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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.10.2026
DGUV-Umfrage zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege
Die DGUV befragt Beschäftigte, wie sich Beruf, Familie und Pflege vereinbaren lassen und wo Betriebe ihre Angebote verbessern müssen.
Die DGUV befragt Beschäftigte, wie sich Beruf, Familie und Pflege vereinbaren lassen und wo Betriebe ihre Angebote verbessern müssen.
Das Magazin „top eins“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) befragt Beschäftigte zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie beziehungsweise Pflege. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag, genutzte betriebliche Angebote, hilfreiche Rahmenbedingungen und bestehende Schwierigkeiten. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie Beschäftigte die Vereinbarkeit erleben und wo Verbesserungsbedarf besteht. Die DGUV ruft zur Teilnahme an der Onlineumfrage auf.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.10.2026
A+A Kongress 2027: Beiträge bis 15. Oktober einreichen
Für den A+A Kongress 2027 in Düsseldorf werden Beiträge gesucht. Fachleute können Praxis- und Forschungsarbeiten bis 15. Oktober 2026 einreichen.
Für den A+A Kongress 2027 in Düsseldorf werden Beiträge gesucht. Fachleute können Praxis- und Forschungsarbeiten bis 15. Oktober 2026 einreichen.
Fachleute können noch bis zum 15. Oktober 2026 Beiträge für den 40. Internationalen A+A Kongress einreichen, der vom 19. bis 22. Oktober 2027 in Düsseldorf stattfindet. Unter dem Motto „Prävention sichert Stabilität“ geht es darum, wie Arbeitsschutz Unternehmen und Beschäftigte in Krisen widerstandsfähiger machen kann. Gesucht werden Praxisberichte, Forschungsergebnisse, Projekte, Workshops und Dialogformate. Inhaltlich reicht das Spektrum von Gesundheit, sicherer Arbeit und Fachkräftesicherung über Digitalisierung, KI und Cybersicherheit bis zu Krisenmanagement, Extremwetter und resilienter Arbeitsorganisation. DGUV-Hauptgeschäftsführer Stephan Fasshauer verweist auf das DGUV Barometer Arbeitswelt 2026: Danach sind 90 Prozent der Befragten überzeugt, dass Prävention Unternehmen stärkt und die Krisenfestigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland erhöht.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
11.10.2026
Notfallreform nimmt Form an – GKV-Regeln werden verschoben
Die Notfallreform setzt auf vernetzte Zentren und Leitstellen. Zugleich sollen höhere Zuzahlungen und Teilkrankschreibungen später starten.
Einordnung: Der Gesundheitsausschuss legte Änderungsanträge vor und verschob mehrere GKV-Regelungen, darunter Teilkrankschreibung und Teilkrankengeld.
Vorher: „Bundesrat begrüßt Notfallreform, fordert Klärung in KV-Kompetenzen“ (13.06.2026)
Die Notfallreform setzt auf vernetzte Zentren und Leitstellen. Zugleich sollen höhere Zuzahlungen und Teilkrankschreibungen später starten.
Die Reform der Notfallversorgung nimmt konkretere Formen an. Integrierte Notfallzentren sollen Notaufnahmen, KV-Notdienstpraxen und zentrale Ersteinschätzungsstellen verbinden. Diese sollen Patientinnen und Patienten gezielt in die passende Versorgung steuern. Vorgesehen sind zudem digital vernetzte Leitstellen und ein Gesundheitsleitsystem, um Rettungseinsätze bedarfsgerechter zu organisieren und Notaufnahmen zu entlasten.
Nach Angaben von sozialpolitik-aktuell.de hat der Gesundheitsausschuss am 5. Oktober Änderungsanträge vorgelegt. Diese enthalten auch Folgeregelungen zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. So soll die höhere Zuzahlungsobergrenze für Verbrauchshilfsmittel erst im Januar 2027 gelten. Teilkrankschreibung und Teilkrankengeld sollen auf Juli 2028 verschoben werden. Weitere Änderungen betreffen unter anderem Krankenkassen, Psychotherapie, Krankenhäuser, die vertragsärztliche Versorgung und Hilfsmittelausschreibungen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.10.2026
Bund will Aufstiegsfortbildungen stärker fördern
Der Bund will Aufstiegsfortbildungen stärker fördern: Geplant sind höhere Zuschüsse, mehr Darlehenserlass und zusätzliche Hilfen für Alleinerziehende.
Der Bund will Aufstiegsfortbildungen stärker fördern: Geplant sind höhere Zuschüsse, mehr Darlehenserlass und zusätzliche Hilfen für Alleinerziehende.
Die Bundesregierung will die Förderung beruflicher Aufstiegsfortbildungen ausweiten. Nach Angaben von sozialpolitik-aktuell.de sieht ein Gesetzentwurf vom 7. Oktober 2026 vor, den förderfähigen Höchstbetrag für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von 15.000 auf 18.000 Euro anzuheben. Für Meisterstücke und vergleichbare Arbeiten sollen künftig bis zu 4.000 statt 2.000 Euro berücksichtigt werden. Bei bestandener Prüfung soll der Darlehenserlass auf 60 Prozent steigen. Zuschüsse des Arbeitgebers würden nicht mehr auf den Maßnahmebeitrag angerechnet. Zudem soll der monatliche Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende in Voll- und Teilzeitmaßnahmen von 150 auf 160 Euro je Kind erhöht werden. Hochschulrechtlich geregelte Abschlüsse bleiben von der Förderung ausgeschlossen.
Linnemann will Pflegeausgaben um zehn Prozent senken
Gesundheitsminister Linnemann will die Pflegeausgaben um zehn Prozent senken und das Pflegegesetz Ende September ins Kabinett bringen.
Einordnung: Neu sind das Sparziel von zehn Prozent und die geplante Kabinettsberatung des PNOG ab der Woche vom 28. September.
Vorher: „Pflegereform: Linnemann plant Kürzungen zur Stabilisierung der Kassen“ (17.09.2026)
Gesundheitsminister Linnemann will die Pflegeausgaben um zehn Prozent senken und das Pflegegesetz Ende September ins Kabinett bringen.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat seine politischen Prioritäten bis Ende 2026 konkretisiert. Nach Angaben des BVMed sollen kurzfristig rund zehn Prozent der bislang 74 Milliarden Euro umfassenden Ausgaben der Pflegeversicherung eingespart werden. Das Pflegekompetenz- und Entbürokratisierungsgesetz (PNOG) soll bereits in der Woche ab dem 28. September im Bundeskabinett beraten werden. Darüber hinaus kündigte Linnemann an, die strukturellen Probleme der Pflege anzugehen. Bei der Notfallreform sind zusätzliche Mittel von 550 Millionen Euro für Krankenhäuser vorgesehen. Ein Gesundheitssicherstellungsgesetz soll die Versorgung für Krisen sowie den Bündnis- und Verteidigungsfall absichern. Das Hilfsmittelmodernisierungs- und Bürokratierückbaugesetz will Linnemann noch 2026 ins Kabinett einbringen; der Beschluss ist für 2027 geplant.
Verbände warnen vor Wegfall von Pflegehilfsmitteln
Fünf Gesundheitsverbände warnen: Der geplante Wegfall des Anspruchs auf Pflegehilfsmittel gefährde Hygiene und häusliche Pflege.
Fünf Gesundheitsverbände warnen: Der geplante Wegfall des Anspruchs auf Pflegehilfsmittel gefährde Hygiene und häusliche Pflege.
Fünf Verbände der Gesundheitswirtschaft warnen vor den Folgen des geplanten Pflegeneuordnungsgesetzes für die häusliche Pflege. Laut BVMed soll der eigenständige Sachleistungsanspruch auf Verbrauchspflegehilfsmittel wie Einmalhandschuhe, Schutzschürzen und Desinfektionsmittel entfallen. Für Menschen mit Pflegegrad 1 würde der bisherige Zugang wegfallen, bei den Pflegegraden 2 bis 5 sollen die Mittel in allgemeine Budgets einfließen. Damit müssten Hygieneprodukte mit anderen Unterstützungs- und Haushaltsleistungen um begrenzte Mittel konkurrieren. BPI, BVMed, Deutscher Apothekerverband, IHO und VVHC fordern deshalb, den bisherigen Anspruch und die Zweckbindung beizubehalten. Andernfalls drohten mehr vermeidbare Infektionen, Krankenhausaufnahmen und Kosten sowie zusätzliche Belastungen für Angehörige und Pflegekräfte. Auch ein höherer Antibiotikaeinsatz und mehr Resistenzen seien möglich. Die Verbände verlangen, Basishygiene als Teil der kritischen Gesundheits- und Pflegeinfrastruktur anzuerkennen.
Das BIÖG hat seine Ratgeber zur Sturzprävention aktualisiert. Sie bieten älteren Menschen Tests, Übungen und Tipps für ein sicheres Wohnumfeld.
Das BIÖG hat seine Ratgeber zur Sturzprävention aktualisiert. Sie bieten älteren Menschen Tests, Übungen und Tipps für ein sicheres Wohnumfeld.
Fast jeder vierte Mensch über 65 Jahren stürzt nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mindestens einmal im Jahr, 13 Prozent sogar mehr als zweimal. Anlässlich des Internationalen Tags der älteren Menschen am 1. Oktober hat das Institut zwei Broschüren zur Sturzprävention aktualisiert. Empfohlen werden regelmäßiges Kraft- und Gleichgewichtstraining, die Überprüfung möglicher Wechselwirkungen von Medikamenten sowie Kontrollen von Augen und Brillengläsern. Auch eine calciumreiche Ernährung, ausreichend Vitamin D und ein sturzsicheres Wohnumfeld können das Risiko senken. Die Broschüren „Gleichgewicht und Kraft“ informieren über typische Stolperfallen, Hilfsmittel und Hausnotrufsysteme. Zudem enthalten sie Tests zur Einschätzung des persönlichen Sturzrisikos und ein bebildertes Übungsprogramm. Die Publikationen stehen kostenlos zum Herunterladen bereit; gedruckte Ausgaben sollen ab Dezember 2026 erhältlich sein.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
09.10.2026
Holetschek fordert konzertierte Aktion für Pflege und Gesundheit
CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek fordert eine konzertierte Aktion für Reformen in Gesundheit und Pflege – samt Bürokratieabbau und Corona-Ausgleich.
CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek fordert eine konzertierte Aktion für Reformen in Gesundheit und Pflege – samt Bürokratieabbau und Corona-Ausgleich.
CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek fordert eine „Konzertierte Aktion“ für Reformen der gesetzlichen Kranken- und sozialen Pflegeversicherung. Vertreter von Krankenkassen, Ärzteschaft, Krankenhäusern, Gewerkschaften und Arbeitgebern müssten gemeinsam Lösungen entwickeln und „endlich liefern“, sagte der frühere bayerische Gesundheits- und Pflegeminister im Podcast „Die Berliner Stunde“ der Ärzte Zeitung. Gesundheit und Pflege seien demokratierelevant: Fehlende Arzttermine oder Pflegeplätze könnten Verzweiflung, Frustration und Radikalisierung fördern. Holetschek verlangt zudem einen nachhaltigen Bürokratieabbau für Arztpraxen, Heime und Krankenhäuser sowie eine engere Zusammenarbeit von Pflegefachkräften, Familien, Ehrenamtlichen und Kommunen. Überfällig sei außerdem die Erstattung der Corona-Kosten an die Pflegekassen in Höhe von fünf bis sechs Milliarden Euro.
Grüne legen Konzept für umfassende Pflegereform vor
Die Grünen fordern eine umfassende Pflegereform mit gedeckelten Eigenanteilen, Bundeszuschüssen, Entlastungsbudget und weniger Bürokratie.
Die Grünen fordern eine umfassende Pflegereform mit gedeckelten Eigenanteilen, Bundeszuschüssen, Entlastungsbudget und weniger Bürokratie.
Die Grünen-Fraktion fordert eine umfassende Reform der Sozialen Pflegeversicherung und hält den Entwurf der Bundesregierung zum Pflegeneuordnungsgesetz für unzureichend. Neu ist ihr nun vorgelegtes Konzept mit konkreten Finanzierungs- und Strukturvorschlägen. Laut Deutschem Bundestag verlangt die Fraktion einen vollständigen Risikostrukturausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung sowie Bundeszuschüsse. Pandemiebedingte Mehrausgaben und Rentenbeiträge für pflegende Angehörige sollen aus dem Bundeshaushalt finanziert, Pflegeausbildungskosten schrittweise aus den Eigenanteilen herausgelöst werden. Zudem sollen die Eigenanteile in der stationären Langzeitpflege begrenzt und Angehörige durch ein flexibel nutzbares Entlastungsbudget unterstützt werden. Vorgesehen sind außerdem ein Pflegepräventionsgesetz mit Zielwerten bis 2035, weniger doppelte Dokumentation, mehr Digitalisierung und der Ausbau neuer Kompetenzmodelle in der Pflege.
Bundestag berät Gesetz zu Gesundheitsdaten und Innovationen
Der Bundestag hat am 8. Oktober erstmals über den Gesetzentwurf zu Gesundheitsdaten und digitalen Innovationen beraten.
Einordnung: Der GeDIG-Entwurf wurde am 8. Oktober 2026 erstmals im Bundestag beraten; Grundlage war Drucksache 21/8279.
Vorher: „Bundeskabinett beschließt GeDIG: Digitalisierung im Gesundheitswesen“ (15.07.2026)
Der Bundestag hat am 8. Oktober erstmals über den Gesetzentwurf zu Gesundheitsdaten und digitalen Innovationen beraten.
Der Bundestag hat am 8. Oktober 2026 erstmals über den Gesetzentwurf der Bundesregierung für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen beraten. Grundlage der Debatte war die Bundestagsdrucksache 21/8279, wie der Deutsche Bundestag mitteilte.
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