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Medizin, Gesundheit und Prävention
28.11.2025
Effektivere Grippeimpfstoffe für über 65-Jährige empfohlen
Älteren über 65 wird der Grippeschutz durch adjuvantierte und hochdosierte Impfstoffe verbessert, wie eine nordische Studie belegt.
Älteren über 65 wird der Grippeschutz durch adjuvantierte und hochdosierte Impfstoffe verbessert, wie eine nordische Studie belegt.
Adjuvantierte und hochdosierte Impfstoffe bieten älteren Erwachsenen einen besseren Schutz gegen Influenza als die herkömmlichen quadrivalenten Standarddosis-Impfstoffe. Laut einer umfangreichen nordischen Kohortenstudie verbessern diese Impfstoffe die Ergebnisse hinsichtlich Infektionen, Hospitalisierung und Todesfälle moderat. Besonders für Menschen ab 65 Jahren sind diese Impfstoffe effektiver, da sie eine höhere Immunantwort hervorrufen. Diese Erkenntnisse unterstützen den Einsatz spezialisierter Impfstoffe für ältere Bevölkerungsgruppen, um deren Schutz in der Grippe-Saison zu verbessern. Die Quelle dieser Informationen ist die 'Ärzte Zeitung', die über die Studie berichtet.
Veraltetes Pflegebild: Kritik an Politik der häuslichen Versorgung
Die Kritik an der Politik der häuslichen Versorgung wächst: Weniger als die Hälfte der Deutschen will Angehörige selbst pflegen, so eine INSA-Umfrage.
Die Kritik an der Politik der häuslichen Versorgung wächst: Weniger als die Hälfte der Deutschen will Angehörige selbst pflegen, so eine INSA-Umfrage.
Laut einer aktuellen Umfrage des INSA-Instituts für den Arbeitgeberverband Pflege will nicht einmal die Hälfte der Bundesbürger pflegebedürftige Angehörige selbst versorgen. Der Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege, Thomas Greiner, äußert Kritik an der Politik, die auf informelle Pflege setzt. Greiner hebt hervor, dass die Vorstellung einer "Hausfrauen-Pflege" ein veraltetes Modell aus den 1950er-Jahren sei und es nicht der heutigen Wirklichkeit entspreche, in der Frauen für Pflege und Haushalt verantwortlich sind, während Männer arbeiten. Eine solche Politik, die Frauen zur häuslichen Pflege drängt, bedroht den Arbeitsmarkt mit dem Verlust qualifizierter Arbeitskräfte. Familienministerin Karin Prien betonte jedoch die Notwendigkeit der Unterstützung pflegender Angehöriger angesichts der demografischen Veränderungen. Greiner warnt, dass eine einseitige Förderung häuslicher Pflege zu Widersprüchen führe. In Deutschland werden derzeit etwa 5,7 Millionen Menschen als pflegebedürftig gezählt.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.11.2025
Bund investiert 500 Mio. Euro in Kampf gegen Long-COVID und ME/CFS
Bund investiert 500 Mio. Euro in Long-COVID-Forschung zur besseren Versorgung von 1,5 Mio. Betroffenen und schließt Wissenlücken im Kampf gegen postinfektiöse Erkrankungen.
Bund investiert 500 Mio. Euro in Long-COVID-Forschung zur besseren Versorgung von 1,5 Mio. Betroffenen und schließt Wissenlücken im Kampf gegen postinfektiöse Erkrankungen.
Offiziell ist die Corona-Pandemie seit Mai 2023 Geschichte, doch das Virus bleibt weiterhin präsent. Das Robert Koch-Institut warnt, dass die Aktivität respiratorischer Erkrankungen nach wie vor von Rhinoviren und SARS-CoV-2 dominiert wird. Vor diesem Hintergrund investieren Deutschlands Forschungs- und Gesundheitsministerium Millionen in die Erforschung von Long-COVID und ME/CFS. Laut der Ärzte Zeitung engagieren sich Forschungsministerin Dorothee Bär und Gesundheitsministerin Nina Warken in einer „Allianz gegen postinfektiöse Erkrankungen“. Ziel ist es, die Versorgung der rund 1,5 Millionen Betroffenen zu verbessern und bestehende Wissenslücken zu schließen. Dabei sollen 500 Millionen Euro vom Forschungsministerium und weitere Mittel vom Gesundheitsministerium sowie dem Innovationsfonds bereitgestellt werden. Zudem fordert der Gemeinsame Bundesausschuss eine Integration der Thematik in die Ärzteausbildung und hebt die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit hervor.
Erstattung von Wundauflagen: Gesetz scheitert im Bundesrat
Die Verlängerung der Erstattungsfähigkeit therapeutischer Wundauflagen scheitert im Bundesrat, droht ab Dezember eine Versorgungslücke, während regionale Lösungen gesucht werden.
Die Verlängerung der Erstattungsfähigkeit therapeutischer Wundauflagen scheitert im Bundesrat, droht ab Dezember eine Versorgungslücke, während regionale Lösungen gesucht werden.
Die bruchlose Verlängerung der Übergangsfrist zur Erstattung therapeutischer Wundauflagen ist gescheitert. Am Freitag überwies der Bundesrat das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege an den Vermittlungsausschuss, womit die Verlängerung der Erstattungsfähigkeit therapeutischer Wundauflagen auf Eis liegt. So werden diese Produkte, außer einem, ab Anfang Dezember für fast drei Wochen nicht mehr erstattungsfähig sein, berichtet die Ärzte Zeitung. Eine vergleichbare Situation gab es bereits im Vorjahr. Streitpunkt zwischen Bund und Ländern ist auch die Klinikfinanzierung. Eine rückwirkende Lösung könnte jedoch über regionale Kulanzvereinbarungen erreicht werden, so das Blatt weiter. Der Ausgang der Gespräche könnte Anfang Dezember erwartet werden.
Studie: Gesichtsausdruck beeinflusst Wahrnehmung von Schmerz stärker
Gesichtsausdrücke beeinflussen Schmerzbewertung stärker als Worte, zeigt eine Gießener Studie. Frauen mit schmerzverzerrtem Gesicht wird eher geglaubt.
Gesichtsausdrücke beeinflussen Schmerzbewertung stärker als Worte, zeigt eine Gießener Studie. Frauen mit schmerzverzerrtem Gesicht wird eher geglaubt.
Gießener Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass Frauen, die ihr Gesicht vor Schmerz verziehen, eher Glauben finden, tatsächlich an starken Schmerzen zu leiden. Dies kann jedoch auch dazu führen, dass sie als weniger sympathisch wahrgenommen werden. Die Psychologen der Universität Gießen ließen 106 Probanden Videoclips von Frauen sehen, die Schmerzen verspürten. Den Teilnehmern wurde mitgeteilt, es handele sich um Patienten einer Schmerzklinik, und ihre Aufgabe war es, die Schmerzintensität zu bewerten. Wurde im Studienszenario suggeriert, dass Durch Schmerzen Vorteile erlangt werden könnten, wie etwa der Zugang zu einer teuren Behandlung, wurde dem Gesichtsausdruck mehr Bedeutung beigemessen als der verbalen Schilderung. Die Forscher betonen, dass das Personal im Gesundheitswesen für solche Effekte sensibilisiert werden sollte. Dies zeigt, dass im Zweifelsfall einer gequälten Miene mehr Glauben geschenkt wird als mündlichen Schmerzschilderungen. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Alte TI-Konnektoren: Austausch bis Ende 2025 zwingend erforderlich
Alte RSA-Konnektoren in Arztpraxen müssen bis Ende 2025 ausgetauscht werden, um den TI-Anschluss und die digitale Vernetzung weiterhin zu gewährleisten.
Alte RSA-Konnektoren in Arztpraxen müssen bis Ende 2025 ausgetauscht werden, um den TI-Anschluss und die digitale Vernetzung weiterhin zu gewährleisten.
In der jüngsten Entwicklung rund um die Telematikinfrastruktur in Arztpraxen wird darauf hingewiesen, dass alte RSA-only-Konnektoren bis Ende 2025 ausgetauscht werden müssen. Der Verlust des TI-Anschlusses, sollte der Austausch nicht stattfinden, könnte gravierende Folgen für die betroffenen Praxen haben. Diese klare Fristsetzung sorgt dafür, dass Praxen, die noch alte Konnektoren betreiben, zum Handeln gezwungen werden, um den fortlaufenden Aktenzugriff und die digitale Vernetzung sicherzustellen. Dieser Schritt ist entscheidend, um den kontinuierlichen Zugang zur Telematikinfrastruktur zu gewährleisten. Die Ärzte Zeitung liefert diese wichtige Information, die für alle Gesundheitsberufe von erheblichem Interesse ist.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.11.2025
Startschuss für umfassende Weiterbildungsoffensive in Deutschland
In Berlin startet mit der Nationalen Weiterbildungskonferenz eine Offensive für lebenslanges Lernen, initiiert von BMAS und BMBFSFJ.
In Berlin startet mit der Nationalen Weiterbildungskonferenz eine Offensive für lebenslanges Lernen, initiiert von BMAS und BMBFSFJ.
Mit der heutigen Nationalen Weiterbildungskonferenz in Berlin setzen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gemeinsam mit den Partnern der Nationalen Weiterbildungsstrategie den Auftakt für eine maßgebliche Weiterbildungsoffensive. Ziel dieser Offensive ist es, lebensbegleitendes Lernen fest in der deutschen Arbeits- und Lebenswelt zu verankern. Die eintägige Veranstaltung im Gasometer auf dem EUREF-Campus vereint rund 500 Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Sozialpartnern und der Weiterbildungspraxis. Angestrebt wird eine Weiterbildung, die sowohl transparenter als auch effektiver gestaltet wird. Zeitgleich markiert die Konferenz den Start zur Fortführung der Nationalen Weiterbildungsstrategie, indem das Fortsetzungspapier "Weiterbildung 2030 – Chancen eröffnen, Qualifizierung stärken, Zukunft sichern!" im Mittelpunkt steht. Dies ist ein wesentlicher Schritt zur Förderung der beruflichen Entwicklung sowie zur Stärkung der Wirtschaft und Demokratie. Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Neue BAG-Entscheidung: Überstundenzulagen auch für Teilzeitkräfte in Pflege
Das BAG-Urteil stärkt Teilzeitkräfte: Überstundenzulagen jetzt auch ohne volle Arbeitszeit. Ein wichtiger Schritt für MFA und Klinikärzte in Teilzeit.
Das BAG-Urteil stärkt Teilzeitkräfte: Überstundenzulagen jetzt auch ohne volle Arbeitszeit. Ein wichtiger Schritt für MFA und Klinikärzte in Teilzeit.
Das Bundesarbeitsgericht hat in einem aktuellen Urteil bestätigt, dass Teilzeitkräfte für den Erhalt von Überstundenzuschlägen nicht mehr die Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten überschreiten müssen. Diese Entscheidung bezieht sich insbesondere auf medizinische Fachangestellte (MFA) und Klinikärzte, die in Teilzeit beschäftigt sind, und wird voraussichtlich zu einer Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen führen. Die genaue Begründung und die Auswirkungen des Urteils auf den Arbeitsalltag dieser Berufsgruppen sind in einem weiteren Beitrag, der nach Anmeldung auf aerztezeitung.de zugänglich ist, ausführlich dargestellt.
Studie: Monotherapie mit DOAK bei KHK und Vorhofflimmern vorteilhaft
Eine aktuelle Studie zeigt: Für KHK- und Vorhofflimmern-Patienten ist eine DOAK-Monotherapie vorteilhafter als eine kombinierte Therapie.
Eine aktuelle Studie zeigt: Für KHK- und Vorhofflimmern-Patienten ist eine DOAK-Monotherapie vorteilhafter als eine kombinierte Therapie.
Für Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK), die an Vorhofflimmern leiden und bei denen eine Stent-Implantation bereits seit längerer Zeit zurückliegt, zeigt eine aktuelle Studie, dass eine antithrombotische Monotherapie mit einem direkten oralen Antikoagulans (DOAK) einer kombinierten Therapie aus DOAK und Plättchenhemmer überlegen ist. Die neuen Studiendaten, präsentiert von aerztezeitung.de, legen nahe, dass der Verzicht auf Plättchenhemmer in solchen Fällen vorteilhafter sein könnte, um das Risiko unerwünschter Ereignisse zu reduzieren. Diese Erkenntnisse könnten die bisherige Praxis der dualen Therapieüberprüfung in der Behandlung von KHK-Patienten mit Vorhofflimmern grundlegend verändern.
Verzögerung beim Pflegekompetenz-Upgrade sorgt für Unmut in der Branche
Der Stopp des Pflegekompetenz-Upgrades im Vermittlungsausschuss sorgt für Unmut bei Pflegeexperten und gefährdet die dringend erwartete Reform.
Der Stopp des Pflegekompetenz-Upgrades im Vermittlungsausschuss sorgt für Unmut bei Pflegeexperten und gefährdet die dringend erwartete Reform.
Kurz vor dem Inkrafttreten des Pflegekompetenz-Upgrades ist das Gesetzesvorhaben im Vermittlungsausschuss gelandet. Besonders pflegefachliche Vertreterinnen wie Sandra Postel, die Präsidentin der Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen, zeigen sich entrüstet über diese Verzögerung. Das Pflegebefugnisgesetz, auf das die Branche sehnlich wartete, bleibt damit vorerst unangetastet. Pflegekräfte reagieren mit großem Unmut auf diese Entwicklung. Ähnlich äußerten sich auch weitere Branchenvertreter zur Thematik gegenüber der „Ärzte Zeitung“. Die Ursache für die erneute Verzögerung bleibt offen, jedoch stellt sich die Frage, welche Auswirkungen dies auf die geplante Umsetzung des Pflegekompetenz-Upgrades haben wird.
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