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Finanzen und Versicherung
21.02.2025
GKV droht 2024 Milliarden-Defizit: Experten warnen vor Herausforderungen
GKV droht 2024 ein Milliarden-Defizit: Experten warnen vor zunehmenden finanziellen Herausforderungen für die gesetzliche Krankenversicherung.
GKV droht 2024 ein Milliarden-Defizit: Experten warnen vor zunehmenden finanziellen Herausforderungen für die gesetzliche Krankenversicherung.
Nach aktuellen Recherchen der Ärzte Zeitung sieht sich die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mit einem signifikanten Defizit konfrontiert. Im Jahr 2024 erreichte das Gesamtdefizit der Krankenkassen über sechs Milliarden Euro, wobei insbesondere die Ausgaben im vierten Quartal stark angestiegen sind. Diese Entwicklung verdeutlicht die anhaltende finanzielle Belastung, der die GKV ausgesetzt ist, nachdem ihr über Jahre hinweg erhebliche Mehrkosten ohne ausreichende Gegenfinanzierung auferlegt wurden. Experten warnen, dass die anstehende Abrechnung nach der Wahl weitere Herausforderungen mit sich bringen könnte, während die politische Auseinandersetzung mit diesem Thema bisher zurückhaltend bleibt. Die vollständigen Details und Analysen hierzu sind in der gedruckten und digitalen Ausgabe der Ärzte Zeitung zu finden.
Neue S3-Leitlinien: Multidisziplinärer Ansatz und Antibiotikaverzicht
Neue S3-Leitlinien fördern multidisziplinäre Ansätze in der Medizin und betonen den Antibiotikaverzicht bei Harnröhrenentzündungen zur Resistenzvermeidung.
Neue S3-Leitlinien fördern multidisziplinäre Ansätze in der Medizin und betonen den Antibiotikaverzicht bei Harnröhrenentzündungen zur Resistenzvermeidung.
Drei neue S3-Leitlinien sind vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) entwickelt worden und stehen Ärzten demnächst zur Verfügung. Diese Leitlinien befassen sich mit der Diagnostik und Therapie schwerer Beeinträchtigungen der Persönlichkeitsfunktionen, Harnwegsinfektionen bei männlichen Jugendlichen und Erwachsenen, sowie akuten Querschnittlähmungen. Die Leitlinien sollen multidisziplinäre Ansätze fördern, um den komplexen Versorgungsbedürfnissen gerecht zu werden. Erstmals wurde auch auf den weitgehenden Verzicht des Antibiotikums Azithromycin bei Harnröhrenentzündungen hingewiesen, um Resistenzen zu vermeiden. Patientenleitlinien werden zudem entwickelt, um den Betroffenen evidenzbasierte Informationen bereitzustellen. Der G-BA übergibt die Leitlinien mit der Bitte um Veröffentlichung an die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (Quelle: g-ba.de).
BfArM empfiehlt Sterilfiltration für bestimmte Eberth-Infusionslösungen
Das BfArM rät zur Sterilfiltration bestimmter Eberth-Infusionslösungen als Vorsichtsmaßnahme gegen mögliche Qualitätsabweichungen.
Das BfArM rät zur Sterilfiltration bestimmter Eberth-Infusionslösungen als Vorsichtsmaßnahme gegen mögliche Qualitätsabweichungen.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfiehlt die vorbeugende Sterilfiltration bestimmter Infusionslösungen der Firma Dr. Friedrich Eberth. Dies betrifft vancomycin- und clarithromycinhaltige Arzneimittel in Pulverform zur Infusionsherstellung. Laut einer Meldung der „Ärzte Zeitung“ bezieht sich die Empfehlung auf Abweichungen in den Qualitätskontrollen, die die Zuverlässigkeit der Sterilitätsprüfungen beeinträchtigen könnten. Obwohl keine Beweise für nicht-sterile Packungen vorliegen, raten die Behörden aus Vorsichtsgründen zur zusätzlichen Filtration. Spezifische Sterilfilter stehen hierfür bereit.
DAK-Chef Storm warnt vor Milliarden-Defizit und Systemkrise 2024
DAK-Chef Storm warnt im „ÄrzteTag“-Podcast vor einem Milliarden-Defizit und drohender Systemkrise 2024 in der gesetzlichen Krankenversicherung.
DAK-Chef Storm warnt im „ÄrzteTag“-Podcast vor einem Milliarden-Defizit und drohender Systemkrise 2024 in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Im „ÄrzteTag“-Podcast der Ärzte Zeitung äußert sich Andreas Storm, Vorsitzender der DAK-Gesundheit, zu den alarmierenden Defiziten in der gesetzlichen Krankenversicherung. Bereits im Oktober prognostizierte der Schätzerkreis ein Defizit von 4,9 Milliarden Euro für das Jahr 2024, das nun auf über sechs Milliarden Euro angewachsen ist. Storm zieht Parallelen zur Bankenkrise 2008/2009 und warnt vor einem Domino-Effekt, der durch die Zahlungsunfähigkeit einzelner Krankenkassen ausgelöst werden könnte und das gesamte System gefährden würde. Zudem kritisiert Storm die Pläne zur Finanzierung der Krankenhausreform, die teilweise den Krankenkassen aufgebürdet werden soll. Gutachten hätten die rechtliche Grundlage dieser Finanzierungsform infrage gestellt, was im Extremfall das Bundesverfassungsgericht zum Kippen der Reform im Jahr 2028 veranlassen könnte. Storm fordert von der Bundesregierung ein Sofortprogramm, um eine drohende Systemkrise abzuwenden.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
20.02.2025
G-BA überprüft Richtlinien für Intensivpflege und führt neue Erprobung ein
Der G-BA prüft Richtlinien für häusliche und außerklinische Intensivpflege, plant Anpassungen und erprobt neue Verfahren zur Verbesserung der Patientenversorgung.
Der G-BA prüft Richtlinien für häusliche und außerklinische Intensivpflege, plant Anpassungen und erprobt neue Verfahren zur Verbesserung der Patientenversorgung.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, die Richtlinien für die häusliche Krankenpflege und die außerklinische Intensivpflege zu überprüfen und gegebenenfalls zu überarbeiten. Ziel ist es, Anpassungen für komplexe Versorgungsbedarfe sowie besondere Versorgungskonstellationen vorzunehmen, um die Versorgungssicherheit der Patienten zu verbessern. Besonders die außerklinische Intensivpflege-Richtlinie soll im Hinblick auf die Fernbehandlung und basierend auf neuen Versorgungshinweisen überarbeitet werden. Es gab auch Diskussionen über ein Beratungsverfahren zur Bewertung von Beckenbodentraining als verordnungsfähiges Heilmittel. Die Ärzte Zeitung berichtet, dass der KBV-Antrag schließlich angenommen wurde. Zudem wurde eine neue Erprobungsrichtlinie für die CRP-Apherese bei akutem Herzinfarkt beschlossen, die nach positiver Evaluation in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen werden könnte.
Diabetes-Gesellschaft fordert teurere Limonaden und günstigeres Obst
Diabetes-Gesellschaft fordert Preiserhöhungen für Limonaden und Preisnachlässe für Obst, um gesündere Ernährung zu fördern.
Diabetes-Gesellschaft fordert Preiserhöhungen für Limonaden und Preisnachlässe für Obst, um gesündere Ernährung zu fördern.
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert die neue Bundesregierung auf, gezielte Maßnahmen zur Verhältnisprävention zu ergreifen. Konkret schlagen sie vor, die Preise für zuckerhaltige Limonaden zu erhöhen und gleichzeitig Obst und Gemüse günstiger zu machen. Damit solle eine gesündere Ernährung für die Bevölkerung gefördert werden. Diese Vorschläge kommen inmitten von Bedenken über die Auswirkungen der geplanten Krankenhausreform, die laut der Fachgesellschaft die Ausbildungsmöglichkeiten für Diabetologen gefährden könnte. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft sieht dies als bedenkliche Entwicklung für ihr Fach. (Quelle: aerztezeitung.de)
Grippewelle erreicht Höhepunkt: Stabilisierung der Fallzahlen in Deutschland
Grippewelle hat Höhepunkt erreicht: RKI meldet stabile Fallzahlen in Deutschland, während rund 7,5 Millionen Menschen an Atemwegsinfektionen leiden.
Grippewelle hat Höhepunkt erreicht: RKI meldet stabile Fallzahlen in Deutschland, während rund 7,5 Millionen Menschen an Atemwegsinfektionen leiden.
Der Höhepunkt der Grippewelle scheint nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erreicht zu sein. Die Zahl der gemeldeten Fälle in Deutschland ist vom 10. bis 16. Februar im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben. Das RKI berichtet, dass rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland derzeit an einer akuten Atemwegsinfektion, viele davon an Grippe, leiden. Influenzaerkrankungen werden in allen Altersgruppen verzeichnet. Es dominiert weiterhin die starke Zirkulation der Influenzaviren, vermehrt werden auch Influenza B-Viren nachgewiesen. Wie die Ärzte Zeitung meldet, geht die Zahl der Krankenhausaufenthalte aufgrund akuter Ateminfektionen in den meisten Altersgruppen zurück. Ein Drittel der Betroffenen musste wegen eines schweren Influenza-Verlaufs stationär behandelt werden. Obwohl es auch bei Schulkindern einen Rückgang gab, bleibt die Zahl der schwer verlaufenden Fälle auf hohem Niveau. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitswesen in Gefahr: Milliarden-Defizit bedroht Krankenkassen
Milliarden-Defizite gefährden Krankenkassen: Finanzielle Schieflage bedroht Stabilität im deutschen Gesundheitswesen, warnt DAK-Chef Andreas Storm.
Milliarden-Defizite gefährden Krankenkassen: Finanzielle Schieflage bedroht Stabilität im deutschen Gesundheitswesen, warnt DAK-Chef Andreas Storm.
Die finanziellen Defizite der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland bedrohen zunehmend die Stabilität des Gesundheitswesens. Wie Andreas Storm, Vorsitzender der DAK-Gesundheit, gegenüber der "Ärzte Zeitung" betonte, könnte das aktuelle Defizit von über sechs Milliarden Euro im Jahr 2024 zu einem Domino-Effekt führen, der die Zahlungsunfähigkeit mehrerer Krankenkassen nach sich zieht. Insbesondere wenn „ein halbes Dutzend Krankenkassen mit deutlich über einer Million Versicherten“ betroffen sein sollte, drohe ein Zusammenbruch ähnlich der Bankenkrise von 2008. Gleichzeitig belasten mögliche rückwirkende Erhöhungen bei Krankenhausbudgets und Landesbasisfallwerten die Kassen um eine weitere Milliarde Euro. Storm fordert daher dringende politische Maßnahmen, um schnell eine Stabilisierung zu erreichen. Ebenso prognostiziert er ähnliche Herausforderungen für die Pflegeversicherung, deren Defizit für 2024 bei 1,54 Milliarden Euro erwartet wird.
G-BA bewertet Aztreonam/Avibactam: Neuer Beschluss zur Nutzenbewertung
G-BA beschließt Nutzenbewertung von Aztreonam/Avibactam zur Anwendung bei bakteriellen Infektionen, entscheidend für Fachkräfte und die pharmazeutische Industrie.
G-BA beschließt Nutzenbewertung von Aztreonam/Avibactam zur Anwendung bei bakteriellen Infektionen, entscheidend für Fachkräfte und die pharmazeutische Industrie.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 20. Februar 2025 einen Beschluss zur Nutzenbewertung von Aztreonam/Avibactam gefasst. Dieser Beschluss, der am selben Tag in Kraft trat, betrifft die Anwendung des Arzneimittels bei verschiedenen bakteriellen Infektionen. Die Bewertung wurde gemäß § 35a des Sozialgesetzbuches V im Rahmen der Arzneimittel-Richtlinie, speziell in Anlage XII, durchgeführt. Die genaue Nutzenbewertung bezieht sich auf den zusätzlichen Nutzen des Medikaments in unterschiedlichen Indikationsgebieten. Der Beschluss sowie die tragenden Gründe sind auf der Webseite des G-BA als PDF-Dokumente verfügbar. Solche Entscheidungen des G-BA sind von besonderem Interesse für Fachkräfte im Gesundheitswesen sowie für die pharmazeutische Industrie, die an der Entwicklung und Bewertung neuer Arzneimittel beteiligt sind.
„Pflegekompetenzgesetz: Pflegekräfte übernehmen mehr Verantwortung“
Pflegekompetenzgesetz stärkt Pflegekräfte: Mehr Verantwortung und erweiterte Handlungsspielräume in der Patientenversorgung zur Bewältigung des steigenden Bedarfs.
Pflegekompetenzgesetz stärkt Pflegekräfte: Mehr Verantwortung und erweiterte Handlungsspielräume in der Patientenversorgung zur Bewältigung des steigenden Bedarfs.
Angesichts des wachsenden Pflegebedarfs und der steigenden Zahl von Pflegebedürftigen plant die Bundesregierung, die Kompetenzen von Pflegefachkräften durch das Pflegekompetenzgesetz zu erweitern. Der Gesetzentwurf (20/14988) sieht vor, die Rahmenbedingungen für professionelle Pflegekräfte zu verbessern. Ende 2023 lag die Zahl der Pflegebedürftigen bei etwa 5,6 Millionen und soll Prognosen zufolge bis 2030 auf etwa 6,1 Millionen steigen. Langfristig werden sogar 7,5 Millionen erwartet. Mit dieser Gesetzesinitiative sollen Pflegefachkräfte eigenverantwortlich umfangreichere Leistungen erbringen dürfen, die bisher Ärzten vorbehalten waren, um insbesondere das Management chronischer Erkrankungen zu verbessern. Das Gesetz soll es Pflegefachpersonen ermöglichen, im Rahmen ihrer Qualifikationen Heilkunde auszuüben und spezifische Aufgaben im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung eigenverantwortlich zu übernehmen. Fachkräfte sollen zusätzliche heilkundliche Kompetenzen durch Ausbildung oder Weiterbildung erwerben können. Die Informationen stammen vom Deutschen Bundestag.
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