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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.10.2025
Zentralinstitut und AWMF übernehmen NVL-Programm: Neustart bestätigt
Neustart für NVL-Programm: Zi und AWMF übernehmen nach ÄZQ-Abwicklung Leitung und setzen erste Schritte zur Aktualisierung und Reaktivierung der Leitlinien um.
Neustart für NVL-Programm: Zi und AWMF übernehmen nach ÄZQ-Abwicklung Leitung und setzen erste Schritte zur Aktualisierung und Reaktivierung der Leitlinien um.
Nach der Abwicklung des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) zum Ende des Jahres 2024 haben das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) und die Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) den operativen Betrieb der Nationalen Versorgungsleitlinien (NVL) wiederaufgenommen. Laut einem Bericht des Zi sind nun alle rechtlichen Fragen geklärt und Stellen besetzt. Die Gremien des NVL-Programms sind bereits zu ihrer ersten Sitzung zusammengekommen. In den kommenden Wochen soll der Aktualisierungsbedarf der bestehenden Leitlinien ermittelt und die Leitliniengruppen neu zusammengestellt werden. Zudem steht die Reaktivierung des Internetauftritts unter der Adresse www.nvl-programm.de bevor, die zurzeit noch als Reservierung existiert. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Reform der Pflegeversicherung: Anpassungen der Pflegegrade geplant
Bund und Länder planen eine umfassende Reform der Pflegeversicherung, die Anpassungen der Pflegegrade sowie gebündelte Beratungsleistungen vorsieht.
Bund und Länder planen eine umfassende Reform der Pflegeversicherung, die Anpassungen der Pflegegrade sowie gebündelte Beratungsleistungen vorsieht.
Bund und Länder arbeiten an einer umfassenden Reform der Pflegeversicherung, wobei erste Zwischenergebnisse vorliegen. Geplante Änderungen betreffen sowohl die Anpassung der Pflegegrade als auch den Pflegevorsorgefonds und sollen auch gebündelte Beratungsleistungen für etwa 5,7 Millionen Pflegebedürftige bieten, doch bleibt unklar, in welche Richtung die Reform letztendlich gehen wird, so der Bericht von aerztezeitung.de. Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) hebt hervor, dass trotz der Reform die soziale Pflegeversicherung als Umlage- und Teilleistungssystem beibehalten wird, wobei Lösungen zur Begrenzung von Eigenanteilen gesucht werden. In der Debatte um eine solidarische Pflegevollversicherung ziehen Sozialverbände, Gewerkschaften und Pflegeverbände gemeinsam an einem Strang, während der Verband der Privaten Krankenversicherung vor den finanziellen Implikationen warnt und mehr Eigenverantwortung und kapitalgedeckte Vorsorge fordert. Ausgang der Diskussionen bleibt offen.
Erhöhte Infektionszahlen: SARS-CoV-2 und Influenza nehmen zu
SARS-CoV-2 und Influenza steigen an: Die 7-Tages-Inzidenz von COVID-19 wächst, angetrieben von Variante XFG, während die Abwasser-Viruslast zunimmt.
SARS-CoV-2 und Influenza steigen an: Die 7-Tages-Inzidenz von COVID-19 wächst, angetrieben von Variante XFG, während die Abwasser-Viruslast zunimmt.
In Deutschland sind derzeit vor allem das SARS-CoV-2 und Influenza als aktive Atemwegserreger verzeichnet. Die 7-Tages-Inzidenz von COVID-19 zeigt einen deutlichen Anstieg. Besonders die rekombinante Variante XFG trägt maßgeblich zu den Corona-Infektionen bei, so die aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts und des Bundesministeriums für Gesundheit vom 19. Oktober. Die Viruslast von SARS-CoV-2 im Abwasser nimmt ebenfalls wieder zu. Trotz eines leichten Rückgangs in der Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen steigen die Arztbesuche deswegen moderat. Stationäre Fälle bleiben auf einem niedrigen Niveau, während die Influenza-Inzidenz langsam anzieht. Diese Entwicklungen werden vom "Ärztezeitung.de" Bericht verdeutlicht.
Karlsruhe stärkt Diakonie: Absage an konfessionslose Bewerberin rechtens
Karlsruhe stärkt Diakonie: Konfessionsloser Bewerberin keine Entschädigung, Urteil zugunsten religiöser Selbstbestimmung verwiesen. Neustart für Bundesarbeitsgericht.
Karlsruhe stärkt Diakonie: Konfessionsloser Bewerberin keine Entschädigung, Urteil zugunsten religiöser Selbstbestimmung verwiesen. Neustart für Bundesarbeitsgericht.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts aufgehoben, welches der Diakonie die Verpflichtung zur Zahlung einer Entschädigung an eine konfessionslose Bewerberin auferlegt hatte. Die Diakonie hatte die Frau nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen, weil sie keiner Konfession angehört, woraufhin die Bewerberin eine Klage wegen diskriminierender Praktiken einreichte. Karlsruhe entschied nun zugunsten der Diakonie, mit Verweis auf deren religiöses Selbstbestimmungsrecht, und betonte eine Verletzung dieser Rechte durch das vorhergehende Urteil. Der Fall wurde zur erneuten Verhandlung an das Bundesarbeitsgericht zurückverwiesen. Bereits seit über einem Jahrzehnt beschäftigen sich nationale und europäische Gerichte mit diesem Fall. Der Europäische Gerichtshof hatte 2018 entschieden, dass Kirchen ihr Selbstbestimmungsrecht bei Einstellungen nicht pauschal in Anspruch nehmen können. Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Studie zeigt erhöhtes Herzrisiko bei langanhaltendem Diabetes auf
Die schwedische Studie enthüllt: Anhaltender Diabetes erhöht maßgeblich das Herzrisiko, was eine intensive kardiovaskuläre Überwachung erfordert.
Die schwedische Studie enthüllt: Anhaltender Diabetes erhöht maßgeblich das Herzrisiko, was eine intensive kardiovaskuläre Überwachung erfordert.
Eine aktuelle schwedische Registerstudie, die in der "Ärzte Zeitung" zitiert wird, zeigt die erheblichen Unterschiede im Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes auf. Über 400.000 Erwachsene wurden untersucht, wobei sich die Dauer der Erkrankung als wesentlicher Einflussfaktor herausstellte. Je länger die Diabeteserkrankung anhält, desto höher ist das kardiovaskuläre Risiko, unabhängig davon, ob es sich um Typ-1- oder Typ-2-Diabetes handelt. Dieses Ergebnis verdeutlicht die Notwendigkeit einer intensiven kardiovaskulären Überwachung über die gesamte Krankheitsdauer.
Diabetes erhöht Risiko schwerer Infektionen: Neue Therapien nötig
Diabetes-Patienten erleiden häufiger schwere Infektionen. Neue Therapieansätze sind nötig, um ihre Gesundheit und Lebensqualität zu schützen.
Diabetes-Patienten erleiden häufiger schwere Infektionen. Neue Therapieansätze sind nötig, um ihre Gesundheit und Lebensqualität zu schützen.
Menschen mit Diabetes sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, häufiger, länger und schwerer an Infektionen zu erkranken im Vergleich zu gesunden Menschen. Diese Erkenntnis bringt bedeutende Herausforderungen sowie therapeutische Implikationen mit sich, wie die "Ärzte Zeitung" berichtet. Besonders der Zuckerstoffwechsel spielt dabei eine wesentliche Rolle, indem er Krankheitserreger in "Wallung" bringt und somit die Anfälligkeit für Infekte erhöht. Solche Infektionserkrankungen verlangen nach angepassten Behandlungsstrategien, um die Gesundheit der betroffenen Patienten besser zu schützen und deren Lebensqualität zu verbessern.
Diabetiker: Jede Vierte leidet an depressiver Verstimmung - Praxischeck empfohlen
Ein Viertel der Diabetiker leidet an Depressionen, ein Praxischeck wird empfohlen, um die Lebensqualität zu verbessern, so die Ärzte Zeitung.
Ein Viertel der Diabetiker leidet an Depressionen, ein Praxischeck wird empfohlen, um die Lebensqualität zu verbessern, so die Ärzte Zeitung.
Rund ein Viertel aller Patientinnen und Patienten mit Diabetes leidet an einer depressiven Verstimmung. Diese hohe Prävalenz hebt die Wichtigkeit eines Screenings auf Depressionen in der Arztpraxis hervor, so berichtet die Ärzte Zeitung. Der Artikel gibt einen Überblick über diagnostische und therapeutische Möglichkeiten in diesem Zusammenhang. Eine verstärkte Aufmerksamkeit für die psychische Gesundheit von Diabetikern kann wesentlich zur Verbesserung ihrer allgemeinen Lebensqualität beitragen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
23.10.2025
Europäischer Gesundheitskongress: Zukunft der ambulanten Versorgung im Fokus
Beim Europäischen Gesundheitskongress in München standen die Zukunft der ambulanten Versorgung und neue Konzepte wie das HÄPPI-Modell im Fokus.
Beim Europäischen Gesundheitskongress in München standen die Zukunft der ambulanten Versorgung und neue Konzepte wie das HÄPPI-Modell im Fokus.
Beim Europäischen Gesundheitskongress in München wurde auf die tiefgreifenden Veränderungen hingewiesen, denen die ambulante ärztliche Versorgung gegenübersteht. Digitale Praxen und Teilzeitmodelle sind im Kommen, doch nicht alle Probleme lassen sich allein digital lösen, betont Harald Ritter, stellvertretender Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes. Das HÄPPI-Konzept, das „Hausärztliche Primärversorgungszentren Patientenversorgung interprofessionell“ bezeichnet, wird als Modell der Zukunft geprüft. Bernhard Seidenrath von der CSU sieht in Bayern Chancen für dieses Konzept, während Andreas Hanna Krahl von den Grünen auf den Reformbedarf verweist. In neuen Versorgungsmodellen, sogenannten Avatar-Praxen, bieten Ärzte im Home-Office per Videosprechstunde ihre Dienste an. Diese Veränderungen wirken sich besonders auf jüngere Patienten aus, da diese Modelle für ältere, chronisch kranke Menschen weniger geeignet erscheinen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
RSV-Impfung: Wirksam auch bei immungeschwächten Personen
Die RSV-Impfung wirkt bei immungeschwächten Personen gut, zeigt aber im ersten Jahr nach Transplantation und unter Mycophenolat-Therapie schwächere Ergebnisse.
Die RSV-Impfung wirkt bei immungeschwächten Personen gut, zeigt aber im ersten Jahr nach Transplantation und unter Mycophenolat-Therapie schwächere Ergebnisse.
Die RSV-Impfung zeigt auch bei Personen mit eingeschränktem Immunsystem, wie Organempfängern und Menschen mit chronischer Niereninsuffizienz, eine gute zelluläre und humorale Immunantwort. Insbesondere im ersten Jahr nach einer Transplantation und unter einer Mycophenolat-Therapie ist die Immunantwort jedoch eingeschränkt, berichtet die Ärzte Zeitung.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
22.10.2025
Studie: Notwendigkeit von Pausen für Produktivität in Pflege erkennen
Eine Studie zeigt, dass regelmäßige Pausen in der Pflege die Produktivität und Konzentration deutlich steigern, obwohl sie oft vernachlässigt werden.
Eine Studie zeigt, dass regelmäßige Pausen in der Pflege die Produktivität und Konzentration deutlich steigern, obwohl sie oft vernachlässigt werden.
Pausen sind wichtig für die Produktivität, das ist allgemein bekannt. Dennoch ignorieren viele Arbeitnehmer an stressigen Tagen diese Erholungsphasen, um zusätzliche Aufgaben zu erledigen, was ihnen auf lange Sicht schadet. Eine aktuelle Studie hebt die Vorteile von Pausen für Produktivität, Arbeitsqualität und Konzentration hervor. Trotz des Bewusstseins für deren positive Effekte verzichten viele dennoch darauf. "Viele machen trotzdem weiter, wenn alle Lampen auf Rot stehen", so beschreibt Mentalcoach Thomas Theurillat das Verhalten, das er bei Führungskräften, Politikern und Extremsportlern beobachtet hat. Fachkräfte aus der Pflege sowie Führungskräfte aus Altenheimen und Pflegediensten könnten von diesen Erkenntnissen profitieren, um den Arbeitsalltag ihrer Teams zu verbessern. Laut FAZ.NET gilt es, einen Weg zu finden, um die Kommunikation über die Wichtigkeit von Pausen zu stärken und praktikable Lösungen für deren Integration in den Arbeitsalltag zu entwickeln.
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