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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
06.05.2025
Deutschland plant digitale Agentur für bessere Fachkräfterekrutierung
Deutschland plant eine digitale Agentur zur effizienteren Gewinnung ausländischer Fachkräfte im Gesundheitswesen und zur Vereinfachung der Anerkennungsverfahren.
Deutschland plant eine digitale Agentur zur effizienteren Gewinnung ausländischer Fachkräfte im Gesundheitswesen und zur Vereinfachung der Anerkennungsverfahren.
Die Koalition in Deutschland plant die Einführung einer neuen Agentur zur Verbesserung der Personalsituation, insbesondere im Gesundheitswesen. Diese digitale "work and stay"-Agentur soll die Prozesse der Erwerbsmigration und der Anerkennung von Berufs- und Studienabschlüssen effizienter gestalten, indem sie verschiedene Behördenstrukturen aufeinander abstimmt. Trotz bereits fortgeschrittener Digitalisierung bei der Bundesagentur für Arbeit gestaltet sich die Anwerbung ausländischer Fachkräfte jedoch immer noch komplex und langwierig. Die Pläne der Koalition erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Bundes-, Landes- und Gemeindeebenen, um erfolgreich zu sein. Dieser Vorstoß könnte die Fachkräftegewinnung deutlich vereinfachen, erfordert jedoch das Überkommen von bürokratischen Hürden und möglichen Kompetenzstreitigkeiten, wie von der "Ärzte Zeitung" berichtet.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
06.05.2025
Ärztekongress: Kulturelle Kompetenz im Umgang mit Migranten gefordert
Ärztekongress fordert mehr kulturelle Kompetenz: Dr. Rahim Schmidt betont die Bedeutung sozialer und kultureller Sensibilität im Umgang mit Migranten.
Ärztekongress fordert mehr kulturelle Kompetenz: Dr. Rahim Schmidt betont die Bedeutung sozialer und kultureller Sensibilität im Umgang mit Migranten.
Beim DGIM-Kongress betonte Dr. Rahim Schmidt, ein Allgemeinmediziner in Mainz, die Bedeutung spezieller sozialer und kultureller Kompetenzen im Umgang mit Patienten mit Migrationshintergrund. „Die kulturelle Vielfalt ist heute Realität“, erklärte er, und verwies darauf, dass Gesundheit oft anders wahrgenommen und ausgedrückt wird. Beispielsweise haben viele Patienten mit Migrationshintergrund selten zuvor einen Arzt aufgesucht und verfügen nicht über dasselbe Verständnis von Krankheiten. Schmidt verwendete humorvoll den Begriff „ÜTW“ für „Überall tut weh“, da diese Patienten ihre Schmerzen oft nicht präzise beschreiben können. Dr. Alexandra Weizel, Geschäftsführerin des St. Katharinen-Krankenhauses, unterstrich die Wichtigkeit interkultureller Beziehungen im Qualitätsmanagement. Sie schlug vor, häufig genutzte Dokumente in fünf Sprachen zu übersetzen. Bei der Kommunikation helfen auch Listen mit Mitarbeitern, die als Dolmetscher fungieren können, obwohl diskutiert wird, ob Künstliche Intelligenz diesen Job übernehmen könnte. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gestörte Nierenfunktion erhöht das Demenzrisiko, warnt Prof. Hoffmann und empfiehlt Screening für chronisch Nierenkranke.
Gestörte Nierenfunktion erhöht das Demenzrisiko, warnt Prof. Hoffmann und empfiehlt Screening für chronisch Nierenkranke.
Eine gestörte Nierenfunktion erhöht das Risiko für kognitive Einschränkungen, einschließlich Demenz. Auf dem DGIM-Kongress wies Professor Ute Hoffmann auf die Notwendigkeit des Screenings bei Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen hin. Verschiedene kognitive Tests, wie der Mini-Mental-Status-Test und das Montreal Cognitive Assessment, eignen sich besonders für Dialysepatienten. Die Testung sollte sorgfältig getimt werden, da die Kognition während der Dialyse schwanken kann. Hoffmann warnte vor Pseudodemenz durch andere behandelbare Ursachen wie Depressionen oder Stoffwechselstörungen. Prävention zielt insbesondere auf die Einstellung kardiovaskulärer Risikofaktoren ab. Antihypertensiva können das Risiko für Demenz reduzieren, wobei eine zu strenge Blutdrucksenkung jedoch nicht empfohlen wird. Bewegung und soziale Kontakte gelten als förderlich, auch wenn ihr positiver Einfluss nicht vollständig nachgewiesen ist. Medikamente wie SGLT2-Inhibitoren und Acetylcholinesterasehemmer können auch bei eingeschränkter Nierenfunktion sicher verwendet werden. (Ärzte Zeitung)
WHO-Studie: Soziale Faktoren prägen Gesundheit stärker als Genetik
Eine WHO-Studie zeigt: Soziale Faktoren wie Einkommen und Bildung beeinflussen die Gesundheit stärker als genetische Faktoren. (Quelle: Ärztezeitung.de)
Eine WHO-Studie zeigt: Soziale Faktoren wie Einkommen und Bildung beeinflussen die Gesundheit stärker als genetische Faktoren. (Quelle: Ärztezeitung.de)
Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hebt hervor, dass soziale Faktoren die Gesundheit stärker beeinflussen als Genetik oder die Qualität des Gesundheitssystems. Demnach bestimmen Lebensumstände maßgeblich darüber, wie viele Jahre jemand gesund leben kann. Die WHO definiert die "sozialen Determinanten der Gesundheit" als die Bedingungen, unter denen Menschen geboren werden, aufwachsen, leben, arbeiten und altern. Weiterhin werden Benachteiligung und Diskriminierung als entscheidende Faktoren genannt. Einkommen, Wohnverhältnisse und Bildung stellen dabei zentrale Einflussgrößen dar. Menschen in Ländern mit hoher Lebenserwartung leben im Durchschnitt 33 Jahre länger als in solchen mit niedriger Lebenserwartung. Armutsländer geben häufiger mehr Geld für Schuldzinsen als für Gesundheit und Bildung aus. Als Lösungen empfiehlt die WHO die Förderung sozialer Gerechtigkeit, Zugang zu gesundheitlicher Versorgung und Bekämpfung von Diskriminierung. Dies sei nicht nur ethisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. (Quelle: Ärztezeitung.de)
DGIM-Kongress: Erfolgreiche Kommunikation mit geriatrischen Patienten
Auf dem DGIM-Kongress wurden Strategien für die erfolgreiche Kommunikation mit geriatrischen Patienten vorgestellt, um Therapieerfolge zu fördern.
Auf dem DGIM-Kongress wurden Strategien für die erfolgreiche Kommunikation mit geriatrischen Patienten vorgestellt, um Therapieerfolge zu fördern.
Die Kommunikation mit geriatrischen Patienten, insbesondere wenn sie an Demenz leiden oder Suizidalität aufweisen, stellt eine Herausforderung im medizinischen Alltag dar. Diese Thematik wurde aktuell auf dem DGIM-Kongress behandelt, wobei Ärzte und Fachkräfte lernen konnten, welche Ansätze und Techniken hilfreich sein könnten, um diese Gespräche effektiver und einfühlsamer zu gestalten. Die individuelle Anpassung des Gesprächs an die speziellen Bedürfnisse geriatrischer Patienten kann laut Experten entscheidend für den Therapieerfolg sein. (Quelle: aerztezeitung.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
06.05.2025
Verdienst in Pflegeberufen seit 2014 deutlich gestiegen: 4.048 Euro brutto
Pflegeprofis profitieren: Seit 2014 stieg der Bruttoverdienst in Pflegeberufen auf 4.048 Euro, Altenpflegekräfte auf 4.228 Euro. Wachstum durch Mindestlohneffekte.
Pflegeprofis profitieren: Seit 2014 stieg der Bruttoverdienst in Pflegeberufen auf 4.048 Euro, Altenpflegekräfte auf 4.228 Euro. Wachstum durch Mindestlohneffekte.
Laut einer aktuellen Statistik des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden stieg der Verdienst von Vollzeitbeschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen im April 2024 auf im Mittel 4.048 Euro brutto. Im Vergleich dazu lag das durchschnittliche Bruttogehalt im April 2014 bei 2.829 Euro. Diese Entwicklung fällt im Vergleich zu vielen anderen Berufsgruppen besonders stark aus, was unter anderem auf die Einführung und Weiterentwicklung des gesetzlichen Mindestlohns seit 2015 zurückgeführt wird, berichtet die "Ärzte Zeitung". Besonders Fachkräfte in der Altenpflege konnten einen überproportionalen Verdienstzuwachs verzeichnen, mit einem Anstieg auf 4.228 Euro brutto im April 2024. Insgesamt waren im April 2024 rund 1,7 Millionen Menschen vollzeitbeschäftigt in Gesundheits- und Pflegeberufen, mit einem Frauenanteil von über zwei Dritteln.
Impfung gegen Gürtelrose senkt Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
Eine Gürtelrose-Impfung mindert laut einer koreanischen Studie das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall – bedeutend für Pflege-Fachkräfte und ihre Behandlungsstrategien.
Eine Gürtelrose-Impfung mindert laut einer koreanischen Studie das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall – bedeutend für Pflege-Fachkräfte und ihre Behandlungsstrategien.
Eine kürzlich durchgeführte koreanische Studie untersuchte den Einfluss einer Herpes-Zoster-Impfung auf das kardiovaskuläre Risiko. Herzinfarkt und Schlaganfall werden als mögliche Komplikationen einer Herpes-zoster-Infektion benannt. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die Impfung das Risiko solcher kardiovaskulärer Ereignisse reduzieren könnte. Diese Forschungsergebnisse sind besonders relevant für medizinisches Fachpersonal, das auf die Pflege und das Wohlergehen von Patienten mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen spezialisiert ist. Fachkräfte in der Pflege könnten von diesen Erkenntnissen profitieren, um Behandlungsstrategien für gefährdete Patienten zu optimieren. Weitere Details können nach Anmeldung auf der Webseite der "Ärzte Zeitung" eingesehen werden.
Herausforderungen bei der Vorhofflimmer-Behandlung älterer Patienten
Vorhofflimmer-Behandlung älterer Patienten bleibt komplex: Ärzte diskutieren Alternativen zu Ablationen und Amiodaron auf dem Internisten-Kongress.
Vorhofflimmer-Behandlung älterer Patienten bleibt komplex: Ärzte diskutieren Alternativen zu Ablationen und Amiodaron auf dem Internisten-Kongress.
Bei der Behandlung von Vorhofflimmern bei älteren Patienten treffen Ärzte auf zahlreiche Herausforderungen. Wie von der "Ärzte Zeitung" berichtet, erweisen sich Ablationen häufig als wenig wirkungsvoll, und die universelle Anwendung von Amiodaron ist ebenfalls keine ideale Lösung. Die Frage, ob der Einsatz von Schrittmachern eine effektivere Strategie gegen das Flimmern darstellen könnte, bleibt offen. Diese Thematik wird im Rahmen des Internisten-Kongresses intensiv diskutiert, wobei das Hauptaugenmerk auf die Komplexität der Behandlung geriatrischer Patienten gelegt wird.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
05.05.2025
NRW stärkt Hausarztzentrierte Versorgung durch verpflichtende Systeme
NRW stärkt die hausarztzentrierte Versorgung, indem ein verpflichtendes System eingeführt wird, das die Effizienz in der ambulanten Versorgung verbessern soll.
NRW stärkt die hausarztzentrierte Versorgung, indem ein verpflichtendes System eingeführt wird, das die Effizienz in der ambulanten Versorgung verbessern soll.
Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat klargestellt, dass die Einführung eines verpflichtenden Systems von Bezugsarztpraxen nicht das Ende der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) bedeutet, sondern diese vielmehr stärken wird. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Landtagsabgeordneten Susanne Schneider betont Laumann, dass die HZV als Blaupause für die ambulante Versorgung dienen soll. Ziel ist es, das bislang freiwillige Einschreibemodell der HZV in ein verpflichtendes System zu überführen, um die Versorgung effizienter zu gestalten, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Trotz Widerstandes von Hausärzteverbänden plant das Ministerium, den Dialog mit allen Beteiligten fortzusetzen, um das neue System zu etablieren.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
05.05.2025
DGIM-Kongress: Helfersyndrom und fehlende Selbstfürsorge im Fokus
Der DGIM-Kongress 2025 in Wiesbaden beleuchtet das Zusammenspiel von Helfersyndrom und fehlender Selbstfürsorge bei Ärzten und Pflegekräften.
Der DGIM-Kongress 2025 in Wiesbaden beleuchtet das Zusammenspiel von Helfersyndrom und fehlender Selbstfürsorge bei Ärzten und Pflegekräften.
Ein stark ausgeprägtes Helfersyndrom trifft auf mangelnde Selbstfürsorge – ein Problem, das sowohl Ärzte als auch Pflegekräfte betrifft, wie der DGIM-Kongress 2025 in Wiesbaden zeigt. Professor Imad Maatouk vom Uniklinikum Würzburg hebt hervor, dass Pflegekräfte ab einem Alter von 45 Jahren oft eine sinkende Arbeitsfähigkeit aufweisen, was viele zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Beruf veranlasst. Trotz berücksichtigtem Zuzug von Arbeitskräften seien die Lücken durch Ausscheidende kaum zu schließen, was Interventionsprogramme nötig mache. Maatouk betont, dass Programme besser sind, wenn sie nicht nur Verhalten, sondern auch die Arbeitsbedingungen ändern. Dr. Till Johannes Bugaj vom Universitätsklinikum Heidelberg erläutert, dass Ärzten oft Daten zur Arbeitslast fehlen, und betont die Notwendigkeit von Eigenfürsorge bereits im Studium, um Burnout vorzubeugen. Auch Interprofessionelle Balintgruppen könnten helfen, besonders in belastenden Bereichen. Die Ärzte Zeitung berichtet über die Dringlichkeit solcher Maßnahmen.
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