompetenzgesetz; Pflegekräften droht bei ärztlichen Behandlungen mehr Verantwortung.
G-BA warnt vor Kompetenzüberschneidungen beim Pflegekompetenzgesetz; Pflegekräften droht bei ärztlichen Behandlungen mehr Verantwortung.
Das geplante Pflegekompetenzgesetz, das am 6. August vom Bundeskabinett beschlossen werden soll, sieht vor, Pflegekräften mehr Eigenständigkeit in der Ausführung bestimmter ärztlicher Behandlungen zu gewähren. Dies umfasst unter anderem die Befugnis, Folgeverordnungen für Leistungen und Hilfsmittel im Bereich der häuslichen Krankenpflege (HKP) eigenverantwortlich zu veranlassen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) äußert jedoch Bedenken, dass seine Rolle dabei unangemessen reduziert werden könnte. In einer Stellungnahme warnen die G-BA-Mitglieder vor möglichen "inhaltlichen Überschneidungen mit den etablierten Richtlinien-Regelungen" und drängen auf „regelungstechnische Anpassungen“ im Gesetzentwurf. Die G-BA-Mitglieder bestehen darauf, dass die „Regelungskompetenz“ für HKP-Folgeverordnungen weiterhin beim G-BA liegen solle, um eine einheitliche Qualität und Wirtschaftlichkeit innerhalb der Beitragspflichtversicherung zu gewährleisten. Quelle: aerztezeitung.de
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
04.08.2025
GKV-Studie untersucht Ursachen steigender Pflegebedürftigkeit seit 2017
Eine GKV-Studie analysiert die Ursachen der steigenden Pflegebedürftigkeit seit 2017 – Grundstein für künftige Reformen.
Eine GKV-Studie analysiert die Ursachen der steigenden Pflegebedürftigkeit seit 2017 – Grundstein für künftige Reformen.
Der GKV-Spitzenverband führt eine wissenschaftliche Studie durch, um die stetig steigende Zahl der pflegebedürftigen Menschen seit der Pflegereform 2017 zu untersuchen. Ziel der Untersuchung ist es, die Ursachen dieser Entwicklung zu identifizieren und darauf basierend Empfehlungen für eine weitere Pflegereform zu entwickeln, wie die "Ärzte Zeitung" berichtet.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
04.08.2025
Zahl der Pflegeauszubildenden steigt 2024 um 4.000 auf 37.400
Die Zahl der Auszubildenden in der Pflege steigt 2024 um 4.000 auf 37.400, was das Interesse und den Bedarf in der Branche hervorhebt.
Die Zahl der Auszubildenden in der Pflege steigt 2024 um 4.000 auf 37.400, was das Interesse und den Bedarf in der Branche hervorhebt.
Die Zahl der Menschen, die eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann absolvieren, steigt deutlich. Wie die AOK auf ihrer Webseite berichtet, schlossen 2024 rund 37.400 Personen ihre Pflegeausbildung ab, was einem Anstieg um fast 4.000 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die meisten der Absolventen absolvierten ihre praktische Ausbildung in Krankenhäusern, wobei 51 Prozent hier tätig waren. Hinzu kommen rund 35 Prozent, die in stationären Pflegeeinrichtungen arbeiteten, und etwa 11 Prozent, die ihre Ausbildung in ambulanten Pflegeeinrichtungen durchliefen. Die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung im Jahr 2020 hat die Ausbildungslandschaft grundlegend verändert. Nur ein kleiner Anteil der Auszubildenden wählte Spezialisierungen in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder in der Altenpflege. Diese Entwicklungen unterstreichen das anhaltende Interesse an der Pflegeausbildung, so die AOK.
Pregabalin erhöht Herzinsuffizienz-Risiko bei Senioren stärker als Gabapentin
Senioren aufgepasst: Pregabalin birgt ein höheres Herzrisiko als Gabapentin, wie eine neue Analyse enthüllt. Pflegekräfte und Ärzte sollten dies berücksichtigen.
Senioren aufgepasst: Pregabalin birgt ein höheres Herzrisiko als Gabapentin, wie eine neue Analyse enthüllt. Pflegekräfte und Ärzte sollten dies berücksichtigen.
Die Initiierung von Pregabalin steht bei älteren Patienten im Vergleich zu Gabapentin mit einer höheren Inzidenz von Herzinsuffizienz in Verbindung, wie eine retrospektive Analyse zeigt. Beim Verschreiben dieser Medikamente sollte diesem Umstand Beachtung geschenkt werden. (Quelle: aerztezeitung.de)
Pflege in Hessen: Angehörige am Rande der Belastungsgrenze
In Hessen bringt die häusliche Pflege Angehörige an ihre Grenzen, da über 86 % der Pflegebedürftigen ohne ausreichende Unterstützung versorgt werden.
In Hessen bringt die häusliche Pflege Angehörige an ihre Grenzen, da über 86 % der Pflegebedürftigen ohne ausreichende Unterstützung versorgt werden.
Die Pflegebedürftigkeit von Angehörigen wird für viele Menschen in Hessen zu einer deutlichen Belastung. Mehr als 86 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, oft aus Liebe und Dankbarkeit, aber auch aus finanzieller Notwendigkeit. Diese private Pflegearbeit bleibt meist unsichtbar und liegt in den Händen der Angehörigen, die sich neben ihren beruflichen und privaten Verpflichtungen kümmern. Das Pflegesystem stößt dabei zunehmend an seine Grenzen, vor allem, wenn keine ausreichende Unterstützung durch ambulante Dienste sichergestellt werden kann. Diese Situation lässt viele pflegende Angehörige an der Grenze der Selbstausbeutung arbeiten. (Quelle: FAZ)
Schleswig-Holstein: Abrechnungsbetrug bei Blutuntersuchungen aufgedeckt
Abrechnungsbetrug bei Bluttests in Schleswig-Holstein: Labor kassiert für nicht erbrachte Leistungen, BKA ermittelt. Wirtschaftskriminalität steigt massiv.
Abrechnungsbetrug bei Bluttests in Schleswig-Holstein: Labor kassiert für nicht erbrachte Leistungen, BKA ermittelt. Wirtschaftskriminalität steigt massiv.
In Schleswig-Holstein hat ein Labor in den letzten Jahren spezielle Blutuntersuchungen abgerechnet, diese jedoch nicht erbracht, so das Bundeskriminalamt (BKA). In rund 18.600 Fällen wurde nur die privatärztliche Leistung liquidiert, nicht aber die Analyse durchgeführt, wie aus dem „Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität 2024“ hervorgeht. Die Fälle von Wirtschaftskriminalität stiegen insgesamt um 57,6 Prozent. Besonders auffällig ist der Anstieg der Abrechnungsbetrugsfälle im Gesundheitswesen von 2.169 in 2023 auf 20.553 ein Jahr später, während die Zahl der Tatverdächtigen von 1.847 auf 1.614 zurückging und die Schadenssumme sich fast halbierte, so das BKA (Quelle: aerztezeitung.de).
Benzodiazepine wirksam bei Delir in der Palliativmedizin
Benzodiazepine zeigen hohe Wirksamkeit bei Delir in der Palliativmedizin und bieten neue Therapieoptionen für eine verbesserte Patientenversorgung.
Benzodiazepine zeigen hohe Wirksamkeit bei Delir in der Palliativmedizin und bieten neue Therapieoptionen für eine verbesserte Patientenversorgung.
Kurz vor dem Tod erleben 90 Prozent aller Menschen ein Delir, bei dem 50 bis 70 Prozent ruhelos und agitiert werden. Während Neuroleptika eine Unterstützung bieten, zeigen fix-dosierte Benzodiazepine entweder zusätzlich oder allein noch mehr Wirksamkeit. Diese Erkenntnisse, die in der "Ärzte Zeitung" thematisiert werden, beleuchten wichtige Therapieoptionen in der Palliativmedizin.
Pflegereform: Experten fordern nachhaltige Finanzierung und Autonomie
Experten warnen: Pflegereform braucht nachhaltige Finanzierung und mehr Autonomie. Politiker planen Darlehensmodelle, doch echte Zuschüsse werden gefordert.
Experten warnen: Pflegereform braucht nachhaltige Finanzierung und mehr Autonomie. Politiker planen Darlehensmodelle, doch echte Zuschüsse werden gefordert.
Mindestens vier Gesetzesvorhaben hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für das laufende Jahr in Aussicht gestellt – darunter zwei Pflegegesetze und eines zur Anpassung der Krankenhausreform von 2024. In diese Debatte mischen sich jetzt auch der Präsident und die wissenschaftlichen Leitungen des Hauptstadtkongresses ein. In einem „Kommuniqué“, das im Anschluss an den Hauptstadtkongress 2025 Ende Juni entstanden ist, fordern sie eine nachhaltige Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung. Die von der Koalition für 2025 und 2026 geplanten Darlehensmodelle betrachten sie als unzureichend und sprechen sich stattdessen für echte Bundeszuschüsse aus, um nicht versicherungsfremde Leistungen auszugleichen. Darüber hinaus drängen sie auf mehr Autonomie und Eigenständigkeit für die Pflegeberufe. Dies berichtet die aerztezeitung.de.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
31.07.2025
"Silver Doctors stärken mit Erfahrung die Versorgung in Kliniken"
Immer mehr Kliniken setzen auf "Silver Doctors", erfahrene Ärzte im Ruhestand, um Versorgungsengpässe zu überbrücken und die Gesundheitsversorgung zu stärken.
Immer mehr Kliniken setzen auf "Silver Doctors", erfahrene Ärzte im Ruhestand, um Versorgungsengpässe zu überbrücken und die Gesundheitsversorgung zu stärken.
Eine zunehmende Zahl von Kliniken setzt auf sogenannte "Silver Doctors", um den Herausforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen. Diese älteren Ärzte, die bereits im Ruhestand sind, unterstützen als Leiharbeitskräfte die bestehenden Belegschaften. Cai-Nicolas Ziegler, Geschäftsführer des Dienstleisters doctari, betont die Bedeutung dieser Zeitarbeitenden für die Krankenversorgung. Dabei warnt Ziegler vor zusätzlichen Regulierungen in der Branche, die die Flexibilität und Verfügbarkeit dieser wertvollen Fachkräfte einschränken könnten. Die Erfahrung und das Wissen der "Silver Doctors" tragen maßgeblich zur Stabilität in der Versorgungssicherheit bei. Es ist daher entscheidend, die Rahmenbedingungen für deren Einsatz attraktiv zu gestalten, um von ihren Fähigkeiten weiterhin zu profitieren. Diese Informationen stammen aus einem Bericht der Ärzte Zeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
31.07.2025
Arbeitslosenzahl steigt im Juli - Gesundheitswesen bleibt stabil
Trotz steigender Arbeitslosenzahlen bleibt die Beschäftigung im Gesundheitswesen stabil. Ministerin Bas betont die Notwendigkeit gezielter Investitionen.
Trotz steigender Arbeitslosenzahlen bleibt die Beschäftigung im Gesundheitswesen stabil. Ministerin Bas betont die Notwendigkeit gezielter Investitionen.
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli 2025 auf 2,979 Millionen gestiegen, was einem Anstieg von 65.000 im Vergleich zum Vormonat entspricht, jedoch saisonbereinigt lediglich ein Plus von 2.000 darstellt, berichtet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,3 Prozent. Besonders betroffen sind die Industrie und das Verarbeitende Gewerbe, während in Bereichen wie dem Gesundheitswesen und der Pflege die Beschäftigung stabil bleibt oder wächst. Die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas unterstreicht, dass gezielte Investitionen jetzt entscheidend seien, um Arbeitsplatzsicherheit zu gewährleisten und neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Man habe am Ausbildungsmarkt die Chance, jungen Menschen Perspektiven zu bieten, denn 182.000 Ausbildungsstellen sind unbesetzt, wobei 140.000 junge Menschen eine Ausbildung suchen. Die Agenturen für Arbeit und Jobcenter bieten hierfür Unterstützung durch Beratung und Förderangebote.
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