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Digitalisierung und Technologie
11.12.2025
Veraltete Technik erschwert effektives Entlassmanagement in Kliniken
Veraltete Technik erschwert den Informationsaustausch im Entlassmanagement, was nahtlose Übergänge von Klinik zu ambulanter Pflege behindert.
Veraltete Technik erschwert den Informationsaustausch im Entlassmanagement, was nahtlose Übergänge von Klinik zu ambulanter Pflege behindert.
Aus dem Krankenhaus nahtlos in die haus- und fachärztliche Versorgung oder in Physiotherapie und Pflege: So soll Entlassmanagement laut Gesetz eigentlich funktionieren. Tatsächlich sorgt veraltete Technik oft für Störungen, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Digitalisierung im Patientenpfad weist eine entscheidende Lücke auf – den stationären Sektor. Der reibungslose Austausch von Informationen zwischen Kliniken und nachgelagerten Versorgungseinrichtungen ist oftmals durch veraltete Technologien behindert, was den Übergang vom stationären in den ambulanten Bereich erschwert. Dies stellt eine Herausforderung für die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zum Entlassmanagement dar.
Fax bleibt dominantes Kommunikationsmittel zwischen Kliniken und Praxen
Trotz Digitalisierung dominiert das Fax weiterhin den Austausch von Entlassbriefen zwischen Kliniken und Praxen, was technische Rückständigkeit offenbart.
Trotz Digitalisierung dominiert das Fax weiterhin den Austausch von Entlassbriefen zwischen Kliniken und Praxen, was technische Rückständigkeit offenbart.
Faxgeräte dominieren nach wie vor die Kommunikation zwischen Krankenhäusern und Arztpraxen. Wie die Ärzte Zeitung berichtet, zeigt eine Umfrage des Innovationsfondsprojekts KomK-K, dass 97 Prozent der Kliniken und 80 Prozent der Krankenkassen immer noch Faxe zur Übermittlung von Entlassbriefen und Dokumenten nutzen. Dies stellt die Rückständigkeit der Technik in der Kommunikation zwischen den Sektoren heraus. Laut Gertrud Demmler von der Siemens Betriebskrankenkasse kommen die Informationen in unterschiedlichen Formaten und oft verspätet bei den ambulanten Leistungserbringern an. Das Entlassmanagement wird von der Kassenseite als zentraler Bestandteil der geplanten Primärversorgungssteuerung gesehen. Daten des KBV-Praxisbarometers Digitalisierung bestätigen die Diskrepanz: Nur jede sechste Praxis erhält Entlassbriefe digital, obwohl 85 Prozent der Praxisärzte den Nutzen digitaler Entlassbriefe als hoch einstufen.
Demografischer Wandel: Jeder Vierte in Deutschland bald Rentner
Bis 2035 wird in Deutschland jeder Vierte 67 Jahre oder älter sein. Der demografische Wandel stellt damit das soziale und wirtschaftliche Gefüge vor große Herausforderungen.
Bis 2035 wird in Deutschland jeder Vierte 67 Jahre oder älter sein. Der demografische Wandel stellt damit das soziale und wirtschaftliche Gefüge vor große Herausforderungen.
Der demografische Wandel wird Deutschland drastisch beeinflussen. Laut der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, vorgestellt durch das Statistische Bundesamt, wird im Jahr 2035 jeder vierte Deutsche 67 Jahre oder älter sein. Der Anteil der Rentner wird stetig steigen, während die Anzahl der Erwerbsfähigen abnimmt, was den sogenannten Altenquotienten erheblich verschieben könnte. Im besten Szenario stünden 100 Erwerbstätigen im Jahr 2070 43 Rentner gegenüber; bei niedriger Geburtenrate und geringer Nettozuwanderung könnten es sogar 61 Rentner sein. Diese demografischen Veränderungen könnten dazu führen, dass die Bevölkerung bis 2070 auf etwa 74,7 Millionen schrumpft. Vorausgesetzt, die jährlichen Wanderungssalden bleiben moderat. An einen langfristigen Anstieg der Geburtenzahl zweifeln die Statistiker jedoch, dies sei nur bei steigender Geburtenrate und moderater Zuwanderung möglich. (Quelle: aerztezeitung.de)
Frühe Grippewelle: RKI ruft Risikogruppen zur Impfung auf
RKI warnt: Früh gestartete Grippewelle in Deutschland – Risikogruppen sollten sich jetzt noch impfen lassen, um sich zu schützen.
RKI warnt: Früh gestartete Grippewelle in Deutschland – Risikogruppen sollten sich jetzt noch impfen lassen, um sich zu schützen.
Die Grippewelle hat laut Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland begonnen, früher als in den beiden Vorjahren. Der Start wurde rückblickend auf die Woche ab dem 24. November datiert, so der aktuelle Bericht zu akuten Atemwegserkrankungen. Besonders Influenzaviren der Subtypen A(H3N2) und A(H1N1)pdm09 zirkulieren derzeit. Die Grippeimpfung sei noch möglich und vor allem für Risikogruppen empfehlenswert, einschließlich Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen. Insgesamt gab es etwa 7,2 Millionen neue Fälle akuter Atemwegserkrankungen in der 49. Kalenderwoche, was das RKI als hohes Niveau bewertet. Die Zahl schwer verlaufender Fälle ist jedoch weiter niedrig. Auch die Zahl der Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen stieg leicht, mit etwa 1,3 Millionen Besuchen. (Quelle: spiegel.de)
Deutschland bei Prävention von Krankheiten im EU-Vergleich abgeschlagen
Deutschland hinkt bei Krankheitsprävention in Europa hinterher, zeigt der Public Health Index 2025: Besonders Tabak-, Alkoholpolitik und Ernährung sind besorgniserregend.
Deutschland hinkt bei Krankheitsprävention in Europa hinterher, zeigt der Public Health Index 2025: Besonders Tabak-, Alkoholpolitik und Ernährung sind besorgniserregend.
Deutschland liegt bei der Umsetzung von Krankheitsvermeidungsmaßnahmen im europäischen Vergleich deutlich zurück, wie der erstmals vom AOK-Bundesverband und dem Deutschen Krebsforschungszentrum vorgestellte Public Health Index (PHI) 2025 zeigt. Der Index offenbart, dass trotz hoher Pro-Kopf-Ausgaben im Gesundheitswesen, die gesundheitlichen Erträge Deutschlands hinter denen anderer Länder zurückbleiben. Besonders auffällig ist die unzureichende Prävention bei Tabak- und Alkoholpolitik sowie bei der Ernährung, wo Deutschland in der Analyse keinen der bewerteten Standards flächendeckend umsetzt. AOK-Bundesverbandschefin Dr. Carola Reimann warnte davor, dass gerade Adipositas und Diabetes das Versorgungsgeschehen zunehmend prägen und unterstrich die Notwendigkeit politischer Maßnahmen zur Prävention. Deutschland schafft es dem PHI zufolge nur im Mittelfeld in der Bewegungspolitik. Der Bericht hebt hervor, dass etwa die Hälfte der über 65-Jährigen an mindestens zwei chronischen Erkrankungen leidet, was über dem EU-Durchschnitt liegt. Quellen: AOK-Bundesverband.
Fast alle Praxisverwaltungssysteme für ePA zertifiziert: Digitaler Fortschritt
Die meisten Praxisverwaltungssysteme sind nun für die ePA zertifiziert, was Effizienz und Qualität in der Patientenversorgung durch digitale Daten fördert.
Die meisten Praxisverwaltungssysteme sind nun für die ePA zertifiziert, was Effizienz und Qualität in der Patientenversorgung durch digitale Daten fördert.
Die gematik hat bekanntgegeben, dass nahezu alle Praxisverwaltungssysteme (PVS) inzwischen eine Zertifizierung für die elektronische Patientenakte (ePA) erhalten haben. Dies ist ein bedeutender Schritt zur Digitalisierung in der Gesundheitsbranche und soll die Handhabung von Patientendaten für Ärzte und andere medizinische Fachkräfte erleichtern. Die Zertifizierung ermöglicht es den Praxen, auf den digitalen Austausch von Gesundheitsdaten zuzugreifen, was sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Patientenversorgung steigern soll. Die gematik betonte, dass die PVS eine zentrale Rolle in der Umsetzung der digitalen Strategie spielen. Dies wurde in einem Bericht auf 'aerztezeitung.de' thematisiert.
Grippewelle startet früher: RKI meldet steigende Infektionszahlen
Grippewarnung: Laut RKI startet die Grippewelle in Deutschland früher als üblich. Erkrankungen nehmen zu. Impfungen für Risikogruppen empfohlen.
Grippewarnung: Laut RKI startet die Grippewelle in Deutschland früher als üblich. Erkrankungen nehmen zu. Impfungen für Risikogruppen empfohlen.
Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) hat in Deutschland die Grippewelle begonnen, früher als in den vorangegangenen Jahren. Die Behörde identifiziert den Beginn der aktuellen Welle rückwirkend ab der Woche des 24. November. Vorherrschend sind die Influenzaviren der Subtypen A(H3N2) und A(H1N1)pdm09. Der Start der Grippewelle wird vereinfacht dann festgestellt, wenn in jeder fünften Patientenprobe Influenza A- oder B-Viren nachgewiesen werden. Aktuell sei die Viruslast im Abwasser für Influenza-A- und B-Viren noch auf einem niedrigen Level, jedoch leicht steigend. Das RKI berichtet zudem, dass die Hospitalisierungsrate und die Arztbesuche aufgrund akuter Atemwegserkrankungen leicht zunehmen, sich aber auf einem moderaten Niveau halten. Risikogruppen wird nach wie vor eine Impfung dringend empfohlen, da eine Influenza-Erkrankung schwerer verlaufen kann als ein grippaler Infekt, wie der SPIEGEL berichtet.
BGH-Urteil: Unfallversicherung darf Leistungen bei Medikamenteneinfluss kürzen
Der BGH erlaubt Unfallversicherungen, Leistungen bei indirekter Medikamentenbeteiligung zu kürzen, wie ein Urteil zur Einnahme von Blutverdünnern zeigt.
Der BGH erlaubt Unfallversicherungen, Leistungen bei indirekter Medikamentenbeteiligung zu kürzen, wie ein Urteil zur Einnahme von Blutverdünnern zeigt.
Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hat entschieden, dass Versicherungsleistungen einer privaten Unfallversicherung gekürzt werden können, selbst wenn ein Unfall nur indirekt durch die Einnahme von Medikamenten beeinflusst wird. Im konkreten Fall, über den die Ärzte Zeitung berichtete, nahm ein Versicherter Blutverdünner ein, um eine gesteigerte Gerinnbarkeit des Blutes auszugleichen. Nach einem Sturz mit einer leichten Kopfverletzung verstarb er an einer Hirnblutung. Die Versicherung kürzte daraufhin die Todesfallleistung um 30 Prozent. Der BGH begründete, dass die Klausel der Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen auch bei indirekter Mitwirkung durch Medikamente greift (Az.: IV ZR 185/24).
Deutschland 2070: Bevölkerung könnte auf unter 75 Millionen sinken
Deutschland könnte 2070 weniger als 75 Millionen Einwohner zählen, erwartet das Statistische Bundesamt. Ein deutlicher Bevölkerungsrückgang droht.
Deutschland könnte 2070 weniger als 75 Millionen Einwohner zählen, erwartet das Statistische Bundesamt. Ein deutlicher Bevölkerungsrückgang droht.
Nach aktuellen Berechnungen wird die Bevölkerung in Deutschland bis zum Jahr 2070 deutlich schrumpfen. Laut dem Statistischen Bundesamt wird die Einwohnerzahl bei einer moderaten demografischen Entwicklung auf unter 75 Millionen sinken. Gegenwärtig leben rund 83,6 Millionen Menschen in Deutschland. Diese Prognose ergibt für 2070 eine Spannweite der Bevölkerungszahl von 63,9 bis 86,5 Millionen. Verglichen mit der vorherigen Kalkulation aus dem Jahr 2022 zeigt sich ein deutlicher Rückgang sowohl bei der Geburtenrate als auch bei der Nettoeinwanderung, die die Differenz zwischen Zu- und Abwanderungen beschreibt. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
VdK plant Musterklagen zur Pflegebeitragsverwendung während Corona
Der VdK plant Musterklagen gegen die zweckwidrige Verwendung von Pflegebeiträgen während Corona, um Druck auf eine geplante Pflegereform zu erhöhen.
Der VdK plant Musterklagen gegen die zweckwidrige Verwendung von Pflegebeiträgen während Corona, um Druck auf eine geplante Pflegereform zu erhöhen.
Der Sozialverband VdK plant, im Jahr 2026 Musterklagen wegen der „zweckwidrigen Verwendung von Pflegebeiträgen“ während der Corona-Pandemie einzureichen. Diese Maßnahme wird von Krankenkassen positiv aufgenommen. DAK-Chef Andreas Storm unterstützt die Klagen, da sie helfen könnten, die Unterfinanzierung der Pflegeversicherung zu adressieren. VdK-Präsidentin Verena Bentele betont, dass Gelder der gesetzlich Versicherten nicht für gesamtgesellschaftliche Aufgaben genutzt werden sollten, selbst in Krisenzeiten. Der geplante Schritt wird den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, spätestens mit der Veröffentlichung des Berichts der Bund-Länder-Kommission zur Pflegereform am 11. Dezember, Rückzahlungen der Coronahilfen verbindlich anzukündigen. Laut DAK könnte dies eine mögliche Klagewelle vermeiden. Die Ärzte Zeitung berichtet, dass im nicht abgestimmten Entwurf der Kommission eine vollständige Rückerstattung der Corona-Kosten aus Steuermitteln als Option in Erwägung gezogen wird.
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