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Medizin, Gesundheit und Prävention
21.09.2025
Antikörpertherapie bringt langfristige Fortschritte bei Alzheimer
Langfristige Fortschritte bei Alzheimer: Antikörpertherapien zeigen nach 3-4 Jahren erheblich gesteigerte kognitive Vorteile, berichtet die "Ärzte Zeitung".
Langfristige Fortschritte bei Alzheimer: Antikörpertherapien zeigen nach 3-4 Jahren erheblich gesteigerte kognitive Vorteile, berichtet die "Ärzte Zeitung".
Eine Therapie mit den Amyloid-Antikörpern Lecanemab oder Donanemab zeigt mittelfristig positive kognitive Effekte bei Patienten mit Morbus Alzheimer. Laut Verlängerungsstudien nehmen die kognitiven Vorteile im Verlauf von drei bis vier Jahren nach Therapiebeginn erheblich zu. Innerhalb dieses Zeitraums scheint den behandelten Patienten ein kognitiver Gewinn von etwa einem Jahr zugutezukommen. Diese Daten verdeutlichen das langfristige Potenzial der Antikörpertherapie zur Verbesserung der Lebensqualität von Alzheimer-Patienten und wurden am Welt-Alzheimertag von der "Ärzte Zeitung" berichtet.
Hessen intensiviert Blackout-Vorbereitungen: Mangel an Notstrom-Diesel
Hessen rüstet sich gegen Blackouts: Diesel-Mangel bedroht Notstromversorgung, auch ländliche Heimpflege betroffen. Engere Kooperation mit Energieunternehmen geplant.
Hessen rüstet sich gegen Blackouts: Diesel-Mangel bedroht Notstromversorgung, auch ländliche Heimpflege betroffen. Engere Kooperation mit Energieunternehmen geplant.
In Hessen werden die Vorbereitungen auf mögliche Blackouts intensiviert, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Nach den Erfahrungen eines kürzlichen Stromausfalls in Berlin, der 60 Stunden andauerte, trainiert jede Kommune in Hessen den Katastrophenschutz. Während in ländlichen Gebieten bereits einige Notstromversorgungen etabliert sind, bleibt die Heimpflege ohne ausreichende Unterstützung. Besonders besorgniserregend ist der Mangel an Diesel für Notstromaggregate, was die Achillesferse des gesamten Katastrophenschutzes darstellt.
Der Innenminister betont die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit mit Energieunternehmen, während Initiativen wie "Mehr Feuerwehr in der Schule" junge Menschen auf den Katastrophenschützdienst vorbereiten sollen. Trotz Investitionen in Geräte und Infrastruktur besteht weiterhin Nachholbedarf. Die Stadt Frankfurt hat damit begonnen, die Bevölkerung mit Kampagnen über mögliche Katastrophenszenarien aufzuklären. Die F.A.Z. unterstreicht die Relevanz des individuellen Engagements zur Vorsorge und Sensibilisierung der Bevölkerung.
E-Rezept-Umsetzung in Pflegeheimen: Digitale Lösungen gefordert
E-Rezept-Umsetzung in Pflegeheimen stockt: Fehlen praktikabler Lösungen zwingt Heime zu ineffizienten Methoden wie Faxversand statt digitaler Übermittlung.
E-Rezept-Umsetzung in Pflegeheimen stockt: Fehlen praktikabler Lösungen zwingt Heime zu ineffizienten Methoden wie Faxversand statt digitaler Übermittlung.
Immer noch gibt es erhebliche Schwierigkeiten beim E-Rezept für Pflegeheime, berichtet die Ärzte Zeitung. Obwohl seit dem 1. Juli Pflegedienste an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sein sollten, fehlen noch praktikable digitale Lösungen für heimversorgende Praxen, um E-Rezepte effizient zu übermitteln. Dies zwingt viele dazu, die Rezepte auszudrucken und per Fax zu versenden, was erhebliche Umstände verursacht. In einer Versammlung in Berlin forderten Delegierte, dass der Gesetzgeber und die gematik die Nutzung von KIM in allen Pflegeeinrichtungen ermöglichen, um eine digitale Übermittlung direkt an die Heime zu gewährleisten. Dennoch gibt es Widerstand; Dr. Susanne Bublitz betonte, eine Server-basierte Lösung sei einfacher. Die gematik hat zwar eine Spezifikation erstellt, doch die Praxissysteme haben sie noch nicht implementiert. Eine entscheidende Priorität bleibt die endgültige Abschaffung unzureichender Kommunikationsmittel wie Fax, so Bublitz‘ Resümee.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
19.09.2025
G-BA empfiehlt drei neue Versorgungsprojekte für Regelversorgung
G-BA empfiehlt drei neue Projekte zur Regelversorgung, um innovative Gesundheitsansätze schneller in den Alltag zu integrieren.
G-BA empfiehlt drei neue Projekte zur Regelversorgung, um innovative Gesundheitsansätze schneller in den Alltag zu integrieren.
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat kürzlich im Bereich der neuen Versorgungsformen drei zusätzliche Projekte für die Regelversorgung empfohlen. Dies geschah während einer Sitzung, die am vergangenen Freitag stattfand. Diese Entscheidung stellt einen weiteren Schritt zur Integration innovativer Ansätze in die reguläre Gesundheitsversorgung dar. Die vollständigen Details dieser Beschlüsse sind zugänglich für registrierte Nutzer der Plattform „aerztezeitung.de“.
Ärzteschaft kritisiert Pläne zur eigenverantwortlichen Medikamentenabgabe
Ärzte kritisieren Warkens Plan zur selbstständigen Medikamentenabgabe durch Apotheken und warnen vor Risiken für das Primärarztsystem.
Ärzte kritisieren Warkens Plan zur selbstständigen Medikamentenabgabe durch Apotheken und warnen vor Risiken für das Primärarztsystem.
Pläne der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, Apotheken die eigenverantwortliche Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel zu gestatten, stoßen auf breiten Widerstand in der Ärzteschaft. Ein gemeinsamer Offener Brief, unterzeichnet von der Bundesärztekammer, dem Marburger Bund und weiteren Standesorganisationen, richtet sich an die Ministerin, um diese Vorhaben zu überdenken. Die Ärzteschaft betont, dass solche Aufgaben ärztliche Qualifikationen erfordern und eine delegierte Abgabe medizinisch unsicher sei. Auch die Apotheker verweigern die Verantwortungsübernahme für derartige Praktiken. Die Standesorganisationen warnen zudem, dass solche Maßnahmen den koordinierten Ansatz im geplanten Primärarztsystem gefährden könnten. Dies berichtet die „Ärzte Zeitung“ (aerztezeitung.de).
BfArM veröffentlicht neue ICD-10-GM Version 2026 mit 53 Änderungen
BfArM präsentiert ICD-10-GM 2026: 53 Änderungen bei der Kodierung medizinischer Leistungen, von Infektionen bis Geriatrie, prägen die neue Version.
BfArM präsentiert ICD-10-GM 2026: 53 Änderungen bei der Kodierung medizinischer Leistungen, von Infektionen bis Geriatrie, prägen die neue Version.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die finale Fassung der ICD-10-GM Version 2026 veröffentlicht. Diese Version enthält 53 Änderungen und bildet zusammen mit dem Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) die Grundlage für die Kodierung und Vergütung medizinischer Leistungen. Die Änderungen umfassen wichtige Anpassungen in den Bereichen Infektionen, Diabetes und Geriatrie, beispielsweise bei Folgezuständen der Influenza und verschiedenen Formen des chronischen Fatigue-Syndroms. Ebenfalls neu ist ein Sekundärschlüssel für Komplikationen durch Fluorchinolone. Die Anpassungen werden überwiegend von medizinischen Fachgesellschaften und Gesundheitsorganisationen eingebracht, so die AOK auf ihrer Webseite.
Intensive Blutdrucksenkung kann Risiko kardiovaskulärer Ereignisse senken
Intensive Blutdrucksenkung senkt kardiovaskuläres Risiko um ein Viertel, wie eine Metaanalyse zeigt – potenziell wegweisend für Hypertoniebehandlungen.
Intensive Blutdrucksenkung senkt kardiovaskuläres Risiko um ein Viertel, wie eine Metaanalyse zeigt – potenziell wegweisend für Hypertoniebehandlungen.
Gemäß einer Metaanalyse, die auf 'aerztezeitung.de' veröffentlicht wurde, kann eine intensive Blutdrucksenkung bei den meisten Hypertonikern erhebliche Vorteile bringen. Bei einer Senkung des systolischen Blutdrucks unter 130 oder sogar 120 mmHg wird die Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse um ein Viertel reduziert. Die Studie hebt zudem hervor, dass diese Vorteile bei gleichzeitig akzeptablen Nebenwirkungen erzielt werden. Die Ergebnisse basieren auf einer Auswertung von sechs großen Studien, die die Auswirkungen verschiedener Blutdruckziele auf die kardiovaskuläre Gesundheit untersucht haben. Diese Erkenntnisse könnten richtungsweisend für die zukünftige Behandlung von Bluthochdruckpatienten sein.
Thüringen testet telemedizinische Versorgung in Pflegeheimen
Thüringen startet das Pilotprojekt „Carla“, um mit Telemedizin die Gesundheitsversorgung in Pflegeheimen zu verbessern und Praxen zu entlasten.
Thüringen startet das Pilotprojekt „Carla“, um mit Telemedizin die Gesundheitsversorgung in Pflegeheimen zu verbessern und Praxen zu entlasten.
In Thüringen startet ein telemedizinisches Pilotprojekt namens „Carla“, bei dem die Kassenärztliche Vereinigung zusammen mit Pflegeeinrichtungen die Gesundheitsversorgung von Pflegeheimbewohnern verbessert. Bis Herbst 2027 werden elf Arztpraxen und sechs Pflegeheime beteiligt. Ziel ist es, durch den Einsatz von Tablets und digitalen Untersuchungsgeräten eine schnelle medizinische Einschätzung bei gesundheitlichen Beschwerden zu ermöglichen, unnötige Notrufe zu vermeiden und die Praxen bei Hausbesuchen zu entlasten. Das Land finanziert die telemedizinische Ausstattung der Heime mit 154.000 Euro. Die Behandlungsfälle werden als Videosprechstunde abgerechnet. Laut KVT besteht der Vorteil des Projekts in einem effizienteren Austausch zwischen Heimen und Ärzten. „Carla“ könnte langfristig in die Regelversorgung übernommen werden, um insbesondere in strukturschwachen Regionen die medizinische Betreuung zu sichern. Rund 24.000 Pflegebedürftige leben in Thüringer Pflegeheimen, berichtet die ÄrzteZeitung.
Intensive Blutdrucksenkung reduziert kardiovaskuläre Ereignisse um 25 % bei Hypertonikern, Nebenwirkungen bleiben akzeptabel, zeigt Metaanalyse.
Intensive Blutdrucksenkung reduziert kardiovaskuläre Ereignisse um 25 % bei Hypertonikern, Nebenwirkungen bleiben akzeptabel, zeigt Metaanalyse.
Eine Metaanalyse von sechs großen Studien zeigt, dass eine intensive Blutdrucksenkung unter systolische Werte von 130 oder gar 120 mmHg bei den meisten Hypertonikern von Vorteil ist. Die kardiovaskulären Ereignisraten werden im Vergleich zu einer weniger intensiven Therapie um ein Viertel reduziert, während die Nebenwirkungen akzeptabel bleiben. Die Erkenntnisse unterstreichen den Nutzen intensiver Blutdruckkontrollen bei Bluthochdruckpatienten. (Quelle: Ärztezeitung)
Pflegeverband fordert weniger Bürokratie und mehr Kostentransparenz
Pflegeverband fordert weniger Bürokratie und Kostentransparenz, um Pflegeunternehmen mehr Spielraum zu ermöglichen, so Thomas Greiner im Interview.
Pflegeverband fordert weniger Bürokratie und Kostentransparenz, um Pflegeunternehmen mehr Spielraum zu ermöglichen, so Thomas Greiner im Interview.
Der Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege, Thomas Greiner, fordert von der Politik mehr Spielraum für private Pflegeunternehmen und weniger bürokratische Hürden. In einem Interview mit der Ärzte Zeitung spricht Greiner sich für eine "Kostenehrlichkeit" aus. Diese fordert er, um die tatsächlichen Kosten in der Pflege transparent zu machen und so bessere Entscheidungsgrundlagen zu bieten. Weiterhin zieht Greiner einen ungewöhnlichen Vergleich zur "Star Wars"-Filmreihe, um die komplexe Lage im Pflegebereich zu verdeutlichen. Die vollständige Analyse des Gesprächs bleibt jedoch registrierten Benutzern der Ärzte Zeitung vorbehalten.
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