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Pflegepolitik und Recht
16.05.2025
G-BA beschließt Rechenregeln für Qualitätssicherung 2025 in Pflege
Der G-BA hat die Rechenregeln zur Qualitätssicherung 2025 verabschiedet, um Pflegeeinrichtungen datenbasiert zu vergleichen. Start: 15. Mai 2025.
Der G-BA hat die Rechenregeln zur Qualitätssicherung 2025 verabschiedet, um Pflegeeinrichtungen datenbasiert zu vergleichen. Start: 15. Mai 2025.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die endgültigen Rechenregeln für die datengestützte einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung für das Auswertungsjahr 2025 beschlossen. Dieser Beschluss betrifft die Verfahren 3 sowie 5 bis 15 und trat mit seinem Beschlussdatum am 15. Mai 2025 in Kraft. Die Richtlinie zielt darauf ab, die Qualität über Einrichtungsgrenzen hinweg zu sichern und basiert auf einer umfassenden Datenerhebung. Hierbei spielt der Unterausschuss Qualitätssicherung eine zentrale Rolle. Weitere Informationen sind beim G-BA erhältlich.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
16.05.2025
Enge Zusammenarbeit in Westfalen-Lippe verbessert Palliativversorgung
In Westfalen-Lippe zeigt die ambulante Palliativversorgung, wie enge Zusammenarbeit die Patientenversorgung optimiert und ein Vorbild für die Regelversorgung sein kann.
In Westfalen-Lippe zeigt die ambulante Palliativversorgung, wie enge Zusammenarbeit die Patientenversorgung optimiert und ein Vorbild für die Regelversorgung sein kann.
Um eine Patientenversorgung aus einem Guss und ohne Brüche zu verwirklichen, sind viele Voraussetzungen nötig. Eine ist unabdingbar: die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Akteure. In der Region Westfalen-Lippe dient die ambulante Palliativversorgung als Vorbild für die Regelversorgung, berichtete die Ärzte Zeitung. Experten betonen, dass geeignete Rahmenbedingungen, einschließlich der Vergütung, erforderlich sind, damit Kliniken nicht nur nebenher ambulante Leistungen anbieten. Zudem wird erwartet, dass die Arbeit in interprofessionellen Teams zunehmend an Bedeutung gewinnt, wobei Physician Assistants eine wichtige Rolle spielen können. Nachwuchsärzte legen zudem Wert auf eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, um die Versorgung zu verbessern. Diese Entwicklungen könnten dem gesamten Versorgungssystem zugutekommen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
16.05.2025
G-BA beschließt neue Regeln für Hypnotika und Sedativa ab 2025
Neue Verordnungseinschränkungen für Hypnotika und Sedativa ab 2025: G-BA beschließt Anpassungen in der Arzneimittel-Richtlinie zur Sicherheit der Patientenversorgung.
Neue Verordnungseinschränkungen für Hypnotika und Sedativa ab 2025: G-BA beschließt Anpassungen in der Arzneimittel-Richtlinie zur Sicherheit der Patientenversorgung.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine Entscheidung zu Hypnotika und Sedativa im Rahmen der Arzneimittel-Richtlinie getroffen. Diese Entscheidung betrifft die Verordnungseinschränkungen und -ausschlüsse, spezifisch unter dem Eintrag Nummer 32 der Anlage III der Richtlinie. Der Beschluss wurde am 15. Mai 2025 gefasst, tritt jedoch nicht sofort in Kraft. Die ausführlichen Hintergründe und der vollständige Beschlusstext sind auf der Webseite des G-BA verfügbar. Weitere Informationen sind in der tragenden Begründung und der zusammenfassenden Dokumentation, die ebenfalls als PDF-Dateien heruntergeladen werden können, zu finden.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
16.05.2025
Experten fordern neue Strukturen für erfolgreiche Ambulantisierung
Experten fordern neue Strukturen für erfolgreiche Ambulantisierung, um sektorübergreifende Zusammenarbeit und digitale Patientensteuerung zu fördern.
Experten fordern neue Strukturen für erfolgreiche Ambulantisierung, um sektorübergreifende Zusammenarbeit und digitale Patientensteuerung zu fördern.
Die Ambulantisierung erfordert neue Rahmenbedingungen, warnten Experten beim „Gesundheitskongress des Westens“ in Köln. Laut Annette Hempen, Geschäftsführerin des Ärztenetzes MuM, müssen die Grenzen zwischen den Sektoren überwunden werden. Sie kritisiert, dass viele Krankenhäuser die Ambulantisierung missverstehen, wenn sie sich lediglich umbenennen oder minimale ambulante Angebote schaffen. Eine digital gestützte Patientensteuerung sei essentiell, um Patienten effizient durch das System zu leiten. Nils Dehne von der Allianz Kommunaler Großkrankenhäuser betonte die Notwendigkeit neuer Strukturen und Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Praxen. René Bostelaar vom Klinikum Main-Spessart berichtete von Schwierigkeiten, Partner zu finden, da viele Ärzte bereits ausgelastet sind. Zugleich klaffen Finanzierung und neue Modelle weit auseinander. (Quelle: aerztezeitung.de)
Hausarzt Metzmacher benennt Bedenken zu Sicherheit der ePA
Hausarzt Metzmacher zweifelt an der Datensicherheit der ePA und glaubt, dass diese Bedenken das Vertrauen und den praktischen Nutzen der digitalen Akte mindern.
Hausarzt Metzmacher zweifelt an der Datensicherheit der ePA und glaubt, dass diese Bedenken das Vertrauen und den praktischen Nutzen der digitalen Akte mindern.
Hausarzt Marc Metzmacher hat in seiner Testpraxis mittlerweile einen funktionierenden Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA). Trotz der technischen Verbesserung äußert er Bedenken hinsichtlich des Nutzens und der Sicherheitsarchitektur der ePA. Wie in einem Bericht der Ärzte Zeitung dargestellt, sieht Metzmacher die ePA nicht als zuverlässige Quelle. Er hebt hervor, dass Zweifel an der Datensicherheit und der praktischen Anwendung bestehen bleiben, was das Vertrauen in dieses digitale Gesundheitstool beeinträchtigen könnte.
G-BA beschließt Änderung für bessere Bewertung von Risikomethoden
G-BA ändert Verfahrensordnung für bessere Bewertung risikoreicher Medizintechnologien, Beschluss steht noch aus. Mehr Infos auf der G-BA-Website.
G-BA ändert Verfahrensordnung für bessere Bewertung risikoreicher Medizintechnologien, Beschluss steht noch aus. Mehr Infos auf der G-BA-Website.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Änderung der Anlage V zum 2. Kapitel der Verfahrensordnung beschlossen. Dieser Beschluss, der am 15. Mai 2025 gefasst wurde, ist jedoch noch nicht in Kraft getreten. Die Anlage V umfasst ein Formular zur Übermittlung von Informationen über den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse für die Bewertung neuer Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden mit Medizinprodukten hoher Risikoklasse nach § 137h SGB V. Der Beschluss sowie die tragenden Gründe und der entsprechende Anhang sind als PDF-Dokumente auf der Webseite des G-BA einsehbar. Diese Änderung dient der verbesserten Informationsübermittlung und Bewertung von medizinischen Innovationen mit hoher Risikokategorie.
Neue Unterhaltsregelung: Kinder erst ab 100.000 Euro brutto zahlungspflichtig
Kinder müssen für pflegebedürftige Eltern erst ab 100.000 Euro brutto jährlich zahlen. Regelung entlastet unterhaltsverpflichtete Kinder erheblich.
Kinder müssen für pflegebedürftige Eltern erst ab 100.000 Euro brutto jährlich zahlen. Regelung entlastet unterhaltsverpflichtete Kinder erheblich.
Seit dem 1. Januar 2020 sind Kinder ihren pflegebedürftigen Eltern erst dann zu Unterhaltszahlungen verpflichtet, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt. Diese Regelung, die auf das Angehörigen-Entlastungsgesetz zurückgeht, bedeutet, dass das Einkommen des Ehepartners ohne Belang ist. Die Verbraucherzentrale informiert, dass das Sozialamt prüft, inwieweit Kinder unterhaltspflichtig sind und dass, solange die Einkommensgrenze nicht überschritten wird, auch kein Vermögen zur Zahlung herangezogen wird. Kinder müssen Informationen zu ihrem Einkommen preisgeben, wenn das Sozialamt diese zur Unterhaltsprüfung anfordert. Diese Verpflichtung kann nur dann vermieden werden, wenn die Eltern erhebliche Verfehlungen begangen haben, die den Unterhaltsanspruch reduzieren oder aufheben. Schlussendlich ist es das Sozialamt, das die Forderungen im Namen der Eltern geltend macht, berichtet die Quelle.
Neuregelung: Mehr Schutz für Kinder beim Elternunterhalt ab 100.000€
Neue Regelung: Kinder zahlen erst ab 100.000 Euro Jahresbrutto Einkommen Unterhalt für Eltern. 70% mehr Einkommen bleibt ihnen über dem Selbstbehalt.
Neue Regelung: Kinder zahlen erst ab 100.000 Euro Jahresbrutto Einkommen Unterhalt für Eltern. 70% mehr Einkommen bleibt ihnen über dem Selbstbehalt.
Ab 100.000 Euro Jahresbruttoeinkommen sind Kinder verpflichtet, Unterhalt für pflegebedürftige Eltern zu zahlen, so die Verbraucherzentrale. Der Unterhaltsanspruch bemisst sich nach dem bereinigten Nettoeinkommen, das über den Selbstbehalt hinausgeht, und wird nur anteilig für Heimkosten verwendet. Auch Schonvermögen, wie selbstbewohnte Immobilien und Altersvorsorge, sind geschützt und müssen nicht zur Finanzierung herangezogen werden. Der Bundesgerichtshof entschied kürzlich, dass die bisherige Heranziehung eines bestimmten Selbstbehalts anhand einer festen Grenze unzulässig sei. Zukünftig verbleiben Kindern 70 Prozent des Einkommens über dem Selbstbehalt, anstatt der bisher erlaubten 50 Prozent. Ratsuchenden wird empfohlen, sich anwaltlich beraten zu lassen, um Unsicherheiten bei der Unterhaltsberechnung zu vermeiden.
Pflegekosten in Deutschland steigen 2023 auf 82,4 Milliarden Euro
Pflegekosten in Deutschland steigen 2023 auf 82,4 Milliarden Euro, ein Plus von 6,3 Prozent. Die Bundesregierung plant eine große Pflegereform angesichts steigender Ausgaben.
Pflegekosten in Deutschland steigen 2023 auf 82,4 Milliarden Euro, ein Plus von 6,3 Prozent. Die Bundesregierung plant eine große Pflegereform angesichts steigender Ausgaben.
Die Gesundheitsausgaben in deutschen Pflegeeinrichtungen sind laut dem Statistischen Bundesamt erneut stark angestiegen. Im Jahr 2023 wurden in ambulanten, stationären und teilstationären Einrichtungen insgesamt 82,4 Milliarden Euro ausgegeben, was einem Anstieg von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Seit 2013 hat sich die Summe nahezu verdoppelt. Auch die Ausgaben für häusliche Pflege stiegen 2023 auf 21,6 Milliarden Euro, ein Plus von 8,3 Prozent gegenüber 2022. Diese Entwicklungen sind Teil eines anhaltenden Trends, der von einem steigenden Pflegebedarf begleitet wird. Im Dezember 2023 waren in Deutschland rund 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 2,6 Millionen vor zehn Jahren. Die Bundesregierung hat eine „große Pflegereform“ angekündigt, um den Herausforderungen zu begegnen. Indes hatte die soziale Pflegeversicherung 2024 ein Defizit von 1,54 Milliarden Euro zu verzeichnen. Ein versicherungsfremder Kostenpunkt sind auch die rund 5,5 Milliarden Euro „Corona-Kosten“, die während der Pandemie entstanden. (aerztezeitung.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
15.05.2025
Medizinischer Nachwuchs fordert stärkere Zusammenarbeit mit Pflegekräften
Junge Ärzte fordern auf dem Gesundheitskongress die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Pflegekräften, um Versorgung und Effizienz zu steigern.
Junge Ärzte fordern auf dem Gesundheitskongress die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Pflegekräften, um Versorgung und Effizienz zu steigern.
Der ärztliche Nachwuchs hat eine eigene Perspektive auf die interprofessionelle Zusammenarbeit: Wenn die Pflege Leistungen übernimmt, kann das die Ärzte entlasten und die Versorgung verbessern. Beim „Gesundheitskongress des Westens“ wurde diese Sichtweise hervorgehoben. Insbesondere junge Ärzte betonten die Bedeutung einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Pflegekräften, um die Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern und qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen. Die Entlastung der Ärzte durch die Übertragung bestimmter Aufgaben an die Pflege soll nicht nur die Arbeitsbelastung reduzieren, sondern auch die Patientenversorgung optimieren. (Quelle: aerztezeitung.de)
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