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Digitalisierung und Technologie
06.03.2026
Anmeldefrist für NIS-2-Registrierung endet heute - Unsicherheit bleibt
Heute endet die Anmeldefrist für die NIS-2-Registrierung beim BSI, doch viele Unternehmen, darunter zahlreiche MVZs, sind unsicher und überfordert.
Heute endet die Anmeldefrist für die NIS-2-Registrierung beim BSI, doch viele Unternehmen, darunter zahlreiche MVZs, sind unsicher und überfordert.
Am heutigen Freitag endet die Anmeldefrist für Unternehmen, sich als NIS-2-relevant beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu registrieren, berichtet die Ärzte Zeitung. Rund 30.000 deutsche Firmen aus 18 Branchen, darunter etwa 1.000 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Berufsausübungsgemeinschaften (BAG), müssen sich registrieren. Kriterien sind entweder mehr als 50 Mitarbeiter oder ein Jahresumsatz über zehn Millionen Euro. Bis Ende Februar haben sich erst 4.856 Unternehmen angemeldet. Die BSI erwartet, dass viele Unternehmen ihre Registrierungen im ersten Halbjahr 2026 nachholen. Jedoch sind viele überfordert, da es an branchenspezifischer Unterstützung mangelt und das BSI sein Portal erst im Januar freischaltete. Ob Bußgelder verhängt werden, ist ungewiss, denn die Anmeldefrist soll nicht verlängert werden.
Arzt der MHH unter Mordverdacht: Ermittlungen in drei Todesfällen
Ein Arzt der MHH steht unter Mordverdacht: Er soll drei schwer kranke Patienten mit Medikamenten getötet haben. Ermittlungen laufen seit 2022.
Ein Arzt der MHH steht unter Mordverdacht: Er soll drei schwer kranke Patienten mit Medikamenten getötet haben. Ermittlungen laufen seit 2022.
Ein Mediziner der Medizinischen Hochschule Hannover steht im Verdacht, schwer kranke Patienten mit Medikamenten getötet zu haben. Der 49-jährige Arzt befindet sich in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Hannover mitteilte. Ihm wird vorgeworfen, an drei Fällen beteiligt zu sein: im Mai 2019, Juni 2020 und März 2025. Die Ermittlungen laufen seit letztem Jahr. Die MHH suspendierte ihn nach internen Untersuchungen und zeigte ihn bei der Staatsanwaltschaft an. In einem Fall soll der Arzt einer älteren, schwer kranken Frau in einer Demenz-WG hohe Dosen Morphin verabreicht haben. Zwei weitere Todesfälle ereigneten sich auf der Intensivstation der MHH, bei denen der Arzt verdächtigt wird, die Therapie abgebrochen und die Patienten getötet zu haben. Die MHH kooperiert bei den Ermittlungen und betont ihre Priorität der Patientensicherheit. Zuerst berichtete die „Bild“ über den Fall. (Quelle: aerztezeitung.de)
Brandenburg plant „Polikliniken Deluxe“, um trotz Klinikreform die medizinische Versorgung auf dem Land zu sichern. Entscheidung im Bundestag steht noch aus.
Brandenburg plant „Polikliniken Deluxe“, um trotz Klinikreform die medizinische Versorgung auf dem Land zu sichern. Entscheidung im Bundestag steht noch aus.
Die Klinikreform in Brandenburg gefährdet viele bestehende Krankenhäuser, da zahlreiche Einrichtungen nun in Frage gestellt werden. Um die Gesundheitsversorgung in der Region zu sichern, plant Gesundheitsministerin Britta Müller bestimmte Standorte als „Polikliniken Deluxe“ zu erhalten. Die geplante Reform wird dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt. Dies soll sicherstellen, dass trotz der Umstrukturierungen eine adäquate medizinische Versorgung auf dem Land sichergestellt wird. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
06.03.2026
G-BA vereinfacht Pneumokokken-Impfung: Besserer Zugang für Risikogruppen
Der G-BA erleichtert die Pneumokokken-Impfung für Risikogruppen mit vereinfachten Richtlinien, um den Zugang zu lebenswichtigen Schutzimpfungen zu verbessern.
Der G-BA erleichtert die Pneumokokken-Impfung für Risikogruppen mit vereinfachten Richtlinien, um den Zugang zu lebenswichtigen Schutzimpfungen zu verbessern.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine Anpassung der Richtlinien zur Pneumokokken-Indikationsimpfung beschlossen. Das Impfverfahren wird vereinfacht und bald in der Schutzimpfungs-Richtlinie entsprechend dargestellt. Diese Änderung zielt darauf ab, die Indikationsimpfung gegen Pneumokokken-Infektionen zugänglicher zu gestalten, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Anpassungen in der Gesundheitsprävention erfordern stets eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen, wobei der G-BA regelmäßig bestehende Richtlinien evaluiert und modifiziert. Diese Neuerung könnte insbesondere für Risikopersonen einen leichteren Zugang zu wichtigen Impfungen gewährleisten.
Gesundheitsministerin fordert umfassende Präventionsstrategie in Deutschland
Gesundheitsministerin Nina Warken fordert eine umfassende Präventionsstrategie gegen steigende Krankheitskosten und ruft zur Einbeziehung aller Akteure auf.
Gesundheitsministerin Nina Warken fordert eine umfassende Präventionsstrategie gegen steigende Krankheitskosten und ruft zur Einbeziehung aller Akteure auf.
Prävention nimmt in der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte in Deutschland eine zentrale Rolle ein, wie der kürzlich abgehaltene Präventionsgipfel des AOK-Bundesverbandes in Berlin zeigt. Gesundheitsministerin Nina Warken betonte die Notwendigkeit, das Potenzial zur Krankheitsvermeidung besser zu nutzen. Laut der Quelle steht Deutschland unter Druck, da steigende Sozialbeiträge und hohe Krankheitskosten das System belasten. AOK-Vorständin Dr. Carola Reimann sieht in einer priorisierten Präventionspolitik die Möglichkeit, mehr gesunde Lebensjahre und ein stabileres Gesundheitssystem zu erreichen. Warken sprach sich für eine umfassende Präventionsstrategie und die Einbeziehung aller relevanten Akteure aus, um nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes effektiver zu vermeiden. Die Zersplitterung der Präventionslandschaft wurde als Herausforderung hervorgehoben. Warken unterstützt Diskussionen zu Abgaben auf ungesunde Lebensmittel, wobei sie betont, dass die Politik bisher nicht genug präventive Maßnahmen umgesetzt habe, obwohl Bürger dies wollen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
04.03.2026
Brandenburg: Neues Superministerium für Arbeit und Gesundheit vorgestellt
Brandenburg stellt neues Superministerium für Arbeit und Gesundheit vor, mit René Wilke an der Spitze, um Gesundheitsversorgung und Long-COVID-Versorgung zu stärken.
Brandenburg stellt neues Superministerium für Arbeit und Gesundheit vor, mit René Wilke an der Spitze, um Gesundheitsversorgung und Long-COVID-Versorgung zu stärken.
Die neue rot-schwarze Koalition in Brandenburg, bestehend aus SPD und CDU, plant die Einführung eines "Superministeriums" für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dies wurde bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags in Potsdam bekanntgegeben. Das Gesundheitsressort soll zukünftig vom bisherigen SPD-Innenminister René Wilke geleitet werden. Die Koalition, die nach dem Scheitern der SPD/BSW-Regierung gebildet wurde, setzt einen klaren Schwerpunkt auf die Gesundheitspolitik. Hierzu zählen die Sicherung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung und die Umstrukturierung von Krankenhausstandorten zu regionalen Gesundheitszentren wie Polikliniken. Sektorenübergreifende Versorgungsangebote sollen ausgeweitet und gesetzlich verankert werden, während die Versorgung von Long-COVID-Patienten optimiert werden soll. Die Meldung stammt von der 'Ärzte Zeitung', Stand: 4. März 2026.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Häufigste Todesursache bei Frauen 2024
Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren 2024 die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland, mit 35,4% der Todesfälle laut Statistischem Bundesamt.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren 2024 die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland, mit 35,4% der Todesfälle laut Statistischem Bundesamt.
Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie Herzinfarkt oder Vorhofflimmern, waren 2024 die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt entfielen 35,4 Prozent der Todesfälle bei Frauen auf diese Erkrankungen, was 178.742 Frauen entspricht. Bei den Männern waren es 160.470 Todesfälle, also 31,9 Prozent. Herz-Kreislauf-Krankheiten führten zudem bei beiden Geschlechtern häufig zu stationären Krankenhausaufenthalten: 12,8 Prozent der Patientinnen und 16,9 Prozent der Patienten wurden deshalb eingeliefert. Häufige Todesursache war auch Krebs, der bei 21,1 Prozent der Frauen und 24,6 Prozent der Männer zum Tod führte. Die Lebenswerwartung betrug 2024 bei Frauen durchschnittlich 83,5 Jahre und bei Männern 78,9 Jahre, beeinflusst durch Faktoren wie Tabakkonsum und Ernährung. Das Bundesamt veröffentlichte die Zahlen anlässlich des Weltfrauentags am 8. März. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Neue Regelungen vereinfachen Zugang zu Verhinderung- und Kurzzeitpflege
Ab Juli 2025 ermöglichen neue Regelungen flexible Nutzung von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege mit einem gemeinsamen Budget von 3.539 Euro jährlich.
Ab Juli 2025 ermöglichen neue Regelungen flexible Nutzung von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege mit einem gemeinsamen Budget von 3.539 Euro jährlich.
Seit dem 1. Juli 2025 vereinfachen neue Regelungen den Zugang zu Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege. Beide Leistungen werden nun in einem gemeinsamen Jahresbetrag von 3.539 Euro zusammengefasst, der individuell und flexibel genutzt werden kann. Damit entfällt die Notwendigkeit, Beträge zwischen den beiden Pflegeformen hin- und herzuschieben. Neu ist zudem, dass das Entlastungsbudget direkt ab Feststellung des Pflegegrades zur Verfügung steht. Die Verhinderungspflege kann nun bis zu acht Wochen im Jahr in Anspruch genommen werden, im Gegensatz zu den bisherigen sechs Wochen. Auch der Lohn für nicht erwerbstätige Verwandte wurde angehoben. Pflegebedürftige müssen bei ihrer Pflegekasse lediglich angeben, welche Leistung sie in Anspruch nehmen möchten, um die Abrechnung korrekt durchzuführen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine sorgfältige Planung und Beratung bei der Pflegekasse hinsichtlich der Beantragung dieser Leistungen.
Studie: Gezielte Ansprache kann Krankenkosten von 82 Mrd. Euro senken
Eine gezielte Ansprache kann die Krankentage senken und Arbeitgeber bis zu 82 Mrd. Euro sparen, zeigt eine FAZ-Studie von Timo Vogelsang.
Eine gezielte Ansprache kann die Krankentage senken und Arbeitgeber bis zu 82 Mrd. Euro sparen, zeigt eine FAZ-Studie von Timo Vogelsang.
Ein Krankentag kostet Arbeitgeber im Durchschnitt etwa 400 Euro. Laut einer Analyse der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beliefen sich die Ausgaben der Arbeitgeber für krankheitsbedingte Ausfälle im Jahr 2024 auf etwa 82 Milliarden Euro. Der Wirtschaftswissenschaftler Timo Vogelsang stellte fest, dass eine direkte Ansprache der Mitarbeitenden die Zahl der Krankentage senken kann. In einer Studie wurde aufgezeigt, dass ein Schreiben an die Mitarbeitenden, das die Gesundheit priorisiert und neutral über die eigenen Krankenstände im Vergleich zu anderen informierte, ohne Kritik oder Drohungen zu äußern, Orientierung bot und soziale Normen sichtbar machte. Quelle: FAZ.
Vorhaltepauschalen: Finanzanreize fördern Kooperation mit Pflegeheimen
Neue Vorhaltepauschalen bieten finanzielle Anreize für Kooperationen mit Pflegeheimen und fördern so den besseren Austausch und die Verbesserung der Patientenversorgung.
Neue Vorhaltepauschalen bieten finanzielle Anreize für Kooperationen mit Pflegeheimen und fördern so den besseren Austausch und die Verbesserung der Patientenversorgung.
Kooperationsverträge mit Pflegeheimen sind durch die neue Vorhaltepauschale stärker in den Fokus gerückt. Zwei Hausärzte haben über ihre Erfahrungen berichtet und darauf hingewiesen, dass diese Verträge den Fallwert erheblich steigern können. Vorhaltepauschalen bieten Praxen finanzielle Vorteile, da sie eine nahezu konstante finanzielle Basis für die Zusammenarbeit mit Pflegeeinrichtungen schaffen. Das Interesse an solchen Vereinbarungen nimmt zu, da sie sowohl zur besseren Patientenversorgung als auch zur Optimierung der Praxisabläufe beitragen können, berichtet die Ärztezeitung.
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