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Pflegepolitik und Recht
14.07.2025
Pflegeverbände fordern Bürokratieabbau und Pragmatismus in der Pflege
Pflegeverbände fordern weniger Bürokratie und mehr Pragmatismus, da strikte Vorschriften und Doppelanfragen den Arbeitsalltag belasten.
Pflegeverbände fordern weniger Bürokratie und mehr Pragmatismus, da strikte Vorschriften und Doppelanfragen den Arbeitsalltag belasten.
Im „ÄrzteTag“-Podcast, moderiert von Hauke Gerlof, äußert sich Petra Schülke, stellvertretende Bundesvorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB), zur belastenden Bürokratie in der Zusammenarbeit zwischen Pflege und Arztpraxen. Ambulante Pflegedienste leiden unter kleinteilig durchreglementierten Aufgaben, die oft von ärztlichen Verordnungen abhängen, so Schülke. Zudem kritisiert sie die unzureichende Unterstützung der Praxisprogramme beim Ausfüllen des Formulars für häusliche Krankenpflege (HKP) sowie die verdoppelte Anfragepolitik der Krankenkassen, welche den Medizinischen Dienst umgehe. Trotz gesetzlicher Einführung einer Blankoformularverordnung für eigenverantwortliche Pflegeentscheidungen werfe die Praxis Hürden auf. Schülke beklagt eine „Misstrauenskultur“ und fordert „Pragmatismus und Augenmaß“ von Krankenkassen, um den Alltag zu erleichtern. (Quelle: Ärztezeitung)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
14.07.2025
Steigender Anteil internationaler Pflege-Azubis in Berlin und Brandenburg
Der Anteil internationaler Pflege-Azubis wächst in Berlin und Brandenburg stetig und stärkt die Pflegebranche erheblich.
Der Anteil internationaler Pflege-Azubis wächst in Berlin und Brandenburg stetig und stärkt die Pflegebranche erheblich.
Der Anteil internationaler Auszubildender im Gesundheitswesen in Berlin und Brandenburg ist in den letzten Jahren gestiegen. Laut einem Bericht der "Ärzte Zeitung" hatte 2024 in Berlin mehr als jeder dritte Azubi (36 Prozent) im Gesundheitswesen einen ausländischen Pass, in Brandenburg war es fast jeder fünfte (18 Prozent). Die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann ist bei sowohl deutschen als auch internationalen Azubis am beliebtesten. Seit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung im Jahr 2020 hat sich die Zahl der Pflegeauszubildenden in Berlin von 2.137 auf 6.546 erhöht, in Brandenburg von 1.447 auf 3.980. Diese deutliche Zunahme zeigt die Attraktivität des Pflegeberufs und spiegelt das wachsende Interesse internationaler Lernender wider. Die Entwicklung könnte langfristig positive Auswirkungen auf die Pflegebranche in beiden Bundesländern haben. (Quelle: dpa)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.07.2025
Entscheidung über Kassenleistung für Liposuktion bei Lipödem am 17. Juli
Am 17. Juli entscheidet der G-BA über die Kassenleistung für Liposuktion bei Lipödem, womit eine jahrelange Diskussion mit neuen Studiendaten vor dem Abschluss steht.
Am 17. Juli entscheidet der G-BA über die Kassenleistung für Liposuktion bei Lipödem, womit eine jahrelange Diskussion mit neuen Studiendaten vor dem Abschluss steht.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wird am 17. Juli darüber beraten, ob die Liposuktion bei Lipödem zur regulären Kassenleistung wird. Diese Behandlung könnte sowohl in der vertragsärztlichen als auch in der Krankenhausversorgung abgedeckt werden. Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt sich der G-BA mit dem Thema. Im Jahr 2014 hatte die Patientenvertretung einen Antrag für ein Bewertungsverfahren gestellt. Drei Jahre später setzte der Ausschuss das Verfahren aufgrund unzureichender Studienlage aus und startete 2019 eine Erprobungsstudie, bekannt als LIPLEG, die schließlich im August 2021 begann. Aufgrund des Urteils des Bundessozialgerichts, das die Aufnahme der Liposuktion in die Anlage I der Richtlinie Methoden Krankenhausbehandlung für nichtig erklärte, ist der G-BA gezwungen, sich erneut mit dem Thema zu befassen. Die Ergebnisse der Erprobungsstudie werden als wesentliche Basis für die anstehenden Entscheidungen betrachtet. (Quelle: aerztezeitung.de)
Studie: Gabapentin erhöht Demenzrisiko bei Rückenschmerzpatienten
Neue Studie: Gabapentin kann Demenzrisiko bei chronischen Rückenschmerzpatienten erhöhen und wirft Fragen zur Verschreibungspraxis auf.
Neue Studie: Gabapentin kann Demenzrisiko bei chronischen Rückenschmerzpatienten erhöhen und wirft Fragen zur Verschreibungspraxis auf.
Hinweise mehren sich, dass eine langfristige Einnahme von Gabapentin neurodegenerative Prozesse im Gehirn fördern könnte, wie eine Studie aus den USA nun verdeutlicht. Erwachsen mit chronischen Rückenschmerzen, die Gabapentin verschrieben bekommen, zeigen ein erhöhtes Demenzrisiko. Diese Assoziation wirft ein neues Licht auf die weit verbreitete Verschreibungspraxis des Medikaments, das in der Schmerztherapie häufig angewendet wird. Die Befunde heben die Wichtigkeit weiterer Untersuchungen hervor, um das Verständnis über die potenziellen Langzeitfolgen der Einnahme von Gabapentin zu vertiefen. Solche Forschungsergebnisse könnten Auswirkungen auf die Behandlungsstrategien in der Schmerztherapie haben, insbesondere im Hinblick auf ältere Patienten oder solche mit bereits bestehenden kognitiven Beeinträchtigungen. Die Ergebnisse der US-amerikanischen Studie unterstreichen die Notwendigkeit, den Einsatz von Gabapentin bei chronischen Rückenschmerzen zu überdenken. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
12.07.2025
Kabinettplan 2025: Fehlende Reformen für nachhaltiges Gesundheitssystem
Der Kabinettsentwurf 2025 enttäuscht: Prof. Ullmann kritisiert fehlende Reformen für ein nachhaltiges Gesundheitssystem, verweist auf verpasste Chancen.
Der Kabinettsentwurf 2025 enttäuscht: Prof. Ullmann kritisiert fehlende Reformen für ein nachhaltiges Gesundheitssystem, verweist auf verpasste Chancen.
Der Kabinettsentwurf zum Bundeshaushalt 2025 lässt Reformambitionen vermissen und schiebt Risiken auf die lange Bank. Dies kritisiert Prof. Andrew Ullmann, der die fehlende Bereitschaft bemängelt, sich mit den notwendigen Reformschritten im Gesundheitswesen auseinanderzusetzen. Er fordert, Wettbewerb, Wahlfreiheit und Effizienz stärker im System zu verankern, als es der aktuelle Entwurf vorsieht. Der anstehende Haushalt bietet laut Ullmann keine ausreichenden Ansätze zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen in der Gesundheitspolitik. Der Entwurf verfehlt somit die Gelegenheit, mutig zukunftsorientierte Veränderungen in Angriff zu nehmen und die Grundlagen für ein nachhaltiges Gesundheitssystem zu legen. Dies ist eine Einschätzung, die in der Ärzte Zeitung dargelegt wurde.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
12.07.2025
OVG Münster genehmigt Konzentration spezieller Kliniken in NRW
OVG Münster genehmigt NRW-Plan zur Spezialklinik-Konzentration, stärkt neue Krankenhausstrukturen für spezialisierte Behandlungen.
OVG Münster genehmigt NRW-Plan zur Spezialklinik-Konzentration, stärkt neue Krankenhausstrukturen für spezialisierte Behandlungen.
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat die Pläne zur Konzentration schwerer Krankenhausbehandlungen in Nordrhein-Westfalen gutgeheißen. Diese Strategie der Krankenhausplanung in NRW sieht vor, dass spezielle Klinikleistungen künftig von dafür spezialisierten Krankenhäusern übernommen werden. In drei Fällen hat das OVG Münster nun diesem Vorhaben zugestimmt. Dies ist ein bedeutender Schritt zur Umsetzung der neuen Krankenhausstrukturen im Bundesland Nordrhein-Westfalen, wie von der Ärzte Zeitung berichtet.
mRNA-Impfstoff für RSV: Neuer Schutz für ältere Patienten verfügbar
Neuer Schutz: mRNA-Impfstoff für RSV nun auch für ältere Patienten verfügbar, dank aktualisierter Schutzimpfungs-Richtlinie und Vereinbarungen der Kassenärztlichen Vereinigungen.
Neuer Schutz: mRNA-Impfstoff für RSV nun auch für ältere Patienten verfügbar, dank aktualisierter Schutzimpfungs-Richtlinie und Vereinbarungen der Kassenärztlichen Vereinigungen.
Die RSV-Impfung älterer Patienten ist ab sofort auch mit einem mRNA-Impfstoff möglich. Dies geht aus einer kürzlich in Kraft getretenen Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie hervor. Entsprechende Vereinbarungen wurden mittlerweile von allen 17 Kassenärztlichen Vereinigungen abgeschlossen. Die offizielle Zulassung eines mRNA-Impfstoffs zur Bekämpfung von RSV stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Versorgung älterer Menschen dar, die häufig von Infektionen durch das Respiratorische Synzytial-Virus betroffen sind. Die Einführung dieses Impfstoffes bietet eine zusätzliche Option und stärkt die Präventivmaßnahmen innerhalb dieser Altersgruppe. Quellenangabe: aerztezeitung.de.
Studie zeigt: Gabapentin könnte Demenzrisiko steigern. Besonders Pflegefachkräfte sollten mögliche Medikamentenwirkungen bei älteren Patienten beachten.
Studie zeigt: Gabapentin könnte Demenzrisiko steigern. Besonders Pflegefachkräfte sollten mögliche Medikamentenwirkungen bei älteren Patienten beachten.
Hinweise mehren sich, dass eine langfristige Einnahme von Gabapentin neurodegenerative Prozesse im Gehirn fördern könnte. Eine Studie aus den USA zeigt, dass bei Erwachsenen mit chronischen Rückenschmerzen die Verschreibung von Gabapentin mit einem erhöhten Demenzrisiko assoziiert ist. Die Ärzte Zeitung berichtet darüber und weist auf die möglichen Risiken einer solchen Medikation hin. Die Ergebnisse dieser Untersuchung könnten für Fachkräfte im Pflegebereich von Bedeutung sein, da sie die Aufmerksamkeit auf mögliche Medikamentenwechselwirkungen und deren langfristige Auswirkungen lenken. Pflegefachkräfte sollten diese Erkenntnisse bei der Betreuung älterer Patienten berücksichtigen und gegebenenfalls mit Ärzten über alternative Behandlungsmöglichkeiten sprechen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesetzesoffensive im Gesundheitswesen: Fokus auf Pflege und Ausbildung
Bundesgesundheitsministerin Warken plant vier neue Gesetze, darunter Pflegekompetenz- und Ausbildungsgesetze, um Versorgung und Bezahlbarkeit im Gesundheitswesen zu sichern.
Bundesgesundheitsministerin Warken plant vier neue Gesetze, darunter Pflegekompetenz- und Ausbildungsgesetze, um Versorgung und Bezahlbarkeit im Gesundheitswesen zu sichern.
Mindestens vier Gesetze plant Bundesgesundheitsministerin Nina Warken noch in diesem Jahr vorzulegen. Dazu gehören insbesondere zwei Pflegegesetze: das bereits angekündigte Pflegekompetenzgesetz und eine Regelung für die bundeseinheitliche Ausbildung in der Pflegefachassistenz. Auch das Krankenhausreform-Anpassungsgesetz soll nach der Sommerpause verabschiedet werden. Warken betonte die Bezahlbarkeit und hochwertige Versorgung als zentrale Ziele ihrer Politik und kündigte eine schnellere Anerkennung ausländischer Ärztequalifikationen an. Kritik gab es in der Haushaltsdebatte an den geplanten vier Milliarden Euro für Krankenhäuser, die aus dem Sondervermögen finanziert werden sollen. Dr. Armin Grau von den Grünen kritisierte die Koalition für eine seiner Ansicht nach falsche Finanzierungsstrategie, die mehr auf Rückwärtsfinanzierung als auf Innovation setze. Die SPD äußerte Bedenken darüber, dass die Auszahlungsmodalitäten falsche Anreize setzen könnten. Die Quelle dieser Informationen ist aerztezeitung.de.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
11.07.2025
Neue AOK-Richtlinien für interdisziplinäre Pflege im STATAMED-Projekt
Die neuen AOK-Richtlinien für das STATAMED-Projekt fördern interdisziplinäre Pflege zur Verbesserung der Patientensicherheit und Vermeidung stationärer Fehlversorgungen.
Die neuen AOK-Richtlinien für das STATAMED-Projekt fördern interdisziplinäre Pflege zur Verbesserung der Patientensicherheit und Vermeidung stationärer Fehlversorgungen.
Ein neues FAQ-Dokument der AOK Rheinland/Hamburg und AOK Niedersachsen bietet detaillierte Antworten zu zentralen Fragen des STATAMED-Projekts, das vom G-BA Innovationsfonds gefördert wird. Dieses Dokument richtet sich an Ärztinnen, Ärzte, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdienste und thematisiert die Teilnahmevoraussetzungen, Einweisungen, Zuweisungen sowie die Rolle von Flying Nurses und Patientenlotsen. Es behandelt zudem Behandlungspfade, Nachsorge, Vergütung, Haftung und Dokumentation. Das Ziel von STATAMED ist es, durch die interdisziplinäre Kommunikation und Versorgungskoordination eine sektorenübergreifende Behandlung zu fördern, um stationäre Fehlversorgungen zu vermeiden und die Patientensicherheit zu erhöhen. Besonders im Fokus stehen ältere Patienten mit chronischen Vorerkrankungen, wie hypertensive Krisen oder Diabetes. Weitere Informationen finden sich im Gesundheitspartner-Portal der AOK.
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