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Medizin, Gesundheit und Prävention
05.06.2025
UrgoStart Tül neu verordnungsfähig: Durchbruch in der Wundversorgung
UrgoStart Tül ab sofort verordnungsfähig: Erstmals listet der G-BA ein Produkt zur Wundbehandlung diabetischer Fußulzera im Leistungskatalog.
UrgoStart Tül ab sofort verordnungsfähig: Erstmals listet der G-BA ein Produkt zur Wundbehandlung diabetischer Fußulzera im Leistungskatalog.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 5. Juni 2025 angekündigt, dass das Produkt „UrgoStart Tül“ in die Liste der verordnungsfähigen Medizinprodukte aufgenommen wurde. UrgoStart Tül wird zur Wundbehandlung von diabetischen Fußulzera bei Erwachsenen eingesetzt und kann verordnet werden, wenn trotz einer mindestens zweiwöchigen Vorbehandlung kein Heilungsfortschritt erzielt wurde und weder kritische Ischämie noch Wundinfektion vorliegen. Dies ist die erste Aufnahme eines solchen Produkts in die Liste laut Arzneimittel-Richtlinie. Damit bleibt es auch nach der Übergangsregelung ab dem 2. Dezember 2025 Bestandteil des Leistungskatalogs. Gesundheitsinstitutionen und Lieferanten sollten sich über die nächsten Schritte informieren, da der medizinische Nutzen solcher Produkte letztlich vom G-BA bewertet wird, basierend auf Anträgen der Hersteller. Fachkräfte sollten dies bei zukünftigen Therapien berücksichtigen. G-BA-Beratung steht den Herstellern zur Verfügung, wie auf g-ba.de berichtet.
G-BA: Hilfsmittel-Verordnung nun auch per Video- und Telefonkontakt
Ärzte können Hilfsmittel jetzt auch per Video- oder Telefonkontakt verordnen, vorausgesetzt es gab zuvor einen persönlichen Erstkontakt.
Ärzte können Hilfsmittel jetzt auch per Video- oder Telefonkontakt verordnen, vorausgesetzt es gab zuvor einen persönlichen Erstkontakt.
Ärztinnen und Ärzte können nun Hilfsmittel auch über Videosprechstunden oder nach telefonischen Kontakten verordnen, wie die AOK berichtet. Dies basiert auf einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Voraussetzung bleibt aber ein persönlicher Erstkontakt, wobei der Gesundheitszustand der Patienten aus vorherigen Untersuchungen bekannt sein muss. Die per Videosprechstunde ausgestellten Verordnungen sind nicht auf Folgeverordnungen beschränkt und können gemeinsam von ärztlichen Kolleginnen und Kollegen erstellt werden, sofern sie den Patientendatenzugang haben. Eine Patienten-Authentifizierung ist obligatorisch. Telefonische Verordnungen sind nur unter bestimmten Bedingungen möglich, so die AOK. Ergänzend können bei der Beantragung spezifische Unterlagen eingereicht werden, um den Prüf- und Genehmigungsprozess insbesondere bei komplexen Behinderungen zu unterstützen. Weitere Details finden sich in der G-BA-Richtlinie.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
05.06.2025
Qualitätsatlas Pflege: Sorgen um Medikamente und Vorsorge in Heimen
Der Qualitätsatlas Pflege zeigt Mängel bei Medikamenten und Vorsorge in Heimen auf und fordert bessere Zusammenarbeit im Gesundheitswesen.
Der Qualitätsatlas Pflege zeigt Mängel bei Medikamenten und Vorsorge in Heimen auf und fordert bessere Zusammenarbeit im Gesundheitswesen.
Die jüngste Ausgabe des Qualitätsatlas Pflege, veröffentlicht vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO), beleuchtet zentrale Qualitätsfragen in der Altenpflege. Die Untersuchung fokussiert sich auf die Dauermedikation mit Beruhigungs- und Schlafmitteln, die Risiken von Stürzen bei Medikamenteinnahme und die Anzahl von Pflegeheimbewohnern mit Diabetes, die keine ausreichende augenärztliche Vorsorge erhalten. Diese Schwerpunkte spiegeln unterschiedliche Bereiche der Versorgungsqualität wider, die über den reinen Pflegeaspekt hinausgehen. Die regionale Varianz in der Versorgungsqualität bietet Anlass zur Frage, welche strukturellen Bedingungen diese Unterschiede bedingen. Der Qualitätsatlas soll nicht nur Transparenz schaffen, sondern auch Impulse für eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtungen, Ärzten und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen bieten. Laut Susann Behrendt, Leiterin des WIdO-Forschungsbereichs Pflege, sollen die Ergebnisse helfen, die interne Qualitätskontrolle in Pflegeeinrichtungen zu stärken und neue Diskurse anzustoßen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
05.06.2025
Bundesministerium startet Förderaufruf zur Fachkräftesicherung
Neuer Förderaufruf zur Fachkräftesicherung: Das Wirtschaftsministerium unterstützt innovative Geschäftsmodelle gegen den Fachkräftemangel. Bewerbungen offen!
Neuer Förderaufruf zur Fachkräftesicherung: Das Wirtschaftsministerium unterstützt innovative Geschäftsmodelle gegen den Fachkräftemangel. Bewerbungen offen!
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat einen neuen Förderaufruf gestartet, um Geschäftsmodelle zur Sicherung von Fachkräften zu unterstützen. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Förderdatenbank des Bundes hervor. Ziel ist es, innovative Ansätze zu finden und zu fördern, die darauf abzielen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Interessierte Unternehmen und Institutionen können sich ab sofort auf passende Förderprogramme bewerben. Diese Initiative ist Teil eines umfassenden Engagements des Ministeriums, um auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und steigenden Fachkräftebedarfs zu reagieren. Weiterführende Informationen stehen auf der Webseite des Ministeriums zur Verfügung.
Pflegeversicherung vor Kollaps: Dringende Reformen notwendig bis 2027
Die Pflegeversicherung droht bis 2027 zu kollabieren. Dringende Reformen sind nötig, da die Ausgaben steigen und mehr Menschen Pflege benötigen.
Die Pflegeversicherung droht bis 2027 zu kollabieren. Dringende Reformen sind nötig, da die Ausgaben steigen und mehr Menschen Pflege benötigen.
Die Pflegeversicherung steht vor einer massiven Herausforderung, da die Ausgaben die Einnahmen übersteigen und die Zahl der Leistungsempfänger stetig wächst. Laut Statistischem Bundesamt 2025 könnte diese Zahl bis 2027 auf bis zu 5,9 Millionen ansteigen. Ohne tiefgreifende Reform droht ein Kollaps der Pflegeversicherung, was auch den sozialen Frieden gefährden könnte. Die zukünftige Bundesregierung plant im Koalitionsvertrag eine umfassende Pflegereform, um die finanzielle Nachhaltigkeit der Pflegeversicherung zu sichern und die Pflege in verschiedenen Sektoren zu stärken. Zudem wird eine gesellschaftliche Debatte über die Versorgung am Lebensende als notwendig erachtet (Quelle: Ärzte Zeitung).
Linke fordert Sofortprogramm zur Stabilisierung von Kassen und Pflege
Die Linke fordert ein Sofortprogramm, um die Finanzen von Krankenkassen und Pflege zu stärken, indem die Beitragsbemessungsgrenze angehoben wird.
Die Linke fordert ein Sofortprogramm, um die Finanzen von Krankenkassen und Pflege zu stärken, indem die Beitragsbemessungsgrenze angehoben wird.
Mit einem Sofortprogramm zur Stabilisierung des Gesundheits- und Pflegesystems will die Linke im Bundestag die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen und der Pflegeversicherung verbessern. Wie aus der "Ärzte Zeitung" hervorgeht, fordert die Linke, die Beitragsbemessungsgrenze auf 15.000 Euro monatlich anzuheben. Dies könnte den Krankenkassen zusätzliche Einnahmen von 18 Milliarden Euro bringen, während die Pflegeversicherung um 3,2 Milliarden Euro entlastet würde. Zudem sollten die Jobcenter für Bürgergeldempfänger einen höheren Beitrag von 247,50 Euro monatlich an die Krankenkassen zahlen. Eine weitere Forderung betrifft den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf apothekenpflichtige Arzneimittel. Die Linke sieht einen stabilen sozialen Sicherungsrahmen als essentiell für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Funktionsfähigkeit der Gesundheitsversorgung. Das Parlament wird diese Vorschläge in der kommenden Sitzung am 5. Juni diskutieren.
Gesundheitsausschuss diskutiert Reformen für GKV- und SPV-Finanzierung
Der Gesundheitsausschuss diskutiert dringend benötigte Reformen für die Stabilisierung der GKV und SPV, um Beitragserhöhungen zu vermeiden.
Der Gesundheitsausschuss diskutiert dringend benötigte Reformen für die Stabilisierung der GKV und SPV, um Beitragserhöhungen zu vermeiden.
Mit der Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und Sozialen Pflegeversicherung (SPV) hat sich der Gesundheitsausschuss befasst, berichtet der Deutsche Bundestag. Die Abgeordneten erörterten am Mittwoch ausführlich den Handlungsbedarf, um die Systeme langfristig zu stabilisieren, ohne dass die Beiträge der Versicherten weiter stark steigen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Tino Sorge (CDU), betonte, dass Lösungen möglichst zeitnah gefunden werden müssten. Die Kosten seien zuletzt dynamisch gestiegen, daher seien strukturelle Änderungen im System notwendig. So hätten GKV und SPV 2024 jeweils Defizite erwirtschaftet. Bei der SPV werde 2025 ein Defizit von rund 0,5 Milliarden Euro erwartet, 2026 könnte das Defizit bei 3,5 Milliarden Euro liegen. Eine Expertenkommission soll Vorschläge zur langfristigen Finanzierung der GKV bis zum Frühjahr 2027 unterbreiten. Sorge machte deutlich, dass die Zeit dränge, berichtet die Parlamentsnachrichtenagentur "heute im bundestag" (hib).
Kinderuntersuchungsheft 2026: Zahnärztliche Befunde direkt dokumentiert
Ab 2026: Zahnärztliche Befunde bei Kinderuntersuchungen direkt ins Heft – G-BA stärkt Vorsorge für Kinder, verbessert Zahngesundheit nachhaltig.
Ab 2026: Zahnärztliche Befunde bei Kinderuntersuchungen direkt ins Heft – G-BA stärkt Vorsorge für Kinder, verbessert Zahngesundheit nachhaltig.
Ab Januar 2026 können zahnärztliche Befunde von Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern direkt im Kinderuntersuchungsheft dokumentiert werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Heft überarbeitet, um die Bedeutung der zahnmedizinischen Vorsorge weiter zu stärken. Diese Neuerung zielt darauf ab, Eltern eine übersichtliche und zuverlässige Aufzeichnung wichtiger zahnärztlicher Befunde zu ermöglichen und gleichzeitig die Vorsorge im Kindesalter zu intensivieren. Der Fokus liegt insbesondere darauf, die Kontinuität der Zahnpflege und Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern zu fördern. Die AOK erhofft sich durch diese Maßnahme eine nachhaltige Verbesserung der Zahngesundheit bei Heranwachsenden. Dies wurde auf aok.de bekanntgegeben.
Ärzte drängen auf umfassenden Hitzeschutz für die ganze Gesellschaft
Ärzte fordern umfassenden Hitzeschutz für die ganze Gesellschaft, um hitzebedingten Gesundheitsproblemen wirksam zu begegnen.
Ärzte fordern umfassenden Hitzeschutz für die ganze Gesellschaft, um hitzebedingten Gesundheitsproblemen wirksam zu begegnen.
BÄK-Präsident Klaus Reinhardt betont, dass der Schutz vor Hitze eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt. Am Hitzeschutztag, der am 4. Juni stattfand, wurde mit dem Motto „Hitzeschutz für alle“ darauf hingewiesen, dass der Schutz nicht nur auf vulnerable Gruppen beschränkt sein soll. Vertreter aus dem Gesundheitswesen und der Zivilgesellschaft machten bei dieser Gelegenheit auf die Wichtigkeit eines umfassenden Hitzeschutzes aufmerksam. Die Ärzteschaft plädiert dafür, dass Maßnahmen zum Schutz vor Hitzeeinwirkungen in alle gesellschaftlichen Bereiche integriert werden müssen, um der steigenden Zahl von hitzebedingten Gesundheitsproblemen nachhaltig zu begegnen. Quelle: aerztezeitung.de
AfD hinterfragt Finanzhilfe für DeFa zur Fachkräfteintegration
AfD hinterfragt finanzielle Unterstützung für DeFa: Anfrage zur Förderung von Fachkräften für Gesundheits- und Pflegeberufe im Bundestag eingereicht.
AfD hinterfragt finanzielle Unterstützung für DeFa: Anfrage zur Förderung von Fachkräften für Gesundheits- und Pflegeberufe im Bundestag eingereicht.
Die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) steht im Mittelpunkt einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag (hib/PK). Die Abgeordneten erkundigen sich nach der finanziellen Unterstützung, die die DeFa durch das Bundesgesundheitsministerium im Jahr 2024 erhalten hat und welche Fördermittel für 2025 geplant sind. Die DeFa hat das Ziel, den Fachkräftemangel in den Gesundheits- und Pflegeberufen zu bekämpfen, insbesondere durch die Integration von ausländischen Pflegekräften in den deutschen Arbeitsmarkt. Quelle: Deutscher Bundestag.
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