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Medizin, Gesundheit und Prävention
28.06.2025
SGLT-2-Inhibitoren senken Komplikationsrate bei Leberzirrhose
SGLT-2-Inhibitoren zeigen vielversprechendes Potenzial bei der Senkung der Komplikationsrate bei Leberzirrhose, so eine aktuelle Studie mit über 10.000 Teilnehmern.
SGLT-2-Inhibitoren zeigen vielversprechendes Potenzial bei der Senkung der Komplikationsrate bei Leberzirrhose, so eine aktuelle Studie mit über 10.000 Teilnehmern.
Eine aktuelle Studie hat untersucht, dass SGLT-2-Inhibitoren bei Leberzirrhose die Komplikationsrate senken können. Bisher wurden diese Medikamente vor allem wegen ihrer Vorteile bei Herzinsuffizienz und Diabetes geschätzt. Die neuen Ergebnisse weisen darauf hin, dass diese Wirkstoffe auch bei der oft unzureichenden Therapie von Leberzirrhose als Ergänzung nützlich sein könnten. Die Studie wurde mit über 10.000 Personen durchgeführt und zeigt ein vielversprechendes Potenzial dieser Medikamente in einem weiteren medizinischen Anwendungsbereich. Damit könnte ein bedeutender Beitrag zur verbesserten Versorgung von Leberzirrhosepatienten geleistet werden. Quelle: Ärzte Zeitung.
DiGA-Daten sollen in elektronische Patientenakte integriert werden
Digitale Gesundheitsanwendungen werden künftig in die ePA integriert, was Ärzten die Arbeit erleichtern soll, berichtet die Ärzte Zeitung.
Digitale Gesundheitsanwendungen werden künftig in die ePA integriert, was Ärzten die Arbeit erleichtern soll, berichtet die Ärzte Zeitung.
Die Daten aus Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) sollen zukünftig in die elektronische Patientenakte (ePA) integriert werden können, berichtet die Ärzte Zeitung. Bisher sind nur wenige Anbieter dieser Anwendungen an die Telematikinfrastruktur angebunden. Ein Hausarzt erklärt gegenüber dem Medium, wie ihm die Integration von DiGA-Daten in die ePA seine Arbeit erleichtert.
WHO: 1,8 Millionen vermeidbare Todesfälle durch Krankheiten in Europa
WHO: 1,8 Millionen vermeidbare Todesfälle in Europa jährlich durch nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs und Diabetes trotz vermeidbarer Risikofaktoren.
WHO: 1,8 Millionen vermeidbare Todesfälle in Europa jährlich durch nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs und Diabetes trotz vermeidbarer Risikofaktoren.
Krebserkrankungen, Diabetes und andere nichtübertragbare Krankheiten sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die führenden Todesursachen in Europa. Nach einem Bericht des WHO-Regionalbüros Europa in Kopenhagen verursachen diese Krankheiten jährlich etwa 1,8 Millionen vermeidbare Todesfälle. Diese könnten durch wirksame Gesundheitsmaßnahmen oder frühzeitige Erkennung und Behandlung verhindert oder verzögert werden. Zudem sterben in der Region jeder fünfte Mann und jede zehnte Frau vor dem 70. Lebensjahr an nichtübertragbaren Krankheiten. Etwa 60 Prozent dieser Todesfälle sind auf Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen. WHO-Regionaldirektor Hans Kluge kritisiert die mangelnde Investition in Prävention, obwohl dadurch Millionen von Todesfällen vermieden und erhebliche Kosten eingespart werden könnten. Die Sterblichkeitsraten sind in wohlhabenderen Ländern niedriger als im Durchschnitt, während sie in den östlichen Teilen Europas teils deutlich höher liegen. (Quelle: aerztezeitung.de)
G-BA-Chef: Deutschland bei Gesundheitsdigitalisierung rückständig
Beim Hauptstadtkongress kritisiert G-BA-Chef Hecken Deutschlands digitalen Rückstand im Gesundheitswesen und fordert eine nationale Strategie.
Beim Hauptstadtkongress kritisiert G-BA-Chef Hecken Deutschlands digitalen Rückstand im Gesundheitswesen und fordert eine nationale Strategie.
Auf dem Hauptstadtkongress reflektierte Josef Hecken, der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), über den Rückstand Deutschlands in der Digitalisierung seines Gesundheitswesens. Er betonte, dass Deutschland in dieser Hinsicht einem Schwellenland gleicht. Hecken stellte eine mögliche Bundesstrategie vor, die den digitalen Fortschritt im Gesundheitswesen fördern könnte, um diesen Rückstand aufzuholen. Die Ärzte Zeitung berichtete von der Veranstaltung und fasste die wesentlichen Aussagen des G-BA-Chefs zusammen.
Kritik an unzureichender Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen
Kritik an den Finanzhilfen für die Kranken- und Pflegekassen: Ärzteverbände bemängeln unzureichende Unterstützung im Vergleich zu Militärausgaben.
Kritik an den Finanzhilfen für die Kranken- und Pflegekassen: Ärzteverbände bemängeln unzureichende Unterstützung im Vergleich zu Militärausgaben.
Weit über Hundert Milliarden Euro für die Verteidigung – für die Sozialkassen dagegen erst einmal nur schmale Darlehen: Die Kritik an den geplanten Finanzspritzen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die soziale Pflegeversicherung (SPV) reißt nicht ab. Am Freitag meldeten sich die Kinder- und Jugendärzte zu Wort: Der Präsident ihres Berufsverbandes (BVKJ), Dr. Michael Hubmann, nannte es einen „Skandal“, dass die Koalition den Kranken- und Pflegekassen mit „buchhalterischen Tricks“ beiseite springen und Aufwendungen für sogenannte versicherungsfremde Leistungen in der GKV und in der SPV nicht mit ausreichend Steuergeldern kompensieren wolle. Allein die Unterdeckung der Krankenkassen bei den Gesundheitskosten für die rund 5,5 Millionen Bürgergeldempfänger werden auf knapp zehn Milliarden Euro beziffert. Das Bundeskabinett hatte Anfang der Woche beschlossen, dass die GKV in diesem und im nächsten Jahr zusammen ein Bundesdarlehen in Höhe von 4,6 Milliarden Euro bekommen soll. Quelle: Ärzte Zeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.06.2025
Bundesarbeitsministerin Bas lobt Rekorderhöhung des Mindestlohns
Bundesarbeitsministerin Bas lobt die geplante Rekorderhöhung des Mindestlohns auf 14,60 Euro bis 2027 als Erfolg der Sozialpartnerschaft.
Bundesarbeitsministerin Bas lobt die geplante Rekorderhöhung des Mindestlohns auf 14,60 Euro bis 2027 als Erfolg der Sozialpartnerschaft.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat den Vorschlag der Mindestlohnkommission begrüßt, den gesetzlichen Mindestlohn bis zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro und bis zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro zu erhöhen. Die Anpassungen stellen die größte sozialpartnerschaftlich beschlossene Lohnerhöhung seit Einführung des Mindestlohns dar und sollen rund 6 Millionen Beschäftigten zugutekommen. Seit der Einführung 2015 hat der Mindestlohn zur Verringerung des Niedriglohnsektors um etwa 1,5 Millionen Stellen beigetragen. Bas lobt die Einigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern als Beweis für die Funktionstüchtigkeit der Sozialpartnerschaft in Deutschland. Gemäß BM f. Arbeit und Soziales wird vorgeschlagen, die Anpassungen per Rechtsverordnung verbindlich zu machen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.06.2025
Kliniken suchen Strategien zur Personalgewinnung bei Fachkräftemangel
Kliniken suchen dringend nach neuen Strategien zur Personalgewinnung, um dem Fachkräftemangel in Pflege und Medizin zu begegnen.
Kliniken suchen dringend nach neuen Strategien zur Personalgewinnung, um dem Fachkräftemangel in Pflege und Medizin zu begegnen.
Kliniken stehen vor vielfältigen Herausforderungen bei der Personalgewinnung und -bindung. Beim Hauptstadtkongress wurden mehrere Ansätze wie das "Female Lifecycle Management", Pooling oder die gezielte Rekrutierung aus dem Ausland thematisiert, die helfen sollen, den Personalbedarf in den Bereichen Pflege und medizinische Versorgung zu decken. Angesichts des Fachkräftemangels müssen Krankenhäuser strategisch agieren, um Arbeitskräfte zu gewinnen und langfristig zu binden. Diese Strategien sind entscheidend, um die Versorgung in Kliniken zu sichern, wie auf dem Hauptstadtkongress herausgestellt wurde (Quelle: aerztezeitung.de).
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.06.2025
EU-Pharma-Reform: Impulse für Arzneimittelversorgung dringend nötig
Die EU-Pharma-Reform könnte mit politischer Unterstützung entscheidende Impulse für eine zukunftsfähige Arzneimittelversorgung in Deutschland und der EU setzen.
Die EU-Pharma-Reform könnte mit politischer Unterstützung entscheidende Impulse für eine zukunftsfähige Arzneimittelversorgung in Deutschland und der EU setzen.
Die Sicherstellung einer hochwertigen Arzneimittelversorgung in Deutschland und der EU steht vor großen Herausforderungen. Medizinische Fortschritte eröffnen neue Therapieoptionen, doch gleichzeitig erodieren etablierte Rahmenbedingungen, was Innovationskraft und Versorgungssicherheit beeinträchtigt. Der Artikel richtet den Blick auf aktuelle Entwicklungen wie die EU-Pharma-Legislation und die Nutzenbewertung EU-HTA. Diese könnten, sofern sie die nötige politische Unterstützung erhalten, wichtige Impulse für die Arzneimittelversorgung geben. Ein Schwerpunkt liegt auf der Notwendigkeit, das deutsche AMNOG-System stetig an den medizinischen Fortschritt anzupassen, um Forschung, Entwicklung und Patientenzugang sicherzustellen. Hierfür fordert der Artikel verlässliche und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen auf Basisebene, die auch evidenzbasierte Flexibilität in der Preisverhandlung zulassen. Der Beitrag hebt zudem hervor, dass künftig alle Akteure im Gesundheitssystem kooperieren müssen, um eine hochwertige und zukunftsfähige Versorgung sicherzustellen. Verantwortlich für den Beitrag ist Dr. Daniel Steiners von Roche, wie aus der Quelle aerztezeitung.de hervorgeht.
Finanznot der Kliniken: Über die Hälfte erwartet 2024 Verluste
Über die Hälfte der Kliniken erwartet 2024 Verluste, da Finanzreserven schwinden. Der Krankenhaus-Rating-Report zeigt gravierende finanzielle Notlagen auf.
Über die Hälfte der Kliniken erwartet 2024 Verluste, da Finanzreserven schwinden. Der Krankenhaus-Rating-Report zeigt gravierende finanzielle Notlagen auf.
Deutschlands Kliniken geraten zunehmend in finanzielle Not, wie der aktuelle Krankenhaus-Rating-Report des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung aufzeigt. Demnach werden über die Hälfte der Einrichtungen für 2024 einen Jahresverlust ausweisen, da die Finanzreserven vieler Krankenhäuser weiterhin bedrohlich niedrig sind. Bereits 2023 schrieben 43 Prozent der Kliniken rote Zahlen, ein Anstieg gegenüber den 22 Prozent im Jahr 2020. Das durchschnittliche Jahresergebnis sank 2023 auf minus 0,2 Prozent der Erlöse, wobei die Insolvenzgefahr auf 1,8 Prozent stieg. Die ersten Abschlüsse für 2024 deuten auf eine weitere Verschlechterung hin. Laut einer Pressemeldung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK wurden zwischen Juli 2022 und April 2025 insgesamt 61 Klinikstandorte insolvent, wobei 13 Standorte geschlossen wurden. Experten fordern nun umfassende Reformen im Gesundheitswesen.
Pflegegrad kann bei Verbesserung der Gesundheit neu bewertet werden
Pflegegrad kann sinken: Bei gesundheitlicher Verbesserung prüfen die Kassen, ob eine Herabstufung möglich ist. Beratung durch Pflegestützpunkte empfohlen.
Pflegegrad kann sinken: Bei gesundheitlicher Verbesserung prüfen die Kassen, ob eine Herabstufung möglich ist. Beratung durch Pflegestützpunkte empfohlen.
Der Pflegegrad einer Person ist nicht unbedingt dauerhaft festgelegt. Die Pflegekassen haben in bestimmten Fällen das Recht, den Pflegegrad zu reduzieren, jedoch nur, wenn wesentliche Veränderungen der Verhältnisse festgestellt werden können. Diese Entscheidung basiert auf einer erneuten Begutachtung durch den Medizinischen Dienst oder einen anderen Gutachterdienst. So kann bei einer verbesserten Gesundheit, wie nach einem Schlaganfall, die Selbständigkeit der Person zunehmen, was eine Anpassung des Pflegegrades nach unten rechtfertigen könnte. Bei Einspruch gegen die Entscheidung der Pflegekasse sollte ein Widerspruch eingelegt werden, welcher schriftlich erfolgen muss. Es ist ratsam, sich bei Bedarf durch einen Pflegestützpunkt beraten zu lassen. Der Bestandschutzregel besagt zudem, dass bei der Umstellung von Pflegestufen zu Pflegegraden eine Rückstufung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Verbraucherzentralen bieten weitere detaillierte Informationen und Rat zu diesem Thema an. (Quelle: verbraucherzentrale.de)
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