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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.11.2025
Streeck stellt Verschreibung teurer Medikamente für Ältere infrage
CDU-Politiker Streeck hinterfragt die Verschreibung teurer Medikamente für Hochbetagte und sieht Einsparpotenzial im Gesundheitssystem.
CDU-Politiker Streeck hinterfragt die Verschreibung teurer Medikamente für Hochbetagte und sieht Einsparpotenzial im Gesundheitssystem.
Hendrik Streeck, CDU-Gesundheitspolitiker und Drogenbeauftragter der Bundesregierung, hat die Angemessenheit der Verschreibung teurer Medikamente an sehr alte Menschen infrage gestellt. Während einer Diskussion in der Talksendung "Meinungsfreiheit" auf Welt TV äußerte Streeck seine Besorgnis, dass die Bevölkerung das Gesundheitssystem zu ausgiebig in Anspruch nehme. Er sieht bei teuren Medikamenten für die ältere Bevölkerungsgruppe Einsparpotenziale und berichtete von persönlichen Erfahrungen im Fall seines verstorbenen Vaters. In den letzten Wochen dessen Lebens seien hohe Summen für neue Therapien ausgegeben worden, die seiner Meinung nach keinen Nutzen brachten. Diese Praxis wirft laut Streeck grundlegende Fragen zur medizinischen Selbstverwaltung auf. Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegt, in dem neben Ärzte- und Krankenkassenvertretern auch unparteiische Mitglieder sitzen. (Quelle: DER SPIEGEL)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
13.11.2025
Co-Living: Chance für Senioren in Wohnungsnot und bei Pflegebedarf
Co-Living bringt Senioren bezahlbaren Wohnraum und sozialen Anschluss, doch Vorsicht bei Verträgen außerhalb der EU, warnt die Verbraucherzentrale.
Co-Living bringt Senioren bezahlbaren Wohnraum und sozialen Anschluss, doch Vorsicht bei Verträgen außerhalb der EU, warnt die Verbraucherzentrale.
In Zeiten großer Wohnungsnot und steigender Miet- und Baupreise sind Co-Living-Modelle eine vielversprechende Lösung. Diese Wohnkonzepte bieten gemeinschaftliches Wohnen auf Zeit an, bei dem unterschiedlicher Wohnraum geteilt wird. Sowohl Senioren-WGs als auch Mehrgenerationenhäuser gewinnen an Beliebtheit, da sie nicht nur bezahlbaren Wohnraum schaffen, sondern auch sozialen Anschluss und gegenseitige Unterstützung bieten. Laut Verbraucherzentrale kann insbesondere für ältere Alleinstehende eine Wohngemeinschaft eine vorteilhafte Alternative darstellen. Etablierte Anbieter, oft in Kooperation mit Pflegediensten, organisieren häufig solche Senioren-WGs. Gleichzeitig mahnt die Verbraucherzentrale zur Vorsicht bei der Online-Buchung von Co-Living-Angeboten, speziell bei solchen außerhalb der EU, wo verbraucherfreundliche EU-Rechte nicht gelten. Kunden sollten immer die Vertragsbedingungen überprüfen, insbesondere Kosten und die Natur des Vertragspartners, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.11.2025
Polio-Wildviren in Hamburger Abwasser erstmals seit Jahrzehnten entdeckt
In Hamburg wurden erstmals seit Jahrzehnten Polio-Wildviren im Abwasser entdeckt, das Risiko gilt wegen hoher Impfquoten als gering, teilt die Gesundheitsbehörde mit.
In Hamburg wurden erstmals seit Jahrzehnten Polio-Wildviren im Abwasser entdeckt, das Risiko gilt wegen hoher Impfquoten als gering, teilt die Gesundheitsbehörde mit.
In Hamburg sind erstmals seit vielen Jahren Polio-Wildviren vom Typ 1 in einer Abwasserprobe nachgewiesen worden, wie die Gesundheitsbehörde der Hansestadt mitteilte. Polio-Wildviren kommen weltweit eigentlich nur in Afghanistan und Pakistan vor. In Deutschland wurden die Erreger lange nicht nachgewiesen. Das Risiko für die Bevölkerung wird aufgrund der hohen Impfquoten und des isolierten Nachweises im Abwasser als sehr gering eingeschätzt. Der letzte in Deutschland nachweislich durch Polio-Wildviren verursachte Poliomyelitis-Fall wurde 1990 erfasst. Abwasserproben aus deutschen Städten werden laufend durch das Robert Koch-Institut und das Umweltbundesamt untersucht. Eine genaue Bestimmung des Ursprungsortes des Virus ist nicht möglich, da es sich um eine Abwassersammelprobe aus Hamburg und teilweise angrenzenden Bundesländern handelt. Eine Verbindung zu den bereits zuvor in Deutschland nachgewiesenen, impfstoff-abgeleiteten Polio-Viren des Typs 2 besteht nicht. (Quelle: aerztezeitung.de)
Diabetes: Rascher Anstieg bei Jüngeren treibt Kosten auf 36 Mrd. Euro
Diabetes bei Jüngeren steigt rapide an, treibt Kosten auf 36 Mrd. Euro – Experten fordern verstärkte Prävention trotz technologischer Fortschritte.
Diabetes bei Jüngeren steigt rapide an, treibt Kosten auf 36 Mrd. Euro – Experten fordern verstärkte Prävention trotz technologischer Fortschritte.
Die steigenden Diabetes-Prävalenzen und die damit verbundenen hohen Folgekosten stellen eine ernsthafte Herausforderung dar, obwohl es bei Diagnostik und Therapie Fortschritte gibt. Laut dem aktuellen Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2026 sind mittlerweile mindestens 9,3 Millionen Deutsche an Diabetes Typ 2 erkrankt, ergänzt durch etwa 35.000 Kinder und Jugendliche sowie 340.000 Erwachsene mit Typ-1-Diabetes. Nach einem temporären Rückgang der Inzidenzraten kam es zuletzt vor allem bei den unter 50-Jährigen zu einem Anstieg der Diagnosen. Die Kosten der Behandlung belaufen sich auf 36 Milliarden Euro jährlich, was Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz vier positioniert. Die Autoren des Berichts, darunter die Präsidentin der Deutschen Diabetes Gesellschaft, Professor Julia Szendrödi, und Dr. Jens Kröger von diabetesDE, fordern mehr Prävention. Trotz der Herausforderungen gibt es durch Innovationen in der Medizintechnik, wie Insulinpumpen und CGM-Systeme, auch Grund zur Hoffnung. (Quelle: aerztezeitung.de)
Charité eröffnet KI-Institut zur Verbesserung der Patientenversorgung
Charité eröffnet KI-Institut, um Patientenversorgung durch innovative KI-Tools zu verbessern und Krankenhauspersonal zu entlasten.
Charité eröffnet KI-Institut, um Patientenversorgung durch innovative KI-Tools zu verbessern und Krankenhauspersonal zu entlasten.
An der Charité in Berlin wurde kürzlich ein Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin etabliert. Dieses Institut zielt darauf ab, KI-Tools nicht nur zu erforschen und zu entwickeln, sondern auch in die klinische Versorgung zu überführen. Wie Professor Alexander Meyer, der das Institut leitet und die Professur für KI in der Medizin innehat, betonte, soll die Initiative eine messbar bessere Patientenversorgung bewirken und zudem das Krankenhauspersonal entlasten. Die interdisziplinären Arbeiten am Institut umfassen auch die Tätigkeit von Professor Gregoire Montavon, dem Inhaber der BIFOLD-Charité-Professur für Maschinelles Lernen. Ziel ist es, eine KI-Strategie für die Berliner Universitätsmedizin zu formulieren und die notwendigen Strukturen für den breiten KI-Einsatz zu schaffen. Die Informationen entstammen einem Bericht der "Ärzte Zeitung".
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.11.2025
Hausärztemangel in Baden-Württemberg: Erfolgreiche Bewältigung vor Ort
Hausärztemangel gemeistert: In Baden-Württemberg gelingt die Bewältigung durch lokale Maßnahmen und Zusammenarbeit trotz vakanten Sitzen.
Hausärztemangel gemeistert: In Baden-Württemberg gelingt die Bewältigung durch lokale Maßnahmen und Zusammenarbeit trotz vakanten Sitzen.
Deutschland steht vor einer Herausforderung durch den Mangel an Hausärzten, besonders im Beispiel Baden-Württemberg, wo 13 von 23 Hausarztsitzen in einem Sprengel vakant sind. Dennoch ist es den Akteuren vor Ort gelungen, diese Krise zu bewältigen. Die Details, wie dies erreicht wurde, sind in dem vollständigen Beitrag auf aerztezeitung.de zu lesen. Dort finden sich auch weitere Berichte und Kommentare zu aktuellen Themen aus der Gesundheitsbranche.
Studie: Langzeitgebrauch von Melatonin erhöht Herzinsuffizienz-Risiko
Langzeitgebrauch von Melatonin kann Herzinsuffizienz-Risiko erhöhen, warnt neue Studie, und betont die Notwendigkeit einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung.
Langzeitgebrauch von Melatonin kann Herzinsuffizienz-Risiko erhöhen, warnt neue Studie, und betont die Notwendigkeit einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung.
Eine kürzlich beim amerikanischen Herzkongress vorgestellte Studie, die von der "Ärzte Zeitung" berichtet wurde, zeigt einen alarmierenden Zusammenhang zwischen der Langzeitbehandlung von Schlafstörungen mit dem Hormon Melatonin und der Entwicklung einer Herzinsuffizienz. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass der fortdauernde Einsatz von Melatonin als Schlafmittel möglicherweise das Risiko für die Entstehung von Herzinsuffizienz erhöht. Kardiologen warnen vor der unkritischen Einnahme des Hormonersatzes und raten zu einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung bei der Behandlung von Schlafproblemen mit Melatonin. Diese Erkenntnisse erfordern weitere Studien, um den genauen Mechanismus zu verstehen und um gezielte Empfehlungen geben zu können.
Probleme beim Austausch von eHBA und Konnektoren im Fokus der gematik
Die gematik untersucht Schwierigkeiten bei medisign beim Austausch von eHBA und Konnektoren, die bis Jahresende in Arztpraxen erneuert werden müssen.
Die gematik untersucht Schwierigkeiten bei medisign beim Austausch von eHBA und Konnektoren, die bis Jahresende in Arztpraxen erneuert werden müssen.
Bis zum Jahresende müssen bestimmte elektronische Heilberufsausweise (eHBA), SMC-B-Karten und Konnektoren in Arztpraxen ausgetauscht werden. Die gematik hat dabei Probleme bei dem Anbieter medisign genauer ins Visier genommen, wie aus einem Bericht der Ärzte Zeitung hervorgeht. Sowohl das Ministerium als auch die gematik beobachten die Schwierigkeiten, die sich im Zuge des notwendigen Austausches ergeben haben. Arztpraxen sind angehalten, die entsprechenden Anträge zeitnah zu stellen, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.11.2025
Streeck kritisiert Verschwendung: Medikamente für sehr Alte überdenken
CDU-Politiker Streeck kritisiert im TV die Verschwendung teurer Medikamente für Hochbetagte und fordert eine Reform der Ressourcenverteilung im Gesundheitssystem.
CDU-Politiker Streeck kritisiert im TV die Verschwendung teurer Medikamente für Hochbetagte und fordert eine Reform der Ressourcenverteilung im Gesundheitssystem.
Der CDU-Gesundheitspolitiker Hendrik Streeck hat in der Talksendung »Meinungsfreiheit« auf Welt TV die Verschwendung im Gesundheitssystem kritisiert. Seiner Ansicht nach soll überprüft werden, ob es sinnvoll ist, sehr alten Menschen teure Medikamente zu verschreiben. Streeck bemängelte den verschwenderischen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. Er teilte auch persönliche Erfahrungen mit, indem er erklärte, dass vor dem Tod seines an Lungenkrebs erkrankten Vaters hohe Ausgaben für neue Therapien getätigt wurden, ohne dass diese Ergebnisse brachten. Streeck meinte, solche Entscheidungen sollten in die medizinische Selbstverwaltung fließen. Die Quellenangabe verweist auf den SPIEGEL.
Individuelle Therapie bei Diabetes-Fuß: Bessere Ergebnisse für Senioren
Individuelle Therapie bei diabetischem Fuß: Für Senioren können maßgeschneiderte Ansätze bessere Ergebnisse bieten als standardisierte Methoden.
Individuelle Therapie bei diabetischem Fuß: Für Senioren können maßgeschneiderte Ansätze bessere Ergebnisse bieten als standardisierte Methoden.
Ein Vorgehen nach Schema F ist bei geriatrischen Patienten mit diabetischem Fußulkus kaum möglich, heißt es auf aerztezeitung.de. Stattdessen sollte die Behandlung auf die individuellen Wünsche der Betroffenen abgestimmt werden. Konservative Methoden bieten dabei eine schonendere Therapiemöglichkeit. Dies ist besonders wichtig, da ältere Patienten oft mehrere Vorerkrankungen und spezielle Bedürfnisse haben. Durch individuelle Anpassungen in der Therapie lassen sich bessere Ergebnisse erzielen, als ein standardisiertes Vorgehen das könnte.
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