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Pflegepolitik und Recht
02.12.2025
Pflegekosten steigen: Bund prüft Reform mit Sockelbetrag-Option
Die Pflegekosten steigen, der Bund erwägt eine Reform mit Sockelbetrag, um Eigenanteile zu entlasten und Dynamisierungen in der Pflegeversicherung zu prüfen.
Die Pflegekosten steigen, der Bund erwägt eine Reform mit Sockelbetrag, um Eigenanteile zu entlasten und Dynamisierungen in der Pflegeversicherung zu prüfen.
Bund und Länder kämpfen mit steigenden Eigenanteilen in der stationären Pflege. Der durchschnittliche Eigenanteil eines Pflegebedürftigen liegt im ersten Jahr bei 3.108 Euro monatlich. Besonders die gestiegenen Löhne in der Altenpflege treiben die Kosten. Ein nicht abgestimmter Entwurf für eine Pflegereform spielt mehrere Lösungsvarianten durch, berichtet die Ärzte Zeitung. Ein Sockelbetrag könnte eingeführt werden, sodass Pflegebedürftige nur diesen zahlen und die restlichen Kosten von der sozialen Pflegeversicherung übernommen werden. Alternativ könnten die Leistungsbeträge der Pflegeversicherung regelmäßig dynamisiert werden, um eine Entwertung zu vermeiden. Zudem wird über eine obligatorische oder freiwillige Pflegezusatzversicherung debattiert. Der Direktor des Verbands der Privaten Krankenversicherung, Dr. Florian Reuther, warnt vor einer Ausweitung des Umlagesystems auf Kosten der Jüngeren und fordert stattdessen den Aufbau von Kapitalreserven.
IQWiG: Kein signifikanter Vorteil von Lecanemab gegenüber bestehenden Therapien
IQWiG: Kein Vorteil für Lecanemab, da keine Überlegenheit gegenüber bestehenden Alzheimer-Therapien festgestellt wurde, relevant für Pflege und Medizin.
IQWiG: Kein Vorteil für Lecanemab, da keine Überlegenheit gegenüber bestehenden Alzheimer-Therapien festgestellt wurde, relevant für Pflege und Medizin.
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) weist in seiner neuesten Nutzenbewertung darauf hin, dass der Alzheimer-Antikörper Lecanemab keine signifikanten Vorteile gegenüber bestehenden Behandlungen wie Cholinesterasehemmern oder einem kontrollierten Abwarten zeigt. Diese Erkenntnisse basieren auf der Anwendung eigener Responderkriterien des IQWiG. Die Bewertung könnte für Fachkräfte in der Pflege und Führungskräfte von Altenheimen und Pflegediensten von Interesse sein, da sie die Entscheidungsfindung bezüglich der Medikation von demenzkranken Bewohnern beeinflussen könnten. Anbieter von Pflegeeinrichtungen könnten auch betroffen sein, falls sich dadurch die Nachfrage nach solchen Behandlungen verändert. Die vollständige Meldung ist über die Webseite von „Ärzte Zeitung“ verfügbar.
Boom bei Pflegeplattformen: Flexibilität versus soziale Unsicherheit
Pflegeplattformen boomen: Flexibilität lockt Selbstständige, doch soziale Unsicherheiten bleiben. Fachkräftemangel treibt Nachfrage nach flexiblen Lösungen.
Pflegeplattformen boomen: Flexibilität lockt Selbstständige, doch soziale Unsicherheiten bleiben. Fachkräftemangel treibt Nachfrage nach flexiblen Lösungen.
Pflegeplattformen im Internet erleben einen Aufschwung. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, bestellen immer mehr Pflegebedürftige und ihre Familien Pflege- und Betreuungsarbeiten über das Internet. Christina Spengler, ehemals Altenpflegerin, machte sich nach unzufriedenstellenden Bedingungen in der Pflegebranche selbstständig und organisiert ihre Arbeit nun über Plattformen wie betreut.de. Dies ermögliche es ihr, Menschen würdevoll zu Hause zu versorgen. Fachkräftemangel und starre Strukturen in der ambulanten Pflege führen zu einer stärkeren Nachfrage nach flexiblen Pflegekräften. Trotz der Chancen auf Selbstbestimmung bringt die Plattformarbeit jedoch auch Unsicherheiten wie fehlende Sozialversicherung mit sich, so die Soziologin Rahel Zelenkowits. Angesichts des Pflegenotstands wird die Bedeutung selbst organisierter Pflegekräfte weiter zunehmen, doch dies geht häufig mit einem Verlust an sozialer Sicherheit einher, berichtet die F.A.S.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
29.11.2025
BÄK fordert umfassende Public-Health-Strategie für Deutschland
Die BÄK fordert eine umfassende Public-Health-Strategie für Deutschland, um dem demografischen Wandel und der Zunahme chronischer Erkrankungen zu begegnen.
Die BÄK fordert eine umfassende Public-Health-Strategie für Deutschland, um dem demografischen Wandel und der Zunahme chronischer Erkrankungen zu begegnen.
Die Bundesärztekammer (BÄK) plädiert für eine umfassende Public-Health-Strategie in Deutschland zur Bewältigung der Herausforderungen wie demografischer Wandel und die Zunahme chronischer Erkrankungen. Laut BÄK-Chef Dr. Klaus Reinhardt soll der Public-Health-Ansatz Prävention und Gesundheitsförderung stärken. Eine interdisziplinäre Gesundheitsstrategie soll in allen Politikfeldern mitgedacht werden, um die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken unterstrich, dass es deutschlandweit Verbesserungsbedarf beim Gesundheitszustand und der Gesundheitskompetenz gebe. Reinhardt betonte die Wichtigkeit einer stärkeren Gewichtung der Prävention gegenüber der kurativen Versorgung, unterstützt durch Forschungsdaten. Professor Michael Hallek hob die Notwendigkeit hervor, Forschungsressourcen zu bündeln und Innovationen rasch in die Praxis umzusetzen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Maßnahmen zur Steigerung der Impfbereitschaft: Effektivität bestätigt
Neue Analyse zeigt: Maßnahmen zur Erleichterung des Impfzugangs und zur Kostensenkung sind entscheidend für höhere Impfbereitschaft.
Neue Analyse zeigt: Maßnahmen zur Erleichterung des Impfzugangs und zur Kostensenkung sind entscheidend für höhere Impfbereitschaft.
Eine aktuelle Netzwerk-Metaanalyse zeigt auf, welche Maßnahmen am besten wirken, um der sinkenden Impfbereitschaft entgegenzuwirken. Die Studie hebt hervor, dass Interventionen, die den Zugang zu Impfungen erleichtern und deren Erschwinglichkeit erhöhen, besonders effektiv sind. Zudem haben sich umfassende Maßnahmen, die aus mehreren Komponenten bestehen, als wirksam erwiesen. Diese neuen Erkenntnisse könnten Strategien zur Erhöhung der Impfbereitschaft unterstützen, berichtet die Ärzte Zeitung.
Preisanstieg: Pflege in Heimen deutlich teurer bei stabiler Inflation
Die Pflegekosten in deutschen Heimen steigen um 4,9 Prozent, trotz einer stabilen Inflation von 2,3 Prozent im November, wie das Statistische Bundesamt meldet.
Die Pflegekosten in deutschen Heimen steigen um 4,9 Prozent, trotz einer stabilen Inflation von 2,3 Prozent im November, wie das Statistische Bundesamt meldet.
Die Inflationsrate in Deutschland bleibt im November stabil bei 2,3 Prozent, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Trotz der gleichbleibenden Gesamtinflation haben sich Dienstleistungen und einige Lebensmittel im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich verteuert. Besonders im Fokus stehen Dienstleistungen sozialer Einrichtungen, wie die Pflege in Heimen, die um 4,9 Prozent teurer wurden. Auch Hotelübernachtungen und Versicherungen verzeichnen bemerkenswerte Preissteigerungen. In Frankreich hingegen lag die Inflationsrate bei nur 0,8 Prozent, was teils auf staatliche Eingriffe zurückzuführen ist. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist mit der Entwicklung relativ zufrieden und plant, die Leitzinsen stabil zu halten. Allerdings bleibt die Inflation ohne Energieanteil laut EZB-Chefvolkswirt Philip Lane ein Problem, was weiterhin Beobachtung erfordert. FAZ.NET berichtet, dass die europäischen Inflationszahlen in Kürze vollständiger vorliegen werden.
Koalitionsverhandlungen ohne Durchbruch bei GKV-Sparpaket
Koalitionsspitzen vertagen GKV-Sparpaket: Erneut keine Einigung bei der Finanzierung, Beitragserhöhungen drohen. Vermittlungsausschuss soll vermitteln.
Koalitionsspitzen vertagen GKV-Sparpaket: Erneut keine Einigung bei der Finanzierung, Beitragserhöhungen drohen. Vermittlungsausschuss soll vermitteln.
Nach einer Nachtsitzung der Koalitionsspitzen von CDU, CSU und SPD bleibt die Zukunft des festgefahrenen GKV-Sparpakets ungeklärt. Die Verhandlungen in der Nacht zu Freitag führten zu keinem Beschluss über die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), wie die Ärzte Zeitung berichtet. Vertreter der Krankenkassen zeigten sich erneut enttäuscht über die ausbleibenden Entscheidungen, die zur Stabilisierung der GKV nötig sind. Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, äußerte Bedenken, dass die Versicherten nun mit steigenden Beitragssätzen rechnen müssen. Ulrike Elsner vom Verband der Ersatzkassen betonte die Dringlichkeit, die ursprünglich geplanten Einsparungen von zwei Milliarden Euro umzusetzen, um Beitragssteigerungen abzufedern. AOK-Chefin Dr. Carola Reimann forderte eine gerechtere Lastenverteilung und mahnte, dass das politische Versprechen stabiler Beiträge in Gefahr sei. Der Streit um das Sparpaket wurde an den Vermittlungsausschuss weitergeleitet, was auch geplante Regelungen zur Pflege blockiert.
DMP Depression: Aktualisierte Regelungen ab 2026 erwartet
Ab 2026 übernehmen in Ausnahmefällen auch Psychotherapeuten die Koordination im DMP Depression. Neue Regeln vereinfachen Dokumentation und definieren Ziele.
Ab 2026 übernehmen in Ausnahmefällen auch Psychotherapeuten die Koordination im DMP Depression. Neue Regeln vereinfachen Dokumentation und definieren Ziele.
Das Disease-Management-Programm (DMP) Depression, das im Jahr 2019 beschlossen wurde, wird aktualisiert. Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte, treten die neuen Bestimmungen voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 in Kraft, vorbehaltlich der Prüfung durch das Bundesgesundheitsministerium. Neu ist, dass in Ausnahmefällen nun auch psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten die Koordination übernehmen können, insbesondere wenn diese vor der Einschreibung bereits die Patienten betreuten oder eine solche Betreuung aus medizinischen Gründen erforderlich ist. Die Anforderungen an Patientenschulungen können umgangen werden, bis das Bundesamt für Soziale Sicherung geeignete Schulungsprogramme freigibt, die dann innerhalb von zwei Jahren anzubieten sind. Die Anpassungen passen auch Empfehlungen zur Psychotherapie und medikamentösen Therapie an aktuelle Leitlinien an, was insbesondere die Dokumentation vereinfacht und Qualitätsziele klarer definiert. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.11.2025
Gesundheitsetat 2026: Fokus auf Prävention und Frauengesundheit
Der Gesundheitsetat 2026 setzt Schwerpunkte auf Prävention, Frauengesundheit und die Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung.
Der Gesundheitsetat 2026 setzt Schwerpunkte auf Prävention, Frauengesundheit und die Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat angekündigt, dass der Haushalt 2026 auf eine stärkere gesundheitliche Prävention und die Verbesserung der Frauengesundheit setzt. Die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der sozialen Pflegeversicherung (SPV) soll nachhaltig stabilisiert werden. Trotz der angespannten Haushaltslage des Bundes sei es gelungen, höhere Beiträge zur Pflegeversicherung abzuwenden und die finanziellen Belastungen der GKV abzufedern. Insgesamt 21,8 Milliarden Euro sind für den Gesundheitsetat eingeplant. Er beinhaltet unter anderem Darlehen zur Finanzierung der SPV und GKV sowie 190 Millionen Euro für ein Cybersicherheitsprogramm im Gesundheitswesen. Zusätzlich sollen 27 Millionen Euro in die Gesundheitskompetenz und Suizidprävention sowie 18 Millionen Euro in die Drogen- und Suchtprävention fließen. Bis 2029 werden zwölf Millionen Euro für Projekte zur Förderung der Frauengesundheit bereitgestellt. Warken betont, dass der Haushalt auch ein klares Signal an die Frauen im Land ist, ihre gesundheitlichen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Die Informationen stammen direkt aus einer Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums.
GKV-Versicherte vor Einschnitten: Bundestag beschließt Gesundheitsbudget 2026
Bundestag beschließt Gesundheitsbudget 2026: GKV-Versicherte müssen sich auf Einschnitte einstellen, warnt CDU/CSU-Politikerin Nina Warken.
Bundestag beschließt Gesundheitsbudget 2026: GKV-Versicherte müssen sich auf Einschnitte einstellen, warnt CDU/CSU-Politikerin Nina Warken.
Der Bundestag hat den Etat des Bundesgesundheitsministeriums für 2026 verabschiedet, und Nina Warken, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der CDU/CSU im Gesundheitsausschuss des Bundestages, hat die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf bevorstehende „Einschnitte“ im Gesundheitswesen eingestimmt. In der Debatte wurden von Koalitionspolitikern vor allem Selbstbeschwörungen betont. Warken appellierte an die Bürger, sich auf Veränderungen einzustellen, um das Gesundheitssystem nachhaltig zu stabilisieren. Diese Nachricht geht auf einen Bericht der aerztezeitung.de zurück, die über die Haushaltsdebatte im Bundestag berichtet. Warken betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen Anstrengung zur Bewältigung der Herausforderungen im Gesundheitswesen.
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