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Medizin, Gesundheit und Prävention
22.08.2025
Neuer Corona-Impfstoff von BioNTech: Bestellung bis 9. September möglich
Praxen können bis zum 9. September Coronaimpfstoff von BioNTech bei Apotheken bestellen, Auslieferung startet am 15. September. (Quelle: aerztezeitung.de)
Praxen können bis zum 9. September Coronaimpfstoff von BioNTech bei Apotheken bestellen, Auslieferung startet am 15. September. (Quelle: aerztezeitung.de)
Praxen können in diesem Jahr Coronaimpfstoff erstmals bis zum 9. September (12 Uhr) bei den Apotheken bestellen. Das an LP.8.1 angepasste Präparat von BioNTech/Pfizer (Comirnaty ® LP.8.1) werde danach am 15. September erstmals ausgeliefert, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte, unter Berufung auf das Zentrum für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika (ZEPAI) am Paul-Ehrlich-Institut. Die mRNA-Vakzine bleibt in Mehrdosenbehältnissen verfügbar. Der Bund ist weiterhin verpflichtet, Impfstoffe aus dem Zentraleinkauf der EU-Kommission abzunehmen. Daher können Kassen keine Regressansprüche geltend machen, falls Impfstoffdosen verfallen oder weniger als sechs Impfstoffdosen aus einem Behältnis verwendet werden. Allerdings könnten Verordnungen konkurrierender Produkte zu Comirnaty ® als unwirtschaftlich sanktioniert werden, da ihnen durch das BioNTech-Präparat keine Kosten entstehen. Eine neue Dokumentationsziffer zur Abrechnung wird es ab dem 1. September geben (GOP 88349), so die KBV. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
21.08.2025
Forderung nach rascher Notfallreform: Integrierte Zentren geplant
Eine Notfallreform mit integrierten Zentren soll überlastete Notaufnahmen entlasten und Milliarden einsparen, fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft.
Eine Notfallreform mit integrierten Zentren soll überlastete Notaufnahmen entlasten und Milliarden einsparen, fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft.
Die Debatte um die Reform der Notfallversorgung in Deutschland ist in vollem Gange. Dr. Gerald Gaß, Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, betont, dass die Menschen es mittlerweile als selbstverständlich ansehen, in Notfällen direkt ins Krankenhaus zu gehen, was zu überlasteten Notaufnahmen führt. Die geplante Reform solle daher nicht weiter aufgeschoben werden. Ein Vorschlag der Krankenhausgesellschaft sieht den Aufbau kooperativ betriebener Integrierter Notfallzentren (INZ) vor, die gemeinsam von Krankenhäusern und Kassenärztlichen Vereinigungen betrieben werden. Diese Zentren könnten als organisatorischer Ankerpunkt dienen. Ebenfalls wird eine digital unterstützte Leitstelle gefordert, die rund um die Uhr erreichbar sein soll und eine adäquate Ersteinschätzung ermöglichen muss. Der Hamburger Gesundheitsökonom Professor Jonas Schreyögg prognostiziert, dass eine solche Reform jährliche Entlastungen von knapp fünf Milliarden Euro bringen könnte. Stimmen aus der Politik, einschließlich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, signalisieren Unterstützung für rasche Reformmaßnahmen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Sepsis-Sterblichkeit in Deutschland alarmierend hoch: Handlungsbedarf
Die Sepsis-Sterblichkeitsrate in Deutschland bleibt alarmierend hoch, was dringenden Handlungsbedarf im Gesundheitswesen offenbart. (Quelle: F.A.Z.)
Die Sepsis-Sterblichkeitsrate in Deutschland bleibt alarmierend hoch, was dringenden Handlungsbedarf im Gesundheitswesen offenbart. (Quelle: F.A.Z.)
Neue Erkenntnisse zur Sepsis-Sterblichkeit in Deutschland haben die hohe Dringlichkeit offenbart, im Gesundheitswesen entschiedener gegen diese lebensbedrohliche Erkrankung vorzugehen. Trotz der Fortschritte bei der Bekämpfung von Pandemien zeigen aktuelle Daten, dass die Sterblichkeitsrate von Sepsis in Deutschland alarmierend hoch bleibt. Diese komplizierte Krankheit, auch als Blutvergiftung bekannt, stellt eine der schwerwiegendsten Komplikationen von Infektionskrankheiten dar und kann durch eine Vielzahl von Erregern ausgelöst werden, darunter Bakterien, Viren, Pilze und einzellige Erreger wie Malaria. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hebt hervor, dass das hiesige Gesundheitssystem die Lehren aus jüngsten medizinischen Erfolgen nicht konsequent umsetzt und deutlichen Nachholbedarf hat. (Quelle: F.A.Z.)
IGES-Chef Häussler fordert mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen
IGES-Chef Häussler fordert mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen und betont die Notwendigkeit politischer Rahmenbedingungen für Wahlmöglichkeiten bei Versicherten.
IGES-Chef Häussler fordert mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen und betont die Notwendigkeit politischer Rahmenbedingungen für Wahlmöglichkeiten bei Versicherten.
Der Mediziner und Leiter des Berliner IGES-Instituts, Bertram Häussler, sieht Chancen für ein Revival der Eigenverantwortung im Gesundheitswesen. In einem Interview mit der "Ärzte Zeitung" betonte er die Notwendigkeit, den Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten, um Eigenverantwortung zu fördern. Dazu sei die Bereitschaft der Politik notwendig, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Häussler argumentiert, dass Eigenverantwortung mehr sein müsse als bloß die Erhebung von Zuzahlungen. Weitere Details sind nach Anmeldung auf der Webseite der "Ärzte Zeitung" zugänglich. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
20.08.2025
Pflege des Notfalldatensatzes wird eigenständige EBM-Leistung 2025
Ab 2025 wird die Pflege des Notfalldatensatzes auf der eGK als eigenständige EBM-Leistung anerkannt, mit der neuen GOP 01643 und 39 EBM-Punkten.
Ab 2025 wird die Pflege des Notfalldatensatzes auf der eGK als eigenständige EBM-Leistung anerkannt, mit der neuen GOP 01643 und 39 EBM-Punkten.
Mit Beginn des kommenden Jahres wird die Pflege des Notfalldatensatzes auf der elektronischen Gesundheitskarte zu einer eigenständigen Leistung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) erhoben, teilte die 'Ärzte Zeitung' am 20.08.2025 mit. Die neu eingeführte Gebührenordnungsposition (GOP) 01643 ersetzt die bisherige, vergleichbare GOP 01641 und wird mit 39 EBM-Punkten bewertet. Diese Anpassung bedeutet, dass die Aktualisierung medizinisch relevanter Informationen im Notfalldatensatz oder die erstmalige Anlage eines solchen Datensatzes künftig als eigenständige Leistung abgerechnet werden können. Für zwei Jahre soll die GOP 01643 voll finanziert werden, bevor sie in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung überführt wird, es sei denn, die Entwicklung der Mengenzahlen erfordert eine weitere extrabudgetäre Vergütung.
Kritik an Warkens Krankenhausreform: Krankenkassen sprechen von Verwässerung
Kritik an Warkens Krankenhausreform: Krankenkassen und Grüne im Bundestag sprechen von Qualitätsgefährdung durch Verwässerung der Reformpläne.
Kritik an Warkens Krankenhausreform: Krankenkassen und Grüne im Bundestag sprechen von Qualitätsgefährdung durch Verwässerung der Reformpläne.
Im Zuge der geplanten Krankenhausreform hat sich Gesundheitsministerin Warken Kritik seitens der Krankenkassen und der Grünen im Bundestag zugezogen. Der neue Reformentwurf, den die Ministerin als "Anpassungsgesetz" bezeichnet, wird von diesen Akteuren als eine Gefährdung der Qualitätssteigerungen im stationären Sektor dargestellt. Während Warken die Änderungen als notwendigen Schritt im Reformprozess sieht, bezeichnen Krankenkassen den Entwurf als "Verwässerungsgesetz". Der Diskurs um die Reform zeigt tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten über den zukünftigen Kurs der stationären Gesundheitsversorgung in Deutschland auf. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Antibiotikaresistenzen: Fast 10.000 Tote in Deutschland im Jahr 2019
Antibiotikaresistenzen fordern 2019 in Deutschland fast 10.000 Leben – dringender Handlungsbedarf zur Eindämmung resistenter Keime erforderlich.
Antibiotikaresistenzen fordern 2019 in Deutschland fast 10.000 Leben – dringender Handlungsbedarf zur Eindämmung resistenter Keime erforderlich.
Antibiotikaresistenzen stellen eine zunehmende Herausforderung dar, auch in Deutschland. Jährlich sterben hierzulande mehrere Tausend Menschen unmittelbar infolge dieser Resistenzen. Das Robert Koch-Institut hat nun Zahlen für das Jahr 2019 veröffentlicht, die fast 10.000 Todesfälle aufgrund von Antibiotikaresistenzen ausweisen. Diese Problematik verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf im Gesundheitswesen, um der Ausbreitung von resistenten Keimen entgegenzuwirken und geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um die Wirksamkeit von Antibiotika langfristig zu sichern. (Quelle: aerztezeitung.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
20.08.2025
Freiberufler setzen auf Teilzeit, Flexibilität und digitale Prozesse
Freiberufler setzen verstärkt auf Teilzeit, Flexibilität und medienbruchfreie digitale Prozesse, um moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen und Mitarbeiterführung zu optimieren.
Freiberufler setzen verstärkt auf Teilzeit, Flexibilität und medienbruchfreie digitale Prozesse, um moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen und Mitarbeiterführung zu optimieren.
Fast neun von zehn Freiberuflern (86,4 Prozent) bieten ihren Mitarbeitern Teilzeitoptionen, wie eine Sonderauswertung der aktuellen Konjunkturumfrage des Bundesverbands Freie Berufe (BFB) zeigt. Rund 1.700 Freiberufler wurden befragt. Zwei Drittel ermöglichen flexible Pausengestaltung und Gleitzeit. Fast die Hälfte bietet die Vier-Tage-Woche an. Arbeitszeitkonten und die Möglichkeit für unbezahlten Urlaub sind ebenfalls verbreitet. Modernes Arbeiten erfordert zudem medienbruchfreie digitale Prozesse, die den Betrieb erleichtern sollen. Wichtig sind auch praxistaugliche Arbeitszeitmodelle für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Offene Kommunikation und Wertschätzung sind zentrale Elemente der Mitarbeiterführung: 93,7 Prozent der Befragten achten darauf, dass der Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitern offen gestaltet wird, und 83,1 Prozent sehen Wertschätzung als festen Bestandteil der Arbeitskultur. Die Befragung, von aerztezeitung.de berichtet, unterstreicht die Bedeutung von Flexibilität und digitalen Prozessen in freiberuflichen Kontexten.
Krankenkassenüberschuss könnte Reformen der Koalition bremsen
Der 2,6 Milliarden Euro Überschuss der Krankenkassen könnte notwendige Reformen der Koalition bremsen und die Stabilität der Gesundheitsversorgung gefährden.
Der 2,6 Milliarden Euro Überschuss der Krankenkassen könnte notwendige Reformen der Koalition bremsen und die Stabilität der Gesundheitsversorgung gefährden.
Zur Jahresmitte verzeichnen die Krankenkassen einen Überschuss von rund 2,6 Milliarden Euro, was hauptsächlich auf massiv gestiegene Zusatzbeiträge zurückzuführen ist. Trotz dieser positiven Bilanz mahnen die Krankenkassen zur Ausgabendisziplin, da die Leistungsausgaben weiterhin stark steigen. Diese Überschüsse stellen einen potenziellen Bremspunkt für dringend benötigte Reformen in der Koalition dar, was laut einem Kommentar in der „Ärzte Zeitung“ die Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung gefährden könnte. Es besteht die Gefahr, dass der wahrgenommene finanzielle Spielraum Reformvorhaben abschwächt oder verzögert.
Steigende Zusatzbeiträge führen zu 2,6 Mrd. Euro Überschuss bei Kassen
Steigende Zusatzbeiträge führen zu 2,6 Mrd. Euro Überschuss bei Krankenkassen, doch Experten warnen vor künftigen Finanzengpässen trotz Mehreinnahmen.
Steigende Zusatzbeiträge führen zu 2,6 Mrd. Euro Überschuss bei Krankenkassen, doch Experten warnen vor künftigen Finanzengpässen trotz Mehreinnahmen.
Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland erzielten im ersten Halbjahr 2025 einen Überschuss von rund 2,6 Milliarden Euro, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Treibender Faktor waren die stark gestiegenen Zusatzbeiträge. Dennoch warnten die Krankenkassenverbände davor, das Ergebnis als Zeichen der Entspannung zu interpretieren. Der Großteil der Überschüsse fließe in das Wiederauffüllen der vom Gesetzgeber geschröpften Mindestrücklage, betonte ein Sprecher des AOK-Bundesverbands. Im Vorjahr hatte das AOK-System rote Zahlen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verzeichnet. Trotz der Mehreinnahmen durch die Zusatzbeiträge steigen die Leistungsausgaben je Versicherten weiterhin stark an, was künftige Einnahmen ungewiss erscheinen lässt. Insbesondere im stationären Sektor wurde ein Anstieg von 10,2 Prozent registriert. Führungskräfte der Krankenkassen, darunter Ulrike Elsner vom vdek, forderten von der Bundesregierung strikte Ausgabendisziplin sowie Reformen zur Stabilisierung der Finanzen, so die „Ärzte Zeitung“.
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