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Finanzen und Versicherung
02.03.2026
Kritische Lage der sozialen Pflegeversicherung – Reformen nötig bis 2027
Die soziale Pflegeversicherung steht vor finanziellen Herausforderungen: Eine Reform ist bis 2027 unerlässlich, um drohende Defizite abzuwenden.
Die soziale Pflegeversicherung steht vor finanziellen Herausforderungen: Eine Reform ist bis 2027 unerlässlich, um drohende Defizite abzuwenden.
In Berlin wird zunehmend um die Zukunft der sozialen Pflegeversicherung (SPV) gebangt. Die Finanzlage erweist sich als kritisch, warnte Oliver Blatt vom GKV-Spitzenverband gegenüber der dpa. Trotz staatlicher Hilfen verzeichnete die Versicherung 2025 nur eine knappe schwarze Null, bedingt durch ein Darlehen in Höhe von 500 Millionen Euro. Für 2026 wird ein Defizit von 2,8 Milliarden Euro prognostiziert, während es 2027 sogar rund fünf Milliarden Euro betragen könnte. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer umfassenden Pflegereform, die 2027 umgesetzt werden soll. Sowohl der PKV-Verband als auch Vertreter von Pflege- und Sozialverbänden fordern rasches Handeln, um strukturelle Defizite zu beseitigen und die Umlagefinanzierung zu stabilisieren. Laut Dr. Florian Reuther vom PKV-Verband ist eine schnelle Stabilisierung der Beitragssätze notwendig, um die Generationengerechtigkeit zu wahren. Besonderes Augenmerk liegt auf der Reduzierung der Zuschläge für Heimbewohner und der Förderung privater sowie betrieblicher Vorsorge. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
02.03.2026
Poliklinik-Modell könnte Ärztemangel in ländlichen Gebieten lindern
Das Poliklinik-Modell in Halle könnte Ärztemangel auf dem Land lindern, indem es bürokratische Lasten senkt und effizientere Patientenversorgung ermöglicht.
Das Poliklinik-Modell in Halle könnte Ärztemangel auf dem Land lindern, indem es bürokratische Lasten senkt und effizientere Patientenversorgung ermöglicht.
In der Poliklinik Halle arbeiten angestellte Ärzte verschiedener Fachrichtungen unter einem Dach, was Bürokratie reduziert und mehr Zeit für die Patienten schafft. Dieses Modell könnte helfen, Versorgungslücken in ländlichen Gebieten zu schließen, wo es zunehmend schwerer wird, Praxen zu besetzen. Gabriele Rasch, die seit Jahren an diesem Ort arbeitet, schätzt die Unterstützung durch Verwaltungskräfte bei der Abrechnung und die kollegiale Zusammenarbeit. Der Burgenlandkreis plant mit Landeshilfe ein ähnliches Versorgungszentrum, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken. Die ärztliche Leiterin der Poli Reil, Dr. Sybille Schmidt-Fritzsching, hebt die Vorteile einer engen Vernetzung hervor. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne erachtet solche Modelle als zentral für die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung. (Quelle: aerztezeitung.de)
Zeckengefahr steigt: FSME-Fälle in Deutschland auf Rekordhoch 2025
Zeckengefahr steigt: FSME-Fälle in Deutschland 2025 auf Rekordhoch. Vor allem Bayern und Baden-Württemberg stark betroffen. Experten empfehlen Impfung.
Zeckengefahr steigt: FSME-Fälle in Deutschland 2025 auf Rekordhoch. Vor allem Bayern und Baden-Württemberg stark betroffen. Experten empfehlen Impfung.
Seit 2016 ist eine ganzjährige Aktivität von Zecken in Deutschland zu beobachten, was zu hohen Fallzahlen von FSME-Erkrankungen führt. Forscher des Robert Koch-Instituts berichten, dass 2025 mit 693 FSME-Fällen die dritthöchste Zahl seit 2001 erreicht wurde. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, die etwa 85 Prozent aller Erkrankungen verzeichnen, ist das Risiko besonders hoch. Erstmals gehören auch Nordsachsen und Halle (Saale) zu den Risikogebieten. Die Hauptursache für die steigenden Infektionszahlen sieht die Parasitologin Ute Mackenstedt im Klimawandel, der zu milden Wintern führt, und empfiehlt verstärkte Impfanstrengungen. 98 Prozent der Erkrankten 2025 waren nicht oder nur unzureichend geimpft. (Quelle: Ärzte Zeitung)
"DRK bietet Erste-Hilfe-Kurs für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz"
Das DRK Frankfurt startet Kurse zur psychischen Ersten Hilfe am Arbeitsplatz, um Kollegen im Umgang mit psychischen Erkrankungen zu unterstützen.
Das DRK Frankfurt startet Kurse zur psychischen Ersten Hilfe am Arbeitsplatz, um Kollegen im Umgang mit psychischen Erkrankungen zu unterstützen.
Depression, Burnout oder Schizophrenie – mit diesen psychischen Erkrankungen können Mitarbeiter am Arbeitsplatz konfrontiert werden. Jeder vierte Erwachsene erlebt im Laufe eines Jahres eine psychische Störung. Allerdings nimmt nur die Hälfte professionelle Hilfe in Anspruch, so eine Studie des Robert-Koch-Instituts, berichtet die FAZ. Das Deutsche Rote Kreuz in Frankfurt sieht Handlungsbedarf und bietet einen „Erste-Hilfe-Kurs für die Psyche“ an. Geleitet wird dieser von Carmen Scharf. Ziel des Kurses ist es, Menschen im Berufsleben zu befähigen, Verhaltensänderungen bei Kollegen empathisch einzuschätzen und auf Hilfsmöglichkeiten hinzuweisen. Besonders wichtig ist es, die Akzeptanz psychischer Erkrankungen zu fördern. Der Kurs, der sowohl intern als auch extern angeboten wird, richtet sich an Mitarbeiter in Personalabteilungen, Führungskräfte und Kollegen. Veranstaltungen finden am 18. April und 13. Juni für Interessierte, sowie am 14. April und 17. Juli für Fachkräfte statt.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
01.03.2026
„Palliativbegleiterin Deckert: Balance von Nähe und Distanz entscheidend“
Palliativbegleiterin Hella Deckert betont die Wichtigkeit der Balance von Nähe und Distanz im Umgang mit Patienten, um deren Bedürfnisse zu erfüllen.
Palliativbegleiterin Hella Deckert betont die Wichtigkeit der Balance von Nähe und Distanz im Umgang mit Patienten, um deren Bedürfnisse zu erfüllen.
Der Umgang mit Palliativpatientinnen und -patienten erfordert mentale Stärke, Präsenz und Ehrlichkeit, wie Palliativbegleiterin Hella Deckert im Interview mit der Ärzte Zeitung betont. Sie warnt davor, gut gemeinte Aufmunterungen auszusprechen, da diese oft fehl am Platz sein können. Auch die professionelle Distanz zu wahren, sei im Umgang mit Sterbenden ebenso notwendig wie gleichzeitig menschliche Nähe zuzulassen. Dies stellt Praxen vor besondere Herausforderungen und erfordert ein ausgewogenes Verhältnis von Nähe und Distanz. Hella Deckert hebt hervor, dass der Einsatz von Struktur in der Palliativversorgung eine zentrale Rolle spielt, um den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. Diese Aspekte sind essenziell, um eine qualitativ hochwertige Begleitung zu gewährleisten, in welcher die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt stehen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.02.2026
G-BA-Chef Hecken erwägt nach 14 Jahren vorzeitigen Rücktritt
G-BA-Chef Josef Hecken zieht vorzeitigen Rücktritt in Betracht. Nach 14 Jahren könnte er die Leitung der wichtigen Gesundheitsinstitution abgeben.
G-BA-Chef Josef Hecken zieht vorzeitigen Rücktritt in Betracht. Nach 14 Jahren könnte er die Leitung der wichtigen Gesundheitsinstitution abgeben.
Professor Josef Hecken, seit 14 Jahren unparteischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), denkt darüber nach, seinen Posten vorzeitig zu verlassen. Diese Überlegung erfolgt auf seinen eigenen Wunsch, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Heckens vorzeitiger Rücktritt wäre bedeutsam, zumal er viele Jahre an der Spitze einer der wichtigsten Institutionen im Gesundheitswesen gestanden hat. Der G-BA spielt eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung Deutschlands, indem er unter anderem über den Zusatznutzen von Medikamenten und Impfempfehlungen entscheidet. Die Gründe für Heckens mögliche Entscheidung sind noch unklar, könnten jedoch mit den zahlreichen Herausforderungen und Wandlungsprozessen im Gesundheitswesen zusammenhängen.
Erwachsenenmedizin: Anpassung bei Mukoviszidose-Betreuung nötig
Deutschlands Erwachsenenmedizin muss sich anpassen: Immer mehr ältere Mukoviszidose-Patienten benötigen spezialisierte, interdisziplinäre Betreuung.
Deutschlands Erwachsenenmedizin muss sich anpassen: Immer mehr ältere Mukoviszidose-Patienten benötigen spezialisierte, interdisziplinäre Betreuung.
Die medizinische Betreuung von Erwachsenen mit Mukoviszidose muss sich anpassen, da immer mehr Betroffene ein hohes Alter erreichen. Aktuell ist die Erwachsenenmedizin in Deutschland nicht ausreichend auf die speziellen Bedürfnisse dieser Patientengruppe eingestellt. Komplikationen und altersassoziierte Krankheiten erfordern eine interdisziplinäre Versorgung, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Dies berichtet die Ärzte Zeitung, die darauf hinweist, dass eine altersgerechte Anpassung der Versorgung dringend notwendig ist, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Studie: RSV birgt kardiorespiratorische Risiken in postakuter Phase
Studie zeigt: RSV birgt auch nach der akuten Infektion kardiorespiratorische Risiken und könnte langfristige Komplikationen verursachen.
Studie zeigt: RSV birgt auch nach der akuten Infektion kardiorespiratorische Risiken und könnte langfristige Komplikationen verursachen.
Eine retrospektive Beobachtungsstudie hat sich damit beschäftigt, wie Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) kardiorespiratorische Probleme in der postakuten Phase verursachen können, so berichtet "Ärzte Zeitung". Diese Untersuchung deutet darauf hin, dass RSV auch nach der akuten Infektionsphase erhebliche Risiken für kardiorespiratorische Komplikationen birgt. Der vollständige Bericht ist auf der Website der "Ärzte Zeitung" nach Anmeldung zugänglich.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
26.02.2026
Praxisschließungen in Hamburg: Tausende Patienten betroffen
Hamburgs Praxisschließungen: Tausende Patienten müssen neue Ärzte finden, da die MVZ-Kette Miamedes ihre Türen schließt.
Hamburgs Praxisschließungen: Tausende Patienten müssen neue Ärzte finden, da die MVZ-Kette Miamedes ihre Türen schließt.
Der Bericht über Praxisschließungen der MVZ-Kette Miamedes hat in Hamburg Besorgnis ausgelöst, da möglicherweise mehrere tausend Patienten gezwungen sein könnten, sich nach neuen Arztpraxen umzusehen. Die Schließungen sind von versorgungspolitischer Relevanz für die Stadt. Laut der Ärzte Zeitung können sich betroffene Patienten und Angehörige darüber informieren, wie sich die aktuelle Situation entwickelt.
Initiative: Gesundheit soll als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen werden
Die Initiative zur Aufnahme von Gesundheit als Staatsziel ins Grundgesetz könnte Prävention stärken und staatliche Gesundheitssicherung ermöglichen.
Die Initiative zur Aufnahme von Gesundheit als Staatsziel ins Grundgesetz könnte Prävention stärken und staatliche Gesundheitssicherung ermöglichen.
Die Betriebskrankenkasse mkk hat zusammen mit dem Gesundheitswissenschaftler Ingo Froböse eine Petition beim Bundestag eingereicht, um Prävention als verfassungsrechtliches Ziel im Grundgesetz zu verankern. Laut der mkk sollte Gesundheit nicht nur als Teil der Versorgung betrachtet werden, sondern als staatlicher Auftrag, den es zu schützen gilt. Die Kasse schlägt eine Ergänzung von Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes vor, die ein Recht auf körperliche, geistige und seelische Gesundheit einführt und damit staatliche Maßnahmen zur Gesundheitssicherung rechtfertigen soll. Dies sei notwendig, um den Flickenteppich aus unterschiedlichen Zuständigkeiten und unkoordinierter Mittelverteilung zu beseitigen. Unterstützt durch ein Positionspapier, das der Ärzte Zeitung vorliegt, fordert mkk-Vorständin Andrea Galle mutige politische Maßnahmen zur Förderung gesunder Lebensverhältnisse wie Zuckersteuer und Alkoholabgaben. Der Bundestags-Petitionsausschuss soll die Initiative "Gesundheit gehört ins Grundgesetz" bald prüfen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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