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Medizin, Gesundheit und Prävention
12.09.2025
BfR: Seltene hohe Vitamin-D-Dosen können Gesundheitsrisiko darstellen
Das BfR warnt: Seltene Einnahme hoher Vitamin-D-Dosen birgt Gesundheitsrisiken, während tägliche niedrige Dosen sicherer sind.
Das BfR warnt: Seltene Einnahme hoher Vitamin-D-Dosen birgt Gesundheitsrisiken, während tägliche niedrige Dosen sicherer sind.
Die Einnahme hochdosierter, aber seltener Vitamin-D-Gaben aus Nahrungsergänzungsmitteln kann laut einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko verbunden sein. In der "Ärzte Zeitung" wird darauf hingewiesen, dass die tägliche Einnahme niedriger Dosen als sicherer Ansatz gilt.
Krankenkassen-Überschuss: Warken plant Reformen zur Finanzstabilität
Überschuss trotz Ausgabenzunahme: Warken plant Reformen zur Stabilisierung der Krankenkassen-Finanzen und will langfristig Primärarztsysteme einführen.
Überschuss trotz Ausgabenzunahme: Warken plant Reformen zur Stabilisierung der Krankenkassen-Finanzen und will langfristig Primärarztsysteme einführen.
In der ersten Jahreshälfte 2025 verzeichneten die gesetzlichen Krankenkassen einen Überschuss von 2,8 Milliarden Euro. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken weist jedoch darauf hin, dass diese Überschüsse vor allem zur Auffüllung der unter dem gesetzlichen Minimum liegenden Finanzreserven genutzt werden sollten. Obwohl die Einnahmen mit 176,8 Milliarden Euro nur leicht die Ausgaben von 174,0 Milliarden Euro übertrafen, stiegen die Ausgaben um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Krankenkassen sind gezwungen, höhere Zusatzbeitragssätze zu erheben, um ihre erst im vergangenen Jahr gesunkenen Reserven wieder aufzufüllen. Um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten, plant das Bundesgesundheitsministerium kurzfristige Entlastungsmaßnahmen sowie langfristige Strukturreformen, einschließlich der Reform der Krankenhausfinanzierung und der Einführung eines Primärarztsystems. Eine Expertenkommission soll zudem bis zum Frühjahr 2026 Vorschläge zur Stabilisierung der Beitragssätze erarbeiten.
Stromausfall in Berlin: Ambulante Versorgung meistert Blackout souverän
Trotz dreitägigem Stromausfall in Berlin-Südost meisterten ambulante Dienste mit Notfallplänen und alternativen Lösungen die Herausforderungen erfolgreich.
Trotz dreitägigem Stromausfall in Berlin-Südost meisterten ambulante Dienste mit Notfallplänen und alternativen Lösungen die Herausforderungen erfolgreich.
Fast drei Tage war der Südosten Berlins ohne Strom, doch die ambulante Versorgung verlief trotzdem nahezu reibungslos weiter. Ärzte, Praxen und Apotheken in der betroffenen Region waren gezwungen, sich den Herausforderungen eines Blackouts zu stellen. Die Situation unterstreicht die Bedeutung von Vorbereitung und Notfallplänen für medizinische Einrichtungen. Verschiedene Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) geben Empfehlungen, wie sich Praxen auf ähnliche Vorfälle vorbereiten können. Der Stromausfall zeigte, dass Praxen auf alternative Kommunikationswege und Energiespeicher angewiesen sind, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Patientenversorgung zu sichern, berichtete die "Ärzte Zeitung".
Herzbericht 2025: Impfungen für KHK-Patienten gegen Atemwegserkrankungen empfohlen
Der Herzbericht 2025 empfiehlt KHK-Patienten dringend Impfungen gegen Atemwegserkrankungen, um Herzkomplikationen durch Grippe zu vermeiden.
Der Herzbericht 2025 empfiehlt KHK-Patienten dringend Impfungen gegen Atemwegserkrankungen, um Herzkomplikationen durch Grippe zu vermeiden.
Laut dem Herzbericht 2025 der Deutschen Herzstiftung wird dringend empfohlen, Patienten mit chronischer koronarer Herzkrankheit (KHK) gegen respiratorische Erkrankungen zu impfen. Der Bericht betont, dass es in der Prävention noch Defizite gibt, wenngleich die politischen Akteure derzeit verhalten auf die Empfehlungen reagieren. Diese Feststellungen heben die Wichtigkeit von Impfungen im Bereich der Herzgesundheit hervor. Besonders ältere Patienten sind eine Zielgruppe der empfohlenen Maßnahmen, um akute thrombotische Ereignisse aufgrund influenzaähnlicher Erkrankungen zu verhindern. Die Details des Berichts wurden von der Ärzte Zeitung veröffentlicht.
Candidozyma auris: Pilz breitet sich in Europas Krankenhäusern aus
Der krankheitserregende Pilz Candidozyma auris breitet sich in Europas Krankenhäusern aus und stellt eine zunehmende Herausforderung für das Gesundheitssystem dar.
Der krankheitserregende Pilz Candidozyma auris breitet sich in Europas Krankenhäusern aus und stellt eine zunehmende Herausforderung für das Gesundheitssystem dar.
Der krankheitserregende Pilz Candidozyma auris breitet sich in europäischen Krankenhäusern aus, so ein Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Dem Bericht zufolge liegt Deutschland bei der Anzahl der gemeldeten Fälle zwischen 2013 und 2023 EU-weit auf dem fünften Platz. Die meisten Fälle traten in Spanien auf, gefolgt von Griechenland, Italien und Rumänien. Der Pilz, der 2009 erstmals in Japan entdeckt wurde, ist gegen Medikamente resistent und kann lebensgefährliche Infektionen verursachen. Da der Pilz auf verschiedenen Oberflächen überleben kann, ist die Eindämmung herausfordernd. Dennoch müssen sich Krankenhauspatienten in Deutschland keine großen Sorgen machen, da die Wahrscheinlichkeit, in Kontakt zu kommen, niedrig ist, so Oliver Kurzai von der Universität Würzburg.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
11.09.2025
Demenzfälle in Deutschland sinken überraschend um 26 Prozent
Überraschender Rückgang: In Deutschland sinken Demenzfälle um 26 Prozent, wie eine neue Untersuchung des DZNE zeigt. Herausforderungen bleiben dennoch groß.
Überraschender Rückgang: In Deutschland sinken Demenzfälle um 26 Prozent, wie eine neue Untersuchung des DZNE zeigt. Herausforderungen bleiben dennoch groß.
Die Zahl der Demenzfälle in Deutschland ist überraschend um 26 Prozent gesunken, wie eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen zeigt. Zwischen 2015 und 2022 reduzierte sich die Inzidenz von 2020 auf 1500 Neuerkrankungen pro 100.000 Versicherte. Auch die Prävalenz verringerte sich um 18 Prozent. Gründe für den Rückgang könnten die verbesserte Behandlung von Volkskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes, ein höheres Bildungsniveau sowie gesteigerte körperliche Aktivität in den jüngeren Alterskohorten sein. Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Herausforderung für das Gesundheitswesen groß, da die Gesamtzahl der Betroffenen durch die Alterung der Babyboomer-Generation weiterhin wächst. Dieser Trend erfordert eine gezielte Vorbereitung der Gesundheitsinfrastruktur, insbesondere im Hinblick auf stationäre Betreuung. Quelle: F.A.Z.
Aggressive EHEC-Variante in Mecklenburg-Vorpommern: Behörden wachsam
Aggressive EHEC-Variante breitet sich in Mecklenburg-Vorpommern aus, Gesundheitsministerin Drese sieht Grund zur Sorge, aber keine Panik. Behörden wachsam.
Aggressive EHEC-Variante breitet sich in Mecklenburg-Vorpommern aus, Gesundheitsministerin Drese sieht Grund zur Sorge, aber keine Panik. Behörden wachsam.
In Mecklenburg-Vorpommern breitet sich eine aggressive Variante des EHEC-Erregers aus, was Gesundheitsministerin Stefanie Drese als "Grund zur Sorge, aber nicht zur Panik" bezeichnet. Die Ministerin erklärte im Interview mit dem Spiegel, dass sie im Rahmen der Vorsorge darauf achtet, Fleisch gut durchzubraten. Die Situation wird von den Gesundheitsbehörden engmaschig überwacht, um eine Ausbreitung der Infektionen zu verhindern, so berichtet der Spiegel.
Bundestag plant mehr Verantwortung und weniger Bürokratie in der Pflege
Der Bundestag plant eine Entlastung der Pflege durch erweiterte Aufgaben für Pflegekräfte und weniger Bürokratie, um den Beruf attraktiver zu machen.
Der Bundestag plant eine Entlastung der Pflege durch erweiterte Aufgaben für Pflegekräfte und weniger Bürokratie, um den Beruf attraktiver zu machen.
Der Bundestag hat sich mit einem Gesetzesentwurf zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege auseinandergesetzt. Die Koalition plant, Pflegekräfte mit erweiterten Aufgaben zu betrauen, insbesondere in der Diabetes- und Wundversorgung sowie in der Betreuung von Demenzkranken. Ziel ist es, die Arbeitsbelastung in Pflegeeinrichtungen und im Gesundheitswesen zu verringern und den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten, erklärte Gesundheitsministerin Nina Warken. Der Entwurf wird nun im Gesundheitsausschuss weiter beraten. Unter anderem soll die Kassenärztliche Bundesvereinigung gehört werden, da es Bedenken gibt, dass neue Schnittstellen zwischen Pflege und Ärzten entstehen könnten. Kritiker monieren, dass Fragen zur Substitution und Haftung offen geblieben seien. Quellenangaben: Ärzte Zeitung, 11. September 2025.
Candidozyma auris breitet sich in Europas Krankenhäusern aus
Der krankheitserregende Pilz Candidozyma auris breitet sich rasch in Europa aus, stellt aber für Deutschland derzeit kein großes Risiko dar.
Der krankheitserregende Pilz Candidozyma auris breitet sich rasch in Europa aus, stellt aber für Deutschland derzeit kein großes Risiko dar.
Der krankheitserregende Pilz Candidozyma auris breitet sich schnell in europäischen Krankenhäusern aus, wie ein aktueller Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zeigt. Von 2013 bis 2023 wurden mehr als 4.000 Fälle im EU- und EWR-Raum gemeldet, allein im Jahr 2023 waren es 1.346 Fälle. Deutschland rangiert auf Platz fünf der betroffenen Länder mit 120 gemeldeten Fällen, wobei 77 davon auf 2023 entfallen. Die meisten Fälle wurden in Spanien, gefolgt von Griechenland, Italien und Rumänien, gemeldet. ECDC warnt, dass dies nur „die Spitze des Eisbergs“ sei, da es oft an systematischer Erfassung mangele. Oliver Kurzai von der Universität Würzburg betont jedoch, dass die Gefahr einer Ansteckung in Deutschland gering sei. Die „Ärzte Zeitung“ berichtet, dass der Pilz eine Rarität in Deutschland bleibe, aber aus epidemiologischer Sicht besorgniserregend sei.
Pflegemarkt erholt sich: Weniger Insolvenzen, aber neue Herausforderungen
Der Pflegemarkt entspannt sich: Weniger Insolvenzen dank neuer Pflegesätze, doch Fachkräftemangel und Investitionsbedarf bleiben zentrale Herausforderungen.
Der Pflegemarkt entspannt sich: Weniger Insolvenzen dank neuer Pflegesätze, doch Fachkräftemangel und Investitionsbedarf bleiben zentrale Herausforderungen.
Die Insolvenzwelle unter ambulanten und stationären Pflegebetrieben hat ihren Höhepunkt überschritten. So das optimistische Fazit des Branchenreports „Pflegemarkt 2025“, den die Apotheker- und Ärztebank (apoBank) am Mittwoch veröffentlichte. Im Vergleich zu 2023 waren 2024 weniger große Träger von Insolvenzen betroffen, dafür mehr kleine und mittlere. Die Krise hatte eine „bereinigende Wirkung“ auf den Markt, der sich allmählich entspannt. Einige Ursachen der Krise wurden adressiert, etwa durch neu verhandelte Pflegesätze. Das vollstationäre Angebot konsolidierte sich zugunsten größerer Träger. Privates Kapital bleibt entscheidend für den Bau und Betrieb neuer Einrichtungen, da öffentlicher Support ausbleibt. Investoren setzen verstärkt auf betreutes Wohnen, was langfristig zu Versorgungslücken bei schweren Pflegefällen führen könnte. Die Herausforderungen bleiben angesichts des Fachkräftemangels und des hohen Investitionsbedarfs groß. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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