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Finanzen und Versicherung
11.11.2025
Zusatzbeitrag der Krankenkassen 2026 auf 2,9 % erhöht: Kritik folgt
2026 steigt der Zusatzbeitrag der Krankenkassen auf 2,9 %. Kritik an der Erhöhung um 0,4 % gibt es nicht nur von Krankenkassen.
2026 steigt der Zusatzbeitrag der Krankenkassen auf 2,9 %. Kritik an der Erhöhung um 0,4 % gibt es nicht nur von Krankenkassen.
Das Bundesgesundheitsministerium hat den durchschnittlichen Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherungen für das Jahr 2026 auf 2,9 Prozent festgelegt, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Diese Entscheidung bedeutet eine Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteidigt diesen Schritt mit der Notwendigkeit, den aktuellen finanziellen Realitäten der Krankenkassen gerecht zu werden. Allerdings wurde die Bekanntmachung mit einer Verzögerung von zehn Tagen erst im Bundesanzeiger veröffentlicht. Kritik kommt insbesondere von den Krankenkassen, die trotz der Ankündigung von stabilen Beiträgen höhere Belastungen erwarten. Die bayerische Gesundheitsministerin, Judith Gerlach, fordert als Reaktion auf den Anstieg zusätzliche Bundeszuschüsse. Die Zusatzbeiträge könnten 2026 weiter steigen, da viele Krankenkassen gezwungen sein könnten, ihre Rücklagen zu erhöhen. Das berichtet die „Ärzte Zeitung“.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.11.2025
Bundeskabinett plant Work-and-Stay-Agentur für Fachkräfteeinwanderung
Das Bundeskabinett plant eine Work-and-Stay-Agentur, um die Einwanderung internationaler Fachkräfte zu erleichtern und Prozesse zu optimieren.
Das Bundeskabinett plant eine Work-and-Stay-Agentur, um die Einwanderung internationaler Fachkräfte zu erleichtern und Prozesse zu optimieren.
Das Bundeskabinett hat am 5. November 2025 Eckpunkte zum Aufbau einer Work-and-Stay-Agentur für die Fachkräfteeinwanderung beschlossen. Die Initiative, die Teil der Modernisierungsagenda der Bundesregierung ist, zielt darauf ab, den Einwanderungsprozess für Fachkräfte aus Drittstaaten nach Deutschland zu erleichtern. Dies soll Arbeitgeber bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte unterstützen. Die Agentur wird Erwerbsmigration sowie Einwanderung in Ausbildung, Studium und Qualifizierungsmaßnahmen umfassen. Bestehende Prozesse werden optimiert und digitalisiert, um Verfahren zu beschleunigen und Arbeitgeber von mehr Transparenz profitieren zu lassen. Die erforderlichen Maßnahmen zur Zentralisierung der Prozesse werden zügig erarbeitet. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales leitet die Umsetzung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und dem Innenministerium. (Quelle: BM für Arbeit und Soziales)
Lifestyle entscheidend für Erfolg von Knieprothesen, OP-Zahl gestiegen
Die Anzahl der Knieprothesen-OPs ist gestiegen, wobei der Lebensstil entscheidend für den Erfolg ist, so das aktuelle Endoprothesenregister.
Die Anzahl der Knieprothesen-OPs ist gestiegen, wobei der Lebensstil entscheidend für den Erfolg ist, so das aktuelle Endoprothesenregister.
Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) hat in seinem aktuellen Jahresbericht betont, dass Lifestyle-Faktoren die Ergebnisse von Knie-Endoprothetik entscheidend beeinflussen. Die Anzahl der von Krankenhäusern berichteten endoprothetischen Eingriffe stieg um vier Prozent. Im Jahr 2024 wurden 410.333 Operationen an Hüfte oder Knie erfasst. Während Erstimplantationen von Hüftprothesen 199.052 Mal durchgeführt wurden, betrug die Zahl der primären Knieprothesen-Implantationen 173.252. Die Analyse zeigte, dass Knieprothesenpatienten im Durchschnitt jünger sind und einen höheren Body-Mass-Index (BMI) aufweisen. In jüngeren Altersgruppen ist dieser Effekt besonders ausgeprägt. Angesichts der Strukturreformen hat sich die Anzahl der Daten liefernden Kliniken reduziert. Der Bericht empfiehlt weitere Mindestmengenregelungen, um die Behandlungsqualität zu verbessern. Trotz vereinzelter guter Ergebnisse in kleineren Kliniken sollen diese Regelungen auf die Versorgungsbereiche Hüftprothesen und spezielle Knieprothesen ausgeweitet werden. (Quelle: aok.de)
Strengere Vorschriften für Heilberufsausweise ab 2026 beschlossen
Ab 2026 gelten strengere Vorschriften für Heilberufsausweise und Praxiskarten, um Missbrauch zu verhindern und Sicherheitslücken zu schließen.
Ab 2026 gelten strengere Vorschriften für Heilberufsausweise und Praxiskarten, um Missbrauch zu verhindern und Sicherheitslücken zu schließen.
Ab 2026 sind Heilberufeausweise (HBA) und Praxiskarten (SMC-B) von neuen gesetzlichen Umgangsvorschriften betroffen, wie ein Bericht auf aerztezeitung.de erläutert. Der Bundestag hat im Rahmen des Pflegekompetenzgesetzes festgelegt, dass diese Karten bei Praxisübergaben unverzüglich gesperrt werden müssen und ihre Weitergabe an Unbefugte ausdrücklich verboten ist. Verstöße gegen diese Regelungen können nach § 340a SGB V mit Geld- oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren geahndet werden. Diese Maßnahmen sollen den Missbrauch von Authentifizierungskomponenten verhindern. Hintergrund dieser Regelung ist ein Vorfall, bei dem der Chaos Computer Club Ende 2024 Sicherheitslücken in der elektronischen Patientenakte ausnutzte und Konnektoren sowie SMC-Karten aus aufgegebenen Praxen über das Internet erwarb. Die Regulierung soll Missbrauch in Zukunft verhindern.
Repatha senkt Herzinfarkt-Risiko deutlich: Studie zeigt 36% Reduktion
Repatha senkt Herzinfarktrisiko um 36%, wie neue Studie zeigt. FDA-Zulassung erweitert. Konkurrenz durch Mercks zukünftiges Medikament erwartet.
Repatha senkt Herzinfarktrisiko um 36%, wie neue Studie zeigt. FDA-Zulassung erweitert. Konkurrenz durch Mercks zukünftiges Medikament erwartet.
Das Cholesterinmedikament Repatha des US-Pharmakonzerns Amgen kann bei gefährdeten Patienten das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 25 Prozent senken, wie der SPIEGEL berichtet. Eine großangelegte Studie mit über 12.000 Teilnehmern, die auf dem Kongress der American Heart Association in New Orleans vorgestellt wurde, zeigt, dass das injizierbare Medikament auch das Risiko für einen ersten Herzinfarkt um 36 Prozent reduziert. Repatha, ein PCSK9-Hemmer, blockiert das Protein PCSK9, welches den LDL-Cholesterinspiegel reguliert. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat kürzlich die Zulassung von Repatha erweitert, sodass es nun auch für Erwachsene mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verfügbar ist, selbst wenn diese noch nicht erkrankt sind. Merck arbeitet ebenfalls an einem ähnlichen Cholesterinmedikament in Tablettenform, das gleiche Effekte verspricht und hofft, Anfang 2026 die Zulassung in den USA beantragen zu können.
Resistente Keime fordern globale Strategien: Hoffnung durch Forschung
Zunehmende Antibiotikaresistenzen erfordern globale Strategien und interdisziplinäre Forschung, um multiresistente Keime effektiv zu bekämpfen.
Zunehmende Antibiotikaresistenzen erfordern globale Strategien und interdisziplinäre Forschung, um multiresistente Keime effektiv zu bekämpfen.
Krankheitskeime zeigen zunehmende Resistenzen gegen Antibiotika, doch internationale Strategien bieten Hoffnung. Weltweit nimmt die Datenbasis zu resistenten Erregern zu, was umfassende Studien ermöglicht, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dennis Nurjadi, Leitender Oberarzt am Institut für Mikrobiologie des Universitätsklinikums in Lübeck, betont, dass das Wissen über multiresistente Bakterien essenziell ist, um wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Neue Medikamente allein reichen nicht aus, weshalb Mediziner verstärkt interdisziplinär gegen die Bedrohung arbeiten.
Pflegekräfte in Deutschland erhalten erweiterte Befugnisse durch BEEP-Gesetz
Das BEEP-Gesetz erlaubt Pflegekräften in Deutschland bald erweiterte Befugnisse, um eigenständig ärztliche Aufgaben zu übernehmen.
Das BEEP-Gesetz erlaubt Pflegekräften in Deutschland bald erweiterte Befugnisse, um eigenständig ärztliche Aufgaben zu übernehmen.
Pflegekräfte in Deutschland sollen bald eigenständig Aufgaben übernehmen dürfen, die bisher Ärztinnen und Ärzten vorbehalten waren. Das kürzlich vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Befugniserweiterung in der Pflege (BEEP) hat das Ziel, die Kompetenz von Pflegefachkräften zu erweitern und Bürokratie abzubauen. Hamburgs Gesundheits- und Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer begrüßt diesen Schritt, betont aber, dass der tatsächliche Praxistest noch aussteht. Während Ärzteverbände skeptisch auf mögliche Parallelstrukturen in der Versorgung hinweisen, fordern Pflegeverbände die Abschaffung des traditionellen Arztvorbehalts. Laut Sandra Postel von der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen müsse das Pflegepersonal in Zukunft auch finanziell von erweiterten Aufgaben profitieren können. Die Befugniserweiterung könnte, so Postel, zu einer modernen, teambasierten Patientenversorgung führen, wie sie in einigen Ländern Europas bereits etabliert ist. (Quelle: Ärzte Zeitung)
NRW-Ärzte unterstützen Studie zur Einführung der elektronischen Patientenakte
NRW-Ärzte unterstützen die Studie "ePA.IMPULS" zur Einführung der elektronischen Patientenakte, um Erfolgsfaktoren und Hindernisse zu ermitteln.
NRW-Ärzte unterstützen die Studie "ePA.IMPULS" zur Einführung der elektronischen Patientenakte, um Erfolgsfaktoren und Hindernisse zu ermitteln.
Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein-Westfalen können im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) Erfahrungsberichte beisteuern. Ziel des Projekts "ePA.IMPULS", das von der Universität Witten/Herdecke unter der Leitung von Professor Sven Meister und Professor Achim Mortsiefer betreut wird, ist es, Erfolgsfaktoren und Hindernisse bei der Implementierung der ePA zu identifizieren. Insgesamt werden 100 Praxen und zehn Krankenhäuser an der Studie teilnehmen, die über zweieinhalb Jahre mit 1,8 Millionen Euro vom Innovationsfonds gefördert wird. Zu den Partnern gehören auch die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie die Krankenhausgesellschaft NRW und die AOK Rheinland/Hamburg. Die eingeschlossenen Teilnehmer werden mittels regelmäßiger Online-Befragungen und Diskussionen in Fokusgruppen einbezogen. Die Ärztezeitung berichtet, dass die Untersuchung durch eine Befragung von 600 Versicherten der AOK Rheinland/Hamburg ergänzt wird.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
07.11.2025
Koalition plant umfassende Reform der Notfallversorgung in Deutschland
Die Koalition plant eine Reform der Notfallversorgung mit integrierten Zentren an wenigen Standorten und einer Stärkung der Notrufnummer 116 117.
Die Koalition plant eine Reform der Notfallversorgung mit integrierten Zentren an wenigen Standorten und einer Stärkung der Notrufnummer 116 117.
Die Koalition hat eine umfassende Reform der Notfallversorgung auf die Agenda gesetzt. Geplant sind integrierte Notfallzentren, die jedoch nur an ausgewählten Krankenhausstandorten entstehen sollen. Darüber hinaus sollen die Rolle der Kassenärztlichen Vereinigungen und die Notrufnummer 116 117 in der Notfallversorgung verstärkt werden. Dies ist Teil der Bemühungen, die Notfallversorgung in Deutschland effizienter zu gestalten, wie aus den Angaben auf aerztezeitung.de hervorgeht.
STIKO empfiehlt Herpes zoster-Impfung ab 18 Jahren mit Shingrix
STIKO empfiehlt Shingrix-Impfung ab 18 Jahren für Risikogruppen, um Herpes zoster vorzubeugen. BARMER warnt vor großen Impflücken in der älteren Bevölkerung.
STIKO empfiehlt Shingrix-Impfung ab 18 Jahren für Risikogruppen, um Herpes zoster vorzubeugen. BARMER warnt vor großen Impflücken in der älteren Bevölkerung.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlungen zur Herpes zoster-Indikationsimpfung aktualisiert. Personen ab 18 Jahren, die ein erhöhtes Risiko für Herpes zoster tragen, sollten sich nun mit dem Totimpfstoff Shingrix impfen lassen, anstatt erst ab 50 Jahren. Diese Änderung spiegelt eine Anpassung an neue Erkenntnisse wider. Der BARMER-Arzneimittelreport kritisiert jedoch weiterhin bestehende Impflücken in der Bevölkerung, da 20 Millionen Menschen über 60 Jahre entweder nicht oder nur unvollständig gegen Herpes zoster geimpft sind. Kassenchef Straub betont, dass Impfen eine „ärztliche Aufgabe“ ist und fordert eine stärkere Einbindung der Ärzteschaft in die Impfstrategien. (Quelle: Ärztezeitung)
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